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  • Gar keine so abwegige Idee, RaulDuke und Schwarzwaldine, das mit dem Keimen!

    Watte wär gar nicht notwendig, die können ja in alle Richtungen wachsen und durchgeschüttelt werden. Sprich, ein einfaches dichtes Plastikbehältnis würde reichen, und auf jeden Fall einmal am Tag durchspülen.

    Da könnte man auch alle möglichen Mischungen zusammenstellen...

    Ich glaub, das teste ich mal!

  • Man könnte meinen, ich bekäme von Biovitera Prozente, so oft verlinke ich die - dabei habe ich sie selbst übers blaue Forum kennengelernt. Dort gibt es u.a. vorgekochte und getrocknete Hülsenfrüchte.

    Da kann man auch preislich nicht meckern, 100g 1,96€ müsste so ungefähr eine Mahlzeit ergeben.

    Da braucht man noch weniger, jedenfalls, wenn es keine reine Bohnenmahlzeit werden soll. Meine 500g-Tüte Kidneybohnen hält schon eine halbe Ewigkeit.

  • Ulala. Ein sehr ergiebiger Faden hier. Danke an alle von denen ich hier was mitgenommen habe❤️

    Für zivilisationsnahe - also die meisten mitteleurop. Trails- habe ich Obst u Gemüse als Gamechanger Food, vor allem was das Wohlfühlen on Trail angeht, in meine Essens- und Resupplyplanung integriert. Was bedeutet ich habe immer eine Liste am Start in welcher Entfernung die näxten Supimärkte on trail sind - demnach plane ich meine frische Küche. Hauptmahlzeiten finden direkt am Supermarkt statt um möglichst viel frisches Obst u Gemüse essen zu können. Fokus liegt darauf alles was nicht transportabel ist hier zu essen oder aur eine transportable Größe zu dezimieren oder es so weiter zu verarbeiten dass es sich gut transportieren lässt...

    Wie sind Eure Erfahrungen mit diesen Lebensmitteln auf Tour?

    Schon diverses Ausprobiert. Romanasalat hält sich im Rucksack erstaunlich lange. Frische Reste lassen sich am besten als Sandwich "haltbar machen". Alles schmeckt besser wenn es gewrapped ist. Und bestimmte Produktgruppen werden am besten direkt auf dem Supermarktparkplatz verezehrt... nervig ist alles was geschält werden muss. Gegessen werden kann alles was sich roh oder schnell gepickled essen lässt und mit einem Messer und einem Zipplockbeutel zubereitet werden kann...

    (Manchmal vermisse ich einen feinen Hobel für diese Art des Essens 😁)

    Wie sehr liegt Ihr darauf Wert?

    Keine Tour mehr ohne frisches Obst u Gemüse. Augenmerk auf alles was sich nocook und stoveless verarbeiten lässt und was sich gut auch ungekühlt transportieren lässt.

    Im Supermarkt wird immer frisches nicht transportables Obst gekauft und direkt mit soja-, kokos-, hafer- oder kuhmilchjoghurt verzehrt. Ober eben so (va beerenobst)

    Steinobst in Einzelportion und etwas härter zum transport. Apfel, Birne, Banane auch (wie die Vorredner:innen achte ich auf Entsorgungskapazitäten.

    Bestimmte Salat (romana, radicchio, chiccorre) lassen sich in kleinen Mengen kaufen und sind selbst bei Hitze bis zu zwei Tage im Pack transportabel. Feinere Salate lassen sich als Beutel gerne mit Fertigdressing zum Campspot tragen. Weil ist gut für Wraps u Sandwiches

    Cherrytomaten, Paprika, Snackgurken für Sandwiches, Wraps oder als Fingerfood. Oder direkt am Supermarktparkplatz zubreitet mit anderen Komponenten.

    Wichtig ist mir die Zusammenstellbarkeit mit (va pflanzlichen) Protein- u Carbquellen, sowie dass es in kleinen Gebinden zu kaufen ist , sowie dass die Gebinde nach Anbruch transportabel bleiben. Weiterhin eine Kombinationsfähigkeit der einzelnen Komponenten (Apfel und Chiccorre) damit sie ggf. Zusammen vernutzt werden können

    Nutzt ihr getrocknetes Gemüse oder Obst und wenn wie?

    Nur noch Trockenobst. Diese fertigen einzelgebinde (Datteln, Pflaume, Feige, Aprikose, Rosine, Cranberrys). Wandern in Süßspeisen, sind fingerfood oder pimpen das Essen (trockenAprikose, Ziegenfrischkäse, Minze und Salat gewrapped - gerne auch mit weissen Bohnen. Finde ich zieml. lecker)

    Oder haut Ihr euch das rein, wenn die Gelegenheit da ist?

    Immer. Siehe oben.

