Beiträge von Biergourmet

    In der Verdon Schlucht, bzw am oberen Rand, waren derart viele Gänsegeier unterwegs, das ich da meinen Hund definitiv mit einem Geschirr an der Leine führen würde. Zumindest wenn ich einen kleinen Hund hätte…

    Um deinen kleinen Hund vor den Gänsegeiern oder die Gänsegeier vor deinem kleinem Hund zu schützen? ^^

    Ich habe den Wapta 30 aus Aluula von Durston und nutze die Bodentasche für Mütze, Buff, Handschuhe und Mitts. Wenn es morgens noch kühl ist, laufe ich mit Mütze und Buff los und wechsle dann, ohne anhalten zu müssen, zur Cap, die solange im Bodenfach wartet. Allerdings kann man den Rucksack nicht mehr richtig auf den Boden abstellen, wenn das Bodenfach zu voll ist. Er fällt dann immer um, was für mich aber nicht sonderlich schlimm ist.

    Ach ja, die Bottompocket besteht nicht aus Mesh, sondern ist ebenfalls aus Aluula. Man muss sich also keine Sorgen machen, dass der Inhalt nass oder dreckig wird, wenn man den Rucksack nicht direkt in eine Pfütze absetzt.

    Den Turbat lasse ich aber vermutlich aus.

    Haha, daraus ist nichts geworden. Ich saß oben am Col und hab den Gipfel des Pic Turbat eine Weile angeschaut. Dann sind vor mir 6 Leute zum Gipfel aufgebrochen und ich bin hinterher. Der Aufstieg ist technisch einfach, aber anstrengend, da der Weg echt schlecht markiert ist und man sich an Steinhaufen und verblichenen roten Markierungen orientieren muss. Nach etwa 20-30 Minuten gibt es eine Kletterstelle, wo man eine steilere Wand hochkraxeln muss. Vor dem Gipfel gibt es dann noch eine Stelle, an der man über einen Vorsprung klettern muss. War happy, dass ich da oben dann nicht alleine war. Insgesamt hat der Aufstieg mich ca. 1,5h und Abstieg 1h gekostet. Bin dann noch weiter und bis nach La Desert abgestiegen. Hab am Ende aber meine Knie auch gespürt und war ein bisschen verdutzt als meine Uhr mit 1900m Anstieg und 3000m Abstieg angezeigt hat.

    Noch ein anderer Tipp: Bei der Gite Les Arias in La Desert kann man kostenlos zelten. Früh da sein lohnt sich, weil es sich dann doch sehr schnell füllt. Gibt dazu eine Wasserstelle und Toilette. Duschmöglichkeiten gibt es nicht, aber man kann sich am Bach waschen. Wenn man zurück zum Trail geht, an der Brücke links, gibt es einen Pfad der einen zu einer guten Stelle führt.

    Danke für den Hinweis auf zum Umweg über die Seen, das sieht in der Tat sehr spannend aus.

    Ist auch wirklich schön da!



    Ich habe mir bisher als Sidequest nur im späteren Verlauf den Lac Lautier und den darüber liegenden Gipfel des Turbat ausgeguggt.


    Die Etappe steht heute bei mir an. Bin gestern noch zur Refuge de l'Olan aufgestiegen (tolles Panorama und Biwakmöglichkeit bei der Hütte). Den Turbat lasse ich aber vermutlich aus.

    Achja, und den Abstecher auf den Pic de Vallonpierre vom gleichnamigen Col würde ich mitnehmen. Super Aussicht auf das Col, die umliegenden Täler und einen der höchsten Berge der Ecrins, den la Sirac. Nur die Wolken wollen nicht so mitspielen. ^^

    Bonus: hier oben gibt's auch Internetempfang!

