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  • Die meisten negativen bezogen sich allerdings auf Anwendungen ohne Tarp.

    Ja, die Berichte habe ich auch gelesen.

    Die meisten negativen Berichte bezogen sich auf größere Wanderer. Ich bin ja mit meiner Größe von 176 cm nicht sonderlich groß.

    Beim letzten Treffen bei RaulDuke habe ich eine Nacht darin geschlafen und bezüglich der Größe keine Probleme gehabt. Ich denke, dass sogar ein Rucksack am Kopfende Platz haben könnte (vielleicht als Kopfkissen-Ersatz).

  • Wenn ich, weil es gerade vor Ort nicht anders geht oder die Zeit und das Unwetter drängen, mich in ein Tarp einwickle bzw. es direkt um mich herum einfach zusammenlege und womöglich an den Kanten noch unter die Iso einklappe ... ist das dann der beste und vielseitigste Biwaksack aller Zeiten? Und gewinne ich dann den Preis in diesem Thread für die Quadratur des Kreises? :)

    Einmal editiert, zuletzt von Steintanz (14. September 2025 um 14:52)

  • Der Gedanke wieder über Tarp Setups nachzudenken widerstrebt mir aktuell. Das ist mir noch zu viel Aufbau/Gefummel für zu wenig extra Vorteil

    Ich hab gerade mal beim Aufbau meines Zelts auf die Uhr geschaut, für das Außenzelt des Stealth mit allen Heringen brauche ich ungefähr drei Minuten, entspricht ungefähr einem Tarp in Bauform Dackelgarage, nur mal so zur Einordnung des Aufwands.

    Einmal editiert, zuletzt von schrenz (14. September 2025 um 18:00)

  • Ich denke, der Vorteil des Bivys ist nicht so sehr das Gewicht (da spart man nicht so viel), als vielmehr die Flexibilität und die Sicherheit. Ein Bivy lässt sich irgendwo aufstellen, und insbesondere mit KuFa ergibt sich ein recht robustes System.

    Ja, Ryan Jordan bringt es auf den Punkt.
    Gute isolations- und Regenkleidung um damit im auch im Regen draußen kochen zu können. (not my cup ot tea) ;)
    Aber die Argumentation ist in sich schlüssig und stimmig. Es muss halt das komplette Equipment darauf abgestimmt sein und es reicht nicht nur sich einen wasserdichten Bivy zu holen.
    btw. Das mit den Sternchen gucken funktioniert auch mit einem zurückgeschlagenem Tarp.

    Mal wieder ein sehr empfehlenswerter Podcast.

    SOUL BIVY
    Designed as an all-weather bivy for fast hikers, mountain climbers and bike racers, the Award Winning, eVent Soul Bivy is the lightest, fully enclosed...
    mountainlaureldesigns.com
    Biwak mit drei Drahtreifen | Big Agnes
    Seien Sie selbst für das extremste Wetter gerüstet, ohne zusätzliches Gewicht und Volumen, indem Sie ein Dreidraht-Biwak mit Reifen einpacken. Shoppen Sie noch…
    eu.bigagnes.com

    Und wieder keine Informationen zum verwendeten Material. Für mich ein no-go bei diesem Preis und der Anwendung. (Ein bisschen schwach, besonders weil Herr Jordan so ein gear nerd ist).

    VG. -wilbo-

  • Ui, hier ist ja einiges hinzu gekommen. 😊
    Danke fürs Teilen, den Austausch und die Anregungen zum Nachdenken.

    Zu diesem Thema gab es kürzlich einen ausführlichen Beitrag im Podcast von Ryan Jordan auf Backpackinglight:

    Ist mir bekannt. Könnte sein das die Folge meine Motivation wieder entfacht hat. 😜

    Ein kleines Buch zum Schmökern, was man günstig gebraucht findet

    Danke für die Empfehlung. Ich bin ein großer Freund von “Fachbüchern”. Vielleicht hole ich es mir tatsächlich. Und wenn es nur zur Unterhaltung ist.

    Ich habe die beste Erklärung für den Taupunkt, die ich finden konnte, ins Wiki eingetragen.

