Alternative Tragesysteme

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  • Hallo zusammen,

    aus gesundheitlichen Gründen kann ich leider keine Rucksäcke mehr tragen. Deshalb bin ich auf der Suche nach alternativen Tragesystemen, die nicht als Konzept haben, dass ich mir was über die Schultern hänge (Laufwesten, Rücksäcke). Bisher habe ich zwei funktionierende Konzepte gefunden, möchte diese aber optimieren. Deshalb bin ich auf der Suche nach Inspiration, wie ich das Setup optimieren kann.

    Konzept 1 - ein Wanderwagen: Als Wanderwagen habe ich den leichtesten, den ich gefunden habe gekauft: Trekkingwagen Model X-Trek V2 Evolution von tactical-13 (https://tactical-13.com/de/produkt/mod…on-2-evolution/). Das hat funktioniert, hat mir aber nicht so viel Spaß.

    Konzept 2 - Hüfttasche: Inzwischen bin ich bei dem zweiten funktionierenden Konzept gelandet:

    - die (größte mir bekannte) 10 Liter Hüfttasche "Singi Hip Pack 10" von Fjällräven: https://www.fjallraven.com/de/de-de/tasch…gi-hip-pack-10/
    - kombiniert mit der 12,6 Liter Lenkerrolle "Handle Bar Roll Bag 02" von Cyclite: https://cyclite.cc/collections/le…bar-roll-bag-02
    - Um ausreichend Wasser transportieren zu können und, um die Hebelwirkung selbigem zu reduzieren, habe ich mir zwei dieser Flaschenhalter gekauft: https://www.amazon.de/dp/B08RHXVQ98

    Hier zwei Bilder vom Setup:

    Dieses Setup wiegt aktuell 982 g und bietet mir 22,6 Liter.

    - Hüfttasche: 750 g
    - Lenkerrolle: 148 g
    - Flaschenhalter (leicht modifiziert): 2x 116 g (ursprünglich 2x 134 g)

    Mein vorheriges Setup war der zpacks Sub-Nero Ultra mit 417 g (BW ca 3500g). Das neue Setup ist über 500 g schwerer. Ich suche jetzt nach Ideen, wie ich leichter (und komfortabler) unterwegs sein kann. Also: Habt ihr Ideen, wie ich das Setup leichter kriege? Ideen für andere Transportmöglichkeiten vom Gear und Essen?

    Bitte keine Rücksäcke oder Laufwesten vorschlagen! ;) Zu lange Gurte abzuschneiden, hab ich schon im Kopf.

  • Zopiclon 23. Mai 2026 um 15:08

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Den Wanderwagen finde ich eine gute Lösung, ist eben nur nicht auf allen Wegen praktikabel. Müssen die Achsen des tactikel bei Benutzung ausgezogen sein? Ein Wanderpartner hatte in Skandinavien einen Eigenbau über gesamt (mit Tragepassagen) 5000 km genutzt und war von dem Konzept überzeugt, gezogen wurde er mit einem Hüftgurt.
    Die Hüfttasche mit allem drum und dran wäre mir zu unbequem.

  • Neulich hatte ich das Set einmal gewogen und war ebenfalls mit 3,5 kg dabei. Daher die Frage ...

    Danke für den Input! War da dann noch Platz für Essen usw.? Mit dem Setup oben, war ich jetzt kürzlich 5 Tage unterwegs. Das muss ich miteinpreisen. Ich will wieder längere Touren (1-4 Wochen) machen. Also wenigstens für 2-3 Tage Essen dabei haben.

    Ich hatte diesen Mesh-Beutel in Kombination der oben erwähnten Hüfttasche probiert. In dem Beutel hatte ich dann alles voluminöse, aber eher leicht Zeug. Im Test glaub ich wars nur der Quilt. Aber das war nicht gut fürn Rücken.

