• Ohne Sprachdienst und SMS (die in USA sehr viel genutzt werden) hast Du keine Freude. Wenn Du das über Deine deutsche SIM machen willst, ist es für die Amerikaner halt immer Ausland; wird nicht immer akzeptiert.

    Also lohnt sich doch der Aufwand einen Vertrag vor Ort zu besorgen...

    Ich denke, dass ich Smartphone-wise einfach bei dem bleibe, was ich schon mal hatte (außer jemand weiß etwas viel besseres und einfacheres) Ich habe mir 2018, 19 und 22 bereits in Deutschland über Simlystore eine Prepaid-Sim-Karte besorgt, und die gibt es anscheinend immer noch.

    Simly nutzt das USA T-Mobile und ist nicht wirklich billig: 5 GB 30€ pro 30 Tage, 8 GB 40€,(gibt auch noch teurere Modelle), aber Mobilfunk ist in den USA generell recht teuer. Wenn man mehr als nur Datenpaket möchte (und das möchte ich) braucht man eine richtige Simkarte.

    Keine Ahnung, wie gut / günstig / usw. das tatsächlich ist - Ich hab das mit der Technik nicht so und wollte mich nicht erst in Amiland darum kümmern, wenn ich eigentlich loswandern möchte.

    Oder weißt da jemand etwas Besseres, was ganz einfach zu machen ist?

    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Normalerweise bekommt man pre-paid Sims doch an jedem Flughafen? Gerade in der USA würde ich erwarten hier deutlich günstigere Angebote zu bekommen

    Als ich mal recht spät in Mexico City ankam (vor 2 Jahren) und ich nicht ohne Internet weiter reisen wollte habe ich den Service von eSIMs für internationale Reisen kaufen – Airalo in Anspruch genommen. Hiermit kann man eSims per App kaufen und downloaden. Mein Feedback dazu:

    • war nicht das beste Netz, aber ok, kein Plan ob in Mexiko das Netzt mit anderem Anbieter besser gewesen wäre
    • war sicher teurer als mit PrePaid aber Shops am Flughafen waren alle zu - so gesehen kauf easy & alternativlos
    • Du brauchst Wifi um das zum laufen zu bekommen, also plan besser noch Zeit am Flughafen mit free WiFi ein
    • Einstellung war etwas freaky - man lese die Anweisung GENAU - aber machbar (habe mehr als einen Anlauf gebraucht aber Jetlag + Uhrzeit war dabei durchaus störend -> Zombi-Mode ) 

    Einmal editiert, zuletzt von WonderBär (5. Februar 2025 um 13:47) aus folgendem Grund: added info

  • Ahoi lampenschirm ,

    mein Freund Karsten ist den CDT 2023 gelaufen. Seinen Reisebericht und Infos zum CDT, Bären, Ausrüstung, etc. findest Du hier:

    El Dze @ CDT 2023
    Elektrischer Reisebericht vom Continental Divide Trail
    cdt2023.net

    Ich denke, wenn Du spezielle Fragen hast, dann kannst Du Dich bestimmt auch direkt an Ihn wenden. Er war auch schon beim Berliner Stammtisch vom Nachbarforum ODS (outdoorseiten-forum) dabei. In diesem Rahmen könnte man auch mal einen Termin planen, falls Du in Berlin oder Umgebung lebst. Von seinen anderen Reisen gab es immer wieder mal öffentlichen Reiseberichte / Lichtbildervorträge in Berlin, aber ob aktuell ein Termin zum Thema CDT2023 geplant ist, da müßte ich bei Ihm nachfragen.

    Beste Grüße

    Z

  • Ich folge dem Thread hier, da ich im April auch in die USA fliege und den AT wandern werde :)

    Flug, Visa ist schon alles gekärt, Krankenversicherung habe ich auch schon eine Idee.

    Was mir am meisten Sorgen macht ist das Handy. Bin kein großer Handyfreak und habe ein Samsung Galaxy 9, welches leider nicht eSIm tauglich ist.

    Simlystore finde ich ehrlich gesagt etwas teuer, hatte jetzt hier https://thetrek.co/pacific-crest-…#comment-428590 eine Thruhikerin des PCTs ( auch aus Deutschland) gefragt, weil sie so günstige Handykosten aufgelistet hatte und sie hat eSim anbieter benutzt:

    Zitat

    Hey there!
    I use e-sims, that’s super easy because you don’t need to buy a physical simcard, I used Airalo and Holafly on the PCT. Holafly was pretty pricey back then and Airalo was buggy, I would have to remove and readd the e sim a few times.
    I’ve been using Mint recently and while it didn’t have the best coverage (out west in the mountains, seems Verizon has the best network? But might be different on the east coast). I’d definitely use Mint again though, they had an offer 3 months for 45$ (with a huge data pack).


