Daunenschlafsack Winter

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  • Hallo Liebe Community,

    ich will im Winter eine kleine Wanderung über 4 Tage machen. Dort will ich gewappnet sein für Temperaturen bis -1o Grad. Zu meinem bisherigen Gear, ich habe den Rab Ridge Raider und die Therm-A-Rest NeoAir Xlite NXT Wide. Mein bisheriger Schlafsack ist der Deuter Exsophere -10. Mit diesem Setup (Hängematte statt Ridge Raider) bin ich im letzten Winter bei Temperaturen bis -5 Grad sehr gut klar gekommen ohne weitere Kleidungsschichten am Körper. Der Schlafsack ist mir für die Touren etwas zu schwer, also habe ich mir überlegt einen Daunenschlafsack zuzulegen. Wie ihr alle wisst, ist die Auswahl Riesengroß und damit ebenso meine Überforderung. Ich habe mich schon sehr in das Thema vertieft aber kann mich trotzdem nicht entscheiden und hoffe auf etwas Hilfe von euch. Zuerst habe ich auch nach Quilts geschaut, da ich mich gerne bewege und Seitenschläfer bin. Ich denke für diesen Temperaturbereich macht es aber wenig Sinn. Auch die Überlegung Quilt plus Schlafsack habe ich verworfen. Ich will im Idealfall einen Daunenschlafsack den ich auch an wärmeren Tagen mitnehmen kann mit Maximal 1200 Gramm Gewicht. Da ich mit Deuter gute Erfahrung gemacht habe bin ich im Moment beim Deuter Astro Pro 600, das einzige was mich daran stört ist, dass er keine hydrophob behandelten Daunen hat. Könnt ihr mir nach praktischer Erfahrung mitteilen wie wichtig und Sinnvoll diese überhaupt sind ? Vor allem wenn ich den Schlafsack wohl nicht trocknen werde können und er in der Nacht die Innenseite meines Biwack-Zelts berühren wird. Eine andere Variante, die ich mir überlegt habe ist, den Sea-to-Summit Spark -9 zu holen und dann mit einem Apex-Quilt von GramXpert zu überwerfen. Einmal damit der Schlafsack nicht nass wird, und des weiteren um den Komfortbereich zu erhöhen. Macht das Sinn oder wird die Daune dann so gestaucht, dass ich den Gewinn durch den Quilt wieder einbüße ? Auch für den Astro Pro habe ich mir überlegt einfach etwas sehr dünnes Wasserabweisendes Material zu holen und wie eine Decke drüberzuwerfen um ihn vor der Kondensationsnässe zu schützen. Überschätze ich die ganze Kondensationsthematik ?

    Ich weiß, das ist echt viel, teils konfus erscheinender Text. Wenn sich jemand erbarmt es dennoch zu lesen und mir mit seinem Rat zur Seite steht wäre ich sehr Dankbar.


    Lieb Grüße:)

    Nathan

    Einmal editiert, zuletzt von Nate91 (31. Oktober 2025 um 13:11)

  • Bzgl. des befürchteten zu starkem Zusammendrückens der Daune wenn noch ein Kufaquilt darüber ist kann ich dich aus meiner Erfahrung beruhigen, ist nicht so. Ich habe einen WM Caribou Daunensack, angegeben mit +5 Komfort, das kommt für mich auch hin und einen Carinthia Def1 Kufasack, sehr geräumig, ganz klar nicht UL, inzwischen etwas leichter weil ich am Rücken die Füllung entfernt habe, angegeben mit +5 Komfort, kommt für mich auch hin. Die beiden ineinander schlafe ich bei <-15 mollig mit einer Schicht länger Merino Unterwäsche. Der Caribou ist dabei offen als Quilt im Def1, ist mir sonst zu eng, der Loft wird dabei nicht beeinträchtigt. Die Daune Kufa Kombi ist für mich der Garant für trockene Daune, wobei bei richtig kalt und das länger, auch immer VBL mit rein, bei nur 4 Tagen aber sicher nicht nötig.

