Fremdsprachen lernen

  • Im "Wandern in Deutschland Thread" klang es kurz an, mich würde mal interessieren,ob noch andere hier als Erwachsene Fremdsprachen lernen, besonders mit Blick auf Touren.

    Ich hab vor einigen Jahren mal mit Duolingo Italienisch - Englisch angefangen (zu derzeit gab es keinen auf Deutsch basierenden Kurs) und während der Pandemie auf Deutsch - Französisch umgeschwenkt (in der Schule leider meine Zeit mit Latein verschwendete), da es mir nützlicher schien.

    Vor ein paar Wochen bin ich auf Babbel umgeschwenkt, da der Duolingokurs irgendwo beim Niveau A1(/A2) versandet.

  • Als bekennender Schwedenliebhaber habe ich vor kurzem angefangen, Schwedisch zu lernen. Die Schweden sprechen zwar fast alle mindestens so gut Englisch wie ich, aber wenn man fast jedes Jahr in einem Land Urlaub macht, gebietet es meiner Meinung nach schon beinahe die Höflichkeit, die Landessprache zu einem gewissen Grad zu lernen. Ich nutze dabei Duolingo und YouTube.

  • Ich mache das seit ein paar Jahren auch so, dass ich mir vor Reisen für ein paar Wochen wenigstens die grundlegendsten Floskeln mit Duolingo oder einer anderen App, die die Sprache anbietet, beibringe. Viel bringt es nicht, aber ich bilde mir ein, dass man dann im Alltag wenigstens einen Schnippsel mehr mitbekommt. Allein schon dass man dann den 'Sound' der Sprache etwas im Ohr hat.

    Sonst beeinflusst bei mir die Sprachkenntnis die Routenwahl mit. Ein Hexatrek interessiert mich mehr wegen relativ guten Französischkenntnissen als ein Eisenach-Budapest. Das ist nicht allein ausschlaggebend, aber bei zwei gleich spannenden Wegen würde ich mich für den entscheiden, bei dem ich die Landessprache(n) besser kann.

    Hike light, das Leben ist schwer genug!

  • Ich war im Lernen von Fremdsprachen in der Schule immer richtig schlecht.

    Nach vier Monaten Aufenthalt in Rumänien konnte ich mich dann aber ziemlich gut verständigen und ausführlich Gespräche führen. Ähnlich war es beim jährlichen Arbeits-Urlaub in Tschechien.

    Letztes Jahr habe ich dann aus Langeweile mal versucht mit Duolingo noch die passende rumänische Schreibweise und Grammatik zu lernen. Davon ist wieder nichts hängen geblieben.

    Fazit für mich: Ich muss vor Ort mit den Menschen reden (und nach Möglichkeit dazu gezwungen sein).

    mfg
    der Ray

  • Google translate offline gehört zum festen Tourpaket. Ein paar Wörter und Grüße nach zeitlicher Möglichkeit zu Hause aufschlauen, anderes beleibt dann beim Nachschlagen unterwegs hängen.


    Noch ein paar speed learning Tipps, wenn man es grundsätzlicher, aber pragmatisch angehen möchte:

    How to Learn (But Not Master) Any Language in 1 Hour (Plus: A Favor) - The Blog of Author Tim Ferriss
    Deconstructing Arabic in 45 Minutes Conversational Russian in 60 minutes? This post is by request. How long does it take to learn Chinese or Japanese vs.…
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    How to Learn Any Language in 3 Months - The Blog of Author Tim Ferriss
    The Okano Isao judo textbook I used to learn Japanese grammar. Post reading time: 15 minutes. Language learning need not be complicated. Principles of…
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    12 Rules for Learning Foreign Languages in Record Time - The Only Post You'll Ever Need - The Blog of Author Tim Ferriss
    Preface by Tim Ferriss I’ve written about how I learned to speak, read, and write Japanese, Mandarin, and Spanish. I’ve also covered my experiments with…
    tim.blog

    "Not all those who wander are lost"

  • aber wenn man fast jedes Jahr in einem Land Urlaub macht, gebietet es meiner Meinung nach schon beinahe die Höflichkeit, die Landessprache zu einem gewissen Grad zu lernen.

