Unterschiede von Imprägnierter & normaler Daune

  • Vor einigen Jahren habe ich mir von Cumulus zwei Pertex-Säckchen mit imprägnierter und mit normaler Daune zum Testen zukommen lassen.
    Damals ging es mir darum, einen deutlichen Unterschied zwischen der normalen Daune und der imprägnierten Daune von Cumulus zu erkennen.
    Wie unterscheidet sich die Feuchtigkeits- und Wasseraufnahme und welche Daune trocknet schneller?

    Über mehrere Tage habe ich verschiedene Blackbox-Tests gemacht und dazu Messdaten gesammelt.

    Test 1

    Die Kissen wurden 18 Stunden maximal feuchter Luft ausgesetzt. Vorher wogen beide Kissen 12 g, jetzt wiegen beide 14 g.
    Erwartet hätte ich, dass die imprägnierte Daune weniger Feuchtigkeit aufnimmt.

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    Ein zweiter Test wäre, feuchtwarme Luft zu erzeugen und die Becher oben offenzulassen. Die Feuchtigkeit würde durch die Kissen ziehen, und nach 24 Stunden gäbe es wieder einen Vergleichswert.

    Test 2

    • Trockengewicht normale Daune: 14,66 g
    • Trockengewicht imprägnierte Daune: 14,03 g

    Die Daunenkissen haben die Öffnungen der Gefäße zu 99 % geschlossen.

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    Den ersten Testdurchlauf habe ich zu Hause gemacht, um zu ermitteln, wie warm das Heizkissen einzustellen ist. Dabei habe ich als Referenzwert ebenfalls die Feuchtigkeitsaufnahme der Daunen gemessen.

    • Raumtemperatur: 25–27 Grad
    • Wassertemperatur: 40 Grad
    • Testdauer: 9 Std.
    • Feuchtgewicht normale Daune: 15,75 g
    • Feuchtgewicht imprägnierte Daune: 15,04 g

    Test 3 im Kühlhaus
    (gleicher Aufbau wie oben)

    • Raumtemperatur: 12 Grad
    • Wassertemperatur: 30 Grad
    • Testdauer: 9 Std.
    • Feuchtgewicht normale Daune: 16,13 g
    • Feuchtgewicht imprägnierte Daune: 15,31 g

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    Nach der ersten Messung wurden die Daunen feucht eingepackt und 3 Stunden komprimiert gelagert. Das entspricht in etwa dem Vorgehen, wenn ich morgens auf Tour sofort aufbreche und den Daunensack erst später zum Trocknen auspacke.

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    Trocknungszeiten nach dem Auspacken, bei 25–27 Grad:

    • Nach 1 Stunde:
      • Gewicht normale Daune: 15,13 g
      • Gewicht imprägnierte Daune: 14,40 g
    • Nach 2 Stunden:
      • Gewicht normale Daune: 14,95 g
      • Gewicht imprägnierte Daune: 14,26 g
    • Nach 3 Stunden:
      • Gewicht normale Daune: 14,81 g
      • Gewicht imprägnierte Daune: 14,17 g
    • Nach 4 Stunden:
      • Gewicht normale Daune: 14,75 g
      • Gewicht imprägnierte Daune: 14,12 g
    • Nach 5 Stunden:
      • Gewicht normale Daune: 14,72 g
      • Gewicht imprägnierte Daune: 14,10 g
    • Nach 10 Stunden:
      • Gewicht normale Daune: 14,50 g
      • Gewicht imprägnierte Daune: 13,95 g

    In den ersten 1,5 Stunden des Trocknens habe ich alle 15 Minuten ein Foto vom Loften gemacht.
    Links: die imprägnierte Daune, rechts: die normale.

    (Bild 1: kurz nach dem Auspacken.)

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    Zum Vergleich hier eine Serie mit den trockenen Kissen, ebenfalls nach 3 Stunden Kompression.
    (Bild 1: kurz nach dem Auspacken.)

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    ... nach 15 Min.

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    ... nach weiteren 15 Min.

