Vielleicht habe ich es übersehen, aber ich würde dir raten, einen Filter oder Tabletten zur Wasseraufbereitung mitzunehmen. Da oben gibt es streckenweide viele Schafe (inkl. Herdenschutzhunde) und Rinder. Ich hab ein paar Mal aus Faulheit nicht gefiltert und vor Andorra dann eine unfreiwillige Pause nehmen müssen. ![]()
Beiträge von Biergourmet
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Ich bin im August 2022 den HRP gelaufen.
Grödel: Meine Grödel haben die komplette Zeit im Boden des Rucksacks verbracht. Ich erinnere mich an ein paar flache Schneefelder, die man einfach umgehen konnte oder wo man mit Stöcken problemlos drübergehen konnte.
Schlafsack/Quilt: Ich hatte eine Schlafsack mit Komfort 0°C dabei und habs nicht bereut. Ich friere aber auch schnell, daher hatte ich auch eine Puffy dabei. Je nachdem wie hoch du zelten willst, kannst du das natürlich anpassen. Ich würde dir aber raten, lieber ein bisschen wärmer zu planen, um an den schönen hochgelegenen Plätzen bleiben zu können.
Powerbank/Solarpanel: Ich hatte ne 10.000er Nitecore dabei und das hat mir gereicht.
Du läufst mit dem Aonijee, hast du den mal mit mehr Gewicht getestet? Je nach Ort, Wassser und Resupply kommen da noch einige Kilos dazu. Bei mir schneidet der Aonijee bei 8 kg+ doch schon ziemlich ein und wird ungemütlich.
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Cool. Danke für deine Einschätzung!
Dann werd ich sie mir mal holen und ausprobieren. Bin gespannt, wie sie sich im Vergleich zu OSMand schlägt. Wenn die Infos da gebündelt sind, spart man sich da bestimmt so manche Suche in der OSMand Karte.

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Ich habe gerade gesehen, dass man sich in der Hexatrack-App den GR54 für knapp 10 € freischalten kann, um mehr Informationen zu POIs wie Zeltplätzen, Wasserstellen und Hütten zu erhalten. Hat das schon jemand genutzt? Lohnt sich das?
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Evtl wäre ein Teil des GTA in den italienischen Alpen auch interessant für euch. Der führt immer wieder durch kleine Dörfer und das Essen dort war meiner Erfahrung nach sehr gut!
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Ich war da letztes Jahr vom 19. Juli an. Kein Schnee. 8 Tage passen. Guckst du meine Tour auf https://www.komoot.com/de-de/collecti…-tour-de-ecrins
Bonne route...
/holgi.
Danke für die Tracks!
Bist Du einfach so drauflosgelaufen oder hast du alles im Vorhinein so geplant? Wenn geplant, wie hast du die Übernachtungsplätze ausgesucht?
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Bin mir gerade nicht sicher, ob sie versiegelt sind und kann es leider auch gerade nicht checken.
Ich schau es mir mal die Tag an und versiegel sie notfalls noch mit Sekundenkleber. Danke für den Tipp Wurzelpurzel Zopiclon!
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Ich habe dieses Frühjahr einige Upgrades vorgenommen, auf die ich kurz eingehen möchte:
Rainbow Tarptent Silpoly: Habe mir das Zelt aufgrund der sehr guten Rezensionen besorgt und es gefällt mir richtig gut. Es ist einfacher aufzubauen als mein altes Lanshan, man ist nicht so abhängig vom Untergrund und kann es mit Trekkingstöcken leicht freistehend aufbauen. Ich habe die neue, schmalere Version und komme gut damit klar. Habe auch noch einen Rooster für den Himmel mitbestellt. Ist ganz nett, aber weiß nicht, ob der für immer in meinem Setup bleiben wird, da ich ihn doch eher wenig genutzt habe. Gewichtstechnisch habe ich gegenüber dem Lanshan nicht viel gewonnen, bin aber deutlich flexibler, was den Zeltplatz angeht und das ist mir dann das Gewicht auch wert. Ich nutze die Carbonstäbe. Ist es normal, dass sich nach den ersten Nutzungen schon einzelne Carbonfasern abschälen? Das ist nicht dramatisch, aber mir ist es aufgefallen.
