Der Trailrunner Anfänger Faden

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  • Hallo zusammen,

    nachdem sich meine Hanwag Alaska GTX ( ~1800g/Paar) bei meiner letzten Tour durch den Finnskogleden derartig mit Wasser vollgesogen hatten, dass ich mich wunderte wie leicht sie nun waren, nachdem ich sie wieder trocken bekommen habe, ist nun echt mal an der Zeit für LEICHTE Schuhe.

    Ich werde im (Hoch-) Gebirge sehr wahrscheinlich bei meinen Bergschuhen bleiben, aber da ich ich die meiste Zeit bestenfalls durch Mittelgebirgchen laufe (demnächst Kalkalpen, danach Apennin), macht es kaum Sinn, sich links und rechts je fast ein Kilo fest zu binden.

    Mein Frage wäre, wie habt Ihr euch zum ist-Zustand entwickelt, und was empfehlt ihr für nicht allzu anspruchsvolle Touren?


    Das Forum hier gibt zu dem Thema nur bedingt was her, weswegen ich mir erlaube das Anfängerthema neu aufzurollen:

    Was ich bisher zusammengesammelt habe (Bin verwundert dass hier nur 2 Firmen genannt werden, was wohl am Thema lag):

    Hersteller ProduktGewicht
    AltraLone Peak 9+328
    AltraOlympus 6345
    AltraLone Peak 9 Waterproof Mid (Goretex)452
    Altra Timp Hiker GTX (Goretex)368
    Topo Athletic Terraventure 4286
    Topo Athletic MTN Racer 3283
    Topo Athletic Traverse300

    Aktuell laufe ich sonst mit Meindl Literock GTX Approachschuhe (780g/Paar) was auch mit Rucksack gut geht, aber da löst sich die Ferse auf und ich brauche ASAP einen Plan B

    2 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (15. Juli 2025 um 15:55)

  • Das wichtigste zum Thema, zumindest für mich: will ich gedämpfte Schuhe, stark gedämpfte Schuhe, oder gar keine Dämpfung. Mit Sprengung oder ohne.

    Meine Wahl fällt dann auf topo's Terraventure mit wenig Sprengung und nur moderat gedämpft. Gerne im Geröll oder allgemein im Steinigen.

    Altra LP in wide für den Wunsch nach starker Dämpfung und Zero drop, allerdings in Verbindung mit einer anderen Innensohle, mit Carbon Einlage an der Ferse, für gemischte Wege und ordentlich lange Wege.

    Ohne Dämpfung, und gerne im nassen , wähle ich den Vivobarefood Hydra. Der ist konstruiert um damit die SwimRun Wettbewerbe zu bestreiten, also optimal wenn man nasse Füße erwartet.


    Trainiere deine Waden und Sehnen zum Fuß.

    Laufe um Alltag mit Barfuß Schuhen ohne Dämpfung: Rolle damit nicht über die Hacke ab, kralle die Zehen beim Gehen in den Boden, der große Zeh spreizt sich idealer Weise dabei ab ab.

    Steige viele Treppen auf, setze dazu den Fußballen auf die Stufe und senke die Hacke dann ab. Das ist exzentrisches Training, darunter findest du bestimmt noch mehr Trainings Methoden.

    Fuß Yoga klingt lustig, ist aber ein gutes Training, zum die Füße zu stärken und beweglicher zu machen. Kann man easy jederzeit, in der man keine Schuhe trägt, machen.

    Vermeide Socken , welche die Zehen an der Bewegung hinten. Ich bevorzuge Tabi Socken, im Alltag.

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Danke für die detaillierte Ausführung!

    Laufe um Alltag mit Barfuß Schuhen ohne Dämpfung: Rolle damit nicht über die Hacke ab, kralle die Zehen beim Gehen in den Boden, der große Zeh spreizt sich idealer Weise dabei ab ab.

