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  • Danke für den Hinweis auf das Abrollen, dann spricht das glaube ich gegen Trailrunner.

    Es spricht maximal gegen Zero-Drop (Nullsprengung). Man kann aber auch mit Altras über die Ferse abrollen, speziell mit den mittel- und starkgedämpfen Modellen, also Lone Peak und Olympus. Beide haben in den aktuellen Versionen eine Vibram-Sohle, die zu empfehlen ist.

    Wieso eigentlich diese Fixierung auf Trailrunner? Ist es wegen dem Gewicht oder der Dämpfung oder weil ihr eher rennt als geht? Weil wg Gewicht bekomme ich auch Wanderschuhe mit 302g, zB hier

    Bei nem zB Altra Olympus 6 bin ich auch bei 345g?

    Leicht und luftig! Das ist toll. Bei Altras dann noch die breite Zehenbox. Wenn man das mal gewohnt ist, will man sich keine Klumpstiefel mehr antun.

  • Ein Mittelding, was wenig Eingewöhnung braucht, wären Trailrunner von Salomon oder La Sportiva. Da müsste es für dich aber schon wide fit sein, sprich La Sportiva Bushido 3. Mit 30mm gut gedämpft und recht steife Sohle, griffige Außensohle.

  • Damit verschleißt die Dämpfung allerdings im Zeitraffer.

    Man muss ja nicht Vollgas mit der Ferse einstechen. Ich geh praktisch nur noch mit Barfußschuhen und setze beim normalen Gehen meistens flach mit der Ferse auf. Ist also eher eine "Ganzfuß-Technik".

    Wie dem auch sei, Trailrunner mit Spreizung gibt es in Massen. Nur mal als Beispiel:

    https://www.bergfreunde.de/trailrunningschuhe/

    Beste Methode für Schuhe ist immer noch mal in einen Laden zu gehen und anprobieren, wobei Trailrunner im Prinzip Turnschuh auf Steroiden sind und daher relativ unproblematisch sein sollten.

    Wirklich wichtig ist eine gute griffige Sohle zu haben! Deswegen mein Verweis auf Vibram. Die Hausmarke-Sohle meiner alten Altra Superior (altes Modell) haben einen richtig schlechten Nassgrip und hätten mich mal fast das Leben gekostet.

  • Als ich - vor vielen Jahren - von den Meindl Bergkloppern auf flache Schuhe und schließlich Nullsprengung (Altra LP und Merrell Trailglove) umgestellt habe, ging das über mehrere Jahre in Etappen. EDIT: das war zunächst kein Plan, sondern "passierte", weil ich mich immer nur den jeweils nächsten Schritt getraut habe.
    Mir wichtig erscheinendes Element: Füße/Sehnen/Muskulatur Zeit lassen - besonders Sehnen brauchen Zeit.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • die Michelin Sohlen

    Kann ich nicht beurteilen. War mir nicht mal bewusst, dass es diese gibt. Die Altra-Hausmarke-Sohle, die auf den damaligen Superior verbaut waren, waren jedenfalls sogar Altra offenbar zu schlecht, weil jetzt haben die andere. Hab ein neues Paar gerade erst bekommen, konnte sie aber noch nicht testen.

    Mir wichtig erscheinendes Element: Füße/Sehnen/Muskulatur Zeit lassen - besonders Sehnen brauchen Zeit.

    Ja, aber keine Jahre. Ich hab mir seinerzeit Barfußschuhe zugelegt und die einfach im Alltag getragen. Das einzige Zipperlein habe ich mir zugezogen durch anfänglich alberne Lauftechnik, also die Ferse gar nicht mehr verwenden und nur am Ballen laufen. Das war Käse. Eher flach aufsetzen, durchaus mit leichtem Ferseneinsatz, war für normales Gehen die Lösung. Ein paar Monate, vielleicht ein halbes Jahr, muss man trotzdem grundsätzlich einplanen für die Anpassung von Sehnen.

  • Also ich möchte keine anderen Schuhe mer zum Wandern benutzen, als die Altra Lone Peaks.

    Die breite Zehenbox und der Rest des Schuhs, haben bei mir keine einzige Blase mehr Produziert, seit ich sie nutze. Ich lasse Blasenpflaster seit dem, komplett zu hause.