Durston Wapta 30: Zum anderen habe ich mir den Durston Wapta gekauft, da mir der Kakwa 55 für Touren in Mittelgebirgen ohne lange Foodcarries zu groß ist. Bin jetzt auch nicht der Typ, der in DE autark unterwegs sein muss, wenn sich immer wieder die Gelegenheit bietet einzukehren. Alternativ habe ich auch schon den Aonijee 30L genutzt, aber dieser war mir auf vorigen Touren einen Tick zu klein. Der Wapta ist für mich perfekt und angenehm zu tragen. Ich habe ihn mir mit einem Hüftgurt in M/L gekauft, dieser ist aber zu groß, weshalb ich mir noch einen in S/M besorgen werde. Das Einzige, an das man sich gewöhnen muss, ist die geschlossene Fronttasche, weil man nicht auf den ersten Blick sieht, wo etwas liegt. Bei dem feuchten Wetter fand ich die Tasche aber ganz gut, da alles sehr gut geschützt war.
GramXpert eLite Quilt 7D/10D APEX 133: Ich habe mir den Quilt zugelegt, um im Sommer diesen statt meinen EE Enigma 20F mitzunehmen. Wenn ich die Temperaturvorhersage für die höheren Lagen, wie am Schluchsee, besser studiert hätte, hätte ich meinen Enigma eingepackt und es wäre mir wärmer gewesen. So weiß ich nun, dass es mit aller Kleidung und APEX 133 bei 0 °C gerade noch so geht. Das muss ich aber unbedingt nicht wiederholen. 7D ist schon sehr dünn, man kann quasi hindurchsehen. Ich hoffe, dass es gut haltbar ist. Ansonsten ist der Quilt top verarbeitet und ist mit den simple straps einfach an der Matte zu befestigen.
Yamaichi Alpha Hose und Karpos Octa Baselayer (Schlafkleidung): Beides sind Empfehlungen aus dem Forum (danke an Lina Wiese und FNZ) und sind angenehm zum Schlafen. Ich glaube nicht, dass es sich bei der Hose von AliExpress um echtes Alpha handelt. Die Struktur ist anders als bei meinem Senchi, aber sie erfüllt ihren Zweck. Allerdings fusselt sie deutlich mehr. Der Octa Baselayer fühlt sich aufgrund der Unterseite auf der Haut erst komisch an, wärmt dann aber ganz gut.
G4free Reiseregenschirm (danke für den Tipp Sundance): Ich glaube, ich bin jetzt ein Fan von Regenschirmen in meinem Schlechtwettersetup. Es ist schon sehr cool, mit trockenem Kopf und Brille (!) freihändig zu laufen, während um einen die Welt untergeht. Ich denke, der Schirm wird mich nun häufiger auf Touren im Mittelgebirge bei gemischten Wettervorhersagen begleiten. Ich habe mir die Version mit Silberbeschichtung gekauft. Achtung, der ist 15 g schwerer als die schwarze Version. Das Teil wirkt fragil, hat aber gehalten. Mal sehen, was der Langzeittest ergibt.
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Ich überlege die Tour de Ecrins Ende Juli an 8 Tagen zu laufen. Habt ihr Tipps bezüglich der Planung, schönen Zeltplätzen, oÄ für mich? Ist dann noch mit Schneefeldern zu rechnen und sollte ich Spikes einpacken?
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Cool, danke für den Bericht!
In welchem Monat warst du da und welche Temperaturen hattest du grob?
Mitte Mai. Nachdem das Wochenende davor sehr heiß gewesen war, bin ich von deutlich wärmeren Temperaturen ausgegangen, habe aber wie gesagt auch die Höhe des Schwarwalds vergessen einzuplanen.
Nachts waren es etwa 8, 8 , 0 und 0°C. Tagsüber um die 10°C, mit Sonne ein bisschen mehr.