    Hab ne Schraube locker, so hat das Leben etwas Spiel

  • Ich verwende den Cumulus Tenequa 700

    und den

    Liteway Sleeper Quilt (Apex) drüber. Der Quilt kann auch als "Poncho" getragen werden, z. b. beim Kochen.


    Die Feuchtigkeit bei längeren Touren verhindert man durch Benutzung eines VBL. Das kann auch so ein Biwacksack aus Rettungsdeckenfolie von ali für 5 Euro sein. Hauptsache diffusionsdicht, ein "Plastiksack" also. In den schlüpft man rein und damit erst in den Schlafsack quasi. Das wird hier aber kaum nötig sein, vor allem mit dem Kunstfaser-Quilt darüber.

    Vapour Barrier Liner sind (k)ein Wundermittel - Winterfjell
    Ein Vapour Barrier Liner, kurz: VBL, schützt die hochwertige Füllung deines Schlafsacks vor Feuchtigkeit, aber er erhöht nicht maßgeblich seine Isolation.
    www.winterfjell.de
  • Könnt ihr mir nach praktischer Erfahrung mitteilen wie wichtig und Sinnvoll diese überhaupt sind ?

    wilbo
    29. November 2024 um 08:26

    Du kannst gleich runterscrollen zu Test #5.

    das einzige was mich daran stört ist, dass er keine hydrophob behandelten Daunen hat.

    Ich finde ja gerade die Möglichkeit der Daunenwäsche, des Daunenaustauschens sowie des nachträglichen Overfill durch das Outdoorservice-Team attraktiv. Soweit ich weiß, waschen die keine imprägnierte Daunen.

    Eine andere Variante, die ich mir überlegt habe ist, den Sea-to-Summit Spark -9 zu holen und dann mit einem Apex-Quilt von GramXpert zu überwerfen.

    An sich eine gute Idee.
    (Ich mache das diesen Winter mit dem ultra 300 von Exped zusammen mit dem dünnen Apex Sleeper XL von Litway)
    Die Außenschicht muss nur groß genug sein, damit die Daune loften kann. Beim Spark -9 ist die Rückseite im Verhältnis zur Oberseite geringer gefüllt. Dementsprechend eher was disziplinierte Rückenschäfer mit extra warmer Isomatte.

    Überschätze ich die ganze Kondensationsthematik ?

    Nein!

  • Bzgl. des befürchteten zu starkem Zusammendrückens der Daune wenn noch ein Kufaquilt darüber ist kann ich dich aus meiner Erfahrung beruhigen, ist nicht so. Ich habe einen WM Caribou Daunensack, angegeben mit +5 Komfort, das kommt für mich auch hin und einen Carinthia Def1 Kufasack, sehr geräumig, ganz klar nicht UL, inzwischen etwas leichter weil ich am Rücken die Füllung entfernt habe, angegeben mit +5 Komfort, kommt für mich auch hin. Die beiden ineinander schlafe ich bei <-15 mollig mit einer Schicht länger Merino Unterwäsche. Der Caribou ist dabei offen als Quilt im Def1, ist mir sonst zu eng, der Loft wird dabei nicht beeinträchtigt. Die Daune Kufa Kombi ist für mich der Garant für trockene Daune, wobei bei richtig kalt und das länger, auch immer VBL mit rein, bei nur 4 Tagen aber sicher nicht nötig.

    Danke dir erstmal, das bestätigt mich zumindest in der Idee und von den Temperaturwerten hört sich das super an. Ich denke da wird meine Reise hingehen. Ich glaube für mich wird es dann ein eher leichterer quilt, ich hoffe aber auch keine -15 Grad erleben zu müssen :) .

  • Danke dir.

    Wird das in dem VBL dann nicht unheimlich feucht ? Müsste es doch eigentlich, weil Plastik=nicht atmungsaktiv.

  • Wow, danke dir für die ganzen Informationen. Das mit dem Test ist ja sehr Interessant. Demnach macht Hydrophobe Daune eher keinen Sinn in meinem ermessen, tauchen wollte ich mit dem Teil nicht.

    Woher hast du die Information der Daunenverteilung des Sparks ? Ich habe nichts dazu finden können.