    Habe aktuelle Knieprobleme und teste mich durch was hilft. (Dehnen!!!) Wahrscheinlich habe ich mir den Gang-Stil ziemlich durch das tragen von Joggingschuhen in der Freizeit versaut und war es gewohnt die Ferse in den Boden zu rammen, bevor ich darüber abgerollt bin, was dem Knie wohl beim Absteigen, besonders mit anderen, härteren Schuhen, wohl gar nicht getaugt hat. Bin jetzt im Sommer gerne mit Espandrillos oder Barfusschuhen unterwegs, da kann man gar nicht so gehen. Ich bilde mir ein mein Knieproblem ist deutlich besser seit dem Umstieg auf andere Schuhe. Allerdings muss man mit solchen Schuhen auch "bewusster" gehen...

  • Wahrscheinlich habe ich mir den Gang-Stil ziemlich durch das tragen von Joggingschuhen in der Freizeit versaut und war es gewohnt die Ferse in den Boden zu rammen

    Genau das denke ich über mich auch. Langes weites Fahrrad fahren hilft meinen Knie sich zu regenerieren

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Ich habe zwei Sommer gebraucht bis ich mich sicher am Berg in trailrunner gefühlt habe. Mit sicher am Berg meine ich loses Geröll oder weglose Wiesensteilhänge und deren Querung. Das ist möglicherweise schon eine sehr extreme Zeitspanne. Ich hab schon von Leuten gelesen, die einfach wechseln und auf große Tour gehen. Aber in meiner Wahrnehmung liest man viel häufiger von Menschen, die all zu enthusiastisch umstellen und dann langwierige schmerzhafte Probleme bekommen. Vielleicht fällt es dir leichter als bei mir, du gehst ja schon im Alltag mit weicheren Sohlen. Ich bin entweder in Zustiegsschuhen (Alltag) oder Hanwag Bergstiefeln unterwegs gewesen. Vielleicht wären Zustiegsschuhe für dich auch eine (Überbrückungs?)-Idee.

    Ich habe salopp gesagt Geld in die Hand genommen und durchprobiert. Einige Schuhe davon trage ich jetzt 7 Jahre später noch im Alltag auf oder habe sie hier leicht gebraucht weiter verkauft.

    Meine persönlichen Erkenntnisse:

    Breiter Vorfuß Bereich macht mich sicherer in rutschigen, steilen Gelände, weil ich dann den ganzen Vorfuß einsetzen kann. Ich stelle mir immer breite Bärentatzen als Visualisierungshilfe vor. Diese Umstellung hat am meisten Zeit gebraucht: Muskelaufbau, neurologische Anpassungen, neuer Gehstil...

    Zero Drop / keine Sprengung war von der Achillessehne eine echte Umstellung. Ich hatte zum Übergang Einlagen vom Orthopädietechniker, die ich dann nach 1-2 Stunden wieder in den Schuh hab. Und dann die Zeiträume ohne Einlagen immer weiter ausgedehnt. Der erste Sommer ganz ohne Stiefel und Einlagen war der erste Bergsommer ohne Knieschmerzen. Bin jetzt seit 7 Jahren Knieschmerzfrei, abgesehen von konkreten Verletzungen oder kurzzeitigen Überlastungssituationen.

    Ich brauche für Tagestouren und Mehrtagestouren unterschiedliche gedämpfte Schuhe. Für Mehrtagestouren sind es Altra Olympus 5. Für Tagestouren gehen auch Lone Peaks ( ich glaube da bin ich auch noch bei 5er) oder die durchgelatschten Olympus.

    Meine Füße sind 2-3 Nummern größer geworden (und auch breiter). Ich rate vom Kauf auf Vorrat am Anfang ab.

