Beiträge von ULgeher

    (*) Die Physik besagt, das der Druck eines Grases proportional zur Temperatur in Kelvin ist. Diese ist gleich der Temperatur in Celsius + 273. Ein Anstieg der Temperatur von 20 auf 30 Grad verursacht also einen Druckanstieg von (273+30)/(273+20)=1.034, also 3.4%

    Bei gleichbleibendem Volumen - ohne jetzt den Schlaumeier raushängen zu wollen

    Ja, bei gleichbleibendem Volumen. Deshalb schrieb ich ja auch:

    und das auch nur, wenn diese sich nicht ausdehnen.

    In der Praxis wird sich das "Behältnis" ein wenig Ausdehnen, und der Druckanstieg ist dann nicht ganz so gross.

    Was Du nicht beachtest: der Unterschied von Materialtemperatur zu Lufttemperatur. Bei praller Sonner und schwarzer Oberfläche kann die Oberfläche sich weit mehr erhitzen (lockere 80°C sind möglich wenn Windstill).

    Ja, das stimmt. Aber trotzdem sind meist die Druckunterschiede am Ende nicht wirklich gewaltig. Ein Fahrradschlauch hält normalerweise durchaus ein paar bar Druck aus. Der platzt nicht einfach so wegen Erwärmung,

    Generell scheint mir, dass diese Druckgeschichte häufig nicht verstanden wird. So hört man immer wieder von Leuten, die den Druck aus dem Schlauch ablassen, bevor ein Fahrrad ins Flugzeug verladen wird. Das ergibt für mich keinen Sinn, da der Unterdruck selbst wenn der Frachtraum nicht unter Druck stünde, bloss max. etwa 0.7 bar betrüge. Soviel extra Druck sollte jeder Schlauch aushalten. Und ausserdem steht der Frachtraum ja unter Druck, so dass der Druckanstieg wohl eher bei 0.2-0.3 bar liegt, was vernachlässigbar ist. Beim Druck-Ablassen riskiert mein einfach einen Platten bei unsanfter Behandlung...

    Ich kann mir nur vorstellen, dass Dinge kaputtgehen, die 1) zwar aufgeblasen werden, aber nicht wirklich gross unter Druck stehen dürfen, oder 2) bei welchen das Material weich wird und dadurch seine Beständigkeit verliert.

    Bei einem Packraft ist das wohl der Fall. Das ist nicht wirklich für Überdruck gebaut. Dort könnte die Erwärmung in der Sonne schon eine Rolle spielen (sofern es nicht durch Ausdehnung den Druck in Grenzen hält, und Wind (Konvektion) und Abstrahlung genügend Wärme wieder abführen).

    Einmal saß ich daneben, wie ein Fahrradreifen explodiert ist. Der Knall war schon ziemlich laut... Lauschige 37°C und das Mountainbike stand in der Sonne. Dumm gelaufen.

    Ein Temperaturnstieg um 10 Grad lässt den Druck (vom Fahrradschlauch oder Packraft) eigentlich nur um ca 3-4 Prozent ansteigen(*), und das auch nur, wenn diese sich nicht ausdehnen. Das kann also nicht der Grund fürs Platzen gewesen sein.

    Solche temperaturverursachten Druckanstiege können eigentlich nur ein Problem bei Dingen sein, die gar nicht unter Druck sind, und sich bei der Erwärmung erst prall füllen, und wirklich kaum Überdruck vertragen. Oder der Kunststoff hält die Temperaturen nicht aus und wird weich.

    Beim Fahrradschlauch war dieser wohl nicht richtig montiert und ist auf der Seite des Reifens herausgequollen, und dann geplatzt, da der Reifen ihn nicht mehr in Form halten konnte.

    (*) Die Physik besagt, das der Druck eines Grases proportional zur Temperatur in Kelvin ist. Diese ist gleich der Temperatur in Celsius + 273. Ein Anstieg der Temperatur von 20 auf 30 Grad verursacht also einen Druckanstieg von (273+30)/(273+20)=1.034, also 3.4%

    Nähmaschine? Wenn man den Aufbau verstanden hat, geht so ein Beutel erstaunlich schnell und ist auch nicht sonderlich schwierig herzustellen.

