Hobo Kocher am Start?

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  • als Anzündhilfe beim Bushbuddy gerne einen halben Esbitwürfel

    Das ist das Schöne am BB Mini, der ist unten offen. Ich nehme da ein Stück Birkenrinde, zünde es an und stelle den BB oben drauf. Das funktioniert immer. Bislang jedenfalls. Egal welches Wetter.

    War gerade auf einem Overnighter, nachdem es eine ganze Woche geregnet hatte. Und selbst da hat es dann die ganze Nacht geregnet. Da man so wenig Feuerholz benötigt, findet man eigentlich trotzdem immer irgendwas trockenes. Oder was das halt trocken genug ist. Hängt natürlich vom Wald ab.

  • Das „Problem“ bei den kleinen Hobos ist, dass sie nur mit wirklich trockenem Holz in Kleinstform funktionieren. Sind die Stöckchen nass oder auch nur feucht, reicht die Große der Brennkammer nicht aus, um das Holz während des Brennvorgangs komplett zu trocknen.

    ...

    Ja, das hat mein Test mit feuchtem Laubholz auch ergeben. Ich konnte zwar ein (nicht sehr heißes) Feuer am laufen halten, aber an Kochen darauf war mangels Glut nicht zu denken. Außerdem mussste der Kleine von oben beschickt werden, weil die seitliche Öffnung viel zu klein ist.

    Also eher Kathegorie Fehlkauf.

    Grüße Azes

  • Das „Problem“ bei den kleinen Hobos ist, dass sie nur mit wirklich trockenem Holz in Kleinstform funktionieren. Sind die Stöckchen nass oder auch nur feucht, reicht die Große der Brennkammer nicht aus, um das Holz während des Brennvorgangs komplett zu trocknen.

    ...

    Ja, das hat mein Test mit feuchtem Laubholz auch ergeben. Ich konnte zwar ein (nicht sehr heißes) Feuer am laufen halten, aber an Kochen darauf war mangels Glut nicht zu denken. Außerdem mussste der Kleine von oben beschickt werden, weil die seitliche Öffnung viel zu klein ist.

    Also eher Kathegorie Fehlkauf.

    Grüße Azes

    Der Bushbuddy UL mit Esbit-Starthilfe schafft das gut. Hab letzte Woche nicht auf die Uhr geschaut, aber die Kochzeit fürs Wasser kam mir nicht verlängert vor, einigermaßen trocken waren nur ziemlich dünne Ästchen, fingerdick und mehr war feucht. Um eine Nachladung zum Brennen zu bekommen, musste ich gelegentlich etwas pusten, aber ansonsten top.

  • Vaseline eingeriebene Baumwollbällchen als Feuerstarter dabei.

    Kann ich bestätigen, funktioniert super und kaum günstiger/leichter hinzukriegen. Wichtig : ohne Vaseline brennt Baumwolle zu schnell, als dass es als Feuerstarter herhalten kann. Statt Vaseline kann man auch Paraffinwachs benutzen, ist teurer schmiert aber weniger als Vaseline.

  • Statt extra Baumwollbällchen zu kaufen, kann man auch das Zeug aus dem Flusensieb vom Wäschetrockner nehmen, so man einen hat. Das stinkt aber furchtbar. 😅😂

    Und ja, die Vaselinebällchen sind ne ziemliche Sauerei. Die tu ich deswegen immer in einen kleinen Ziplock-Beutel.

  • Moin allerseits,

    ich finde diese kleinen Kamine durchaus sehr charmant: Ein offenes Feuer mit entsprechend wohligem Geruch, kein Gaskartuschen-Müll, Ruhe, Besinnlichkeit. Aber wie sieht das in der Praxis wirklich aus wenn die Bedingungen nicht ideal sind – wir also nicht wie im Mittelmeerraum Zugriff auf ausgedörrtes Zweigwerk haben, was sich begeistert den Flammen übergibt?

    Für eine Fjelltour kommt es vermutlich wegen Brennstoff-Knappheit ohnehin weniger in Frage(?) und ist eher etwas für Wald- und Wiesenlandschaften. Aber was wenn es wirklich nass ist?

    Ich nehme mal beispielhaft so einen Klassiker der Wanderei, bei dem ich so einen Kocher durchaus sehe: Bohusleden. Viel Wald. Gestrüpp etc.

    Kriegt man damit auch nach ordentlich Regen sein Abendbrot zuverlässig warm? Braucht es dazu stundenlanges Stöbern nach den letzten verbleibenden trockenen Hölzern? Oder artet das in eine einstündige Zündelei aus, die am Ende den inneren Feuerteufel befriedigt aber das Wasser nur mit viel Zuspruch auf 50 °C erwämt? :D

    PositivDenken Du sagst du nutzt es viel und wohnst und wanderst primär in Schweden, wenn ich das recht überblicke? Siehst du sowas auf dem Gröna Bandet z.B.?