    Vielleicht hilft es ja jemanden, ich denke in der Zeit mal nach ob ich lieber höhere Verbindungskosten haben will oder mir ein neues Handy zulegen will.:/

  • Ggf. prüfen (bei eher preiswerteren Telefonen), in wieweit die US-Frequenzbereiche unterstützt werden. Ist seit 4G/LTE leider wieder ein Thema.

    Es gibt mehr Stolperfallen; Verizon z. B. verwaltet alles über eine App, die im europäischen Appstore nicht erhältlich ist, und akzeptiert zur Zahlung keine nicht-US-Kreditkarten.

  • Ausserdem: Es gibt Provider in den USA, die nur physische SIM können (vor allem Prepaid).

    Kannst du einen bestimmten Provider, egal ob E-Sim oder physisch für die Ostküste empfehlen?

    lampenschirm

    Was macht die Planung?

    Mal schauen ob wir noch ins Land kommen oder ob Donald uns spontan noch einen Strich durch die Rechnung macht. ^^

  • Es gibt auch Esim Adapter für Sim Slots, falls das eine Alternative wäre:

    eSIM.me Store
    Lade SIM-Karten direkt auf Dein Smartphone herunter | Funktioniert in jedem Land | Kein Plastik mehr, gut für unseren Planeten :)
    esim.me
  • Zu der Bärensituation muss ich noch meinen Senf abgeben:

    Bin 2024 SoBo gegangen. Grizzly country ist alles nördlich von Lander (also inklusive Wind River Range bis zum Basin). Am dichtesten in der Bob Marshall aber auch in den Winds haben letztes Jahr leute Grizz gesehen. Ich hab kurz vor Lander noch frische Spuren auf dem Weg gesehen. Wegen Schwarzbären weiter südlich würde ich mir keine Sorgen machen. Ich habe auch von Micha und anderen gehört dass sie ohne weitere Vorkehrungen in Grizz-Gegend gelaufen sind. Für mich wäre das nix. Und es geht ja auch nicht nur um mich, sondern auch darum dass die Bären nichts falsches lernen und Menschen nicht mit Essen in Verbindung bringen. Sonst müssen sie von Rangern getötet werden. Für mich ist daher Bären-Vorsorge auch Teil von "Leave-no-trace".

    Alle Hiker, die ich getroffen habe sind bis Lander mit Bear Spray gelaufen. Alle haben Grizzlys gesehen. Manche nur ein Mal (wie ich), andere fast täglich. Ich habe zwei Leute getroffen, die Spray auf dem CDT einsetzen mussten.

    Und alle haben sich auch um Lebensmittelsicherheit gekümmert. Leute mit Bear Can habe ich nicht getroffen. Die meisten sind mit Ursack gelaufen. Mir ist der zu schwer und zu teuer.

    Für mich funktionierte das: Ich hatte 15m 1,5mm Dyneema Schnur in einem kleinen Säckchen (von meinem Mückenkopfnetz) mit kleinem Karabiner dabei. Das Säckchen dient mit Steinchen drin als Wurfsack. War nicht immer einfach, passende Bäume zu finden aber immer möglich. Stark riechendes Essen wie geöffnete Beef Jerkey Tüten in nem OP-Sack (Noaks XL), alles zusammen in nem 15L Drysack. Der wird aufgehängt. Essen immer weg vom Zelt, Essen mind. 30m weg mit PCT-hang-Methode aufhängen. Unaufgehängtes Essen nie alleine lassen. Nach dem Essen wenn möglich Hände waschen. Keine Gerüche ins Zelt und an den Rucksack und an Klamotten schmieren, d.h. aufmerksam essen. Viele haben auch Zahnpasta, Sonmencreme etc. mit aufgehängt, ich nicht.

    Beim Essen weg vom Zelt ist zu bedenken dass man manchmal beim Essen ohne Schutz im Regen oder Schneeregen sitzt. Das braucht viel Disziplin, da nicht einzuknicken.