    Sieht bei mir z.B. wie unten aus, hier der Beutel für Elektronik und dgl.

    Am Ende kommt dann halt doch Gewicht zusammen. Aber du kannst dann auch grenzwertig leichten Stoff nehmen, oder einen leichten oder eben schwereren RV, in lang oder kurz etc.

    Der Soto Stormbreaker ist extrem leise und wird nur mit Kopfüber Gaskartusche betrieben.

    Der sieht gut aus!

    Wieviel wiegt der denn? Auf der Webseite von Soto finde ich 273 g, Stimmt das wirklich? Der MSR WindPro 2 wiegt nur 187g, und der FireMaple Blade 2 Ti 135g.

    Mein PocketRocket2 wiegt 73g. Ich nähme +100g in Kauf für ein Überkopf-System. Am Ende spart das wohl auch Gas, da bei tieferen Temperaturen die Brennleistung höher und die Kochzeit verringert wird, und weil die Bodennähe es einfacher macht, einen Windschutz zu improvisieren. Aber +200g sind mit da zu viel...

    Aber auch das hat seine physikalischen Grenzen ..

    Jetzt wo ich alle diese Dampfdruckfunktionen für die Gase als Programmcode habe, kann ich ja mal mitrechnen ;)

    Im Beispiel wird die MSR-Gasmischung verwendet. Diese besteht aus 25% Propan und 75% iso-Butan.

    Bei -20°C hat diese einen Dampfdruck von 1.15bar. Bei -27°C nur noch 0.87bar, d.h. weniger als Atmosphärendruck! Und das alles auch nur, wenn wirklich noch die Originalmischung drin ist und der Propananteil nicht bereits abgenommen hat.

    Wenn man unter diesen Bedingungen das Ventil öffnet, und das Ventil keinen Widerstand bietet, würde sogar Luft von aussen in die Kartusche hineinströmen!

    Diese Drücke reichen offensichtlich nicht aus, um das flüssige Gas in und durch die Vorheizschlaufe zu drücken. Wenn das flüssige Gas in der Schlaufe verdampft, gibt das natürlich während des Betriebs auch einen Gegendruck. Das Gas in der Flasche muss also wirklich einen Druck deutlich über 1bar bringen.

    Das passt also bestens zur Erfahrung im 2. Video...

    Ich denke, bei solchen Temperaturen muss man mit einer wärmeren Kartusche beginnen (bei -5 Grad hat man 2 bar Dampfdruck, d.h. 1 bar Überdruck) und dafür sorgen, dass die Temperatur der Kartusche nicht zu stark absinkt. Betrieb über Kopf hilft dabei, da dann keine Verdunstungskälte im der Kartusche anfällt. Und es muss genug Abwärme des Kochers zum Kanister gelangen, so dass der sagen wir nicht unter minus fünf Grad fällt.

    Den FireMaple habe ich aktuell, baugleich in Edelstahl. (Wird aber nicht mehr produziert)
    Dünnes Vorheizröhrchen, "pumpt" im Flüssiggas-Modus. Ist moderat im einstelligen Bereich einzusetzen.

    Mit einstellig meinst du 0-10°C? Oder minus 10 bis 0°C? Für unter Null und Schnee nehme ich definitiv einen Benzinkocher. Es ginge jetzt mehr um den Bereich, in welchem ich die Gaskartusche (eben wenn sie nicht mehr so voll war) mit irgendwelchen Tricks oder den Händen wärmen musste, damit der Kocher ordentlich brannte. Also z.B. Lappland Ende August oder in den Einsatz im Sommer und Randsaison in den Alpen auf über 2000 m.

    Bin dort eigentlich nie mehr unterwegs, aber Danke für den Hinweis...

    -Viele Schlauchkocher sind deutlich lauter als Aufschraubkocher (ein Verkäufer bei Globetrotter meinte mal "alle mir Vorheizshlaufe, keine Ahnung ob das stimmt)
    -viele Schlauchkocher (die, wo die Regelung am Kartuschenende und nicht am Kocherende des Schlauches ist) lassen sich deutlich schlechter regulieren.