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Tag 4: Todtmoos – Wehr (25 km)
Um halb vier wache ich auf, weil die Partygäste sich lautstark auf den Heimweg gemacht haben. Ich schlafe wieder ein, wache aber um 5:30 Uhr aufgrund der Kälte und der damit verbundenen Ungemütlichkeit erneut auf. Ich überlege kurz, raffe mich auf, betrachte das Eis auf meinem Zelt und gönne mir eine zweite heiße Dusche. Wenn ich schon für eine Nacht 18,50 € für den Platz bezahle, kann ich das auch nutzen. O-Ton der Betreiberin: „Du kannst so viel duschen, wie du willst.“ Gesagt, getan. Und es hat richtig gut getan.
Ich mache mir noch einen Kaffee und frühstücke ein Croissant von gestern. Motiviert hatte ich mir am Vortag einen Smoothie und eine Banane beim Edeka gekauft, um ein richtig gutes Frühstück zu haben. Bei diesen Temperaturen und dem eiskalten Zustand verzichte ich allerdings vorerst gerne darauf. Ich kratze das Eis vom Zelt, packe zusammen und verabschiede mich meiner Zeltnachbarin, die zwischenzeitlich auch aufgestanden ist.
Zuerst laufe ich zurück ins Zentrum, da ich keinen direkten Weg zum Trail finde. Das Thermometer der Sparkasse zeigt −2 °C an. Glücklicherweise verlasse ich Todtmoos über eine sonnenbeschienene Straße, die mich schnell aus dem schattigen Tal führt. Die Sonne tut gut und wärmt mich schnell auf. Ein Fuchs huscht über die Straße und flüchtet sich in den Wald.
Es geht durch den Wald, an Kuhweiden vorbei und durch kleine Dörfer. Auffällig sind die überall hängenden Plakate, die auf die vor sechs Jahren auf dieser Etappe verschwundene Scarlet hinweisen. Es ist schon eigenartig, der Fall liegt jetzt schon sechs Jahre zurück und bisher wurde keine Spur gefunden. Ich ertappe mich dabei, wie ich meine Umgebung unwillkürlich nach irgendwelchen Spuren absuche. Immer wenn ich meine Gedanken von dem Fall wieder losreißen kann, kommt ein weiteres Plakat und ruft ihn mir zurück ins Bewusstsein. Es fällt mir sehr schwer, die Tour einfach so zu genießen.
Es geht weiter an einem Wildtiergehege und Ziegen bei Todtmoos-Au vorbei, bis ich im Bannwaldgebiet Wehratal weit oberhalb der Wehra entlanglaufe. Es folgt ein Abstieg entlang eines schönen Bächleins und die Querung einer Straße. Hier mache ich eine kurze Pause, gönne mir Smoothie und Banane und strecke die Füße in die Sonne. Zwischenzeitlich treffe ich eine ältere Schluchtensteigwanderin mit großem Rucksack, mit der ich mich nett unterhalte. Immer wieder holt sie mich ein, wenn ich eine Pause mache. Sie spricht mich auf meinen kleinen Rucksack an und erzählt mir, dass sie bei ihrer Alpenquerung und auf anderen Wanderungen oft „gut gemeinte”, jedoch eher übergriffige Kommentare zu ihrem größeren Rucksack und dem damit verbundenen Gewicht bekommen hat. Ich stimme ihr zu, man sollte hier nicht dogmatisch rangehen und andere belehren, was besser oder schlechter ist. Lieber weckt mein kleinerer Rucksack das Interesse der anderen Person und dann kann man UL ein bisschen erklären.
Leider habe ich kein Glück und entdecke keine Gämsen, die hier in der Schlucht leben sollen. Stattdessen dringt der Lärm von Motorrädern, die auf der unterhalb verlaufenden Straße fahren, nach oben auf den Trail. Ich folge dem Weg durch den Wald, bis das erste Mal Wehr in Sicht kommt. Ich steige weiter ab und und erreiche die Wehratalsperre. Es geht weiter entlang der Wehra nach Wehr hinein, bis ich schließlich mittags den Trailhead am Busbahnhof erreiche.
Zufälligerweise findet heute ein Frühlingsfest in Wehr statt. Ich schlendere über das belebte Fest mit Bierwagen, Schülerband und Tanzaufführungen. Obwohl ich die Ruhe und Einsamkeit der letzten Tage genossen habe, genieße ich den Trubel auf seine Art, gönne mir noch etwas Leckeres zu essen, bevor ich in den Bus steige und über Basel schließlich nach Hause fahre.