    Im Winter gehe ich mit Hanwag Winter Bergstiefeln, weil ich im Schnee die steife Sohle so sehr zu schätzen weiß, dass ich meine Füße in die Stiefel reinquetsche. Dank Klimaerwärmung ist das allerdings nicht mehr so häufig nötig wie früher. Im Frühjahr/-sommer brauchen meine Füße dann erst mal wieder 1-2 kurze Touren um sich an die neue Freiheit zu gewöhnen. Aber das passt eh gut, weil weiter oben liegt ja auch noch Schnee.

    Ich wünsche dir noch viele hilfreiche Beiträge und immer guten Tritt in deinen neuen leichten Schlappen.

  • So habe ich es gemacht:

    Langsam angefangen mit dem sprengungslosen Schuh, damit werden potentielle Archillessehnen-Problemchen vermieden, wurde mir gesagt.
    Tendenziell kleinere Schritte gemacht, dann geht man auch nicht mehr so auf der Hacke - und es haut weniger auf die Knie (aktiv Vorfußgang habe ich nie gemacht. Aber Ferse und Spitze gleichzeitig aufsetzen kannte ich schon von Absatzschuhen=O)

    Und halt das Übliche: sich bietende Möglichkeiten zum Balancieren nutzen (soweit sozial verträglich;)) - das trainiert das Zusammenspiel von vielen kleinen Müskelchen, stabilisiert und schult den Gleichgewichtssinn: einbeinig zähneputzen, Wartezeiten zum Einbeinstand nutzen (und dabei mit dem Oberkörper wackeln), überhaupt versuchen, auf wackeligen bzw. weichen Gegenständen (Trampolin, Matratze) einbeinig zu stehen (auch mit geschlossenen Augen). Auf Außenseite, Innenseite, halber Spitze und Hacken gehen, Zehen hochziehen, spreizen, krallen...
    Auch gern mal die Fußsohlen mit einem Tennis- oder Golfball und die Beine mit der Faszienrolle durchkneten. Dehnen.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Bin gerade vom Altra Lone Peak 7 auf den Altra Experience Wild 1 umgestiegen. Da Altra beim 9er das Außenmaterial steifer gemacht hat und die Fersenkappe höherzog, waren die für mich nicht mehr komfortabel. Der Wild ist etwas schmaler geschnitten, hat Drop und mehr Dämpfung, die ich im Gegensatz zum Lone Peak deutlich angenehmer finde. Der Lone Peak war mir bei langen Tagesetappen irgendwann immer zu hart.

    Da meine Ferse leider keine harten Fersenkappen mag, werde ich die wahrscheinlich nach der Anleitung hier entfernen. Mal schauen, was der Langzeittest zeigen wird.

    Eine ausgesprochen harte Fersenkappe war übrigens der Grund gegen den Topo Ultraventure. Gerade bei Schuhen muss man halts echt ausprobieren. Hab ein paar bestellt und die dann in der Stube "getestet".

    Beim aktuellen Olympus quietschte aufgrund des Materials im Fersenschaft immer etwas beim Abrollen. Deswegen war der dann auch raus.

    Andere Hersteller mit breitem Fußbett (nie mehr ohne), Dämpfung und Sohle mit Grip konnte ich nicht finden. Deswegen hab ich nur Topos und Altras probiert.

  • Ich bin bei Altra Lonepeak und bleibe dabei, obwohl ich Archillessehnenprobleme habe. Die traten aber erst sehr viel später auf (Jahre), d.h. es kann eigentlich der Schuh nicht das Problem sein.

    Ich finde einfach, das das der bequemste Schuh ist, den ich je an meinen Füssen hatte. Wenn sie nicht so Scheiße aussehen würden, würde ich die nur noch tragen.

    Die breite Zehenbox und die Dämpfung sind einfach super.Ich hatte früher immer Blasen an den Füßen, teilweise zwei Blasen übereinander.

    In einem Altra Lonepeak hatte ich noch nie eine!