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    ...soweit meine ersten pseudowissenschaftlichen Erkenntnisse.
    Bisher erkenne ich nur eine Tendenz, dass die imprägnierte Daune etwas weniger Wasser aufnimmt und ein bisschen besser loften kann.

    Ich hatte erwartet, dass die imprägnierte Daune schneller trocknet und deutlich weniger Feuchtigkeit annimmt.
    Na ja, immerhin ist ein kleiner Unterschied erkennbar. Die Luftfeuchtigkeit hier bei uns im Obergeschoss liegt seit Tagen bei etwa 30 %. Das hat die vorhandene Feuchtigkeit in der Daune eher entsättigt und dürfte den Trocknungsprozess beschleunigt haben.

    Ich möchte gerne noch zwei Aspekte aus anderen Tests aufgreifen:

    4. Das Szenario eines kurzen Eintauchens ins Wasser – wobei mich die Wasseraufnahme bei mehrmaligem Untertauchen interessiert.

    5. Den Super-GAU eines komplett nassen Schlafsacks – gibt es hier Unterschiede in der Wasseraufnahme und im Trocknungsverhalten?


    Weiter geht es im streng wissenschaftlichen MythBusters-Stil.

    Test 4:

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    ... und für 5 Min. ab in die Plansche.

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    Es war in der kurzen Zeit bei beiden Kissen kein Loftverlust festzustellen.

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    Nach dem Abtrocknen der oberflächlichen Tropfen wirkten die Kissen sogar noch aufgeblasener als vorher! :/
    Jetzt erklär mir mal das.

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    Trockengewicht normale Daune, 13,95 g
    Trockengewicht imprägnierte Daune, 14,55 g

    Feuchtgewicht normale Daune, 15,33 g
    Feuchtgewicht imprägnierte Daune, 15,81 g


    Jetzt noch der simulierte Super-GAU.
    Test 5:

    Es war übrigens nicht einfach, die Kissen Unterwasser zu halten. Nun sind sie unter einem genau passenden Teller eingeklemmt.

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    Die Daunen bleiben über Nacht im destilliertem Wasser und werden hin und wieder durchgeknetet.
    Anschließend werden die Kissen nur ausgewrungen und im Schatten zum Trocknen gelagert.

    Da die Kissen mit »overfill« bestückt worden sind, glaube ich nicht, dass sie so schnell kollabieren würden wie eine Schlafsack-Füllung. Wenn jedoch die Daune nur locker in den Kammern liegt, könnte man viel eher sehen, wann der Loft in sich zusammenfällt.


    Es gibt endlich mal einen deutlichen Unterschied zu berichten.

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    Als ich heute Morgen die durchnässten Daunen zum Abtropfen ausgelegt habe, konnte ich feststellen, dass sich die normale Daune viel schwerer anfühlte als die imprägnierte. Vor dem Wiegen habe ich die Daunenkissen nicht ausgewrungen, sondern nur abtropfen lassen.

    Nassgewicht normale Daune, 162,2 g
    Nassgewicht imprägnierte Daune, 83,6 g

    Beim Hantieren mit den Kissen ist mir aufgefallen, dass sich die normale Daune zwar nass und schwer anfühlte, sich aber auch weich und »geschmeidig« in dem Kissen verteilte.
    Dagegen fühlte sich die imprägnierte Daune »fester« an und klumpte mehr zusammen. Die Verteilung im Kissen war leicht unregelmäßig.


    Die Kissen sind eine weitere Stunde abgetropft:
    Nassgewicht normale Daune, 106 g
    Nassgewicht imprägnierte Daune, 44,9 g

    nach dem Auswringen ist das Gewicht:
    Nassgewicht normale Daune, 29,45 g
    Nassgewicht imprägnierte Daune, 21,78 g

    überraschenderweise hat sich jetzt der haptische Eindruck genau umgekehrt.
    Die imprägnierte Daune verteilt sich schon nass viel fülliger im Kissen als die normale. Hier fühle ich im Kissen die üblichen kleinen Verklumpungen.

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    Links die imprägnierte, rechts die normale Daune.