    Edit: habe verdrängt dass das Essen außerhalb vom Zelt wegen Mücken und Beißfliegen auch oft echt ne Tortur war. Kopfnetz hoch, einen Bissen nehmen, wieder runter...

    Wenn man sich dann noch ein wenig mit Grizzlys und ihrem Verhalten beschäftigt (jede Menge gute youtube Schulungsvideos) und die Essens-Regeln einhält und in unübersichtlichem Gebiet "hey bear" ruft und aufmerksam läuft (nur ein Ohrstöpsel für Musik) sind sich alle einig dass die Gefahr gegen Null geht.

    Bären müssen keinen vom CDT abhalten, man muss sich nur mit denen beschäftigen.

    Die Roadwalks und die Jäger in der Elk season im südlichen Colorado und New Mexico sind gefährlicher. Dafür hatte ich eine High-Visibility Neon-Mütze.

    Einmal editiert, zuletzt von Lumberjack (9. März 2025 um 21:31)

  • So, noch ein paar Schen sind mir aufgefallen.

    Mückenschutz: alle Leute, die nur mit Tarp gelaufen sind ohne Mückennetz mit denen ich gerdet habe, haben das bitter bereut.

    Wärme vom Sleep System. Ich bin am 20.6. losgelaufen und war am 20.10. fertig. Zweite Woche im September hatte ich die kältesten Nächte im südlichen Colorado, ca. -5 Grad. Diejenigen, die eine Woche langsamer waren als ich hatten da schon -8. Darauf würde ichs auslegen. Mein Schlafsystem war gar nicht so kalt, dafür hatte ich Alpha 60 Fleece und Alpha 90 Fleece drüber. Das war mein Puffer. Dafür kein Puffy. Ich hatte jemanden in dem USA als suport. Hab ihr nach der Bob mein warmes Zeug geschickt und sie hat es mir wieder geschickt als ich es gebraucht habe (Salida).

    Lieber größere powerbank statt Solarpanel. 2x10mAh nitecore ist optimal wegen doppelter Ladegeschwindigkeit und Refundanz, Wallcharger in USA kaufen.

    Flug: Lufthansa nach Seattle, nicht der günstigste Flug aber ich konnte den Rückflug für 150 Euro umbuchen.

    Ich bin gelaufen mit avenza (ley und cdtc maps), dazu farout und caltopo für eigene alternates und nationalparkgrenzen und private land.

    Ich hatte eine sehr günstige Auslands-KV (Südwest) mit DAV dazu. Hat gereicht, ich hätte aber bei Rücktransport in D keine Versicherung gehabt.

    Telefon hatte ich ne E Sim von Mint Mobile.

    Edit: ich fand den blauen Gewindering von Sawyer (coupling) unverzichtbar zum Rückspülen. Teilweise hab ich das täglich gemacht. Bin mit ein Sawyer Squeeze ganz durchgekommen, bis zum Ende mit OK Flowrate. Außerdem hatte ich Verschlusskappen für vorne und hinten dabei um den Filter bei Frost in den Schlafsack nehmen zu können ohne dass was rausläuft.

    Einmal editiert, zuletzt von Lumberjack (12. März 2025 um 22:31)

  • Hey, danke für die Tipps!! Und auch danke, dass Du mir zwei Themen wieder in den Kopf gebracht hast, die schon wieder unter den Tisch gefallen sind, nämlich Mückenschutz und den blauen Koppler :)

    Ordentliches Tempo hast Du da vorgelegt!

    Mückenschutz: Hm. Ich hatte bisher gelesen, dass das nur in den Winds ein Thema war. Da hatte ich einfach den Plan, entweder ein StS Nano Moskitonetz mitzunehmen, dass könnte ich mit meinem Hut auch als Kondom tragen... oder einfach ein Kopfnetz. Wo überall waren denn Mücken für Dich problematisch?

    Nachttemperaturen sollten passen. Da hab ich mit dem Ultralite noch einigen Spielraum. Hatte auch mal überlegt, einfach nur meinen Megalite mitzunehmen. -8C krieg ich mit dem mit Puffy auch hin. Hm. Puffy habe ich tatsächlich Glück gehabt und einen timmermade SDUL Pulli bestellen können. Fleece / Alpha brauch ich nicht, da zieh ich stattdessen Wind- oder Regenjacke an.

    Was spricht für Dich gegen Solarpanel? Bzw. für Powerbanks? 2x 10Ah dürften mir deutlich zu viel sein, ich komm mit einer 5Ah PB ca. 5-6 Tage aus.

