Sun-Hoody? Nur welcher...

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  • Hike-a-Bike Oh, sorry. Abgesehen von Outdoor Works habe ich mich nie umtun müssen. Dann wird die Frage hoffentlich zumindest mit einem europäischen Händler gelöst. Sonst kannst Du sie natürlich auch mal anschreiben - die haben ja anscheinend einen guten Draht zu OR.

  • Habe mir, aufgrund dieses Threads, den Sun Hoodie „Caperlan“, von Decathlon gekauft und habe ihn derzeitig im Einsatz!

    Wer in einem Decathlon Laden nachschaut, muss im Angelbereich danach suchen. Habe mir einen Wolf gesucht, bis ich dann einen Verkäufer gefragt habe, der einen anderen gefragt hat, der eine andere gefragt hat und sie hat dann die zündende Idee gehabt, doch mal im Angelbereich zu schauen!

    Entweder hast du ganz viele zum Kaufen geinfluenct oder Decathlon tut decathlon Dinge, denn aktuell ist der in allen Farben und Größen nicht verfügbar.

  • Also ich habe selbst bei krassester, mehrtägiger Sonneneinstrahlung im Hochgebirge keinen Sonnenbrand mit dem Echo bekommen. Scheint eine konservative Einschätzung durch OR zu sein. Vielleicht hat das rechtliche Gründe.

    Das kann gut sein. Also ich hab bisher auch noch keinen Sonnenbrand darunter bekommen.
    Kann auch sein, dass es in Wirklichkeit etwas höher ist. Kann auch sein, dass es sehr auf den Hauttyp ankommt.

    Jetzt rein von den Zahlen her: https://uv-schutz.hohenstein.de/de/textiler-uv-schutz/ sieht es mit UPF20 eigentlich auch schon ganz gut aus.
    Bei Hauttyp 2 sind es 3-6h und Hauttyp 3 schon 6-10h . Das dürfte auch für die meisten Touren reichen.

    Glaube nur nur Haupttyp 1 sollte man vielleicht auf höheren Schutz setzten.

  • Also ich habe selbst bei krassester, mehrtägiger Sonneneinstrahlung im Hochgebirge keinen Sonnenbrand mit dem Echo bekommen. Scheint eine konservative Einschätzung durch OR zu sein. Vielleicht hat das rechtliche Gründe.

    Kann mich dem glücklicherweise nur Anschließen. :)

    Nach den letzten Tagen noch mal ein paar konkrete Daten:

    Nach annähernd 24h in Bewegung auf über 4000m (und Besteigung von sechs Viertausendern) mal wieder Null Anzeichen von Sonnenbrand. :)

    Und da hab ich aufgrund mangelnder Bedeckung und entsprechender Wärme den 1/4 Zip fast ausschließlich Solo getragen.

    PS: Selbiges gilt für den OR Ubertube!

  • Kein Sonnenbrand bedeutet nicht, keine Schädigung durch die Sonne erhalten zu haben. Es heißt nur, dass UVB-Strahlen ausreichend geblockt wurden. Diese sind anteilig deutlich geringer vorhanden als UVA-Strahlen. UVA-Strahlen, zwar schwächer als UVB, dringen in die tieferen Hautschichten ein, führen zu schnellerer Hautalterung und können ebenfalls Hautkrebs verursachen.

    Ich würde also gerade in den Bergen (pro 1000m nimmt die Intensität der Strahlung durch verschiedene Effekte um 10% zu, Schnee und Eis reflektieren zusätzlich) und bei dauerhafter Exposition nur noch geprüfte Shirts anziehen.

    Unter LSF50 geht doch hier sonst auch keiner in die Berge, oder?

  • Bin die Tage über einen Vergleich von 27 Sunhoodies auf YouTube gestolpert (hier auch als Blogbeitrag mit allen Daten) und ich denke eine Erwähnung hier bzw. die Daten passen gut in diesen Thread. Die Sunhoodies aus unterschiedlichen Materialien wurden hinsichtlich ihrer Atmungsaktivität, Trocknungszeit, Kühlfähigkeit, LSF, Farbe, Materialdicke, Stretchfähigkeit etc. getestet. Um die „besten” Sunhoodies zu ermitteln, wurde ein kombinierter Score errechnet.