  • Ich habe mir eine Tabelle mit möglichen Schlafsäcken zusammengestellt. Falls ihr Empfehlungen/Ergänzungen habt gerne bescheid geben. Und falls mal jemand in einer ähnlichen Situation ist. Ist es vielleicht hilfreich. Aber keine Garantie für vollkommen exakte Daten. Besonders beim Gewicht. Ich habe die durchschnittlichen Preis des letzten Jahres bei Idealo genommen. UVP erschien mir weniger Sinnvoll. Außer beim Cummulus Panyam 600, den gibt es meines Wissens nach nur über die Herstellerseite.

  • Ich trage da drin dickere Kunstfaser - Unterwäsche von Ceceba. "Extreme" oder so, gibts so nicht mehr.

    Zum Thema: Die Luft sättigt sich mit Feuchtigkeit auf und das wars. Einfach probieren. Die Feuchtigkeit darf halt einfach nur nicht die Daune erreichen. Gerade die Kunstfaser - Unterwäsche trocknet am Morgen schnell ab. Das ist weder nass, noch richtig feucht, eher als wenn man sich kurz mal etwas schneller bewegt hat und ein bisschen ins Schwitzen kam. Das ist durch die Körperwärme sofort trocken. Außerdem hat man irgendwann keine Wahl, sonst klapprrn die Eisklumpen in der Daune 😜 und dann klapperst du 🥶

    Aber im konkreten Fall wird es wohl gelingen den Taupunkt in die Isolierung des Kunstfaser Quilts zu verlegen. Da würde ich für 4 Tage keinen VBL mitnehmen.

    Von Cocoon gibt es auch einen "Overbag". Aber ich finde die Lösung mit dem Quilt vielseitiger.

  • Ich habe mir eine Tabelle mit möglichen Schlafsäcken zusammengestellt. Falls ihr Empfehlungen/Ergänzungen habt gerne bescheid geben. Und falls mal jemand in einer ähnlichen Situation ist. Ist es vielleicht hilfreich. Aber keine Garantie für vollkommen exakte Daten. Besonders beim Gewicht. Ich habe die durchschnittlichen Preis des letzten Jahres bei Idealo genommen. UVP erschien mir weniger Sinnvoll. Außer beim Cummulus Panyam 600, den gibt es meines Wissens nach nur über die Herstellerseite.


    Cumulus gibts auch hier. Inklusive Custom. Das spart auf jeden Fall Versandkosten.

    im bivvy Online Shop kaufen


    Zur Komforttemperatur :

    https://www.bergfreunde.de/blog/temperaturangaben-bei-schlafsaecken-und-was-sie-bedeuten/

    Ich ziehe für mich grundsätzlich 5 Grad ab. Also mein Cumulus Tenequa 700 geht für mich bis minus 5 Grad statt der Herstellerangabe von minus 10/11 Grad. Die Nächte sind lang im Winter und ich will ausschlafen.

    https://www.bergfreunde.de/blog/temperaturangaben-bei-schlafsaecken-und-was-sie-bedeuten/

    Die Isomatte nicht vergessen!

    Einmal editiert, zuletzt von Carsten K. (31. Oktober 2025 um 18:53)

  • Danke für den Tip, die Seite kannte ich noch nicht. Die Preis sind ja top.

    Die Isomatte habe ich wie oben geschrieben.

  • Cumulus gibts auch hier. Inklusive Custom. Das spart auf jeden Fall Versandkosten.

    https://www.bivvyonsummit.de/index.php?lang…chparam=Cumulus

    Danke für den Tip, die Seite kannte ich noch nicht. Die Preis sind ja top.

    Die Isomatte habe ich wie oben geschrieben.


    Bei dem Laden habe ich schon mehrmals bestellt. Immer top.

    Der Rückversand nach Polen ist nämlich etwas teurer.

    Ich hatte mir bei Bivvyonsummit nach vorherige Rücksprache den Cumulus Alaska bestellt. Standard. Daheim auf dem Bett mal rein gelegt und probegefühlt.

