Flammenlose Kochsysteme

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  • Moin

    In ein paar Wochen wollte ich eine Tour im Schwarzwald machen und die dortigen Trekkingcamps nutzen. In der FAQ steht, dass man bei hoher Waldbrandgefahr kein offenes Feuer betreiben darf (Und das gilt auch für Spiritus/Gas Kocher). Im Moment ist das ja leider der Fall.

    Hat schon mal jemand Erfahrungen mit den flammenlosen Kochsystemen von Barocook gemacht ? (https://barocook.net)

    Mir geht es einfach nur darum, Wasser warm zu machen, richtig kochen tue ich nicht.

  • Hi,

    es gibt auch Möglichkeiten, Wasser bzw. Nahrung ähnlich des Prinzips einer Taschenheizung im Winter (ich glaube durch zwei unterschiedliche Chemikalien in dem Pad) zu erhitzen. Wird auch von manchen Armeen für deren EPA verwendet.

    Hier siehst Du was (ähnliches), was ich meine:

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    Steht zumindest bei, das damit das Wasser für deren Fertignahrung erhitzt werden kann.

  • Ich stelle mir die Frage, ob ein Spiritusbrenner im Cone als offenes Feuer zählt. Von außen ist jedenfalls keine Flamme zu sehen.

    Ja, auch Spiritusbrenner zählen eindeutig zur Kategorie offenes Feuer.

    Bei der Definition, spielt es keine Rolle, ob die Flammen von außen sichtbar sind oder nicht.

    Spiritusbrenner sind sogar besonders kritisch. Wenn der Kocher umfällt, warum auch immer, läuft der Spiritus aus, und entzündet sich.
    Ich weiß. Man könnte jetzt einen Spirituskocher mit Keramik- oder Carbonvlies verwenden, sodass der Spiritus nicht auslaufen kann.

    Aber auch da besteht ja die Gefahr, dass die offenen Flammen bei unsachgemäßen Gebrauch, zu einem Waldbrand führen können.

    Von den oben genannten Möglichkeiten, aus dem Bereich des Militärs mal abgesehen, ist einfach nichts erlaubt, womit man Wasser oder Essen erhitzen könnte.

    Wenn du dir dann trotzdem was mit einem Gaskocher zubereitest und alles geht gut und keiner erwischt dich, gilt wie immer, wo kein Kläger, da kein Richter.

  • Also beim Gas ignoriere ich solche "Allgemeinverfügungen". Mit einem Jetboil o ä würde ich sogar im Zelt kochen. Narrensicher.

    Spiritus ist ein No-Go. In manchen Fällen, wie in Hütten mit "Spaltenboden" eigentlich ganzjährig.

    Eine gute Alternative für kurze Touren wären die Flameless-Heater der MRE (Meal-ready-to-eat) der US-Armee. Die werden auch immer mal vertickt, bleiben ja massig übrig.

  • Wenn der Spirituskocher mit Fleece über einer Alufolie steht, kann man den prima auf dem

    Tisch der Trekkingplätze betreiben ohne das was abfackelt, weil es dann weit weg von der

    Vegetation ist. Dann ist das auch sicher.


    Gruß Konrad

    Dauerdraußenschläfer

  • Wenn der Spirituskocher mit Fleece über einer Alufolie steht, kann man den prima auf dem

    Tisch der Trekkingplätze betreiben ohne das was abfackelt, weil es dann weit weg von der

    Vegetation ist. Dann ist das auch sicher.


    Gruß Konrad

    Das wird aber an die Sicherheit eines Gaskochers (An/Aus) nie herankommen. Das kann man sich schönreden wie man will. Es ist trotzdem eine brennende Flüssigkeit und wenn man zu viel im Filz hat, läuft es auch raus.

    Grundsätzlich ist das Thema aus meiner Sicht eher theoretischer Natur. Es finden sich in Europa so viele verdichtete Wendeplätze, Holzlagerplätze, Kranplätze vor den Windrädern (müssen verdichtet sein!) und natürlich Ortschaften und, und, und, dass man immer zeitnah seine Mahlzeite nachholen kann. Oder ich koche eben schnell im Zelt.