    Das ist für mich ok. Habe ja auch einen Pocket Rocket, und der klingt wie er heisst ;)

    -ich habe selbst einen Optimus Vega (bestimmt nicht der leichteste Schlaufkocher mit ca. 180g)) der beide genannten Nachteile hat, und wie im anderen Thread genannt, mit China Butan bei 5 Grad trotz Vorheizschlaufe erstmal wenig Power hat).

    Das hängt wohl mit dem China n-Butan zusammen. Wenn (selbst nur wenig) Propan in der Mischung drin ist, sollte das funktionieren, da der Druck des Propans das (n/iso)-Butan in die Vorheizschlaufe hineindrückt, und bei invertiertem Betrieb der Propananteil mit der Zeit nicht abnehmen sollte.

    Beim FireMaple würde mich die Verarbeitungsqualität interessieren. Auf Amazon gibt es ein paar Kommentare, dass der Schlauch kaputt gegangen sein...

    Nachdem ich mich unterwarteterweise intensiv mit der Entmischung von Propan und Butan während des Kochbetriebs beschäftigt habe, erwäge ich, einen Kocher anzuschaffen, mit welchem die Gaskartusche "umgekehrt" betrieben werden kann. (Bisher habe ich mit einem MSR Pocket Rocket gekocht... Einfachkeit und kleines Packmass waren mir wichtig, ebenso ein "zuverlässiger" Hersteller.)

    Hier interessiert mich euer Schwarmwissen zu den diversen Modellen:

    Interessant finde ich z.B. den "Fire Maple Blade 2 Titan", aber es gibt ja auch andere wie etwa den "Kovea Spider". Was sind eure Erfahrungen?

    Da ist halt immer nur Propan drin, und der Druck bleibt konstant. Und ist halt recht hoch. Hier ist der Wert für 20°C angegeben, ...

    Ist das so?
    Zum Ende der Kartusche ist der Raumanteil des Gases doch größer als der, des Flüssig-Gases. Da müssten sich doch auch der Druck ändern. Oder ist das Raum dafür zu klein?

    Ja, das ist so. Der Raumanteil des Gases spielt keine Rolle. Wenn ein Gas- und ein Flüssigkeitsanteil sich in einem Behälter befinden, ist der Druck über der Flüssigkeit genau gleich dem Dampfdruck dieses Stoffes bei der gegebener Temperatur. Du kannst dir das so vorstellen, dass bei diesem Druck an der Flüssigkeitsoberfläche ein Gleichgewicht besteht zwischen den Teilchen (Molekülen), die die Flüssigkeitsoberfläche verlassen und ins Gas gehen, und denjenigen, die vom Gas wieder auf der Oberfläche der Flüssigkeit "eingefangen" werden. Wieviel Flüssigkeit unter der Oberfläche liegt (wie "tief" die Flüssigkeit ist), spielt dabei keine Rolle.

    Hier mehr zum Dampfdruck: https://de.wikipedia.org/wiki/Dampfdruck

    Und wäre nicht ein Temperaturbereich um Null Grad realistischer was die Nutzung angeht ...

    Ja, um Null Grad sollte so ein Gemisch noch funktionieren. Deshalb habe ich ja auch die Werte bei 20 Grad und bei 0 Grad ausgerechnet.

    Die hohen Temperaturen sind wegen der Sicherheit wichtig. Es kann ja schon 50 Grad werden unter der Flamme des Kochers, oder wenn jemand im Sommer eine Gaskartusche im Auto z.B. auf einer schwarzen Hutablage unter der Heckscheibe liegen lässt.

    Wie sieht die Simulation im Vergleich mit reinem Propan aus?

    Da ist halt immer nur Propan drin, und der Druck bleibt konstant. Und ist halt recht hoch. Hier ist der Wert für 20°C angegeben, aber wenn jemand so einen Kanister in der Sonne liegen lässt oder so, und er würde 50°C, oder eben er erwärmt sich durch die Kocherei selbst, dann kann der Druck eben vergleichsweise hoch werden.