    Schön das das Wiki wächst. Den Taupunkt kannte ich bereits davor sehr gut. Die zuerst verlinkte Website hat das Verständnis nochmal vertieft. Das Video hat nichts Neues beigetragen. Aber schöne Ergänzung.
    Aber meine Frage bleibt bestehen: Was bedeutet das für den Alltag auf dem Trail?
    Erstens fehlen mir dafür die Daten vor Ort. Zweitens wüsste ich gerade nicht welche Entscheidungen bzw. Handlungen das jetzt beeinflusst.
    Entschuldige falls das offensichtlich ist.

    also da hätte ich noch sowas gefunden https://www.amazon.de/dp/B0BSKF9KR8/…TQY5&th=1&psc=1

    Das ist was ich unter “Hooped” mit Kuppel und schwer meinte. Überzeugt mich irgendwie nicht so richtig. 🤷

    Wenn Du den Stand nicht durch ein schweres Kreuzgestänge erschaffst, muss so eine Konstruktion abgespannt werden. Dann kann ich auch gleich ein Tarp aufbauen. ;)

    Ich hab gerade mal beim Aufbau meines Zelts auf die Uhr geschaut, für das Außenzelt des Stealth mit allen Heringen brauche ich ungefähr drei Minuten, entspricht ungefähr einem Tarp in Bauform Dackelgarage, nur mal so zur Einordnung des Aufwands.

    Mir geht es hier nicht primär um die Zeit. Mein X-Mid lässt sich tatsächlich auch echt rasant aufbauen. Ich hatte das mal gestoppt, aber wieder vergessen.
    Wie dem auch sei, jedes Tarp braucht Minimum 4 Heringe, oder? Vielleicht im Extremfall 3. Oftmals eher 5-7, wenn man eine bessere Wetterfestigkeit haben möchte. Ähnliches gilt für alle nicht frei stehenden Zelte. Oder liege ich da falsch?

    Außerdem wird der Footprint immer größer sein als die Liegefläche. Einfach weil du die Wände nicht wirklich senkrecht aufspannen kannst. Und weil man Schutz gegen Spritzwasser benötigt, da nie perfekt bis zum Boden gespannt werden kann (ein inneres Bivy leistet hier Abhilfe).

    In Summe führen mindestens diese beiden Punkte dazu, dass es “schwerer” ist das Shelter aufzubauen. Man braucht einen entsprechend geeigneten Lagerpunkt. Inklusive des Bodens mit gutem Halt für die Verankerung.
    Ja, Tarps lassen sich an sehr diversen Orten kompakt aufbauen. Ja, man kann auch Bäume nutzen, wenn man unter der Baumgrenze ist. Ja, man kann auch Steine nutzen, wenn man über der Baumgrenze ist.

    Wie gesagt vermute ich nicht eine bahnbrechende Idee zu haben. Aber meine Gedanken gehen in folgende Richtung:
    Im Prinzip bleibt erstmal alles beim Biwaksack. Der Footprint ist die Liegefläche. Diese wird durch das Schlaflager selbst “aufgespannt”. Null Heringe und Spannleinen. Meine Ergänzung wäre nun, dass man auf geschickte Art und Weise für den Oberstoff einen speziellen Schnitt entwirft, so dass eine Art Minioberzelt entsteht. Wichtig ist, dass sowohl am Fuß- als auch Kopfende etwas vollkommen luftdurchlässig eingenäht wird. In seiner primitivsten Form als langer Dreiecksprisma vorstellen (nur zur Vorstellung, nicht für die Praxis).

    Klar, das geht nicht einfach so. Aber 2 halb hohe Wanderstöcke mit zwei Spannleinen ist immer noch eine signifikante Vereinfachung. Auch hier können Bäume, Büsche und Steine mit verwendet werden. Aber der viel wichtigere Punkt ist, dass es viel weniger “perfekt” sein muss. Es muss nicht jede Nacht optimal aufgebaut sein. Der “Hochbau” dient ja nur dem Zweck der verbesserten Belüftung. Das kann auch mal für eine Nacht mies sein. Und generell stellt das einfach weniger Anforderungen an die Aufstelltechnik/-option. Ein schlecht aufgespanntes Tarp ist ein schlechtes Shelter. In diesem Fall ist es einfach ein Biwaksack, welcher wieder mehr unter Kondensation leidet. Und dann hat man ja trotzdem noch einen stark dampfdurchlässigen Stoff. Ein Tarp muss aufgespannt werden (sich einwickeln stelle ich mir suboptimal vor). Ein Biwaksack nach meinen Vorstellungen kann trotzdem einfach als Sack verwendet werden, aus welchen Gründen und Einflüssen auch immer. Ergibt das irgendwie Sinn?

    Wie man das Fuß- und Kopfende entwirft, kann glaube ich relativ kreativ werden. Da hätte ich auch schon ein paar Ideen, die zumindest im Kopf ziemlich cool sind.

  • Erstens fehlen mir dafür die Daten vor Ort

    Mit yr.no kannst du dir unter details/graph in der Wettervorhersage den Taupunkt anzeigen lassen.