  • In den Regeln zu den Trekkingcamps für den Soonwaldsteig sind auch Gaskocher oder Feuerzeuge bei Waldbrandgefahr verboten.

    Diese Systeme von Tactical Foodbag usw sind interessant. Die dürften ja auch mit selbstgemachten Mahlzeiten in Gefrierbeutel funktionieren. Die halten ja teilweise auch 100 Grad aus:/


    Die Heizelemente aus MRE oder Tactical Foodbag sind wohl ähnlich in der Funktion oder sogar gleich.

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    Das ganze Gedöns ist dann natürlich SCHWERer ^^

    Das ganze ist eher aufwärmen, als Kochen.

  • Hat schon mal jemand Erfahrungen mit den flammenlosen Kochsystemen von Barocook gemacht ? (https://barocook.net)

    Ich nutze die Barocook Mug seit ein paar Jahren sporadisch, vor allem wenn es was warmes sein soll aber eine hohe Waldbrandstufe herrscht.
    Die Mug ist mit 400 ml angegeben, das tatsächliche Fassungsvermögen liegt aber bei maximal 360 ml.
    Zum Kochen bringt man das Wasser damit nicht, aber es wird ausreichend warm für typische Trockennahrung. Beschafft habe ich die Mug mitsamt den Hitzepads schon vor einigen Jahren direkt über deren damaligen Shop. Der war damals aber noch deutlich verständlicher und vertrauenserweckender als der aktuelle. Was auch noch wichtig zu wissen ist: Die Hitzepads sind nicht unbegrenzt haltbar und verlieren dann einiges an Leistung.

  • Ich hab vor Jahren mal mit MRE rumgehampelt ( war halt ein Geschenk der Amerikaner), sehe ich beim zivilen Wandern als relativ zweckfrei an.

    Ich würde im Sommer einfach auf Kochen verzichten, Coldsoaken oder schlicht BWK (Brot-Wurst-Käse). Bei Kälte finde ich die Regelungen allerdings auch ziemlich ärgerlich.

  • Naja, Kälte heißt ja nicht gleich dass es nicht trocken sein kann. Ich denke mir einfach, die Regeln und Warnstufen vor Ort sind schon verantwortungsvoll von jemandem, der sich dort besser als ich auskennt, definiert worden - als Gast halte ich mich einfach an die lokalen Regeln und freue mich dass ich überhaupt dort sein kann. Das bricht mir jetzt keinen Zacken aus der Krone.

  • Naja, Kälte heißt ja nicht gleich dass es nicht trocken sein kann. Ich denke mir einfach, die Regeln und Warnstufen vor Ort sind schon verantwortungsvoll von jemandem, der sich dort besser als ich auskennt, definiert worden

    Davon würde ich nicht zwingend ausgehen.

    Die Schilder bleiben halt stehen bis wieder jemand Zeit hat sie wegzuräumen.

    Beim diesjährigen "Feuerverbot" in Schweden waren Gaskocher übrigens ausgenommen. Ich glaube in Schweden wird mehr nachgedacht!

  • Ich habe mehrere verschiedene Barocook-Varianten. Ich find' die Klasse, wenn ich einfach nur mit dem Zug und ggf in Hotelzimmern unterwegs bin - wenig Sauerei, kein Thema mit Brandmeldeanlagen und ne Raviolidose oder ähnliches auf passable Temeratur bringen klappt.

    Bei Tütensuppe kann's aber schon blöd werden - wenn da Stärke zum Binden drin ist, wird's nicht wirklich heiß genug. Mit MRE, die zum aufgießen mit heißem Wasser gedacht sind (bzw. selbst gemachten Varianten davon), gibt's aber keine Probleme.

    Wenn das für dich passt, ist's eine gute Anschaffung, wenn auch die Heizpads relativ teuer sind.

  • Ich würde im Sommer einfach auf Kochen verzichten, Coldsoaken oder schlicht BWK (Brot-Wurst-Käse). Bei Kälte finde ich die Regelungen allerdings auch ziemlich ärgerlich.

    So sehe ich das auch, auf warme Mahlzeiten verzichten, oder eben, wie schon geschrieben, in Ortschaften vorher warm essen.

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