Fazit:
Mir hat der Schluchtensteig im Südschwarzwald sehr gut gefallen. Ich finde den Trail mit Passagen über Wiesen, durch Wälder und entlang der Flüsse/Bäche in den Schluchten abwechslungsreich. Bei gutem Wetter wird man hin und wieder mit einem Blick auf die Alpen belohnt. Zudem verläuft ein großer Teil des Weges über Single Trails. Das Kernstück des Weges ist die Wutachschlucht, die mich mit ihrer natürlichen Schönheit und Ursprünglichkeit nachhaltig beeindruckt hat. Das satte Grün, das Rauschen und das Vogelgezwitscher waren echt traumhaft. Ich kann mir vorstellen, dass dieser Trail aufgrund seines Verlaufs durch Schluchten auch im Sommer relativ angenehm zu laufen ist. Unterkünfte und Verpflegung sind auf dem Weg einfach zu finden. Bei der Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln muss man sich ein bisschen abstimmen, da man doch sehr ländlich unterwegs ist. Rundum finde ich, dass der Schluchtensteig ein gutes Gesamtpaket bietet und kann ihn nur empfehlen.

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Der Schluchsee Platz in Aha habe ich bei einer anderen Gelegenheit genutzt, finde ich eher solala.
Joa, der Platz ist ziemlich basic, günstig (14€) und für eine Nacht in Ordnung.
Die sanitären Anlagen waren nicht sonderlich sauber. Sind halt so offene Baracken und alles war voller gelber Pollen. Warmwasser gab es nur aus der Dusche. Das ist aber auch ok für mich. Naturcamping halt.

Der Platz an sich ist ziemlich offen und mit den Zelten steht man irgendwie in der Mitte. Ansonsten haben die so Bubblezelte unf Baumhäuser zu vermieten. Zwischendurch fährt auch mal die Bahn oberhalb des Campingplatzes vorbei und die Leute können einem beim Abtrockenen nach der Dusche zu schauen.
Ansonsten gibt es noch einen großen Grillpavillon mit Sitzmöglichkeuten und ein Nebengebäude mit Schränken und Kühlschränke für Essen. Es gibt die Möglichkeit spontan Holz vor Ort zu kaufen, wenn man ein Feuerchen machen will. Das ist ganz cool. Gibt wohl auch ne Sauna, die man buchen kann.
Als ich da war, war aber auch keine betreibende Person vor Ort oder als solche zu erkennen. Habs Zelt auf- und abgebaut und niemand hat sich für einen interessiert.
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Man kann auch, wenn man Zeit hat, Alpha Klamotten gebraucht kaufen.
Ansonsten sei noch die Mode Marke Zara zu erwähnen, die vor ca nem 1/2 Jahr einen Oranenen und nen Schwarzen Hoodie im Programm hatten (haben?).
45€ das Stück, wenn ich mich richtig erinnere!
Habe einen von denen gerade mit in Frankreich!
Schwarz ist wohl ausverkauft.
https://www.zara.com/de/de/fleece-sweatshirt-mit-kapuze-und-strukturmuster-p05868304.html
Weiß ist aber verfügbar.
https://www.zara.com/de/de/fleece-sweatshirt-mit-kapuze-und-strukturmuster-p05868308.html
Vielleicht findet man die auch schon gebraucht.
Gewicht laut reddit:
Größe L = 176g
Größe M = 168g
Größe S = 155g
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Mein Gehirn gibt die genaue Information gerade nicht her, ich meine mich aber zu erinnern dass ich irgendwo mal einen halben Schlafsack gesehen habe. Genauer gesagt war es die untere Hälfte. Um das ganze schön mit der Jacke zu kombinieren war oben noch ein ungefüttertes Stück als überlappung zur Jacke.
Darwin onthetrail hat in seinem letzten Video so ein System vorgestellt und dass er es diesen Sommer testen will. Sieht schon echt speziell aus...