    Offensichtlich war ich bisher im zu feinem Modus unterwegs! ;)


    Hurra,
    wenn die Daunen komplett nass werden oder kollabieren, erholt sich der Loft von imprägnierter Daune deutlich schneller.

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    Nach dem Auswringen ist das Gewicht:

    • Nassgewicht normale Daune: 29,45 g
    • Nassgewicht imprägnierte Daune: 21,78 g

    Es wurde ca. alle zwei Stunden gewogen:

    • Normale Daune: 27,82 g / Imprägnierte Daune: 19,95 g
    • Normale Daune: 24,62 g / Imprägnierte Daune: 17,51 g
    • Normale Daune: 23,69 g / Imprägnierte Daune: 16,93 g
    • Normale Daune: 20,19 g / Imprägnierte Daune: 15,72 g
    • Normale Daune: 18,22 g / Imprägnierte Daune: 15,14 g
    • Normale Daune: 17,43 g / Imprägnierte Daune: 14,87 g
    • Normale Daune: 15,86 g / Imprägnierte Daune: 14,50 g
    • Normale Daune: 15,37 g / Imprägnierte Daune: 14,40 g

    Nach 24 Stunden Trockenzeit würde ich die imprägnierte Daune als trocken einstufen. Die normale Daune empfinde ich immer noch als etwas klamm und leicht feucht.

    Wären die Füllungen in einem Schlafsack, könnten die imprägnierten Daunen wahrscheinlich schon vorher besser isolieren als die normale Daune.

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    Gewicht:

    • Normale Daune: 15,37 g
    • Imprägnierte Daune: 14,40 g

    Bei der Trockenzeit ist zu beachten, dass die Bedingungen mit 25 Grad Raumtemperatur und 30 % Luftfeuchtigkeit sehr gut waren.


    Wenn ich das letzte Ergebnis der Tests mit den vorangegangenen zusammenfasse, schneidet die imprägnierte Daune gar nicht so schlecht ab.

    Die ersten Tests haben ja so gut wie keinen Unterschied zwischen den beiden Daunensorten gezeigt. Das bedeutet, dass auch die positiven Eigenschaften – wie die Fähigkeit zur Feuchtigkeitsaufnahme während der Nacht – annähernd gleich sind. Das sollte bei der imprägnierten Daune ebenfalls zu einem ähnlichen Schlafklima führen und sie von Kunstfaserfüllungen unterscheiden.
    Zusammen mit der Möglichkeit, die Füllung schneller zu trocknen, ist das keine schlechte Option.
    Ich vermute, dass die imprägnierte Daune trotz allem immer noch pflegeaufwändiger sein wird als eine Kunstfaserfüllung. Hinzu kommt der höhere Kaufpreis und die noch vollkommen ungeklärten Inhaltsstoffe in der Imprägnierung.

    Bei den Nachbarn gibt es ein interessanten Beitrag von Western Mountaineering zum Thema behandelte Daune. Der CEO erläutert, warum das Unternehmen keine hydrophob behandelte Daune verwendet. Die wichtigsten Punkte sind:

    1. Langzeittests seit 2013: Die Ergebnisse zeigen, dass hydrophobe Daune weder notwendig noch besser ist als unbehandelte Daune.
    2. Füllkraft (Fill Power): Hydrophobe Behandlungen erhöhen künstlich die Füllkraft. Beispielsweise wird eine Daune mit ursprünglich 675 Fill Power durch die Behandlung auf 750 angehoben. Dies führt zu irreführenden Angaben und möglicherweise geringerer Füllqualität.
    3. Qualitätsunterschiede: Unbehandelte Daune ist optisch und haptisch hochwertiger, hat mehr Loft und bietet bei Feuchtigkeit nur eine graduelle Leistungsminderung. Behandelte Daune verliert ihren normalen Loft mit der Zeit deutlich schneller.
    4. Chemische Effekte: Die hydrophobe Behandlung verringert die Dichte der Daunenbündel. Dies erlaubt Herstellern, weniger Daune einzusetzen, was jedoch zu einem langfristigen Qualitätsverlust führt, da die Behandlung durch Nutzung und Waschen nachlässt.