  • Lasten auf dem Kopf zu transportieren, ist eine in vielen Kulturen weit verbreitete und hocheffiziente Fortbewegungsart. Durch die aufrechte Wirbelsäulenachse wird das Gewicht direkt über den Körperschwerpunkt geleitet, was den Energieaufwand beim Gehen minimiert. Sagt Google

    Jetzt weiß ich nicht was genau dein Problem ist aber ich denke jetzt nicht nur klassisch an einen Korb der oben auf dem kopf balanciert wird, sondern an (ich glaube die Sherpas machen das) einen Riemen der über den kopf geht. Siehe hier

    Lasten-Rekord: Nepalesen schleppen mit Köpfchen
    Sie gehen sehr langsam und machen viele Pausen. Doch was die nepalesischen Lastenträger über hunderte Kilometer auf ihrem Kopf schleppen, übersteigt oftmals…
    www.spiegel.de

    Wenn ich das so lese ist das ja generell was zur Effizienzsteigerung....:/

  • Ich habe schon mehrere Bootswagen für Faltboot gebaut.
    So ein Wanderwagen müsste sich doch ebenfalls selber realisieren lassen.

    Model X-Trek Version 3 - Wanderwagen | Tactical XIII
    Entdecken Sie den Model X-Trek Version 3, einen ultraleichten, modularen und robusten Wanderwagen. Er wurde entwickelt, um Ihre Taschen über alle Arten von…
    tactical-13.com

    Leider teuer ...

  • Lasten auf dem Kopf zu transportieren, ist eine in vielen Kulturen weit verbreitete und hocheffiziente Fortbewegungsart. Durch die aufrechte Wirbelsäulenachse wird das Gewicht direkt über den Körperschwerpunkt geleitet, was den Energieaufwand beim Gehen minimiert. Sagt Google

    Kreative Idee ^^ Das Problem ist die Wirbelsäule. Deshalb ist die Idee leider raus.

    Kompakte schwere Sachen könntest Du in großen Beintaschen verstauen. Es wäre dennoch nur eine Teillösung. :(

    Darüber hatte ich auch nachgedacht. Großes Problem ist das Wasser. Aber das wollte ich mir doch nicht an die Beine schnallen. Aber Ideen in die Richtung sind willkommen.

  • Ich habe schon mehrere Bootswagen für Faltboot gebaut.
    So ein Wanderwagen müsste sich doch ebenfalls selber realisieren lassen.

    https://tactical-13.com/de/produkt/model-x-trek-version-3/
    Leider teuer ...

    Also den Trekkingwagen X-Trek V2 habe ich ja schon. Für mich persönlich hat Wandern aber weniger Spaß gemacht, weil ich viel eingeschränkter bin. Das Problem ist: Oft funktioniert er gut, aber wenn er nicht funktioniert, dann muss ich ihn tragen (z. B. umgefallene Bäume, Treppen, Einkaufen). Und das Tragen ist ja ein großes Problem. D. h. in solchen Momenten ist er hinderlich. Außerdem geht bei mir das Freiheitsgefühl flöten.

    Dazu kommt, dass er bergauf unfassbar unangenehm ist und auch bergab nervig ist. Man muss den Wagen bzw. die Stöcke in die Hand nehmen, und kann die Stöcke nicht mit Karabiner am Gürtel befestigen.

  • Wenn das System Hüfttasche funktioniert und an sich nur leichter werden soll, würde ich über MYOG oder Auftragsfertigung nachdenken. Da könnte man aus zwei Taschen schonmal eine machen und leichtere Materialien verwenden.

    Was Balance angeht, vielleicht könnte man dann auch vorne ein klein wenig Gewicht unterbringen? Eine große Tasche kommt natürlich in die Quere der Beinbewegung, aber eine kleine an den Körper gerundete Rolle auf Hüfthöhe könnte vielleicht Platz für Essen bieten, oder auch etwas leichtes wie eine Puffy.

    Dann würde man die Hüfttasche vielleicht nicht vorne, sondern seitlich fest schnallen.