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Oh, lese ich das richtig: ein Weg, wo man unkompliziert und ohne Voranmeldung von Zeltplatz zu Zeltplatz kann - ?
Ich hab im Vorhinein alles gebucht, weil es mir so einfach gut gepasst hat. Es war aber echt nicht viel los und so hätte das auch alles spontan geklappt. In Achdorg gibt es Platz für bis zu 4 Zelte und in der Nähe gibt es noch den genannten Bruderhof, wo man auch zelten kann. Am Schluchsee war auch nicht so viel los. Der Platz ist groß und da standen nur 3 weitere Zelte. In Todtmoos ist der Zeltplatz enger (3-4 Einmannzelte). Vielleicht haben die auch noch eine Ausweichfläche oder man kann freistehend auf einem WoMo-Platz aufbauen, wenn noch Platz ist. Die Betreiber wirkten nett und hilfsbereit. Ich denke nicht, dass die einen direkt wegschicken.
Leider waren die Trekkingplätze zu dem Zeitpunlt meiner Planung schon alle ausgebucht, sonst hätte ich die natürlich bevorzugt. Es gibt aber auch eine Menge Gelegenheiten auf dem Weg nach LNT Prinzipien zu zelten. Ich kann bei Bedarf gerne auch nochmal meinen Track mit allen Wegmarkierungen und offiziellen Übernachtunsmöglichkeiten hier hochladen.
In den Schluchten selbst geht das nicht, weil die meisten NSGs sind. Die Schurhammerhütte in der Wutachschlucht hat eine Wiese und wäre optimal, ist aber wegen NSG leider raus.
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Tag 3: Schluchsee-Aha – Todtmoos (42 km)
Die Nacht war kalt, aber ich habe überraschenderweise gut geschlafen. Die Wärmflasche hat bis in die Morgenstunden gut funktioniert. Allerdings ist es nach dem Aufwachen kalt und ungemütlich, sodass ich mich entscheide, einfach aufzustehen. Das Thermometer in meinem Zelt zeigt 0 °C an und das Gras um mein Zelt herum ist vereist. Ich komme nur langsam in die Gänge, mache mir noch einen heißen Kaffee, komme aber erst zwei Stunden nach dem Aufstehen los. Der Weg umrundet das Westufer des Schluchsees auf langweiligen Wirtschaftswegen. Glücklicherweise lässt sich die Sonne schnell blicken und mit dem flotten Schritt über die einfachen Wege wird mir zügig wieder warm.
Es sind nur wenige Menschen unterwegs, lediglich einige Angler stehen am Seeufer und hoffen auf einen guten Fang. Am Unterkrummerhof lege ich eine kurze Pause ein und gönne mir ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee auf der Terrasse mit Aussicht auf den Schluchsee. Hier begegnet mir auch zum ersten Mal ein großes Banner mit dem Hinweis auf die vor sechs Jahren verschwundene Scarlet.
Hinter dem Hof geht es wieder bergauf in den von Forstarbeiten zerpflügten Wald. In Althütte laufe ich an riesigen Fässern vorbei, die an Saunafässer erinnern und auf einer Wiese stehen, in denen man jedoch luxuriös übernachten kann. Ein Pärchen frühstückt bei Sonnenschein und schöner Aussicht auf die Wiesen auf der Terrasse. Ich lege eine kurze Pause an einem Getränkebrunnen mit Cola und Fanta ein und genieße den Blick über die Wiesen. Es geht bergab, und schließlich erreiche ich die Windbergschlucht mit dem gleichnamigen Wasserfall. Das ist eine willkommene Abwechslung zu den vorherigen Wirtschaftswegen und Kulturlandschaften.
Am Ende der Schlucht gelangt man direkt nach St. Blasien. Hier herrscht ein geschäftiges Treiben. Viele Reisebusse, die vornehmlich ältere Touristen hier abgeladen haben, prägen das Bild. Ich gehe in den Dom und werde von einer Probe eines Orchesters überrascht, das hier ein paar Stücke zum Besten gibt. Da ich beim Wandern mittlerweile meist auf Musik und Podcasts verzichte, ist dieser Moment mit der Musik ganz besonders. Ich genieße ihn wie viele andere Schaulustige und lausche der Musik.