    Learnings, die bei der Auswahl eines Sunhoodies eine Rolle spielen:

    • LSF 20 blockt bereits 95% der UVB Strahlung.
    • Je höher der LSF, desto geringer die Atmungsaktivität.
    • Merino ist atmungsaktiver als Synthetik.
    • Synthetik trocknet schneller als Naturmaterialien.
    • Helle Farben heizen sich langsamer auf.

    tl;dr: Outdoor Research Echo hat zwar nur LSF 15-20, trocknet aber am schnellsten und ist einer der leichtesten, atmungsaktivsten Sunhoodies. Eignet sich wohl am besten bei heißem Wetter, weniger geeignet bei Touren mit hoher Strahlenbelastung (Gletscher, etc.) wegen geringem LSF.

  • Helle Farben heizen sich langsamer auf.

    Ohne den Test gesehen zu haben, Farbe des Stoffes ist am Ende eher marginal bis völlig egal. Bei Hitze in der Sonne trägt man idealerweise weite luftige Kleidung. Farbe wurscht. Dunkel gefärbter Stoff schützt angeblich besser vor UV-Strahlung.

    "Atmungsaktivität" (ich halte diesen Begriff grundsätzlich für ziemlich albern) spielt auch kaum eine Rolle, wenn die Kleidung weit und luftig ist.

    Warum tragen Tuareg dunkle Sachen?
    Wenn die Sonne scheint, wird es in einem dunklen T-Shirt richtig heiß. Helle Kleidung ist dagegen im Sommer viel angenehmer. Warum tragen dann viele Tuareg in…
    www.morgenpost.de
    Zu heiß für Schwarz? – DW – 15.01.2010
    In den Emiraten ist es so warm, dass man auch im Winter in T-Shirt herumlaufen kann. Die Einheimischen tragen aber meist lange Gewänder, die Frauen sogar…
    www.dw.com
  • Helle Farben heizen sich langsamer auf.

    Ohne den Test gesehen zu haben, Farbe des Stoffes ist am Ende eher marginal bis völlig egal. Bei Hitze in der Sonne trägt man idealerweise weite luftige Kleidung. Farbe wurscht. Dunkel gefärbter Stoff schützt angeblich besser vor UV-Strahlung.

    "Atmungsaktivität" (ich halte diesen Begriff grundsätzlich für ziemlich albern) spielt auch kaum eine Rolle, wenn die Kleidung weit und luftig ist.

    https://www.morgenpost.de/printarchiv/ki…kle-Sachen.html

    https://www.dw.com/de/zu-hei%C3%9…idung/a-5130543

    Eine Studie aus Japan findet das Gegenteil heraus. Es gibt auch zahlreiche andere gemessene Ergebnisse, die alle zum gleichen Ergebnis kommen: Schwarz bzw dunkle Farben heizen sich deutlich stärker auf, als helle

  • Wo der Rucksack klebt, scheint die Sonne nicht.

    Wir leben in der glücklichen Situation des Überflusses. Wer bedenken hat wegen dem Albedo seiner Kleidung, kann sich mehr oder weniger beliebig mit andersfarbigen Stoffen eindecken. Ich würde halt keine Wunder erwarten.

  • "Atmungsaktivität" [...] spielt auch kaum eine Rolle, wenn die Kleidung weit und luftig ist.

    Ist das nicht ein Widerspruch in sich? "Luftig" wird Kleidung doch auch dadurch, dass sie eine gröbere Webstruktur hat und so auch feuchte Luft durch das Gewebe passieren kann (siehe Alpha Direct). -> höhere Atmungsaktivität

    Wenn ich im Gegensatz einen 120 Liter Müllsack oder eine FroggToggs Regenjacke anziehe, mag der/die vielleicht weit sein und vllt kommt auch mal Luft von unten rein (wenn ich keinen Bauchgurt trage), sonderlich atmungsaktiv wird das dadurch aber nicht.