    Obststände wie Obstbäume on trail werden ebenso mitgenommen wie mir bekannte Wildkräuter (letztere va zum aufmotzen des eh schon bestehenden Essens)

    Auf amerikanischen Seiten lese ich oft von dehydrated beans, aber die scheinen hier in Europa nicht so einfach zu bekommen zu sein?

    Hydrier sie doch selber. Am Stück oder als Paste, die du dann als Bohnenpulver mitnehmen kannst. Kannst alle gängigen Bohnen/Hülsenfrüchte verwenden. Hab ich lange gemacht. Der Aufwand ist mir jeoch zu groß. Verarbeite Bohnen aus der Dose meist direkt zu Essen auf dem Supermarktparkplatz (Weisse Bohnen, Tomate, Paprika, Gurke, Brotchips, kleiner Bund basilikum, Parmesanspäne schuss öl und Zitronensaft/ Zitronensäure - UL Panzanella:))

    keimen unterwegs geht auch

    Uh yeah. Will ich ausprobieren. Thx for sharing.

    Das erinnert mich daran dass ich mal überlegt hatte Wasserkefirpilze in meiner flasche mitzunehmen und den unterwegs zu füttern - eibfach damit etwas geschmack aufs Wasser kommt (va.am nexten Morgen) habs aber nie ausprobiert.

  • Nachdem ich ja in letzter Zeit etwas auf den Ernährungs-Optimierungs-Trip gekommen bin, hab ich bei meiner Bikepacking-Tour diesen Sommer versucht, mehr grünes Blattgemüse einzubauen.

    Blattgemüse hat mehrere spezielle Vorzüge, aber unter anderem enthält es viel Nitrat, das im Körper über Nitrit zu Stickstoffmonoxid reduziert wird. Das wiederum erweitert die Blutgefäße und verbessert zusätzlich die Sauerstoffversorgung in den Zellen.

    Fun fact übrigens, wusste ich vorher nicht: Man kann die Nitratreduktion verbessern, indem man seine Zunge reinigt! Die passiert nämlich durch "gute" Bakterien im Mund, die sich wiederum bei Zungenbelag nicht so richtig entfalten können. Außerdem sollte man sie nicht mit antiseptischem Mundwasser killen.

    Rucola hat einen der höchsten Nitratgehalte:

    Ganz so ohne Salatsößchen muss man natürlich mögen... Beste Alternative ist noch das Einrollen mit anderem Zeug in Wraps, wie schon von anderen hier erwähnt. Was für Variationsmöglichkeiten gibt's noch für Blattgemüse unterwegs?

    Gerne würde ich auch mehr Grünes auf Touren ohne täglichen Supermarktzugang einbauen. Test von Gefriertgetrockneten steht aus. Ist Matcha-Pulver vielleicht ne Möglichkeit?

  • Es gibt Spinatpulver, hat mich allerdings nicht sonderlich überzeugt. Wenn du an frischen Rucola kommst und noch etwas Olivenöl und Parmesan dabei hast, ergibt das doch ohne großen Aufwand und kulinarischen Ausrüstungsbedarf eine prima Pastasauce (eine leichte Schneidemöglichkeit ist allerdings ganz sinnvoll, z.B. über Faltschüsseln zu erreichen).

    Sinnvoll für die Vitamin- und Mineralstoffversorgung ist es (natürlich nicht gerade im Winter), sich mit essbarem Grünzeug vertraut zu machen und unterwegs zu sammeln - z.B. Vogelmiere, Giersch, Brennnessel, Löwenzahn, Spitzwegerich, Sauerampfer, Gänseblümchen, Knoblauchrauke. Jungpflanzen schmecken natürlich am besten, aber auch im Sommer bis Frühherbst findet sich da einiges.

  • Sinnvoll für die Vitamin- und Mineralstoffversorgung ist es (natürlich nicht gerade im Winter), sich mit essbarem Grünzeug vertraut zu machen und unterwegs zu sammeln

    Jepp! Ich vermute, dass die auch deutlich höhere Gehalte an sekundären Pflanzenstoffe als kultiviertes Gemüse haben (da mehr Stress durch Insekten, Kälte, Trockenheit etc. ausgesetzt).

    Behaarte Schaumkresse z.B. findet man in D schon sehr früh im Jahr.

    Ebenso Scharbockskraut, das vor der Blütezeit essbar sein soll (das hab ich aber bisher zur Sicherheit stehen gelassen).

  • Es gibt Spinatpulver, hat mich allerdings nicht sonderlich überzeugt.

    Spinat hat auch den Nachteil eines hohen Oxalatgehaltes (behindert die Calciumaufnahme), weshalb ich den nicht jeden Tag essen wollen würde, obwohl ansonsten super gesund.

    Die nächsten Versuche starte ich wohl mit gefriergetrocknetem Schnittlauch und Petersilie. Einfach zu bekommen und relativ komplementär (Amaryllisgewächs und Doldenblütler, nicht näher verwandt).

