Woher kommt die 5 Kilo - Regel beim Ultraleicht-Trecking?

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  • Wer hat diese 5 Kilo (oder 10 lbs = 4,6 Kilo in Nordamerika) festgelegt und vor allem WARUM?

    Macht für mich überhaupt keinen SInn da:

    1.Jeder Mensch anders ist (eine XL - Jacke wiegt mehr als eine XS - Damenjacke)

    2.Jede Tour ist anders, benötigt evt zwingend spezielle Ausrüstung (Bärenkiste, Steigeisen, Grödel usw...)

    Für mich ist so eine Grenze sinnlos, warum spielt sie aber in der Szene so eine große Rolle?

    Und wo bleibt die Ehrlichkeit? Ein Influencer stellt uns die neuesten Trends im UL - Bereich vor. Selber aber KANN er gar nicht UL unterwegs sein, da ja schon das Material mit dem er filmt und fotografiert enormes Gewicht erzeugt. :/:/:/

  • Ich bin völlig Deiner Meinung. Eine Fixierung auf 5kg kann aufgrund der oben genannten Gründe grundsätzlich kaum Sinn machen.

    Auf der anderen Seite spricht man bei Ultra-Leicht natürlich meistens von/über Gewicht. Und so kommt wohl zwangsläufig die Frage: " wie schwer ist denn nun eigentlich ultra leicht?"

    Wenn du mich frägst wo die 5kg her kommen, je weiter man mit dem Gewicht runter geht, desto schwieriger und zäher werden weitere Einsparungen. Ab einem bestimmten Gewicht wird die Frage nach dem Sinn des ganzen über den Selbstzweck UL hinaus meiner Meinung nach auch zunehmen immer relevanter. Und da bist du wohl bei der klassischen 3 Jahreszeiten Tour irgendwo bei grob 5kg, denke ich.

    Für mich persönliche ist dass kein muss, sonder eine Zielmarke, wie der Pace den ich mir zu Beginn meines Trainings vor genommen habe irgewann zu laufen. Ein Wert der hilft sich zu "disziplinieren" und den geplanten Weg weiter zu gehen. Ich breche sicher nicht in Tränen aus, wenn ich aufgrund des zu erwartenden tagelangen miserablen Wetters dann doch die 200g schwerere Regenjacke mit nehme, und nochmal 200g Regenhose hinterherschmeiße. Der Epic fail ist nicht über 5kg zu haben, sondern die Tour aufgrund unzureichendem Equipment abrechen zu müssen.

    Was nun jeweils "unzureichend" ist, hat dann sicher viel mit Erfahrung und persönlichen Vorlieben zu tun

    4 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (19. April 2026 um 10:31)

  • Ich bin völlig Deiner Meinung. Eine Fixierung auf 5kg kann aufgrund der oben genannten Gründe grundsätzlich kaum Sinn machen.

    Auf der anderen Seite spricht man bei Ultra-Leicht natürlich meistens von/über Gewicht. Und so kommt wohl zwangsläufig die Frage: " wie schwer ist denn nun eigentlich ultra leicht?"

    Wenn du mich frägst wo die 5kg her kommen, je weiter man mit dem Gewicht runter geht, desto schwieriger und zäher werden weitere Einsparungen. Ab einem bestimmten Gewicht wird die Frage nach dem Sinn des ganzen über den Selbstzweck UL hinaus meiner Meinung nach auch zunehmen immer relevanter. Und da bist du wohl bei der klassischen 3 Jahreszeiten Tour irgendwo bei grob 5kg, denke ich.

    Für mich persönliche ist dass kein muss, sonder eine Zielmarke, wie der Pace den ich mir zu Beginn meines Trainings vor genommen habe irgewann zu laufen. Ein Wert der hilft sich zu "disziplinieren" und den geplanten Weg weiter zu gehen. Ich breche sicher nicht in Tränen aus, wenn ich aufgrund des zu erwartenden tagelangen miserablen Wetters dann doch die 200g schwerere Regenjacke mit nehme, und nochmal 200g Regenhose hinterherschmeiße. Der Epic fail ist nicht über 5kg zu haben, sondern die Tour aufgrund unzureichendem Equipment abrechen zu müssen.

    Was nun jeweils "unzureichend" ist, hat dann sicher viel mit Erfahrung und persönlichen Vorlieben zu tun

    Klar, wiegen, Packlisten usw, will die Sinnhaftigkeit dahinter nicht abstreiten.