    Bei 20°C ist der Druck mit reinem Propan 8.35 bar, und mit einer 20:80 Propan:iso-Butanmischung nur 4.07 bar.

    Bei 50°C sind es 17.15 bar für Propan , und 8.90 bar für die Mischung.

    Die Mischung mit einem zweiten Gas wie iso-Butan mildert diese Druckspitzen, und funktioniert über einen relativ weiten Bereich der Füllung noch ok. Hier zum Vergleich eine 50:50 Propan:iso-Butan-Mischung:

    Da das Thema der Gemischsveränderung mein Interesse gepackt hat, habe ich diese Entmischung mal durchgerechnet. Ausgehend von einer 230g Kartusche mit unterschiedlichen Anteilen an Propan, iso-Butan, und n-Butan habe ich mal ausgerechnet, was bei 20°C und bei 0°C passiert, wenn man die ganze Kartusche leert. Annahme ist hier, dass dies die Temperaturen in der Kartusche sind, was natürlich nicht der Fall ist. Aber man sieht ganz gut das Prinzip.

    Interessanterweise spielt die Temperatur nicht so eine Rolle für die Entmischung (gestrichelte Linien=0°C, ausgezogene Linien=20°C). Sie findet bei allen Temperaturen ähnlich statt. Dies ist so, weil sich das Verhältnis der Gasdrücke nicht gross mit der Temperatur ändert. Das Propan (rot) wird schneller verbraucht, und entsprechend sinkt der Anteil in der Flüssigkeit und im Gas (was am Ende verbrannt wird) in der Kartusche . Der Entmischungseffekt ist aber schon recht dramatisch. Wenn die Kartusche halb leer ist, ist der Propananteil nur noch etwa halb so gross wie bei einer vollen Kartusche.

    Die Entmischung ist weitgehend temperaturunabhängig, aber der Druck ist bei Null Grad natürlich viel tiefer (rechts oben). Die schwarze Linie zeigt den Gesamtdruck an, die farbigen Linien die Anteile der einzelnen Gase daran (sog. Partialdrücke).

    Es ist übrigens aufgrund der physikalischen/thermodynamischen Gegebenheiten zwangsläufig so, dass ganz am Ende, wenn die Flüssigkeit fast komplett verbraucht ist, diese nur noch aus der Komponente mit dem tiefsten Dampfdruck besteht (siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Rayleigh_fractionation). Ganz am Ende wird die Gasmischung immer mies zum Kochen sein (solange man die Kartusche nicht über Kopf betreibt). Die Frage ist nur, bis zu welchem Füllstand sie noch einigermassen zu gebrauchen ist.

    Wenn nun das iso-Butan durch das billigere n-Butan ersetzt wird, sinkt der Druck deutlich ab. Bei 0°C kann man dann nicht mehr kochen, da der Druck in der Flasche etwa dem Druck in der Atmosphäre draussen entspricht... es gibt also kaum einen Überdruck mehr in der Flasche. Die Entmischung findet dann auch etwas schneller statt.

    Hier noch die Simulation für das Optimus-4-Jahreszeiten-Gas mit 5% n-Butan. Ich weiss nicht, weshalb das da überhaupt drin ist, wahrscheinlich eben weil es billiger ist:

    Hm, dann eventualrlell mal eine Vektor-kartenbasierte App ausprobieren. Bei Osmand komme ich für Deutschland auf 6,3 GB und Schweden hat z. B. 1,3. Im Prinzip lade ich mir aber alles auf Bundeslandebene runter. Meckpomm z.B. brauche ich die nächsten Jahre erstmal nicht, und falls doch, dann sind die Paar MB schnell runtergeladen.

    Ja, das kann Speicher sparen.