  • Sinnvoll für die Vitamin- und Mineralstoffversorgung ist es (natürlich nicht gerade im Winter), sich mit essbarem Grünzeug vertraut zu machen und unterwegs zu sammeln


    Ebenso Scharbockskraut, das vor der Blütezeit essbar sein soll (das hab ich aber bisher zur Sicherheit stehen gelassen).

    Die ersten Scharbockskrautblätter habe ich schon als Kind direkt im Wald genascht, die Mengen, ab denen es problematisch wird, sind schwer zu schaffen bzw. die positive Wirkung überwiegt, siehe Name. ;)

  • Ich vermute, dass die auch deutlich höhere Gehalte an sekundären Pflanzenstoffe als kultiviertes Gemüse haben (da mehr Stress durch Insekten, Kälte, Trockenheit etc. ausgesetzt

    Definitiv ist das so

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • die hellgrünen triebe von nadelhölzern sind gut (außer eibe).

    Bitte vorsichtig mit solchen pauschalen Aussagen. Es stimmt zwar, das Eibe das einzige heimische (!) giftige Nadelholz ist, aber in unseren Wäldern und vor allem im urbanen Raum stehen nicht nur heimische Gehölze. Zumindest Tuja und Scheinzypresse sind imho auch giftig und ich kenne beides auch als kleine flächige Bestände in deutschen Wäldern. Vermutlich gibt es aber noch mehr Exoten, die irgendwann mal als forstliche Versuchsflanzung angepflanzt wurden.

  • die hellgrünen triebe von nadelhölzern sind gut (außer eibe).

    Bitte vorsichtig mit solchen pauschalen Aussagen. Es stimmt zwar, das Eibe das einzige heimische (!) giftige Nadelholz ist, aber in unseren Wäldern und vor allem im urbanen Raum stehen nicht nur heimische Gehölze. Zumindest Tuja und Scheinzypresse sind imho auch giftig und ich kenne beides auch als kleine flächige Bestände in deutschen Wäldern.

    hast recht. nicht alles einfach so in den mund stecken. thuja hätte mich jetzt auch nicht versucht, das sieht schon so giftig aus …

  • Jan234 Ich kaufe unterwegs gerne kleine Chicorées oder Raddichio Köpfe. Einfach reinbeißen wie in einen Apfel. Bitterstoffe sollte man mögen. Ob die beiden in deine Definition von grünen Blattgemüse fallen, weiss ich allerdings nicht. Habe auch schon zu Eisbergsalat und diese Salatherzen gegriffen, wenn nichts anderes verfügbar. Nährstoffe vermutlich Mangelware. Ich find's einfach vom Kauen und Geschmack her super erfrischend und eine gute Abwechslung zu Riegeln, Wraps und Tütenfutter.

  • Ich kaufe unterwegs gerne kleine Chicorées oder Raddichio Köpfe. Einfach reinbeißen wie in einen Apfel. Bitterstoffe sollte man mögen. Ob die beiden in deine Definition von grünen Blattgemüse fallen, weiss ich allerdings nicht

    Esse ich beides sehr gerne, die Bitterstoffe sind sicher auch gut - aber die viele Sachen, die grünes Blattgemüse speziell so gut machen, sind wahrscheinlich eher nicht drin (Chloroplasten sind ja gerade unerwünscht bei Bleichgemüse ^^). Nitratgehalt wohl auch eher mau laut schneller Googlesuche. Und das gute Inulin (löslicher Ballaststoff) steckt leider in den Wurzeln.

    Trotzdem lecker :love:

  • Mehr Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorn helfen nicht nur bei der Regeneration...

    Ballaststoffe schützen auch gegen diverse Infektionen, insbesondere Darm-Keime – relativ neue Studie:

    Feeding your good gut bacteria through fibre in diet may boost body against infections
    A new study has found that the composition of your gut microbiome helps predict how likely you are to succumb to potentially life-threatening infection with
    www.cam.ac.uk

    Probiotika dagegen bringen nicht so viel.

    Lässt also vermuten, dass man sich gegen die "backcountry runs" bis zu einem gewissen Grad durch Ernährung schützen kann. Ne vergleichende Studie dazu bei Thruhikern wäre mal interessant ^^

  • Hydrier sie doch selber. Am Stück oder als Paste, die du dann als Bohnenpulver mitnehmen kannst. Kannst alle gängigen Bohnen/Hülsenfrüchte verwenden. Hab ich lange gemacht.

    Nach langem vergeblichen Online-Suchen nach dehydrated hier in Schweden jetzt dann endlich mal Selbstrocknen probiert, danke! Funktioniert super im Backofen, Klappe leicht geöffnet, 60 Grad, 3 Stunden. Und da eh schon gekocht, dürfte dabei auch nicht so viel Nährwert verloren gehen. Linsen super mit Couscous gemischt!

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