    Jetzt aber mein ABER:

    Sollte Ultraleicht "Selbstzweck" an sich sein und wenn (kann ja jeder machen wie er will) sollte man dann nicht ehrlich sein und dazu stehen? Oder aber erfüllt UL seinen Zweck, im extremen Fall: Mit viel Gewicht pack ich die Tour nicht oder nicht in der Zeit die ich habe, mit UL - Ausrüstung oder UL - Strategien habe ich eine Chance auf Erfolg (ist ein uraltes Prinzip beim Klettern).

    Beispiel aus einem anderen Forum:

    Es wird über Schlafmatten diskutiert, die Leute unterbieten sich gegenseitig mit leichten dünnen Matten. Als einer mit einer extrem dünnen und leichten Matte ankommt und sich Widerspruch regt meint der: Ich investiere halt sehr viel Zeit in die Präperation des Schlafplatzes, da geht alleine dafür schon manchmal eine Stunde drauf...

    Okay er hat jetzt die leichteste Matte, spart beim Wandern xy Watt.. Schneller ist er dadurch nicht, im Gegenteil, die Zeit kommt doppelt und dreifach wieder drauf...

  • Naja, was ist denn das Gegenteil von Ultralight? Stupid Light! Wenn du Nächte lang nicht schlafen kannst weil dein Schlafsetup 💩 ist, dann ist das wohl nicht UL, sondern.....?

    Und sich mit "selbstoptimierten" Packlisten im Internet zu profilieren, ist doch weniger ein UL, als ein generelles menschliches Problem?

    Was du für sinnvoll hältst mit zu nehmen ist eine absolut persönliche Entscheidung die dir keiner ab nehmen kann

    Nimm diese Diskussionen nicht zu ernst. Das ist keine Religion. Hier gehts im Kern um Freude am (maximal leichten) Weitwandern. Was auch immer das für dich ist. Bettchen selber basteln mit Heu und Laub? Why not? HYOH!

    3 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (21. April 2026 um 07:19)

  • Die 5kg/10lb kommen meines Wissens von Ray Jardine und gelten vor allem für die grossen Thruhikes in den USA in den entsprechenden Jahreszeiten. Alles, was sich dann daraus entwickelt hat, ist eine - menschentypische? - competition frei nach dem Motto: meiner ist länger :D:D.

    Manche brauchen diese extrinsische Motivation, um die Gewichtsreduktion umzusetzen, anderen reicht die intrinsische Motivation, das Wandern/Campen so zu geniessen, dass es passt.
    Mehr ist das aus meiner Sicht nicht 8):S

  • Die 5kg/10lb kommen meines Wissens von Ray Jardine und gelten vor allem für die grossen Thruhikes in den USA in den entsprechenden Jahreszeiten. Alles, was sich dann daraus entwickelt hat, ist eine - menschentypische? - competition frei nach dem Motto: meiner ist länger :D:D.

    Manche brauchen diese extrinsische Motivation, um die Gewichtsreduktion umzusetzen, anderen reicht die intrinsische Motivation, das Wandern/Campen so zu geniessen, dass es passt.
    Mehr ist das aus meiner Sicht nicht 8):S

    Aha, dachte mir so etwas schon.

    Das ist dann aber nur das Gewicht des Rucksackes, ohne Essen und Trinken?

    Je nach Trail kommen dann noch 5 - 10 Kilo für Wasser, Essen und Brennstoff dazu nehme ich an, und schon sind die 5 Kilo wieder "für die Katz"?

    Einmal editiert, zuletzt von Olav (19. April 2026 um 13:28)

  • Aha, dachte mir so etwas schon.

    Das ist dann aber nur das Gewicht des Rucksackes, ohne Essen und Trinken?

    Je nach Trail kommen dann noch 5 - 10 Kilo für Wasser, Essen und Brennstpff dazu nehme ich an, und schon sind die 5 Kilo wieder "für die Katz"?

    Jein - weil je weniger an Baseweight (alles ohne Konsum) dabei ist, desto mehr kann man an Futter/Wasser einpacken und weiter kommen. Natürlich sind es am Ende immer mehr als 5kg - aber das mehr ist variabel, das Baseweight ist fix und trägt man immer.

  • e nach Trail kommen dann noch 5 - 10 Kilo für Wasser, Essen und Brennstpff dazu nehme ich an, und schon sind die 5 Kilo wieder "für die Katz"?

    Naja, was heisst für die Katz? Was ist denn die Alternative? Auf 15kg Baseweight 5kg Essen und Wasser drauf packen und mit 20kg los starten?

    Es ist schon so, dass man dank Gewichtsreduktion einfach bessere andere Sachen mit nehmen kann. ZB Wasser und Essen.