    Keine fertige Idee, aber vielleicht food for thought. :)

  • Hänge mich mal mit dran, eine große Hüfttasche aus "UL" Material mit sinnvollen Anbaupunkten und gerne Wasser"dicht" könnte ich mir für den einen oder anderen Trip mit Hüttenschlafen auch gut vorstellen. Das was es so auf dem Markt gibt wiegt ja leider in der Regel mehr als ein Rucksack.

  • Das mit dem Rücken habe ich befürchtet.

    Die idee Hüfttasche optimieren läuft ja schon.

    Da meine persönliche Erfahrung mit Hüfttasche <2kg schon ein Griff ins Klo war kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen.

    Ich spinne jetzt einfach mal so rum...

    Stabilisieren der Wirbelsäule mittels "Korsett" oder so. Das ganze muss unten gut auf der hüfte sitzen und dann den Packsack dran.....

  • ... oder evtl. wirklich einer von diesen klassischen UH- Rucksäcken mit so einem langen Monstertragesystem. Eventuell kann man den Packsack da dann krass abspecken um auf annehmbare Gewichte zu kommen. Wenn man nur seine winzige UL- Ausrüstung reinpackt dann müsste sich doch so gut wie alles Gewicht auf die Hüfte verlagern lassen... (Stichwort Load Lifter und Tragegurte die im Prinzip nur auf der Vorderseite der Brust/ Achseln Kontakt haben) :/

  • Wenn das System Hüfttasche funktioniert und an sich nur leichter werden soll, würde ich über MYOG oder Auftragsfertigung nachdenken. Da könnte man aus zwei Taschen schonmal eine machen und leichtere Materialien verwenden.

    Daran habe ich auch schon gedacht, mich aber noch nicht rangewagt. Durch das viele Gewicht und die ungewöhnliche Belastung (Hebel) vermute ich, dass das Material stabil sein muss.

    Was Balance angeht, vielleicht könnte man dann auch vorne ein klein wenig Gewicht unterbringen?

    Hast du Ideen dazu? Ich hab mich auch schon gefragt, ob ich etwas Gewicht nach vorne bekomme, aber bisher noch keine zündenden Gedanken gehabt.

  • das wird sicher keine alleinige Lösung, aber bestimmt kann man deinem Setup noch was optimieren? Du kannst ja mal eine Packliste raushauen. Fände ich auch unabhängig davon interessant, die ist ja wahrscheinlich stark auf Volumen getrimmt?

  • Anbei meine aktuelle Packliste für 3 Wochen auf dem North Sea Trail in Dänemark (geplant für Juni 2026). Die Sachen in rot sind noch nicht final:

    - Erste Hilfe und Repair-Kit will ich noch überarbeiten
    - der Nitecore Cappie Mod muss noch hergestellt werden (Nitecore Tube v2 + https://www.amazon.de/dp/B07VHPV47Q = Cappie Mod)
    - die Windjacke wurde erst bestellt

    Immer wenn ihr eine graue Zelle seht, dann ist das in meiner odt eine Auswahlliste (es gibt später eine Seite, wo die anderen Optionen oder Teilelisten sind, z. B. beim Kochset stehen die Bestandteile auf Seite 5).

    Beim Ladegerät bin ich mir noch nicht sicher, ob ich das oder das "Anker 523 Charger, Nano III, 47W, 2 Ports" mitnehme. (Je nach dem welches Ladegerät ich mitnehme, bleibt das zweite lange Kabel natürlich zu Hause ;))

    Änderungen, die ich bereits vorgenommen habe:

    - Nitecore NU25 durch Nitecore Tube v2 mod
    - Bidet + weniger Klopapier
    - Topfdeckel durch Alu ersetzt
    - weg vom Tyvek wieder zurück zum Polycro Groundsheet

    das wird sicher keine alleinige Lösung, aber bestimmt kann man deinem Setup noch was optimieren? Du kannst ja mal eine Packliste raushauen. Fände ich auch unabhängig davon interessant, die ist ja wahrscheinlich stark auf Volumen getrimmt?

    Bisher habe ich nicht speziell auf Volumen getrimmt.

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