    Das Unternehmen hält an unbehandelter Daune fest, da diese langfristig zuverlässiger ist und eine höhere Qualität bietet.

    Die Feststellung, dass imprägnierte Daune im Neuzustand besser loftet konnte ich ja ebenfalls beobachten. Für die Industrie ist es natürlich verlockend, günstigere Daunenqualitäten einzukaufen und diese zusätzlich mit dem „Feature“ der Imprägnierung zu bewerben.
    Das ist gut fürs Marketing, gut um die Schlafsäcke zu „unterfüllen“ und trotzdem ein ordentlich aussehendes Produkt verkaufen zu können. Aber auch gut für den Kunden, der seinen Schlafsack viele Jahre mit annähernd gleichbleibender Isolationsfähigkeit nutzen möchte?

    Bei Daune würde ich mich heute eher für ein Produkt entscheiden, was hochwertig ist und möglichst wenig industrielle Prozesse durchlaufen hat. Ich glaube, wenn man sein Daunen-Produkt mit etwas Aufmerksamkeit pflegt, wird es überdurchschnittlich lange halten.

    VG. -wilbo-

  • Es gibt auch die Theorie, wonach behandelte Daune aufgrund der chemischen Beschichtung schneller klumpt als unbehandelte. Leider ist mir kein Test hierzu bekannt.

    Es ist halt auch im Outdoor-Bereich nicht anders als anderswo. Die Qualität des Produkts muss schon irgendwie stimmen, aber sie stimmt noch schnell mal, wenn es beim Hersteller in der Kasse dröhnt und nicht bloss klingelt.

    Danke für den Test, da kann sogar BPL noch etwas lernen.

  • Vielen Dank für die Versuchsreihen und Ergebnissen!

    Diesen Versuch fand ich auch sehr interessant: Nikwax Down Proof in Daunenjacke einwaschen, Winter, Einweichen im Bach, Anziehen, Herumstehen ...

    Nikwax ist m.W. für recht umweltverträgliche Substanzen bekannt. Da finde ich die erreichte Wasserresistenz und den Isolationserhalt sehr erstaunlich.

  • N´Abend!

    Vorgestern habe ich bei Western Mountaineering nachgefragt, warum sie keine imprägnierte Daune verwenden.
    Netterweise durfte ich Jeremy direkt zitieren.

    Zitat

    Jeremy @ Western Mountaineering:

    Wir verwenden keine behandelten Daunen, und zwar aus einem einfachen Grund: Daunen sind bereits von Natur aus hydrophob. Die natürlichen Öle, mit denen Gänsedaunen beschichtet sind, sind für das Überleben der Gänse unerlässlich und unglaublich langlebig und effektiv. Behandelte Daunen schneiden kurzfristig etwas besser ab, wenn sie in Wasser getaucht werden (was bei einem Schlafsack letztlich ein unwahrscheinliches Szenario ist). Aber langfristig, nach 3-5 Jahren, neigen diese Beschichtungen dazu, sich abzunutzen und nehmen etwas von der natürlichen Widerstandsfähigkeit des Gefieders mit, das unbehandelt 15-20 Jahre und länger wasserdicht bleiben sollte. Im Grunde glauben wir (und haben dies nach über 50 Jahren in der Branche beobachtet), dass man die Natur nicht verbessern kann.

    VG. -wilbo-

  • Vielen Dank für die Versuchsreihen und Ergebnissen!

    Diesen Versuch fand ich auch sehr interessant: Nikwax Down Proof in Daunenjacke einwaschen, Winter, Einweichen im Bach, Anziehen, Herumstehen ...

    Nikwax ist m.W. für recht umweltverträgliche Substanzen bekannt. Da finde ich die erreichte Wasserresistenz und den Isolationserhalt sehr erstaunlich.


    Ein ähnlicher Versuch von Stefan Berger und ein paar grundlegende Infos.


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  • Moin!