    Wenn man das Kartenmaterial selbst anfertigt, z.B. mit dem mobile atlas creator (mobac), einem frei verfügbaren Java-Programm, dann kann man auch bitmap-basierte Karten stark komprimieren. Ich habe z.B. die gesamte Schweiz in einem 5.4GB .mbtiles-File untergebracht. Das sind die Karten der Landestopogeaphie, auf der in der höchsten Zoomstufe wirklich einzelne Bäume eingezeichnet sind. Hier ein Screenshot von Oruxmaps.

    Die Flächen sind aufgrund der Kompression nicht ganz regelmässig (z.B. das Grün der Waldfläche im Beispiel), aber das stört mich nicht und spart fast die Hälfte an Speicherplatz, wenn ich mich recht erinnere.

    Bei aufrecht stehender Kartusche wird dann eben Propan zuerst verbrannt.

    Auch das ist nicht ganz richtig. Es wird anteilsmässig mehr Propan verbrannt als in der Flüssigkeit drin ist, da der Dampfdruck von Propan eben bei gleicher Menge im Gemisch höher ist als der von Butan. Damit nimmt die Menge an Propan schneller ab als die Menge an Butan, und der Propan-Anteil in der Flüssigkeit sinkt (und damit in der Folge auch der Dampfdruck des Propans im Gasraum). Das System läuft so langsam "davon" und wird immer weniger tieftemperaturtauglich.

    Was bei den Temperatureinschätzungen auch wichtig ist, ist dass sich der Inhalt der Kartusche durch die Verdunstung der Gase unter die Umgebungstemperatur abkühlt, wie du es auch schreibst. Gerade wenn sie Flasche fast leer ist, geht das schnell, da dann die im flüssigen Gas gespeicherte Wärme ("Wärmekapazität") nicht dagegen hält. Deshalb ist es wichtig, dass die Kartusche sich etwas erwärmen kann...

    Hab jetzt einfach die hier bestellt https://www.amazon.de/dp/B0BTJ7TYCN?…asin_title&th=1 und fülle die um in kleinere Kartuschen.

    Ist das jetzt Butan, oder iso-Butan? Oder ein Gemisch?

    Ich habe jetzt aus Interesse noch ein wenig rumgesucht, und es gibt da ein ziemliches Durcheinander, auch was die Beschriftung angeht. Offenbar gibt es Vorschriften, dass n-Butan und iso-Butan in der EU als "Butane" klassifiziert werden müssen. Auch schwankt die genaue Zusammensetzung je nach Anbieter.

    Optimus hat z.B. zwei Qualitäten. In der 4-Saison-Variante sind 70% Isobutan, 25% Propan, und 5% n-Butan drin:

    In der 3-Saison-Variante sind 50% n-Butan, 25% iso-Butan und 25% Propan drin:

    Und dann habe ich noch diese gefunden. Ich frage mich, ob das jetzt eine Beschriftungssache ist, oder ob da wirklich kein iso-Butan drin ist:

    Bei MSR ist die Mischung 20% Propan und 80% iso-Butan (also kein n-Butan):

    n-Butan ist halt billiger. In einer Kaltwettermischung sollte neben Propan aber vor allem Iso-Butan drin sein. Wenn da n-Butan drin ist, so wird die Mischung anfänglich gut brennen (wegen des Propans), und dann immer schlechter.

    Wird die Kartusche aber über Kopf verwendet, könnte das gehen, da dann das Propan den Druck erzeugt, um die flüssige Gasmischung rauszudrücken. Bei dieser Art Entnahme findet auch keine Entmischung statt, so dass das auf Dauer so funktionieren sollte.

    Da ich gerne fotographiere, und früher sogar auf langen Touren eine Stativ mitgeschleppt habe, das alleine mehr als mein jetziges Zelt + Rucksack wiegt, schmerzt mich die Handyphotographie immer... Gleichzeitig will ich aber nicht viel Gewicht rumschleppen.

    Ich besitze zwei Kameras, die relativ kompakt und leicht sind, und die ich manchmal mitnehme.

    Das eine ist eine ältere RX-100 III (die sich über Mikro-USB aufladen lässt). Ehrlich gesagt bin ich aber nicht so begeistert von ihr, was vielleicht am Hype um diese Kamera und übertriebene Erwartungen meinerseits liegt. Was auf jeden Fall toll ist, ist der elektronische Sucher. Sonst sieht man ja gar nicht vernünftig, was man überhaupt macht.