    Vor allem finde ich es auch Prima, das die Schuhe oben noch zwei zusätzliche Löcher für die Schnürsenkel haben, die bei mir verhindern, das ich an der Ferse schlupfe. Das Problem habe ich bei 90% aller Schuhe.

    Ich schnüre die Schuhe auch nur auf den oberen zwei oder drei Löchern eng und darunter lasse ich die Schnürsenkel recht locker. Auf die Art und Weise hat man das Gefühl, man hätte am Vorfuß gar keine Schuhe an.

    Aber wie schon oben jemand schrieb, ums Ausprobieren, d.h. Kaufen, kommste nicht herum!

    Außer du wohnst in Berlin o.ä. wo es Geschäfte gibt, die tatsächlich eine Auswahl von Trailrunnern in ihrem Sortiment führen.

    Aber selbst dann, kann es passieren, das du erst nach 10Km merkst, das sie nix für dich sind und dann ist es vorbei, mit zurück geben.

    Ich hatte zuerst so Schuhe von ON, die habe ich mit nach hause genommen, und habe zum Glück innerhalb des Hauses schon gemerkt, das sie doch nix sind. Dann hatte ich mir die Hoka Speedgoats bestellt und habe ebenfalls zu hause, sofort gemerkt, das die Ferse schlupft. Das dritte paar war dann der Altra Lonepeak 5. Himmlisch. Ich habe mir damals im selben Jahr noch zwei Paar davon gekauft, da damals schon im Forum zu lesen war, das die teilweise nichtmal ein Jahr in der Version verkauft werden und dann eine neue Version auf dem Markt werfen. Da ich mein erstes Paar schon als Sonderangebot, für knapp unter Hundert Euro gekauft habe, denn damals gab es den Lonepeak 6 schon, habe ich einfach wöchentlich im Netz geschaut, ob es die nicht irgendwo nochmal als Angebot gibt. Die günstigsten habe ich für um die 80€ bekommen. Habe derzeitig immernoch 3 Paar, eins von meinen ersten, für Kurztrips, da die Dämpfung schon recht runter ist, ein paar Lonepeak 6, was ich gleichwertig finde und ein niegelnagelneues Paar Lonepeak 5, was ich vor nem halben Jahr für lumpige 70€ entdeckt habe. Hätte ich nie mit gerechnet, da nochmal eins von zu finden!

    Witziger Weise habe ich immer noch die Größe 42 in den Dingern, denn die ersten habe ich, in Ermangelung von der richtigen Schuhgröße, immer schon in 42 gekauft. Passen aber durch die Schnürung ser oberen, zusätzlichen Löcher, trotzdem hervorragend. Mittlerweile sind meine Füße, durchs Wandern, um 1.5 bis 2 Nummern größer geworden, nämlich auf Größe 42. So konnte ich bei den Schuhen immer die gleiche Größe benutzen.

    Was ich sagen will ist, das ich absolut empfehle, dir, wenn du merkst, das du deinen Schuh gefunden hast, dir gleich noch ein Paar zu legst und zwar im Sonderangebot. Die halten ja alle nicht so lange. Wenn fu jetzt nicht so wenig wandern gehat wie ich, dann kann es ja gut sein, das du mehr als ein Paar pro Jahr brauchst!

    Es sei noch erwähnt, das ich die Teile in allen möglichen Farben besaß, sogar diese quitsch gelben. Wenn man in Sonderangeboten kauft, darf einen die Optik nicht interessieren. Aber das sollte beim Wandern eigentlich egal sein, denn mein Orange/Blauer OMM (quasi) Polartec Hoodie sieht auch vollkommen behämmert aus, meine „Crazy Girl Gaiters“, meine Sporthose und eigentlich fast sämtliches Zeugs, was ich Outdoors benutze, sieht nach schlechtem Geschmack aus. Aber es kommt ja auf die Funktion an, deshalb waren und dind, mir die Farben immer herzlich egal!