    Nochmal, das Ziel sind nicht die 5kg, sondern die bessere Realisierung deines Wandervorhabens indem du das Gewicht reduzierst.

  • e nach Trail kommen dann noch 5 - 10 Kilo für Wasser, Essen und Brennstpff dazu nehme ich an, und schon sind die 5 Kilo wieder "für die Katz"?

    Naja, was heisst für die Katz? Was ist denn die Alternative? Auf 15kg Baseweight 5kg Essen und Wasser drauf packen und mit 20kg los starten?

    Es ist schon so, dass man dank Gewichtsreduktion einfach bessere andere Sachen mit nehmen kann. ZB Wasser und Essen.

    Nochmal, das Ziel sind nicht die 5kg, sondern die bessere Realisierung deines Wandervorhabens indem du das Gewicht reduzierst.

    Nein meinte das anders.

    Ob Ultraleicht unterwegs oder nicht ist mindestens genau so vom Weg abhängig wie von der Ausrüstung.

    Oder anders herum: Wenn die Versorgung gut ist, müsste man weniger Kompromisse beim Material machen...

  • Für mich (Arthrose in div. Gelenken) kam früher, als "die großen 4" allein noch über 6kg wogen, der Gedanke an Wandern mit Zelt nie über den Status "Traum" hinaus. Selbst Radreisen waren mit 20kg Gepäck eine Tor-tour. Dann habe ich durch Zufall von "Ultralight" gelesen und zuerst mein Radreisegepäck halbiert. Und dann waren es mit Rucksack und allem, was man für 2 Tage braucht (Basisgeicht + Essen + Wasser) nur noch 6-7 kg. Und dann konnte ich wirklich mit Zelt los laufen. Also ultralight heißt für mich: ich komme raus und kann eine Wandertour mit Zelt machen. (Und ich habe eine super Ausrede, wirklich hübsche Sachen für viel Geld zu kaufen 😂😂)

  • Ich hab so etwas den Eindruck, als seien dir viele Dinge bei UL suspekt, Olav

    Seien es nun Trekkingmahlzeiten oder die 5 kg/10 lbs-Regel...

    Ray Jardin hatte das sozusagen "festgelegt" durch seine mitgeteilten Erfahrungen.

    Niemand muss sich daran halten, man hat aber so eine Richtschnur, um in etwa zu schauen, ob man im Ultraleichten Bereich unterwegs ist - oder eben nicht. Bei 8 kg baseweight bin ich zwar leicht auf Tour, aber eben nicht ultraleicht. Wäre ich bei 5 kg, könnte ich noch drei Kg Nahrung und Wasser draufpacken - und das wird ja als consumable deutlich weniger unterwegs. Die 8 kg baseqeight aber eben nicht.

    Ich hab auch Kleidergröße XL, gerade deshalb bemühe ich mich, möglichst UL zu sein/werden, um halt was an Kleidung (Regenjacke, o.ä.) mitnehmen zu können.

  • Niemand muss sich daran halten, man hat aber so eine Richtschnur, um in etwa zu schauen, ob man im Ultraleichten Bereich unterwegs ist - oder eben nicht.

    So sehe ich das auch.

    Dazu kommt aber: Eigentlich, also: eigentlich wäre es heute ja viel einfacher, diese Grenze einzuhalten als zu der Zeit, als diese 10-Pfund-Marke geprägt wurde (die ja schon auf 5 kg aufgerundet ist)... damals gab es die ganzen schönen UL-Produkte ja nicht zu kaufen.

    Nunja - ich schaffs trotzdem nur selten - I pack my fears 🤷‍♀️. Und schleppe . Und verabschiede mich in diesem Punkt aus dem kompetetiven Bereich, bevor ich ihn auch nur betreten habe.

    Übrigens: Kann das sein, dass wir im Wiki keinen Artikel zu "ultraleicht" haben? Habe mal die Tags ultraleicht und ultralight beim Artikel zu "Baseweight" hinzugefügt - da ist es gut erklärt.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Also ich hab mehrere X vorm L und schon allein mein Schlafsack wird deutlich schwerer als was andere Leute so mitnehmen. Also ich halte mich auch sicher nicht an Kilogrenzen, sondern versuche es von der Seite "was kann ich zu Hause lassen?".