    So sehe ich das auch. Zwei, drei Dutzend Wörter und die Zahlen bis 10 beherrsche ich immer, bevor es ins Urlaubsland geht. Egal, ob auf spanisch, georgisch oder arabisch.

    Mit Kursen an der Volkshochschule habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, aber es gibt für einige Sprachen auch gute Youtube-Sprachlernvideos.

  • Schwedenliebhaber

    Ebenfalls als solcher habe ich Schwedisch noch mit Kassettenkurs und Radio auf Kurzwelle gelernt. Als ich dann im Land mit meinen Sprachkenntnissen glänzen wollte, habe die mir alle gleich auf Deutsch oder Englisch geantwortet, das war sehr deprimierend ;(

    Später waren wir dann mehrfach auf den zu Finnland gehörenden Åland-Inseln, dort konnten die Leute ausschließlich Schwedisch und kein Englisch, geschweige denn Deutsch - jetzt konnte ich endlich das Gelernte anwenden, Det var väldigt glädjande :).

  • noodles

    Ähnlich ging es mir vor Jahren in der Türkei!

    Ich hatte nicht vor, die Sprache zu lernen, aber die Zahlen von 1 - 1 000 000 (Inflation) habe ich vorher auswendig gelernt und so Sätze wie: „haben sie…“ „gibt es hier…“ „was kostet das?“ etc… Begrüßung und Verabschiedung natürlich auch.

    Konnte ich so gut wie nie anwenden, fa man mir von weiten anzusehen schien, das ich deutscher bin (obwohl weder weiße Socken, noch Birkenstock meine Füße „zierten“!) und man mich hemmungslos auf Deutsch begrüßt, beraten und bequatscht hat!

    Hahahahaha!

    Ich fand es schade, da für mich ein wichtiger Bestandteil, eines jeden Auslandbesuches, das Radebrechen mit Händen und Füßen einfach dazu gehört!

  • P.S. Das Auswendig lernen, von Sprache, hat mir noch nie Probleme gemacht, zumindest beim Sprechen.

    Lesen und Schreiben ist da ne komplett andere Hausnummer!

    Weshalb ich mich auch bis heute davor ziere, Grichenland zu bereisen. Ne andere Sprache macht Spaß, ne andere Schrift eher weniger!

  • Duolingo hat bei mir im Spanischen nix gebracht. Babbel ja. Als Wörterbuch Leo. Man kommt mit Babbel auf ein bestimmtes Level dann ist es gut. Weiter gings mit Wikipedia Artikeln lesen (ist interessant und hat ne echt leichte Grammatik. Mit "markieren" -> "senden an Leo" kann man super den Wortschatz erweitern) und zum Schluss Netflix mit Subtitels und aktuell teils ohne....

    Wobei der größte Boost schon immer die Intensivsprachkurse im Land selber waren. Man kommt so auch besser in die Kultur und findet leicht Anschluss wenn man das alleine reisen nicht gewöhnt ist

    Von wegen Sprache fürs Trekking - bin im Winter drauf gekommen, dass Russland an sich das ideale Land für Trekking sein müsste. Man findet halt NICHTS im Netz auf englisch und muss alleine für die Vorbereitung schon russisch können - jetzt lerne ich seit 100 Tagen schon russisch mit Babbel 8o - ich hätte die Hoffnung, dass bis ich das drauf hab ....

    Einmal editiert, zuletzt von WonderBär (2. April 2025 um 14:30)

  • Ich kenne einige, die mit Kinderbüchern anfangen zu lernen und sich dann immer weiter steigern, z.B. Comics, Lustige Taschenbücher (vom Typ her).