    Einmal editiert, zuletzt von RaulDuke (17. Juli 2025 um 07:37)

  • Die halten ja alle nicht so lange.

    jein,

    Trail Runner oder andere stark gedämpfte Schuhe halten schon lange, wenn man von optischen Mängeln absieht und nur die Funktion betrachtet, wenn diese artgerecht genutzt werden. D.h. damit sollte man nicht Gehen, indem über die Hacke abgerollt wird. Das killt die Dämpfung im Zeitraffer. Man braucht einen angepassten Laufstil und dieser ist einfach nicht sehr ökonomisch beim Wandern. Dadurch verfällt man, bei unzureichenden Training der entsprechenden Muskelgruppen in einen Mmaterialmordenden Schritt.

    Ich kenne einen Ultra Läufer, der trainiert regelmäßig über 5000km in solchen Schuhen, die sind zwar dann optisch total zerfleddert, aber erst dann beginnt die Dämpfung auf zu geben und ebenso der Stoff an der Hacke.

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Die Entwicklung war:

    von Bergstiefeln (zu schwer + Hüftprobleme nach einigen Tagen)

    über Barfußstiefel (Hüftprobleme weg, dafür am vorderen Ballen Probleme wegen Plattfuß + wenn nass, dann 6-8h nass)

    hin zu Trailrunnern.

    Mit dem Wechsel auf Trailrunner (Altra Lone Peak), hat sich insbesondere auch mein Sockenkonzept geändert, um nasse Füße zu vermeiden. Sockenkonzept heißt: Dünne Zehensocken (Injini Liner) + Dicke Merinosocken (gutes Wetter) oder Sealskinz (Schietwetter). Das sollte man beim Kauf im Hinterkopf haben, damit es nicht zu lose bzw. eng wird. Ich nehme zwar noch Blasenpflaster mit, aber die verteile ich seit einigen Jahren nur noch an leidende Mitwanderer. Außerdem führt das leichte Mesh nicht nur zu wunderbarem Fußklima, sondern auch zu dreckigen Füßen durch Staub.

    Die Altra Olympus nutze ich zum Joggen (Dämpfung). Zum wandern finde ich sie zu hoch und irgendwie etwas schwammig im Vergleich zu den Lone Peak. (Achtung vor den Altra Via, als "Straßenversion" der Olympus: Ich hatte nach 170 km die Hacke durchgescheuert, welche nicht so verstärkt ist, wie bei den Olympus.)

    Wichtiges Accessoire -> Gaiters/Stulpen. Keine Steine im Schuh. Im Sommer kommt Permithrin (Nobite) drauf gegen Zecken.

    Man muss sich bei Altra im Klaren sein: Der Komfort kommt zum Preis des schnellen Verschleiß.

    Aspekt für Leute mit Fußfehlstellung und Einlagen: "Normale" Einlagen können aufgrund der breiten Fußbox etwas lose sein.

    UL wobei das L auch für Luxus stehen kann 😅

  • Langsam angefangen mit dem sprengungslosen Schuh, damit werden potentielle Archillessehnen-Problemchen vermieden, wurde mir gesagt

    Welche Schuhe nimmst du zum wandern jetzt und wieso?

    Im normalen Leben, inkl so etwas wie 7km zum allwöchentlichen Zweithobby und hinterher wieder zurück, Halbtags- und Tageswanderungen: Merrell Trail Glove, Männerausgabe. Farblich sortiert, immer 2-3 Stück einigermaßen farblich passend zur Kleidung.
    Zum Wandern auf Mehrtagestouren und zwischendurch alte Paar auftragen: AltraLP, Männerausgabe. Eine Farbe hässlicher als die andere, aber egal.