    Daneben besitze ich noch eine Samsung NX3000, für welche ich eine 16mm Festbrennweite ergattert habe. Die NX3000 hat einen Sensor in APS-C-Grösse, und das 16mm Objektiv entspricht 24mm in KB. Dies war zu Analogzeiten meine Lieblingsbrennweite fürs Trekking. Damit kann man sehr gut Landschaften fotographieren, und interessanterweise auch sehr gut Personen in einer Landschaft (also eine Person im Vordergrund und eine Landschaft als Hintergrund). Von Portraits muss man aber Abstand nehmen. Das Handling ist nicht so nett wie bei der RX-100, und Samsung ist halt kein klassischer Kamerahersteller, aber mein Eindruck ist, dass die NX3000 von der Bildqualität her wirklich deutlich besser ist als die RX100.

    Daneben besitze ich noch eine Nikon DSLR mit Objektivpark drumherum, diese nehme ich aber nie mit, wenn ich mehr als nur ein wenig laufen muss. Seufz...

    Auf was ich hinaus will: Wenn dir eine hohe Bildqualität wichtig ist, und du mit einer Festbrennweite leben kannst, ist vielleicht eine Kamera mit grossem Sensor und einer Festbrennweite eine gute Wahl. Festbrennweiten finde ich auch interessant, da man "von der Kamera her" denken muss... also, welche Bilder sind überhaupt möglich, und wo stelle ich mich am besten hin etc. Das führt jedenfalls bei mir zu mehr Kreativität als ein Zoom, mit welchem ich tendenziell faul werde... Und ein starkes (aber nicht extremes Weitwinkel) gibt interessante Perspektiven, die noch natürlich wirken.

    Ich habe seit kurzem ein Handy mit 256 GB Speicher. Selbst den Vorgänger mit 128 GB habe ich nicht annähernd voll bekommen. Einziges Argument für SD Karte ist IMHO die Möglichkeit darauf periodisch offline Backups von seinen Daten zu machen.

    Ja, wobei man die Daten ja auch via USB-Kabel kopieren runterkopieren kann, oder mit einer App, die als Server dient, drahtlos.

    Das Gegenargument ist, dass eine solche Karte auch anfälliger auf Beschädigung und Datenverlust ist als der interne Speicher (Kontakte z.B.), und viele Handys formatieren SD-Karten als "internen Speicher", so dass man diese nicht mehr so einfach rausnehmen und auslesen kann.

    Für mich sind solche Karten auch gut, um ein Custom ROM darüber zu flashen. Wobei das ja auch mit der ADB "debug bridge" via Kabel gehen sollte.


    Verfügbarer Speicher und RAM sind aufgrund des auf dem Gerät vorinstallierten Betriebssystems und der bereitgestellten Software geringer als der Gesamtspeicher.

    Bei meinem REDMI Note 15 Pro sieht es gerade so aus:

    Bei 512GB ist da noch massig Platz frei.

    Ich glaube, mit den Vorheizschlaufen ist das Ding, dass es immer noch ein wenig Druck braucht, um das flüssige Gas von der Kartusche in die Schlaufe fliessen zu lassen. Auch drückt das verdampfende Gas, wenn es durch die Brennerdüse gepresst wird, wohl "rückwärts". Bei Benzinkochern hat man dafür normalerweise eine Pumpe.

    Bei n-Butan dürfte Schluss sein bei Null Grad, da das etwa dem Siedepunkt entspricht. Was helfen sollte, ist die Schwerkraft (also den Kanister möglichst hoch legen im Verhältnis zur Schlaufe). Und eben iso-Butan verwenden, da dieses deutlich unter Null siedet, so dass da auch unter Null noch ein Restdruck bleiben sollte. Und eben die Flasche wärmen. Da darf man durchaus etwas mutig sein, man merkt ja sofort, dass der Druck steigt (der Kocher "faucht" wieder, wie er soll). Ich habe da schon ein Teelicht unter den Kanister gestellt und dergleichen.