    Da in den Fußraum evtl. mal Klamotten, Wärmflasche oder Wasserfilter fliegen, musste er länger sein. Auch etwas weiter sollte er werden, anderes Obermaterial und 50/50 Verteilung mit Overfill. So konnte ich feststellen, was ich gerne anders hätte. Dann die Bestellung mit dem Alaska wieder zurück und ein paar Wochen später kam mein "Wunsch-Alaska".

  • Ich habe jetzt nochmal etwas recherchiert und mir gedacht, dass es als Seitenschläfer insgesamt sinnvoller wäre auf einen Quilt umzusteigen. Daher überlege ich mir den SIMPLE QUILT APEX 10D (170) zuzulegen und für die Wintermonate mit einem sehr leichten Daunenschlafsack wie dem Grüezi Bag BIOPOD DOWNWOOL EXTREME LIGHT und dem Sea-to-Summit Reactor Liner nachzuhelfen. Ich habe mit Quilts absolut keine Erfahrung aber da ich gerne auf der Seite Schlafe und mir auch extra eine weitere Isomatte gekauft habe denke ich, das macht mehr Sinn. Für den Quilt ist eine Komforttemperatur von 1 Grad angegeben und für den Schlafsack 12 Grad, damit sollte ich doch mit einem Inlett bis ca. -10 Grad kommen oder zumindest mit weiterer Kopfbedeckung und Merinounterwäsche? Und hat jemand Erfahrungen mit dem Downwool Konzept von Grüezie Bag ? Es soll ja grade bei feuchterem Klima sehr sinnvoll sein.

  • Ich habe jetzt nochmal etwas recherchiert und mir gedacht, dass es als Seitenschläfer insgesamt sinnvoller wäre auf einen Quilt umzusteigen. Daher überlege ich mir den SIMPLE QUILT APEX 10D (170) zuzulegen und für die Wintermonate mit einem sehr leichten Daunenschlafsack wie dem Grüezi Bag BIOPOD DOWNWOOL EXTREME LIGHT und dem Sea-to-Summit Reactor Liner nachzuhelfen. Ich habe mit Quilts absolut keine Erfahrung aber da ich gerne auf der Seite Schlafe und mir auch extra eine weitere Isomatte gekauft habe denke ich, das macht mehr Sinn. Für den Quilt ist eine Komforttemperatur von 1 Grad angegeben und für den Schlafsack 12 Grad, damit sollte ich doch mit einem Inlett bis ca. -10 Grad kommen oder zumindest mit weiterer Kopfbedeckung und Merinounterwäsche? Und hat jemand Erfahrungen mit dem Downwool Konzept von Grüezie Bag ? Es soll ja grade bei feuchterem Klima sehr sinnvoll sein.


    Wenn du die Sachen schon hast, probiers aus. Ich bin wegen der Poncho-Funktion eher Team Liteway "Sleeper-Quilt", aber das habe ich ja schon erwähnt glaube ich.

    Würde ich diesen Grüezi-Bag kaufen? Eher nicht. Ein kurzer Auszug aus der Beschreibung bei Globtrotter:

    Details

    • Sehr komfortabel geschnittener Schlafsack mit Daunen-Wolle-Füllung
    • Durchgesteppte Konstruktion
    • 650+ cuin Bauschkraft
    • 90/10 Entendaune mit 30% Wolle                                

    Durchgesteppt ist grundsätzlich erstmal leichter zu realisieren, bedeutet aber auch an jeder Naht eine Kältebrücke zu haben.

    Insgesamt ist das natürlich eine ziemlich flexible, aber auch schwere Lösung für angenommene minus 10 Grad Celsius.

    Grundsätzlich wäre mir der Grüezi Bag wohl auch im Sommer viel zu kalt ohne lange, dicke Bekleidung. Nicht mal 200 Gramm Füllung in 650 Cuin ist für mich zu wenig. Ich habe den Cumulus LiteLine mit 200 Gramm Daune (850 cuin) und der ist mir im Sommer oft schon zu kühl. Ich wünschte ich hätte damals den 300 genommen. Wenn der 200-er mal zur Reinigung geht, werden 100 Gramm nachgefüllt, was dann mit ca. 100 Euro zu Buche schlägt (Reinigung und Überfüllung).

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