    Weil: In beiden Schuhen habe ich herrlich viel Platz. Und in beiden habe ich mir noch nie eine Blase gelaufen. Die Merrell sind obendrein einigermaßen soziallebentauglich, für mich bis in die Philharmonie (Zuschauerraum, nicht Bühne). Und seit 2019 keinen Grund gesehen habe etwas zu ändern. Zwischenzeitlich mal überlegt, ob irgendwelche Topos was sein könnten. Es gab jedoch keinen echten Veränderungsdruck, und auch keine Läden, in denen ich die Schuhe hätte anprobieren können - eine perfekte Kombination um nichts zu ändern...

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Ich bin inzwischen auch bei Altra Lone Peak gelandet. Vor 3 Wochen wollte ich mal den oft so hoch gelobten Trail Runner MT3 von Decathlon ausprobieren (als Laufschuh schon länger genutzt) und ich musste sehr schmerzlich erfahren, dass der (für mich) viel zu eng ist. vor allem die Zehenkappe vorne war sehr steif. In meinem Leben hatte ich noch nie so schmerzhafte Blasen, musste die Tour abbrechen.
    Jetzt habe ich mir nochmal Lone Peaks geholt (inzwischen eine Nummer größer als in meinen Standardschuhen), als nächstes werde ich Olympus ausprobieren (aber erst nach den Touren in diesem Sommer).
    Da ich krankheitsbedingt reichlich Probleme mit Sehen und generell schmerzenden Gelenken habe, nehme ich für die Altras für den Notfall kleine Einlagen für die Fersen mit. Falls sich Schmerzen in der Archillessehne einstellen, kann ich so ggf. sogar im Wechsel wieder etwas Sprengung im Schuh haben. Vielleicht auch eine Methode, um sich langsam an das Thema 0-Sprengung heranzutasten/trainieren.

  • Ich bin gerade zum wiederholten Mal in Skandinavien mit Trailrunnern unterwegs. Wechsel von Wanderstiefel vor einigen Jahren war einfach und problemlos da ich schon Trailrunner hatte. Einzig die ständige oder zumindest regelmäßige Nässe in Skandinavien hatte mir Sorgen gemacht. Ist für mich aber mit Pflege bei empfindlicher Haut die gerne auch Blasen bekommt gut machbar.

    Nun zum zweiten Mal mit Nnormal Tomir 2.0. Habe sie jetzt nach 1200 km in 6 Wochen entsorgt. Waren fast täglich nass, Obermaterial hatte leichte Beschädigungen, Innenfutter einige Löcher, Grip ziemlich reduziert was in Schlamm und Schnee deutlich bemerkbar ist. Geruch nicht besonders gut was aber der ständigen Nässe geschuldet war. Mich haben sie überzeugt zudem die Protektion gegen Steine recht gut ist.
    Letztes Jahr mit neuen Hoka Maffate gestartet, war grenzwertig da sich der Fuß beim traversieren oder auf schrägen Steinen im Schuh verschoben hat und seitlich über der Sohle hing.
    Als Socken (oder gerne auch Strümpfe) Laufsocken oder Liner mit Wollanteil. Keinesfalls welche mit Frottee im Zehenbereich. Da ist immer Nässe drin und zerstört die Haut. Für mich noch wichtig tägliches Eincremen der Füße am Morgen und abends Socken aus um die Haut trocknen zu lassen.
    Schwarze Schuhe nach circa 400 km, ehemals grüne nach circa 1200 km

  • Was ist der Unterschied zwischen einem Männer- und Frauenschuh derselben Größe?
    Ich stehe manchmal vor Frauenschuhen im Sale, wo es dieselbe Größe im Männerbereich nicht mehr gibt.
    Kann ich die Unterschiede, wenn es welche geben sollte, durch eine andere Größe ausgleichen?

    Akt. Schuh: Altra Lone Peak 42,5 , meistens in älteren Versionen

    Ich habe aktuell diverse Altras durchgetestet und konnte zwischen Männer und Frauenvarianten keine Unterschied spüren. Er mag da sein, war aber durch die Schnürung zumindest bei mir nicht relevant.

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