Mit zunehmenden Alter geht der Metabolismus in den Keller. Wärmere Kleidungsschichten und dickere Schlafsysteme sind die Folge.
In den kälteren Jahreszeiten ist zum ab-dämpfen des negativen Temperaturverlaufs die Wärmflasche eins meiner liebsten Ausrüstungsgegenstände geworden. Mit den Jahren habe ich keine Lust mehr zur Hundewache aufzustehen, nur weil ich nicht mehr warm werde.
Inzwischen ist es schon die zweite Titanbuddel die brav ihren Dienst als Wärmflasche verrichtet. Das Set besteht zudem aus einem Überzieher aus 5 mm dicken Wollfilz. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass diese Filzschicht so wichtig sein wird.
Da ich besonders im Winter mit der Wärmflasche über die Nacht kommen möchte, fülle ich immer kochendes Wasser ein. Daher war der Überzieher zuerst nur als Schutz vor den hohen Temperaturen der Metalloberfläche gedacht. Mit Zeit stelle sich heraus, dass die Stärke der Wollschicht zufällig genau richtig war, um eine konstante Temperatur von ca. 40 Grad über die Nacht abzugeben.
Kommt es im Winter gegen 4:00 zum Temperatur-drop, hat die Flasche inzwischen soviel Wärme abgegeben, dass ich für die Restnacht den Filz abziehen kann. Das funktioniert inzwischen wie im Halbschlaf und gibt nochmal einen kuscheligen Temperaturschub bis zum Morgen.
Morgens ist das Wasser nur noch lauwarm, aber genau richtig um einen flotten Tee zuzubereiten.
Titan-Flasche 150 g, (Eine Edelstahl-Flasche wiegt fast das gleiche)
Woll-Filzüberzug 70 g
Klar ist das vom Gewicht her, eher Bushcraft- als ultraleicht Ausrüstung. Aber das System funktioniert so sicher und zuverlässig, so dass ich bis jetzt nichts besseres / leichteres für meinen speziellen Anwendungsbereich gefunden habe.