    Zuerst mal eine Frage: War das Butan (n-Butan) oder iso-Butan? "normales" n-Butan ist nochmals schlechter als das verzweigte iso-Butan. n-Butan siedet bei Normaldruck knapp unter dem Gefrierpunkt (bei -0.5°C), während iso-Butan schon bei ca. -12°C siedet. Die Entmischung während des Verbrauchs ist deshalb mit Propan/n-Butan viel ausgeprägter als mit Propan/iso-Butan. In käuflichen Mischungen, die Propan beinhalten, ist deshalb immer iso-Butan mit drin und nicht n-Butan.

    Eine Entmischung sollte meiner Meinung nach aber nicht stattfinden, wenn die Kartusche über Kopf steht (z.B. so). Dann läuft ja das Gemisch unten flüssig raus, durch Schwerkraft und den restlichen Gasdruck. Dabei sollte keine Entmischung stattfinden, egal ob das nun n-Butan oder iso-Butan ist. Auch sollte dann der Kocher sogar mit n-Butan funktionieren, jedenfalls wenn der Kocher mal brennt und das n-Butan in der Vorheizschlaufe verdampft wird (so wie bei einem Benzinkocher, der ja auch weit unter dem Gefrierpunkt noch funktioniert, aber eben vorgeheizt werden muss).

    Neben der Aussentemperatur ist natürlich auch das Abkühlen durch Verdunstung des Gases ein grosses Problem. Ich wärme die Kartusche manchmal gegen Ende, wenn dann wohl mehrheitlich iso-Butan drin ist, manchmal durch Umfassen mit beiden Händen. Ist nicht sehr angenehm, hilft aber.

    Das mit den Butan-Kartuschen funktioniert hervorragend. Bei einem Brenner mit Vorheizschleife. Allerdings wiegt alleine der Adapter schon 40 - 50 Gramm. Und es bleibt dennoch eine Lösung für wärmeres Wetter.

    Ja, so eine Schleife ist super. Das ist dann halt eher das Prinzip eines Benzinkochers.

    Nein, das sind zwei unterschiedliche Dinge. Bei Konradskywar die Kartusche ja nicht voll.

    Ich schrieb, dass die Kartusche 40g zuviel Propan drin war. Also war sie übervoll.

    Das "zuviel" habe ich übersehen.

    Ich bin ja auch der Meinung, dass das Umfüllen nicht so ein Problem ist.

    Aber wenn in der Kartusche kein Luftpolster zum kompremieren ist, weil man sie

    überfüllt hat, macht halt die Kartusche durch den höheren Dampfdruck dicke Backen

    und genau das ist passiert.

    Da bin ich mit dir einig, das ist sicher kein Problem, auch weil die Volumenausdehnung relativ übersichtlich ist.

    Ich benutze meine Kocher schon lange Zeit normale

    Kartuschen mit Propan und die kann ich locker, wenn sie nicht überfüllt werden,

    in eine Schüssel mit ca.50° heißem Wasser tun, ohne dass etwas passiert. Ja ich weiß

    um den erhöhten Dampfdruck von Propan.

    Ich glaube dir sofort, dass das geht. Die Frage ist halt, wo die Druckgrenze ist, bei der der Kanister das nicht mehr zuverlässig mitmacht. Bei 50°C hast du mit Propan 16-17 bar, und mit einem 20:80 Gemisch etwa 11 bar. Wenn der Kanister für 11 bar ausgelegt ist, wird er bei 17 noch nicht auseinanderfliegen. Aber irgendwo wird es eine Grenze geben. Und wenn es den Boden erst rausdrückt, ist dann vielleicht der Falz geschwächt, mit dem der Boden mit dem Rest verbunden ist.

    Kurzum, ich glaube schon, dass mit reinem Propan viel machbar ist. Aber man muss sich da wohl schon bewusst sein, dass da die konstruktive Sicherheitsmarge stärker ausgereizt wird. Wenn der Kanister kühl bleibt wie im Winter ist das sicher ok.