Nach einem kurzen Zwischenstopp bei Lidl geht es wieder zurück auf den Trail. Unterwegs begegnen mir noch mehrere Gruppen von Internatsschülern, die mit Einweghandschuhen und Mülltüten ausgestattet sind und Müll aufsammeln. Eine alte Dame ist so entzückt von den Jungs, dass sie ihnen zum Dank eine Packung Kekse aus dem ersten Stock zuwirft. Ach ja, irgendwie schön.
Ich verlasse St. Blasien und arbeite mich bei Sonnenschein über Single Trails hoch zum Lehenkopfturm. Ich breite mein nasses Zelt und meinen Schlafsack auf einer Sitzgruppe aus, um sie zu trocknen, und genieße bei Käse und Brot den Ausblick in Richtung Feldberg von einer Sonnenbank aus. Die Aussicht vom Turm ist auch nicht schlecht. An sich ist der Turm mit seinen Zwischenböden auch gut zum Übernachten geeignet. Ich unterhalte mich noch kurz mit zwei Tagesausflüglern aus der Region, die mein ausgebreitetes Zelt interessiert betrachten, und ziehe dann weiter. Es geht durch eine offene Landschaft mit vielen Bergwiesen und Weiden, auf denen sich jedoch kein Vieh befindet. Es folgen ein paar Aussichtspunkte, von denen aus sich mit ein bisschen Vorstellungskraft die Berge der Schweizer Alpen am Horizont erahnen lassen. Schließlich erreiche ich die Hohwehraschlucht und folge dem Bach flussabwärts bis nach Todtmoos.
Eigentlich wollte ich von hier aus noch weitergehen und in der Nähe bei einer Schutzhütte schlafen, da mir der Wohnmobilplatz in Todtmoos nicht wirklich zusagt. Da ich aber sowieso noch bei Edeka einkaufen muss, der Platz direkt daneben liegt und ich platt bin, entscheide ich mich kurzfristig, dort zu übernachten. Ich rufe kurz an und es ist natürlich kein Problem. Ich laufe am Sportplatz vorbei, auf dem gerade ein Fußballspiel der örtlichen Mannschaft stattfindet. Während ich zuschaue, fällt tatsächlich ein Tor für die Heimmannschaft und alle jubeln. Was für ein Zufall!
Die Betreiberin des Wohnmobilstellplatzes ist sehr nett, zeigt mir kurz den Weg zur Zeltwiese und erklärt mir, dass die Dusche und das WC die ganze Nacht über geöffnet sind, für den Fall, dass es heute Nacht zu kalt wird. Am Zeltplatz angekommen, treffe ich noch eine andere Schluchtensteigwanderin. Sie bietet mir spontan an, sich eine Waschmaschine und einen Trockner mit mir zu teilen. Da ich mich an dem Tag einmal lang gemacht habe und meine Hose voller Matsch ist, nehme ich das Angebot dankend an. Danach folgt eine ausgiebige, lange, heiße Dusche und ein schnelles Abendessen, für das ich tatsächlich diesmal meinen Dosenkocher auspacken muss. Ich mache mir noch eine Wärmflasche und lege mich glücklich mit sauberen und trockenen Klamotten wieder ins Zelt. In hörbarer Entfernung findet eine Party statt und ich höre beim Einschlafen die Bässe wummern.
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Danke für 's Mitnehmen! Das weckt auch bei mir tolle Erinnerungen. Den kompletten Schluchtensteig habe ich noch nicht gemacht, aber Teile davon, inklusive Cowboy- Camping oben auf dem Räuberschlössle vor Urzeiten.
Danke.

Die Region eignet sich auch super für Tagesausflüge. Die Wutachschlucht selbst ist schon einen Trip wert. Man kann die erste Etappe auch zu Fuß laufen und mit der Sauschwänzlebahn zurückfahren (oder andersherum).
Das Räuberschlössle mit den Felsen drumherum ist zum Übernachten echt ein cooler Spot. Das kann man heute allerdings nicht mehr empfehlen, da es im Naturschutzgebiet liegt.

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