    Was ich gerne nutze ab einem bestimmten Punkt sind Untertitel. Geht natürlich nicht immer, aber man guckt den Film/Die Serie einfach in der Landessprache, z.B. Spanisch und hat zu erst deutschen Untertitel an, oder anders herum und schaltet dann ab einem bestimmten Punkt komplett auf die Sprache um. Sprache + Untertitel. Irgendwann kann dann auch der Untertitel weg.

  • Für eine Radtour nach Venedig und zurück habe ich vor mittlerweile 25 Jahren mal so viele Brocken Italienisch gelernt, dass ich damals auch erklären konnte, warum ich zweimal am selben Campingplatz aufgeschlagen habe. Aber das ist ziemlich weg. Norwegisch, Dänisch und etwas Isländisch habe ich im Studium gelernt, wirklich beherrschen tue ich aber nur noch Norwegisch. Außerhalb von Touristenbusiness kamen mir diese Kenntnisse schon oft zu Gute. In touristischen Kontexten sind die Leute so drin im Englisch sprechen, dass sie oft erst nach ein paar Sätzen merken, dass sie es mit einer die Landessprache beherrschenden Touristin zu tun haben (ich werde meistens für eine Dänin gehalten, weil ich den norwegischen Singsang nicht lupenrein beherrsche).

    Youtube-Videos mit Untertitel sind zum Lernen prima!

  • Ich versuche mich gerade an Tschechisch, weil ich dort mehrmals im Monat bin. Notwendig wäre es nicht, aber die Höflichkeit gebietet es schon irgendwie.
    Ich nutze Duolingo, bin damit aber nicht so richtig zufrieden. Das Prinzip verfängt nur zu Beginn. Sobald es etwas komplexer wird, hätte ich schon gern mal irgendwelche Bildungsregeln erklärt, statt das nur learning-by-doing-mäßig zu behandeln.
    Außerdem würde ich gern auch einen Fokus vorgeben können. Ich bin letztlich als Tourist unterwegs, dafür wären Zahlen, Orts- und Richtungsbegriffe interessant, aber nicht, dass die Frau meines Bruders 3 verheiratete Schwestern hat, oder was weiß ich. Wahrscheinlich muss ich mich da nach etwas anderem umsehen. Tschechisch wird natürlich nicht mit Deutsch als Ausgangssparache angeboten. Dabei fällt auf, wie unpräzise Englisch ist.

    Tschechisch ist für mich die erste slawische Sprache, es ist auf jeden Fall interessant, wie stark anders das Vokabular ist. In der Schule hatte ich als zweite Fremdsprache französisch (nur wenig gelernt, alles weg, ärgert mich heute), da hatte ich mit Deutsch und Englisch einen deutlich besseren Zugang. In dem Dreieck Deutsch-Englisch-Französisch gibt es massenhaft Eselsbrücken, die mir nach Osten wirklich fehlen.

    Skandi-Kauderwelsch verstehe ich als Mensch mit Platt-Hintergrund, gemischt mit Englisch und ein paar Aufenthalten ebendort fast von allein. Das ist schon witzig. Meine Freundin lernt Norwegisch mit Duolingo, beim Hörverstehen komme ich da durchaus mit. Infotafeln, Werbetexte auf Lebensmitteln und sowas kann ich ganz gut erraten, egal ob Dänisch, Schwedisch, oder Norwegisch. Sprechen kann ich natürlich nichts.

  • MadCyborg

    Die Tschechen sind meiner Erfahrung nach hocherfreut, wenn Deutsche tschechisch mit ihnen reden (oder es zumindest versuchen). Anfangs ist es recht schwierig, aber „žádný učený z nebe nespadl“.

    Wenn Du willst, kann ich Dir mein Tschechisch-Lehrbuch schenken. Schick mir einfach Deine Adresse per PN!

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