    Einmal editiert, zuletzt von Bohnenbub (7. November 2025 um 15:27)

  • Bohnenbub : ich konnte in Norwegen zwar keine längeren Touren machen, hatte auf meinen drei- bis viertägigen Nordmarka-Touren rund um Oslo sowie auf zahlreichen Overnightern und Tagestouren (dann auch zum Grillen) fast immer den Pico 239 dabei (damals war hatte ich schon von ul gehört und war am Umstellen - und im Vergleich zum vorherigen Benzinkocher war der Pico, mit Dosenspirituskocher und kleiner Spiritusflasche als Backup, schon ein deutlich leichteres System!). Den habe ich nur nicht in Holzbetrieb genommen, wenn es von der Trockenheit zu gefährlich gewesen wäre, ansonsten war es in diesem Waldgebiet nie ein Problem, genügend so trockene Äste zu finden (ganz ohne Starthilfen, da genügend Kamineffekt). Bei Regen habe ich meistens die trockenen Tannen- und Fichtenäste in Stammnähe abgebrochen, die waren immer trocken genug, rußt halt etwas mehr, war mir aber egal (Outdoorkessel auf norwegisch heißt svartkjele, aus gutem Grund, einmal schwarz macht man die nicht mehr sauber ;)). Das Backup habe ich nur selten gebraucht, eigentlich nur, wenn ich, z.B. bei Regen, am Morgen keine Lust hatte, aus dem Zelt zu kriechen und lieber in der Apsis gekocht habe. Nichts desto trotz waren Hobos damals (2012-2014) wenig verbreitet, meine norwegischen Freunde, die das Ding kennengelernt hatten, waren aber alle begeistert.

    Auf der Hardangervidda (war keine langtur, sondern hatte mein Zelt stationär in der Nähe von Finse aufgestellt und von dort aus Tagestouren gemacht) hatte ich genügend Spiritus dabei. Etwas weiter unten hätte es aber schon wieder gereicht für den Hobobetrieb.

  • Hier bei uns im Laubwaldgebiet (Buchenwälder) ist so ein kleiner Wicht nicht wirklich effektiv.

    ZB. in Mcpomm im Kieferngebiet wird das schon ganz anders aussehen. Kiefer hat meines Wissens die geringste Zündtemperatur aller heimischen Baumarten.

    Werde ich nächstes Jahr mal testen.

    Grüße Azes

  • Kriegt man damit auch nach ordentlich Regen sein Abendbrot zuverlässig warm? Braucht es dazu stundenlanges Stöbern nach den letzten verbleibenden trockenen Hölzern? Oder artet das in eine einstündige Zündelei aus, die am Ende den inneren Feuerteufel befriedigt aber das Wasser nur mit viel Zuspruch auf 50 °C erwämt?

    Gerade gestern war ich den ganzen mit einem Freund zum Filmen draußen im Wald. Am Ende vom Tag sollte es zwei warme Mahlzeiten auf dem Hobo geben. Trotz Sonnenschein übern gesamten Tag, war fast alles im Wald durchgehend feucht.
    Ich habe ungefähr ein 3/4 Stunde nach trockenem Holz gesucht und das sogar noch gespalten, um auf entsprechende Oberflächen zu kommen.
    (Ich wollte halt ein „gutes“ Feuer)

    Ohne Säge und Spaltwerkzeug hätte das wahrscheinlich mit dem Pico-239 mit viel Rauch auch noch irgendwie geklappt. Aber schön wäre anders.
    Nur mit den kleinen trocken Anzündhölzchen hätte man wahrscheinlich mit der Zeit auch einen halben Liter zum Kochen gebracht. Aber es funktioniert nicht mal eben von alleine.

    Für eine Fjelltour kommt es vermutlich wegen Brennstoff-Knappheit ohnehin weniger in Frage(?)

    Ich habe einmal im September, mit dem wenigen Totholz, was dort oben zu finden ist, einen Liter Wasser zum Kochen gebracht. Der Lagerfeuer-Spaß hat annähernd eine Stunde gedauert und ich habe permanent für Luftzufuhr sorgen müssen. (#3 kind of fun)

    Als Backup ist so ein Pico-239 mit eingebautem Gasbrenner schon ganz praktisch, nur leicht ist leider anders. :(

    VG. -wilbo-

  • Du sagst du nutzt es viel und wohnst und wanderst primär in Schweden, wenn ich das recht überblicke? Siehst du sowas auf dem Gröna Bandet z.B.?

    Ich wohn in der Nähe von Stockholm. Hier ist überall Wald. So er denn noch nicht abgeholzt oder vom Borkenkäfer zerfressen ist.

    Und nee, auf dem GB würde ich mir das nicht antun. Ich zelte eigentlich am liebsten über der Baumgrenze. Und dann allein schon der ganze Ruß … weiß nicht.

    Auf meinen beiden GBs hab ich sogar Gas benutzt, obwohl ich das eigentlich nicht leiden kann. Nicht zuletzt aus den von dir genannten Gründen.

    2 Mal editiert, zuletzt von PositivDenken (8. November 2025 um 15:15)

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