    Die Meshoberfläche finde ich ebenfalls unschlagbar… Sie läßt zwar Feuchtigkeit sehr schnell hinein, aber nach einer Stunde weiterlaufen, auch wider hinaus, inklusive Fußschweiß. Absolut klasse, nie feuchte Füße, solange es außen trocken ist!

    Archillessehnenprobleme habe ich tatsächlich davon (?) bekommen, aber seit ich Kinesiotape benutze, um die Sehne anzukleben und auf der ersten Etappe kilometermäßig nicht übertreibe, geht es.

    Ich verstehe allerdings nicht, wie man anders laufen kann, als man tut. Ich habe versucht, mit den Ballen, oder dem Mittelfuß zuerst aufzutreten, aber das funktioniert bei mir überhaupt nicht.

    Auf jeden Fall bin ich von den Lone Peaks überzeugt, als die bequemsten Schuhe, die ich je getragen habe. Wenn sie nicht derart Scheiße aussehen würden, wären es auch meine Altagsschuhe.

  • Ich verstehe allerdings nicht, wie man anders laufen kann, als man tut. Ich habe versucht, mit den Ballen, oder dem Mittelfuß zuerst aufzutreten, aber das funktioniert bei mir überhaupt nicht.

    Naja, man hat sich eine spezielle Art des Laufens und Gehens angewöhnt. Das lässt sich halt auch ändern, dauert nur etwas das alte Programm zu überschreiben

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Ich will mal kurz einwerfen, als Barfußschuh-Läuferin seit an die 20 Jahren, dass ich anfangs auch diese ganzen Artikel und Infos durchgelesen habe zum angeblich notwendigen anderen Laufen, aber das de facto nie umgesetzt habe, sondern einfach gelaufen bin mit den Schuhen, die ich mochte und die mir behagten.

    Bis vor einigen Jahren hatte ich mal aus Versehen den meistgelesenen (deutschsprachigen) Blog zum Thema „Barfußschuhe beim Wandern“, der hatte eigentlich ursprünglich ein anderes Thema und ist schon lange off und bleibt es auch. Darin gab ich ebenfalls wieder, was halt so kolportiert wurde, der Mensch sei früher anders gelaufen, siehe auch alte Gemälde, Babies, etc. pp. Dies ist nicht mehr der aktuelle Stand und wird heute deutlich hinterfragt (Vorderfußgang). Einer schrieb‘s vom anderen ab.

    Also, man muss da nicht so ein Riesending draus machen. Ja, ohne Dämpfung und Sprengung zu laufen ist für die meisten Menschen ungewohnt, aufgrund bis dahin anderem getragenen Schuhwerk. Auf jeden Fall muss man sich umgewöhnen und sollte das nicht auf der ersten 40km-Tour machen.

    Aber man muss nicht künstlich irgendein waghalsiges neues Gehen etablieren. Das passiert durch die neuen Schuhe und *im Gelände*! dann automatisch. Ich behaupte, es geligt keinem, gegen die Gewohnheit jetzt plötzlich jeden Schritt anders zu machen und bewusst zu kontrollieren. Sieht auch ziemlich albern aus und könnte das Umfeld erheitern bis besorgen.

    Einfach langsam angehen lassen, und die Füße machen dann zunehmend wieder das, was sie natürlicherweise einfach können. Was eben viel, viel mehr ist als in „Klumpschuhen“.

    Dies nur ergänzend, war ja hier eigentlich nicht gezielt die Frage.

  • Ja, nur wie und womit?

    Einfach barfuß draußen rumlaufen oder gehen.

    Setzt man die Hacke zuerst auf, so wird es irgendwann weh tun, wenn man auf einen Stein oder so tritt, weil man dann das Gewicht nicht verlagern kann.

    Setzt man den Mittelfuß zuerst auf, so lässt sich leicht das Gewicht verlagern und es tut nicht weh.