    Man kann den Taupunkt soweit ich mich erinnern kann auch über die rel. Luftfeuchtigkeit und die Temperatur berechnen, sollte aber auch nicht mehr aussagen als rel. Luftfeuchtigkeit, oder? Ich habe gern eine Temperatur/Luftfeuchtesensor mit, ist aber eine reine Spielerei

    Was bedeutet das für den Alltag auf dem Trail?

    Taupunkt/rel. Luftfeuchtigkeit ist für mich die Aussage

    • Mit wie viel kondens ich unter dem Zelt rechnen muss, und
    • in wie weit ich mein Zeug getrocknet bekomme

    Wenn die tatsächliche Temperatur den Taupunkt trifft flockt das Wasser aus der Luft aus und es kommt zu "Nebelbildung", vorraugesetzt die Luft enthält Feuchtigkeit. Umgekehrt kann die Luft bei Temperaturen um den Taupunkt quasi kein Wasser aufnehmen.

    Du wirst dein Bivi mit deiner Körpertemperatur schnell aufwärmen. Die Luft wird so mehr Feuchtigkeit ziehen können. Die Wand von deinem Bivi wird sehr wahrscheinlich kälter sein. Die Luft wird an diese Stelle die Feuchtigkeit nicht halten können und kondensieren. So wäre die Frage für dich, entweder:

    • Wie schaffe ich es, dass die Luft im Bivi so kalt bleibt wie die BiviWand, oder
    • Wie schaffe ich es, dass die Bivi Wand so warm ist wie die Innenluft (zB Isolation, sh Bauphysik), oder
    • Wie schaffe ich es, dass die nun wärmere Luft im Bivi kein Wasser ziehen kann (und die rel. Luftfeuchtigkeit damit sinkt bei steigender Temp), oder
    • Klassisch: Wie schaffe ich es, dass das kondensierte Wasser mein Zeug nicht nass macht (zB durch Ableitung oder ein Innenzelt), oder
    • Klassisch: Wie schaffe ich es dass die Luft mit dem nun höheren tatsächlichen Anteil an Wasser schnell raus kommt und mit luft mit weniger tatsächlichem Wassergehalt (nicht relativem!!) ersetzt wird

    Ich möchte Anmerken, dass dieses Thema generell ein ganz übliches Bauingenieursthema ist, und man ggf einiges an gängigen, freakigen oder historischen Lösungen betrachten kann, wenn man Spaß am "reinfuchsen" hat

    4 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (15. September 2025 um 03:05)

  • Wenn die tatsächliche Temperatur den Taupunkt trifft flockt das Wasser aus der Luft aus und es kommt zu "Nebelbildung", vorraugesetzt die Luft enthält Feuchtigkeit. Umgekehrt kann die Luft bei Temperaturen um den Taupunkt quasi kein Wasser aufnehmen.

    Betreffend dem Thema Temperatur wäre noch Anzumerken, dass es sich hierbei um quasi den gemittelten Wert der thermischen Energie aller gemessenen Moleküle handelt. Es ist statistisch durchaus drin, das eines/mehrerer dieser Moleküle sich zB Kälter fühlt, und beschließt die Phase von gasförmig zu flüssig zu wechseln, während der Rest sich gasförmig super fühlt.

    Was ich sagen möchte ist, dass Verdunstung und Kondensation nicht nur bei einer bestimmten Temperatur(bei betr Druck) statt finden, sondern nur umso mehr/wahrscheinlicher, je näher man an den Siede- oder Taupunkt kommt. (Wasser kann übrigens auch direkt von fest in gasförmig über gehen und andersrum)

  • Moin!

    Zweitens wüsste ich gerade nicht welche Entscheidungen bzw. Handlungen das jetzt beeinflusst.
    Entschuldige falls das offensichtlich ist.

    Es kommt, wie es kommt! ^^

    Ich habe so ziemlich alle shelter durchgetestet und selbst beim Lavvu mit einem großen Loch in der Spitze hilft die Lüftung (dagegen) leider nicht.
    Wenn der Taupunkt es will, gibt es Kondensation auf den Flächen. An den Grenzflächen von warm zu kalt, natürlich etwas eher, aber grundsätzlich ist es überall unvermeidlich.
    Für mich heißt es schlicht, mit dem Kondenswasser zu leben und mein Setup so zu gestalten, dass ich schlimmsten Falls feucht werde, aber trotzdem warm bleibe.

    Wie man das Fuß- und Kopfende entwirft, kann glaube ich relativ kreativ werden. Da hätte ich auch schon ein paar Ideen, die zumindest im Kopf ziemlich cool sind.

    Ich bin gespannt!
    Bitte lass uns an Deinen Ideen teilhaben.