    - Parken kann man kostenlos während der ganzen Tour in Le Bourg d'Oisans auf dem Veneon Parkplatz im Ortskern. Hatte im Vorfeld mit dem Tourismusbüro geschrieben und das ist kein Problem. Die wollen Namen, Nummernschild und Handynummer haben und leiten das dann an die örtliche Polizei weiter. Mal sehen, ob das Auto dann in ein paar Tagen noch da ist. :S

    - Der Campingplatz Pont des Places am L'Onde (44.83947 6.45480) ist ganz nett gelegen und bietet sich an, wenn man nicht direkt in Valloise bleiben möchte. Er wird im Führer und in der Hexatrek-App erwähnt, auf OSM oder Google Maps ist er nicht eingetragen. Kostet ungefähr 12,50€ für eine Person/Zelt/Nacht. Man kann da auch Snacks, Getränke und sogar Trekkingmahlzeiten kaufen. Die Sanitäranlagen sind allerdings eine Zumutung. :( der Orginalweg zum Campingplatz auf dem südlichen Ufer des Flusses ist nach einer größeren Flut wieder begehbar und man muss nicht die Fahrstraße (wie bei OSM hinterlegt) nehmen. Mit der macht man nach dem Campingplatz sowieso noch Bekanntschaft, wenn man nicht sogar das Shuttle aus Valloise für den Teil nimmt. ^^

    Bin gerade auf Tour de Ecrins unterwegs. Hier ein paar Eindrücke der ersten Tage:

    - Der Weg zum Col de Sarenne am ersten Tag ist so naja. Es war super viel los, weil diese Woche die Tour de France da langfährt. Zum Wandern ist der Anstieg aber wegen Skipiste und Asphaltstraße nicht besonders schön. Der Ausblick vom Aussichtspunkt ist allerdings grandios. Ab Clavans wird es deutlich schöner.

    - Das Plateau d'Emparis ist den Umweg wert und das Zelten an einem der beiden Seen (Noir oder Lerie) ist bei dem Gletscherpanorama grandios.

    - Auf den ersten Etappen lohnt es sich nicht viel Essen mitzunehmen, da man jeden Tag durch ein Dorf mit Einkaufsmöglichkeiten kommt. Ab Valloise ändert sich das dann aber.

    - Es gibt viele Möglichkeiten für Biwak, was die Etappeneinteilung sehr entspannt.

    - Von Monetier-les-Bains nach Vallouise habe ich die Variante über das Col de Grangettes und Lac de l'Eychauda gewählt, um das Skigebiet beim Col de Eychauda zu umgehen. Kann ich nur empfehlen. Der letzte Abschnitt ist allerdings voller Schotter und auf den letzten Metern geht es über Felsen mit Seilsicherung. Der Ausblick vom Col in beide Richtungen ist super. Genug Wasser mitnehmen!

    Vielleicht habe ich es übersehen, aber ich würde dir raten, einen Filter oder Tabletten zur Wasseraufbereitung mitzunehmen. Da oben gibt es streckenweide viele Schafe (inkl. Herdenschutzhunde) und Rinder. Ich hab ein paar Mal aus Faulheit nicht gefiltert und vor Andorra dann eine unfreiwillige Pause nehmen müssen. :(

    Ich bin im August 2022 den HRP gelaufen.

    Grödel: Meine Grödel haben die komplette Zeit im Boden des Rucksacks verbracht. Ich erinnere mich an ein paar flache Schneefelder, die man einfach umgehen konnte oder wo man mit Stöcken problemlos drübergehen konnte.

    Schlafsack/Quilt: Ich hatte eine Schlafsack mit Komfort 0°C dabei und habs nicht bereut. Ich friere aber auch schnell, daher hatte ich auch eine Puffy dabei. Je nachdem wie hoch du zelten willst, kannst du das natürlich anpassen. Ich würde dir aber raten, lieber ein bisschen wärmer zu planen, um an den schönen hochgelegenen Plätzen bleiben zu können.

    Powerbank/Solarpanel: Ich hatte ne 10.000er Nitecore dabei und das hat mir gereicht.


    Du läufst mit dem Aonijee, hast du den mal mit mehr Gewicht getestet? Je nach Ort, Wassser und Resupply kommen da noch einige Kilos dazu. Bei mir schneidet der Aonijee bei 8 kg+ doch schon ziemlich ein und wird ungemütlich.

    Cool. Danke für deine Einschätzung!

