Zelte im Fjäll - Erfahrungen und Meinungen

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  • Ich setze da auf mein Nortent Vern 1

    Wie viel wiegt denn nur das Fly mit den Stangen?

    Ich hatte da mal für einen anderen Interessenten gewogen:

    Außenzelt 1010gr. Innenzelt 710gr. Stangen 750gr. Footprint 280gr. Häringe kommen je nach Anwendungsfall hinzu. (min. 10 Stk 160gr.)


    Carsten K.

    Von Problemen mit dem Gestänge beim Vern 1 habe ich noch nichts gehört. Auf der Seekajakwoche hatten wir tatsächlich mal acht Stück dabei ,von denen keiner etwas dazu berichtet hat.

    Ich hatte übrigens davor ein Hilleberg Soulo, was mir mit 186cm Größe immer zu klein war.

  • Ich hatte übrigens davor ein Hilleberg Soulo, was mir mit 186cm Größe immer zu klein war.

    Das hatte ich vor Jahren beim Probeliegen auch feststellen müssen.

    Außenzelt 1010gr. & Stangen 750gr.

    1.760 g sind für so einen massiven Sturmbunker nicht so schlecht!
    (Das Stangengewicht bezieht sich gewiss auf das aktuelle Drei-Bogen-Zelt?!)

  • Ich hatte übrigens davor ein Hilleberg Soulo, was mir mit 186cm Größe immer zu klein war.

    Das hatte ich vor Jahren beim Probeliegen auch feststellen müssen.

    Außenzelt 1010gr. & Stangen 750gr.

    1.760 g sind für so einen massiven Sturmbunker nicht so schlecht!
    (Das Stangengewicht bezieht sich gewiss auf das aktuelle Drei-Bogen-Zelt?!)

    Ja, gilt alles für das Vern 1. Die Varde Serie kenne ich nicht……

  • Tatsächliche Prozentwerte werden wir in der Realität ja selten haben - weder was das zukünftig eintretende Wetter, noch die reale Zeltstabilität unter den dann herrschenden Bedingungen (Boden, Lage, Windböen, eigene Erschöpfung und Fähigkeiten,...) betrifft.

    Aber wir können uns ja mal probieren ein wenig anzunähern: Daten zu den zu erwartenden Wetterbedingungen können wir uns näherungsweise über verschiedene Wetterportale einholen. Da finden wir zumindest hier und da Spannen der vergangenen mittleren Wingeschwindigkeit je nach Gebiet und Monat - zumindest basierend auf Simulationen. Dazu dürfen wir dann gerne noch einen eigenen Sicherheitsfaktor draufrechnern: eigene Fähigkeit das Zelt auch in schwierigen Bedingungen wirkich gut aufzubauen, ggf. schlechte Bodenverhältnisse, Windböen mit einem Faktor 1,5-2 zur mittleren Windgeschwindkeit,...

    daher zu Situation 1: wenn ich ein Zelt nur für den Durchschnitt, also nicht auch für die sicher auftretenden Windböen, auswähle, dann ist das m.E. definitiv zu leicht geplant. Und das Beispiel mit der Dusche ist ja gut gewählt. Genau da tummeln sich dann alle, die für Hütte und ausreichendes Zelt "zu sparsam" unterwegs waren. - Nur gibt es diese Dusche nicht immer und überall ad hock wenn man noch zu weit von der nächsten Hütte entfernt ist. Und besonders fair ist es den Hüttenwirten und anderen Gästen auch nicht wirklich, wenn für den eigenen Gewichtsvorteil die Sanitäranlagen zu Schlaflagern umfunktioniert werden.

    zu Situation 2: Wenn ich weiß, dass mein Zelt an 5 von 100 Tagen nicht ausreicht (deine 95% Annahme), gehe ich bewusst ein Risiko ein. Und ich gehe gleichzeitig davon aus, dass ich mich weder verletze, noch verzögere und immer rechtzeitig eine Hütte erreiche. Das ist eine riskante Annahme – und im Zweifel verlassen sich solche Planungen auch hier darauf, dass andere für mich einspringen.

    Eine 100%ige Sicherheit werden wir nie erreichen. Aber wir können schon auch Eigenverantwortung übernehmen und uns bewusst ansehen, was die mittleren Windgeschwindigkeiten in Island und Skandinavien inklusive September (darum ging es doch im Thread?) so sein können. Und dann rechnen wir noch einen Faktor für Windböen und typische schlechte Bedingungen dazu und überlegen, welches Zelt da angemessen ist.

  • Ich sehe das ja wie du. Für mich ist nur unklar, wo genau du die Grenze ziehst. 95% ist dir im hiesigen Beispiel noch nicht genug, 100% können wir (zumindest tragbar) wie du auch sagst, nicht erreichen. Aber wo ziehst du die Linie dann, unter der es rücksichtslos/egoistisch/dumm/naiv/etc.pp. ist?