    OT: Ich hab Mal gelesen man soll nicht mehr als 20% des eigenen Körpergewichts tragen. Mit gut 20kg hätte das Glamping-Potenzial. :D

  • Ich sehe die 10 Pfund eher als eine externe Klassifikation. Man teilt das gerne ungefähr so auf:

    Unter 10 Pfund: Ultraleicht
    Unter 20 Pfund: Leicht
    Unter 30 Pfund: Traditionell
    Alles darüber: Schwer.
    (Wer will kann noch Unter 5 Pfund = Super-Ultraleicht einfügen)

    Das ist mehr so eine grobe Einordnung, die dann alles was unter Camping fällt einschließt. Die ganzen Einwände ala "Ja ich trage XL" oder "aber ich gehe in besonderen Bedingungen los" lasse ich nicht gelten. Wenn Deine XL Packliste dann eben 11 Pfund hat - da hat nie jemand was gegen gesagt. Auch wenn Du Eisaxt, Bärkanister, Seil oder so mitschlepptst, dann pinkelt Dir da auch niemand mit guten Gründen ans Bein. Wie jede Regel gibt es Ausnahmen - und die ist dann hier gegeben.

    Was das Label nicht abdeckt ist eine in sich völlig geschlossene Regel, was denn UL genau bedeutet, es ist eben ein Vergleich. Die 10 Pfund sind auch eine willkürliche Marke, weil wir eben ein Dezimalsystem nutzen. Daher wird in Europa eben auch gerne 5kg genommen - ist eine glattere Zahl. Nichts magisches passiert zwischen 4,99999 kg und 5,00001kg. Genauso ist es Blödsinnig bei leichter Sommer-Ausrüstung, wenn man locker mit 3 Kilo auskommt, hinzugehen und 2 Kilo irgendwelchen Kram einzupacken, weil "ist ja immer noch unter 5!!".

    Viel sinnvoller ist es ohnehin das als Vergleich zu sehen: Wenn ich mit Ausrüstung X losziehe, dann wiegt das so viel, wenn ich Y nehme, dann eben mehr oder weniger und so kann man abschätzen was zu der Tour passt. Für die Leistung ist am Ende eh das Gesamtgewicht zuständig, und das ist auch immer individuell.

  • Sollte Ultraleicht "Selbstzweck" an sich sein und wenn (kann ja jeder machen wie er will) sollte man dann nicht ehrlich sein und dazu stehen? Oder aber erfüllt UL seinen Zweck, im extremen Fall: Mit viel Gewicht pack ich die Tour nicht oder nicht in der Zeit die ich habe, mit UL - Ausrüstung oder UL - Strategien habe ich eine Chance auf Erfolg (ist ein uraltes Prinzip beim Klettern).

    Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster:

    Bei sehr vielen, die von "UL" schwärmen ist die Beschäftigung wohl ersteres.
    Die 10 lb sind ein völlig willkürlicher Wert, genauso wie die 10000 Schritte oder die "berühmte" Ernährungspyramide etc., durch keinen sinnvollen Test/Studie verifiziert bzw. Werte die stark "werbegetrieben" sind.

    Was zählt ist: Welches Equipment brauche ich für welche Tour und wie kann ich das Gewicht SINNVOLL soweit minimieren das ich diese Tour ohne Schaden und ohne Einbuße an Freude und wie geplant durchführen kann. That's all, der Rest, also das festlegen auf ein "Muß-Gewicht" ist Ideologie, Selbstbeweihräucherung oder kommerzielle Werbung.

    Ich habe schon so viel aus meinen Fehlern gelernt. Ich gedenke noch weitere zu machen.

  • Naja, im Kern geht es halt schon immer ums Baseweight und nicht ums Essen. Wieso sollte ich bei besserer Versorgungslage zB ein schwereres Zelt mit nehmen? Das Zelt habe ich doch angepasst an die klimatischen Bedingungen und nicht wegen dem Futter? Und wenn dein Zelt nichts taugt und du lieber ein schwereres mit nehmen würdest, bist du dann nicht eher eh schon im stupid light Bereich?

    Und natürlich kann man bei sonnigen Tags 25°C mit Nachts wolkenfreien 18°C Weekender super easy auf die 5kg kommen, streng genommen brauchste weder Zelt noch Schlafsack, als wenn du die nächsten 2 Wochen durch eine Gegend läufst wo du keinen Plan hast wie das Wetter wird und du worst case mit regnerisch stürmischen 0°C bis sonnigen 22°C rechnen kannst.