    Dann werd ich sie mir mal holen und ausprobieren. Bin gespannt, wie sie sich im Vergleich zu OSMand schlägt. Wenn die Infos da gebündelt sind, spart man sich da bestimmt so manche Suche in der OSMand Karte. :)

    Ich habe dieses Frühjahr einige Upgrades vorgenommen, auf die ich kurz eingehen möchte:

    Rainbow Tarptent Silpoly: Habe mir das Zelt aufgrund der sehr guten Rezensionen besorgt und es gefällt mir richtig gut. Es ist einfacher aufzubauen als mein altes Lanshan, man ist nicht so abhängig vom Untergrund und kann es mit Trekkingstöcken leicht freistehend aufbauen. Ich habe die neue, schmalere Version und komme gut damit klar. Habe auch noch einen Rooster für den Himmel mitbestellt. Ist ganz nett, aber weiß nicht, ob der für immer in meinem Setup bleiben wird, da ich ihn doch eher wenig genutzt habe. Gewichtstechnisch habe ich gegenüber dem Lanshan nicht viel gewonnen, bin aber deutlich flexibler, was den Zeltplatz angeht und das ist mir dann das Gewicht auch wert. Ich nutze die Carbonstäbe. Ist es normal, dass sich nach den ersten Nutzungen schon einzelne Carbonfasern abschälen? Das ist nicht dramatisch, aber mir ist es aufgefallen.

    Durston Wapta 30: Zum anderen habe ich mir den Durston Wapta gekauft, da mir der Kakwa 55 für Touren in Mittelgebirgen ohne lange Foodcarries zu groß ist. Bin jetzt auch nicht der Typ, der in DE autark unterwegs sein muss, wenn sich immer wieder die Gelegenheit bietet einzukehren. Alternativ habe ich auch schon den Aonijee 30L genutzt, aber dieser war mir auf vorigen Touren einen Tick zu klein. Der Wapta ist für mich perfekt und angenehm zu tragen. Ich habe ihn mir mit einem Hüftgurt in M/L gekauft, dieser ist aber zu groß, weshalb ich mir noch einen in S/M besorgen werde. Das Einzige, an das man sich gewöhnen muss, ist die geschlossene Fronttasche, weil man nicht auf den ersten Blick sieht, wo etwas liegt. Bei dem feuchten Wetter fand ich die Tasche aber ganz gut, da alles sehr gut geschützt war.

    GramXpert eLite Quilt 7D/10D APEX 133: Ich habe mir den Quilt zugelegt, um im Sommer diesen statt meinen EE Enigma 20F mitzunehmen. Wenn ich die Temperaturvorhersage für die höheren Lagen, wie am Schluchsee, besser studiert hätte, hätte ich meinen Enigma eingepackt und es wäre mir wärmer gewesen. So weiß ich nun, dass es mit aller Kleidung und APEX 133 bei 0 °C gerade noch so geht. Das muss ich aber unbedingt nicht wiederholen. 7D ist schon sehr dünn, man kann quasi hindurchsehen. Ich hoffe, dass es gut haltbar ist. Ansonsten ist der Quilt top verarbeitet und ist mit den simple straps einfach an der Matte zu befestigen.

    Yamaichi Alpha Hose und Karpos Octa Baselayer (Schlafkleidung): Beides sind Empfehlungen aus dem Forum (danke an Lina Wiese und FNZ) und sind angenehm zum Schlafen. Ich glaube nicht, dass es sich bei der Hose von AliExpress um echtes Alpha handelt. Die Struktur ist anders als bei meinem Senchi, aber sie erfüllt ihren Zweck. Allerdings fusselt sie deutlich mehr. Der Octa Baselayer fühlt sich aufgrund der Unterseite auf der Haut erst komisch an, wärmt dann aber ganz gut.

    G4free Reiseregenschirm (danke für den Tipp Sundance): Ich glaube, ich bin jetzt ein Fan von Regenschirmen in meinem Schlechtwettersetup. Es ist schon sehr cool, mit trockenem Kopf und Brille (!) freihändig zu laufen, während um einen die Welt untergeht. Ich denke, der Schirm wird mich nun häufiger auf Touren im Mittelgebirge bei gemischten Wettervorhersagen begleiten. Ich habe mir die Version mit Silberbeschichtung gekauft. Achtung, der ist 15 g schwerer als die schwarze Version. Das Teil wirkt fragil, hat aber gehalten. Mal sehen, was der Langzeittest ergibt.

    Cool, danke für den Bericht!

    In welchem Monat warst du da und welche Temperaturen hattest du grob?

    Mitte Mai. Nachdem das Wochenende davor sehr heiß gewesen war, bin ich von deutlich wärmeren Temperaturen ausgegangen, habe aber wie gesagt auch die Höhe des Schwarwalds vergessen einzuplanen.

    Nachts waren es etwa 8, 8 , 0 und 0°C. Tagsüber um die 10°C, mit Sonne ein bisschen mehr.