    Und mir geht es hier natürlich nicht darum eine Zahl wie 97,6% aus dir raus zu kitzeln. Mir geht es einfach nur darum, dass es irgendwo diese Grenze gibt. Und die ist nicht so leicht zu definieren – vor allem nicht universell.

  • Da finden wir zumindest hier und da Spannen der vergangenen mittleren Wingeschwindigkeit je nach Gebiet und Monat - zumindest basierend auf Simulationen.

    Ich sehe an dem Gedanken das Problem, dass Windgeschwindigkeiten lokal je nach Gegebenheiten SEHR unterschiedlich sein können. Wenn du dich vor dem Sturm hinter einem Felsen oder einer Spalte, hinter einem Berg gut verstecken kannst, bleibt dir nicht mehr viel davon übrig. Im Gegenzug dazu gibt es Düsenwirkungen an Engstellen oder auf Hügeln die Wind noch verstärken. Das ist ja genau das Problem mit der Aussage, "ich habe mit einem Zelt xyz bei einem angesagten whatever Wind problemlos...". Es bläst im Tal anders als auf dem Gipfel. Wenn du dich auf einer Ebene zB dem offenen Meer, befindest ist das dann sicher etwas anderes. Aber ab einer gewissen Sturmbunkeranforderung ohne Plan B muss man sich halt auch von den UL Sheltern, den TarpTents und Konsorten, verabschieden und was masiveres nehmen. Wenn man in den fiesesten Gegenden Europas rum laufen will, is halt Schluss mit 5kg Baseweight, würde ich vorlaut annehmen.

  • Da finden wir zumindest hier und da Spannen der vergangenen mittleren Wingeschwindigkeit je nach Gebiet und Monat - zumindest basierend auf Simulationen.

    Ich sehe an dem Gedanken das Problem, dass Windgeschwindigkeiten lokal je nach Gegebenheiten SEHR unterschiedlich sein können.

    Richtig, genau deshalb habe ich ja auch mehrfach in dem von dir zitierten Beitrag geschrieben, dass das alleine eben nicht ausreicht ;-).

    z.B. hier:

    "Dazu dürfen wir dann gerne noch einen eigenen Sicherheitsfaktor draufrechnern: eigene Fähigkeit das Zelt auch in schwierigen Bedingungen wirkich gut aufzubauen, ggf. schlechte Bodenverhältnisse, Windböen mit einem Faktor 1,5-2 zur mittleren Windgeschwindkeit,..."

    [... und hier]

    "Und dann rechnen wir noch einen Faktor für Windböen und typische schlechte Bedingungen dazu und überlegen, welches Zelt da angemessen ist."

  • Aber ab einer gewissen Sturmbunkeranforderung ohne Plan B muss man sich halt auch von den UL Sheltern, den TarpTents und Konsorten, verabschieden und was masiveres nehmen.

    Naja nicht zwingend. Es geht auch mit Komfortverzicht und Skills, man denke zb an ein flach wie Flunder aufgespanntes Trailstar oder sowas hier von Tipik  bodennah mit Bivy. Skills wären zb Wetterkenntnisse, Platzwahl, Heringe in schlechtem Boden improvisieren etc. Aber klar, für die meisten stimmt das schon so.

    Aber auch ohne sonderlich erfahren zu sein würde ich ein sehr flaches Shelter einem massiven Sturmbunker vorziehen, den muss man ja auch erstmal erfolgreich aufstellen und vertäuen bevor der was kann. Ich jedenfalls hab die Erfahrung gemacht dass es für mich (176cm groß) besser funktioniert dem Wind möglichst wenig Fläche zu bieten als dem Wind was stabiles entgegenzusetzen.

  • Hier noch ein paar Meinungen und Erfahrungsberichte u. a. zum Enan bei Sturm aus dem Nachbarforum. Letztlich waren es die Beiträge in diesem Thread, die mich zum Kauf des Enans bewegten. Laut Padjelanta waren es damals 97 km/h gemessene Böen.

    Ich entwickle nach den Ausführungen hier zunehmend eine Sympathie für Tarps und ihre Anpassungsmöglichkeiten, hoch, flach je nach Szenario alles möglich. Allein meine schlichte Unwissenheit/Skills hält mich dann doch davon ab. Nach einem langen Tag dann doch lieber die stumpfe Stange rein und fertig Lösung. Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann mal zum Treffen, um von den Meistern des Fachs zu lernen 🤓

    Bin gerade auf das YAMA Cirriform gestoßen. Gibt es hier Erfahrungen zu dem Teil bei reichlich Wind? Die bieten ja auch ein Innenzelt und Bivy an. Das man das Cirriform von allen Seiten schließen kann, finde ich schon praktisch. Und gegenüber dem Protrail von Tarptent wirkt es auch etwas aerodynamischer.