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Mal als Update:

    ich habe zwischenzeitlich ein paar Schuhe anprobiert, leider waren mir viele auch in der breiten Ausführung zu schmal. Ich habe nun im Angebot ein Paar TOPO Ultraventure 4 gekauft, die sehr bequem sitzen und einen breiten Vorfuß haben. Dennoch etwas Drop, wenn auch etwas weniger als andere Modelle. Schien mir für den Preis eine gute Gelegenheit zum testen zu sein. Ich werden sie jezt mal auf untechnischen Wanderungen ausprobieren und schauen, ob mir das Konzept zusagt :)

  • Ja, nur wie und womit?

    Einfach barfuß draußen rumlaufen oder gehen.

    Setzt man die Hacke zuerst auf, so wird es irgendwann weh tun, wenn man auf einen Stein oder so tritt, weil man dann das Gewicht nicht verlagern kann.

    Setzt man den Mittelfuß zuerst auf, so lässt sich leicht das Gewicht verlagern und es tut nicht weh.

    Ich habe versucht, das Gehen mit Barfussschuhen in den letzten Tagen bei mir zu beobachten.

    Sprinte ich, ist es ein reiner Vorderfusslauf, egal ob Absatz am Schuh oder nicht. Das dürfte sich bei allen Sprintern genau so verhalten.

    Jogge ich, ist es mit Barfussschuhen eine Körpervorlage aus der Senkrechten heraus nach vorne ,mit Mittelfusslaufen und stärkerer Hüftdrehung. Ohne diese Hüftbewegung sehe ich sehr viele Menschen laufen. Der Oberkörper bleibt relativ steif und hauptsächlich die Beine bewegen sich. Das insbesondere bei Menschen mit Bandscheibenproblemen in Schonhaltung. Jogger mit stark gepolsterten Hacken neigen zu langen Schritten voraus, kommen dabei vor dem Körperschwerpunkt zuerst mit der Hacke auf und bremsen ihre Vorwärtsbewegung sozusagen bei jedem Schritt selbst. Schlecht für Achilles, Knie, Hüfte, Rücken, wenn auch im Wettkampf möglicherweise überlegen, da kenne ich mich zu wenig aus.

    Laufe ich, rollen meine Füße auch mit Barfussschuhen selbstverständlich ab, kein Mensch macht mit den Dingern Vorderfusslauf, blöde Idee. Mit einer kleinen aber sehr weitreichenden Abweichung. Auch hier habe ich eine kleine Körpervorlage, komme tendenziell eher mit dem Mittelfuss auf. Den Schritt verlängere ich bei Eile nicht nach vorne, sondern schiebe den Fuss eher lang nach hinten weg. Das ist wenig, sieht aber bereits ungewohnt tapsig aus, weil es nicht mehr eine ganz runde, rollende Bewegung ist.

    Der Vorteil mit Barfussschuhen für mich : die Achillessehnen werden besser gedehnt, die Dauerreizung nach Jahren verschwunden. Die ganz leicht veränderte Körpergeometrie plus deutlich mehr Hüftbewegung ( und wer will dagegen schon was sagen?) führt zur Entlastung meines Rückens, der Bandscheibenvorfall ist beherrschbar geworden. Ich kann plötzlich wieder weit wandern, klettern....

    Nur eines geht gar nicht mehr. Festes, stark beengendes Schuhwerk. Ich habe das Glück, solches beruflich nicht unbedingt zu benötigen.

    Dünne Sohle und Steine?

    Klar, ein Problem. Kilometerlang grober Splitt tut weh, auch lange Strassenstrecken können zur Qual werden. Muss man halt abschätzen, was am Ende mehr zählt, einen Tod stirbst du immer.

  • Nö, die Achillessehnenentzündung, die jahrelang nicht mehr weggegangen ist habe ich mir initial am Dachstein geholt.

    Ein paar Tage mit Schlosserei vom Parkplatz zur Hofpürgelhütte und darüber hinaus in die Wände.

    Mit leichteren Zustiegsschuhen, nix ultrafettes.

    Dann mit Absatztretern im Alltag weiter und das ist dann einfach nicht mehr abgeheilt.