    VG. -wilbo-

  • Nutze seit diesem Jahr immer wieder gerne ein UL-Bivi von Borah zusammen mit einem Tarp und mag die Modularität dieser Lösung. Sofern es der Taupunkt hergibt oder ich unter Bäumen liege und es nicht regnet, schlafe ich nur im Bivi und baue das Tarp gar nicht erst auf. Ebenso in Schutzhütten oder ähnlichem. Das Tarp wird also nicht standardmäßig aufgebaut, sondern ist von vornherein als Backup gedacht.

    Das Mehrgewicht von Tarp und Heringen ist nicht vorhanden, da ein nicht wasserdichter Bivi deutlich leichter ist, als ein wasserdichter. Meine Kombination wiegt mit Heringen keine 600g. Zudem atmet Pertex, Argon etc. vergleichsweise gut. Vom kleinen Footprint und einfachen Aufbau profitiert man, je nach Wetterlage, in ca der Hälfte der Nächte. Dafür kann der Abend bei Regen trotzdem recht gemütlich verbracht werden.

  • Ich denke gerade darüber nach --- normalerweise hat man ein Zelt als wasserabscheidende und einen Schlafsack als isolierende Schicht. Was wenn man das Bivi isolierend und Wasserabweisend baut, man sollte deutlich weniger Kondens haben, Isolation is eh wasserdicht und ein bivi is eh recht klein. Ggf hat die Isolation sogar noch eine Reststatik 🤔 Dann bräuchte man gar keinen oder nur recht wenig Schlafsack und spart sich ggf hier das Gewicht wieder rein..?

  • Was wenn man das Bivi isolierend und Wasserabweisend baut, man sollte deutlich weniger Kondens haben

    Hm, warum sollte man weniger Kondenswasser haben? Hat man nicht eher genau gleich viel, nur dass es eben weiter innen in der Isolationsschicht hängt - und damit schwerer zu trocknen?

    Meine Überlegung ist gerade Bivy + darin 2 Quilts übereinander, der äußere eher dünn: Die Kondensation verteilt sich dann auf die zwei äußersten, dünnen Schichten, die sich separat und somit schneller trocknen lassen.

  • Hm, warum sollte man weniger Kondenswasser haben? Hat man nicht eher genau gleich viel, nur dass es eben weiter innen in der Isolationsschicht hängt - und damit schwerer zu trocknen?

    Naja, wenn die Wand idealerweise die Temperatur der Luft hat, wieso sollte da was kondensieren? Und die Isomatten die ich kenne sind alle wasserfest.

    Wenn du aussen Temperaturtechnisch am Taupunkt bist is man drinnen weit wärmer und drüber.

  • Wenn der Taupunkt es will, gibt es Kondensation auf den Flächen.

    Das stimmt sicher, Kondensation lässt sich nicht immer vermeiden.

    Aber häufig können die Temperatursprünge schon so gesteuert werden, dass die Feuchtigkeit "rausgelüftet" werden kann. In einem Zelt z.B. sind Schlafsack und die Luft im Innenzelt normalerweise so warm, und die Luftfeuchtigkeit so tief, dass dort nichts kondensiert (RH<100%, T>Taupunkt).

    Zwischen Innen- und Aussenzelt sollte es dann so warm sein, dass die relative Luftfeuchtigkeit unter 100% liegt. Idealerweise hat man dort so viel Luftzug, dass die sich ansammelnde Feuchtigkeit rausbefördert wird, ohne dass die Temperatur unnötig stark sinkt.

    selbst beim Lavvu mit einem großen Loch in der Spitze hilft die Lüftung (dagegen) leider nicht.

    Dieses Shelter kenne ich nicht, aber ich würde dezidiert der Aussage widersprechen, dass Lüftung nichts bringt.

    Im Bivy müsste der Trick sein, an der Innenseite des Bivygewebes eine so hohe Temperatur zu haben, dass die entstehende Feuchtigkeit laufend durch die Membran rausdiffundieren kann. Ein wenig Abstand zwischen Bivy und Schlafsack hilft da bestimmt, die Feuchtigkeit und Temperatur zwischen den verschiedenen Orten (Füsse, Bauch, ...) innerhalb des Bivys auszugleichen.

  • Naja, wenn die Wand idealerweise die Temperatur der Luft hat, wieso sollte da was kondensieren? Und die Isomatten die ich kenne sind alle wasserfest.

    Ja, aber dann wandert der Taupunkt eben weiter nach innen, sprich, in die Isolierschicht, und dort passiert dann die Kondensation? Irgendwo zwischen Körper- und Außenpunkt muss ja der Taupunkt liegen. Und wenn die Luft feucht genug ist, dürfte daran auch kein VBL was ändern. Aber vielleicht verstehe ich da auch was komplett falsch :)

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