    Wir als Teenies sind vor 30 Jahren mit 4 Bier, Grillfleisch, nem Kanten Brot und nur nem Sommerschlafsack damals zum Weiher geradelt, ham Feuer gemacht und dort gepennt. Hat nie groß wen interessiert. Keine 2kg Baseweight. Bikepacking XUL 🤘🤘🤘

    Einmal editiert, zuletzt von WonderBär (19. April 2026 um 21:38)

  • Na um eine einfache Vergleichsmöglichkeit zu haben braucht es halt einfache Aussagen.
    Würde man UL im Grundsatz mit 1000 Variablen definieren würde man zum Einstieg nicht durchblicken.
    Mit der Erfahrung kommen dann die Variablen. Und wer sich dann irgendwann damit profilieren muss trotz Erfahrung in starren Bahnen zu denken soll meinetwegen Spaß daran haben.

    Mir ist es mitlerweile relativ Wurst ob mein Pack schwerer wird wenn dadurch mein Komfort überproportional steigt. Was ich so teilweise dabei habe, da würden viele hier mit dem Kopf schütteln. Aber ich wende eben die Prinzipien von UL an um das meiste an Komfort aus dem geschleppten Gewicht herauszuholen. Funktioniert für mich, darf jeder gerne anders sehen.

  • Also erstens, schließe ich mich denen an, die sagen, nimm das hier alles nicht so ernst.

    Aber ich finde die 5Kg „Regel“, ziemlich prima.

    Als Einsteiger, vor ca. 4 Jahren, hat es mir geholfen, eine imaginäre Zielmarke zu haben.

    Bin im ersten Jahr mit 6,5 Kg Baseweight gestartet und es hat nur ein Jahr gedauert, bis ich die erste ein wöchige Tour mit um die 5 Kg hinbekommen habe.

    Jetzt bin ich gerade unterwegs zum Mont-Ventoux in der Provence, und werde ihn in ungefähr einer Woche umrunden.

    Nachts sind Temperaturen von um die 10-12 Grad zu erwarten und Tags angenehme 20-23 Grad.

    Da ist es natürlich leicht, leicht unterwegs zu sein.

    Mein Baseweight ist auf dieser Tour 3,8 Kg, nur auf dem Rücken, wohl gemerkt. Das hätte ich nie erreicht, wenn ich nicht auf das alte Forum gestoßen wäre und wenn ich nicht diese 5 Kg Marke vor Augen gehabt hätte.

    Noch etwas zu den Gründen, warum ich UL unterwegs bin.

    Es wird hier immer nur davon gesprochen, das, wer leicht unterwegs ist, schneller und weiter kommt…

    Das trifft auf mich nicht zu.

    Ich gehe, egal mit welchem Gewicht auf den Schultern, maximal 25 Km am Tag. Häufig auch nur 15Km… Ich brauche keine sportlichen Wettkämpfe, weder mit anderen, noch mit mir selbst.

    Ich will möglichst bequem, oder angenehm, meine Touren machen. Und am angenehmsten ist es, wenn man seinen Rucki fast gar nicht merkt. Inklusive Food, Medikamenten etc… komme ich auf mal gerade 6,8 Kg. Morgens, mit 1,5 Litern Wasser. Im Laufe des Tages wird der Ruckie ja sogar noch leichter. Hatte ernsthaft überlegt, mir meinen Helinox Chair mit zu schleppen, wegen der Bequemlichkeit. Aber da obsiegte wieder der Gedanke, das ich den dann, mit rund 0,5 Kg, durch die Berge schleppen muss… Nee danke! Bin gespannt, ob und wie häufig, auf meiner Runde um den Mont-Ventoux, Bänke vorhanden sind, auf die ich meinen Astralleib niedersetzen kann. Ich mache gerne viele und lange Pausen.

    So, viel geschwafel um den heißen Brei, mir geht es um möglichst wenig Gepäck, weil ich einfach Faul bin, hahahahaha!

  • Als Einsteiger, vor ca. 4 Jahren, hat es mir geholfen, eine imaginäre Zielmarke zu haben.

    Ich habe die gegenwärtige Beschreibung des Ultralight-Forums auf Reddit verfasst (bzw. die ältere Version bearbeitet). Sie lautet:

    Zitat

    This sub is about overnight backcountry backpacking, with a focus on moving efficiently, packing light, and generally aiming at a sub 10 pound base weight.

    Die Formulierung "generally aiming" (also übersetzt: Wir streben üblicherweise ein Basisgewicht von unter 10 Pfund an) ist sehr bewusst gewählt. Das "üblicherweise" gibt einerseits eine Regel vor, erlaubt aber Ausnahmen. Und das "anstreben" ist eben eine Zielvorgabe, etwas erstrebenswertes, ein Vorhaben, ein Zweck. Außerdem ist das meistens ein Prozess dem man sich unterwirft. Also das ist genau das was RaulDuke zum Ausdruck bringt!

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