    Flug: LH nach Nashville bei mir, weil ich dort noch einen Kumpel besuche, bei dem ich auch mein Zeugs abstellen kann.

    Wegen Auslands KV schreib ich Dir mal ne PM.

  • Mücken waren ab Glacier Thema und erst Ende Colorado gegessen. Am schlimmsten in der Pintler Wilderness, das war gekoppelt mit ner Hitzewelle. Bei 40 Grad und Mücken ist alles doof. Lange Sachen gehen nicht und Deet wird dauernd weggeschwitzt. Kurz vor Macks Inn in Idaho wurden die Mücken für ein paar Tage von krassen Bremsen abgelöst bei denen auch das Deet nicht half. War total froh über meine Hose (Patagonia Terrebonne Jogger). Einige Leute sie stärker auf die Bisse reagieren, mussten deswegen den Trail verlassen. Einen Tag hab ich für meine Mittagspause mein Zelt aufgebaut und trotz Bären auch drin gegessen weils einfach nicht anders ging. Sobald man nicht sehr schnell läuft wird man aufgefressen. Schon die kurze Pause um die Flasche in den Bach zu tunken überlegt man sich da drei Mal. Dagegen ist Sarek im Juli gar nix.

    Hab ein paar Leute getroffen die mit Panel zufrieden waren. Ich fand wallcharger mit ausreichend Powerbank für mich passender weil zuverlässiger. Ist aber auch eine packed-fear weil ich vorher noch nie ohne Papierkarten gelaufen bin. Ich höre gern Musik und Hörbücher, darum reichen 20.000mAh bei mir nur 9 Tage. 8 Tage waren mein längster Resupply.

  • Was spricht für Dich gegen Solarpanel? Bzw. für Powerbanks?

    Ich war letztes Jahr von Campo bis South Lake Tahoe mit dem weißen Lixada-Panel oben auf dem Rucksack plus 10.000 mAh-Powerbank unterwegs; nie der Strom ausgegangen (Telefon, inReach, Kamera, Stirnlampe). Ab da bin ich auf 20.000 mAh und Wall Charger umgestiegen von wegen der Bäume und des niedrigeren Sonnenstands.

  • Der shop in Twin Lakes (ist das auch schon CDT? Oder nur Colorado Trail?) schreibt zu Paketen: Dieses Jahr erheblich mehr Zeit dorthin bei USPS einplanen oder UPS nutzen. Und bei UPS bedenken, dass die Samstsags nicht liefern. Für USPS werden sie leider ab jetzt 3 Dollar nehmen, weil sie es wohl selber 2x die Woche ziemlich weit weg abholen müssen. (Quelle:FB Colorado Trail Gruppe)

    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Shop in Twin Lakes kann Teil des CDT sein, wie immer je nach gewählter Route. Resupply dort ist ratsam wenn man vorher (Sobo) auf Mount Elbert will und weniger schleppen möchte, ansonsten kann man auch mehr in Leadville einkaufen und da nur ein paar (ziemlich teure) Sachen im Vorbeigehen essen. Paket würde ich nicht hinschicken, bis Salida ist es nicht so weit dass sich das lohnt.

  • Mücken waren ab Glacier Thema und erst Ende Colorado gegessen. Am schlimmsten in der Pintler Wilderness, das war gekoppelt mit ner Hitzewelle. Bei 40 Grad und Mücken ist alles doof. Lange Sachen gehen nicht und Deet wird dauernd weggeschwitzt. Kurz vor Macks Inn in Idaho wurden die Mücken für ein paar Tage von krassen Bremsen abgelöst bei denen auch das Deet nicht half. War total froh über meine Hose (Patagonia Terrebonne Jogger). Einige Leute sie stärker auf die Bisse reagieren, mussten deswegen den Trail verlassen. Einen Tag hab ich für meine Mittagspause mein Zelt aufgebaut und trotz Bären auch drin gegessen weils einfach nicht anders ging. Sobald man nicht sehr schnell läuft wird man aufgefressen. Schon die kurze Pause um die Flasche in den Bach zu tunken überlegt man sich da drei Mal. Dagegen ist Sarek im Juli gar nix.

    Für solche Bedingungen wurde doch der "Bugdome" erfunden:

    Regenschirm + passendes Mückennetz für den ganzen Oberkörper. Darunter kann man auch mal halbwegs in Ruhe was Essen und Trinken.

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