    IMHO, ist die Atmungsaktivität des Stoffes beim Sunhoodie wichtig, weil durch das Tragen des Rucksacks ein hoher Anteil des Stoffes fest an die Haut gedrückt wird und so das Trocknen und Abkühlen eingeschränkt wird. Da will ich schon, dass in den restlichen Bereichen, der Schweiß gut abgeleitet und verdampfen kann. In der Praxis macht es weniger Sinn einen enganliegenden Sunhoodie zu tragen und darauf zu achten, dass er ein bisschen locker ist. Aber selbst der lockere und luftige Hoodie wird durch Rucksack, Schultergurt und Bauchgurt gut an den Körper gepresst, sodass der Teil der ein bisschen lockerer sitzt, nur an den Armen und Bauch zu finden ist.

    Kleine Randbemerkung: Ich war letztes Jahr bei 33 Grad mit dem Amazon Sunhoodie unterwegs. Der sitzt an mir relativ weit und locker, trotzdem ist das Material für heiße Temperaturen viel zu dick, lässt den Schweiß nicht richtig durch bzw. saugt sich nur voll und so war es mir deutlich zu heiß darin. Jetzt habe ich the TNF Summit Direct Sun und keine Probleme mehr mit der Hitze.

  • Wenn ich im Gegensatz einen 120 Liter Müllsack oder eine FroggToggs Regenjacke anziehe, mag der/die vielleicht weit sein und vllt kommt auch mal Luft von unten rein (wenn ich keinen Bauchgurt trage), sonderlich atmungsaktiv wird das dadurch aber nicht.

    Extrembeispiele sind immer super in Diskussionen, helfen aber halt rein überhaupt nicht. Hat keiner gesagt, Sunhoodie aus Plastiktüte sei ratsam. Ich rate nur dazu, dieses Wort "atmungsaktiv" nicht wörtlich zu nehmen. "luftdurchlässig" wäre besser. Aber egal wie luftdurchlässig ein Stoff ist, relativ ist er immer eine Bremse.

    weil durch das Tragen des Rucksacks ein hoher Anteil des Stoffes fest an die Haut gedrückt wird

    Der Rucksack zerstört die Idealsituation. Ansonsten wäre ein weiter Baumwoll-Kaftan ein gutes Kleidungsstück bei Hitze. Soll Kulturen geben, die genau zu diesem Schluss gekommen sind.

    Ganz allgemein: luftig gestrickte Stoffe sind toll und können den Schweiß gut aufnehmen ohne gleich klitschnass zu sein.

  • Die Oberkörperbekleidung macht für mich auf Wanderungen einen großen Unterschied für den Komfort und „Sicherheit“. Deshalb bin ich sehr an diesem Thema interessiert. Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit meiner aktuellen Wahl. Aber man möchte ja am Ball bleiben.

    Ich habe das Thema hier abonniert und freue mich über Updates. Vor allem finde ich einen freundlichen Austausch über Erfahrungen schön. Einige Mitglieder haben auch interessante Tests und Vergleiche geteilt, welche ich als wertvolle Quelle erachte, mir gerne durchlese, und selber kritisch hinterfrage.

    Was ich als weniger angenehm empfinde, sind Streitgespräche. Zumal wenn sie mehr oder weniger unhöflich geführt werden. Verharren auf der eigenen Meinung und harsche Kritik der jeweils anderen.


    Wieso?
    Ich sage nicht, dass wir nicht in einen ernsthaften Diskurs gehen können. Aber es wäre doch vermutlich für alle Kommentatoren und Leser besser, wenn das in einem respektvollen Miteinander stattfinden würde. Ich bin schon wieder am Überlegen ob ich das Thema noch abonnieren sollte. Und das finde ich sehr schade.

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