  • Ich setze da auf mein Nortent Vern 1

    Wie viel wiegt denn nur das Fly mit den Stangen?

    Ich hatte da mal für einen anderen Interessenten gewogen:

    Außenzelt 1010gr. Innenzelt 710gr. Stangen 750gr. Footprint 280gr. Häringe kommen je nach Anwendungsfall hinzu. (min. 10 Stk 160gr.)


    Insgesamt etwas schwerer als das Hilleberg Soulo. Kein Ding.

    Der Outdoorbeahr sagt etwa 2,5 kg plus Häringe.

    Nortent Vern 1 - sturmstabiler Geodät für 1 Person - bei outdoorbaehr, 559,95 €
    Das Perfekte Paddel Zelt ;) Das Vern 1 hat mich im Urlaub absolut überzeugt! Für eine Person auf Seekajak Tour ist es nahezu perfekt ausgestattet
    outdoorbaehr.de

    Carsten K.

    Von Problemen mit dem Gestänge beim Vern 1 habe ich noch nichts gehört. Auf der Seekajakwoche hatten wir tatsächlich mal acht Stück dabei ,von denen keiner etwas dazu berichtet hat.

    Ich hatte übrigens davor ein Hilleberg Soulo, was mir mit 186cm Größe immer zu klein war.


    Diese Probleme treten wohl nur im Extremen auf. Einige Youtuber haben das Wohl im Sturm in Schottland auf den Berg gestellt um zu sehen was das Zelt hergibt. An Kopf- und Fußende ist das Gestänge beim Vern1 ja ziemlich flach. Und da legt es der Sturm auch flach, was zu Gestängebrüchen führte. Es ist also scheinbar von Vorteil wenn das Zelt vom Boden weg etwas steiler ist in Richtung 90 Grad oder so. Es ist halt fraglich ob man je in diesen Wetterbedingungen unterwegs ist.

    Nortent Vern 1 (Version 2024) - outdoorseiten.net
    Hallo, ich habe das Zelt kurz vor meiner Wandereise in den UK Lake District von Nortent gekauft. Eigentlich war der Verkaufstermin erst für später angedacht,…
    www.outdoorseiten.net

    Er verwendet wenigstens einen Windmesser und das Video zeigt es ganz gut.

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    Beim "Varde" greift man ja jetzt zu besserem Gestänge von DAC. Die Nortent-Gestänge wurden weitgehend vom Hersteller getauscht, so weit mir das in Erinnerung ist.

  • OT: ich hab die ganzen UK Youtuber die extra im größten Sturm auf den Berg steigen noch nie so richtig verstanden.

    Ich grundsätzlich schon, denn bei der Windmaschine heißt es dann immer "da gibt's keine Böen, da gibts keine Turbulenzen, da gibts keine drehenden Winde".

    So geht es zumindest wenn Hilleberg seine Zelte vor die Windmaschine mit 100 km/h stellt.

    Sinn und Unsinn sind gerade hier schwer zu trennen. 😉 Wegen 20 Gramm....

  • OT klar, dass sind dann echte Bedingungen. Eigentlich ein guter Test. Aber: Ist auch irgendwie nicht realistisch: bei schlechtem Wetter würde man ja irgendwo absteigen und sich zumindest etwas Schutz suchen, und nicht bewusst den am meisten ausgesetzten Ort nehmen.

    Oder man kommt auf einer Tour in Skandinavien oder Island z B in schlechtes Wetter.

    Die Zelte werden ja nicht zur Bespaßung der Youtuber konstruiert und hergestellt.

  • ….wer bei solchen Bedingungen ( 10 Beaufort😳)unterwegs sein will, der sollte eben ein zweites Gestänge verwenden, wie es übrigens auch Hilleberg empfiehlt. Wenn mich so etwas überraschen würde, lege ich das Zelt flach und verbringe eine sichere aber unkomfortable Nacht im Bivistyle. Dank der heutigen digitalen Spielereien ist das aber schon länger nicht mehr nötig gewesen……;)

  • ….wer bei solchen Bedingungen ( 10 Beaufort😳)unterwegs sein will, der sollte eben ein zweites Gestänge verwenden, wie es übrigens auch Hilleberg empfiehlt. Wenn mich so etwas überraschen würde, lege ich das Zelt flach und verbringe eine sichere aber unkomfortable Nacht im Bivistyle. Dank der heutigen digitalen Spielereien ist das aber schon länger nicht mehr nötig gewesen……;)


    Für das Soulo RL empfiehlt Hilleberg ein zweites Gestänge, wenn es längere Zeit Wind über 130 km/h hat. Das ist mein Infostand.

    Ich hoffe ich habe nie solches Wetter. =O

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