    Die Meindl Petfect habe ich danach ganz fix verkauft 🤷🏻

  • Ich bin ja grundsätzlich der Meinung, dass es Sinn macht, sich bei Ausrüstungsgegenständen wie Zelten, Schlafsäcken und Schuhen weniger aufs Geld sondern eher auf die Funktion zu konzentrieren. "Kauf dir was anständiges ggf von einer guten Marke und habe lange Deinen Spaß damit".

    Leider scheint das bei den Schuhen so nicht mehr zu funktionieren. Zuletzt, "Meindl - Literock GTX Approachschuhe", 180€, nach 1 Jahren war die Sohle durch. Also nicht wegen 1000km Weitwandern, sondern eher mal am Wochenende getragen und und als Sesselfurzerjob-Alltagsschuhe bei miesem Wetter. Für 150€ neu besohlt, same same, ein Jahr später wieder Sohle durch und Membran hinüber... Das ist jetzt auch nicht das erste mal so & ging bei 2 Vorgängern (ähnliche Schuhe, andere Marken) nicht anders

    Dachte mir jetzt - wenn eine an sich sinnvoll anmutende Strategie trotz Variation nicht auf geht, probiere mal das Gegenteil...

    Habe mir jetzt bei Decathlon die Quechua: Wanderschuhe Herren leicht - MH500 Light grau (das Paar in 42 - 680g -> 340g -> ~60€) besorgt und bin damit den Fishermans Trail gelaufen (~180km):

    • die Schuhe haben es gut überlebt
    • das Mesh ist dünn genug dass nur der allerfeinste Sand durch kommt - kein Problem damit (mit Gaiters)
    • laufen sich leicht und luftig, nicht schwitzig
    • ein seltsames Problem hatte ich sie drücken hinten an der unteren Ferse (?? hatte ich noch nie sowas - vielleicht kennt sich einer von euch aus hier?) nach km ~15 was ich als Schuh Anfänger auf geringe Sprengung und Dämpfung zurückführe?? Wenn man die Schnürung locker macht hat man das Problem nicht, aber dann schwimmt man halt recht

    Mein Feedback ist somit durchwachsen. Bin mir nicht sicher ob das Drücken daran liegt dass ich das viele Laufen auf Sand nicht gewöhnt bin oder die Schuhe Mist. Daheim am Hausberg war alles ok. Andersrum bin ich aber nicht überzeugt wieder 180€ für Meindl und Konsorten hinzulegen wenn man da keine 1000km drauf bekommt. Ich denk auch das die Vibram Sohle einfach nicht für Strecke sondern für "Klebrigkeit"/Haftung ausgelegt ist

    Einmal editiert, zuletzt von WonderBär (1. Dezember 2025 um 08:48)

  • WonderBär ich habe die Schuhe auch. So finde ich sie nicht schlecht...die Sohle ist griffig das Material lässt zwar Wasser durch trocknen aber schnell. Allerdings finde ich sie nach ca 20km in Deutschen Wald/Forstautobahn naja was man so findet recht hart und meine Gelenke fangen an zu schmerzen trotz 6-8 km Pausen mit Gym usw. Wenn ich weitere 10km damit gehe dann fühlt sich mein Fuß heiß an und gefühlt angeschwollen. Was auch an keinem regelmäßigem Training liegen mag aber ich finde sie bis auf Sohle und Material ganz ok den Rest hab ich beschrieben. Bin bis jetzt ca 300 km damit gelaufen, dachte schon mach mal Schuhspanner rein aber da glaube ich findet das Material es nicht so gut. Für um den Berg laufen ok für weiter eher nicht. Mit Ferse hatte ich nichts, meist ab Mittelfuß nach vorn das kann ich dem Schuh zuordnen. Ich probiere es jetzt mal mit günstigen Barefoot und 2 unterschiedlichen von Keen einmal Wanderschuhe wo viele von angetan sind und ein Paar Hibryd Trailrunner

  • So ein Schuh wie der Literock ist nicht dazu gemacht viele km runter zu schrubben. Eher für viele Hm in eher technischem/felsigen Gelände. Für waldautobahnen zu steif und zu wenig gedämpft für mich.

    Trotzdem sind solche Schuhe meine erste Wahl am Berg. Um die Dämpfung zu verbessern mach ich andere Einlagen rein. Dann überleben meine Füße auch die langen Tage.

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