    Von solchen medienwirksamen „Tests“ halte ich nicht viel.
    Jeder, der mal versucht hat seinen Daunenschlafsack in der Badewanne zu waschen, weiß wie schwer es ist, die daunen-gefüllten Kammern überhaupt unter Wasser zu drücken. Vom kompletten Durchnässen ganz zu schweigen. (Ähnliches habe ich ja sogar bei dem kleinen Kissen in Test 4 & 5 feststellen müssen).

    Auch der scheinbar so „authentische“ Test bei »MyLifeOutdoors» im Regen zeigt nur ein unvollständiges Bild. Selbst leichter Nieselregen kann die Füllung einer so toll imprägnierten Jacke in die Knie zwingen, wenn man sie nur oft genug komprimiert. (Was ja auf Tour hin und wieder vorkommt).

    Inzwischen finde ich es regelrecht ärgerlich, dass eigentlich sinnvolle Fragestellungen derart oberflächlich und unvollständig behandelt werden.

    VG. -wilbo-

  • Moin!

    Von solchen medienwirksamen „Tests“ halte ich nicht viel.
    Jeder, der mal versucht hat seinen Daunenschlafsack in der Badewanne zu waschen, weiß wie schwer es ist, die daunen-gefüllten Kammern überhaupt unter Wasser zu drücken. Vom kompletten Durchnässen ganz zu schweigen. (Ähnliches habe ich ja sogar bei dem kleinen Kissen in Test 4 & 5 feststellen müssen).

    Auch der scheinbar so „authentische“ Test bei »MyLifeOutdoors» im Regen zeigt nur ein unvollständiges Bild. Selbst leichter Nieselregen kann die Füllung einer so toll imprägnierten Jacke in die Knie zwingen, wenn man sie nur oft genug komprimiert. (Was ja auf Tour hin und wieder vorkommt).

    Inzwischen finde ich es regelrecht ärgerlich, dass eigentlich sinnvolle Fragestellungen derart oberflächlich und unvollständig behandelt werden.

    VG. -wilbo-

    Also meine Herangehensweise wäre eher, ein größerer Rucksack falls nötig und Kunstfaser. Interessanter wäre für mich, wenn mal jemand versucht ne nasse Daune auf Tour wieder zu trocknen. Ich denke es wird beim Versuch bleiben. Entweder ist die Daunenjacke nur für Pausen und das Lager oder es kommt Kunstfaser mit. Die Decathlon-Jacke ist da gar nicht mal schlecht.

  • Interessanter wäre für mich, wenn mal jemand versucht ne nasse Daune auf Tour wieder zu trocknen.

    Das habe ich tatsächlich schon oft und erfolgreich gemacht. Voraussetzung ist allerdings ein Wärmezelt mit einem geraden First, unter dem man innen eine Schnur spannen kann, über der der Schlafsack aufgehängt werden kann. Mir passiert es beispielsweise regelmäßig, dass der Schlafsack oben von der gefrorenen Atemluft flächig gefroren ist und sich auch innen gefrorene Klumpen tasten lassen. Dann hänge ich ihn bei 30 Grad auf und nach einer halben Stunde im geheizten Zelt ist er wieder trocken und kann eingepackt werden.

  • Interessanter wäre für mich, wenn mal jemand versucht ne nasse Daune auf Tour wieder zu trocknen.

    Das habe ich tatsächlich schon oft und erfolgreich gemacht. Voraussetzung ist allerdings ein Wärmezelt mit einem geraden First, unter dem man innen eine Schnur spannen kann, über der der Schlafsack aufgehängt werden kann. Mir passiert es beispielsweise regelmäßig, dass der Schlafsack oben von der gefrorenen Atemluft flächig gefroren ist und sich auch innen gefrorene Klumpen tasten lassen. Dann hänge ich ihn bei 30 Grad auf und nach einer halben Stunde im geheizten Zelt ist er wieder trocken und kann eingepackt werden.

    Danke.

    Ein beheiztes Zelt dürfte wohl die Ausnahme sein.

    Ohne Haus/Hütte /beheiztes Zelt habe ich allerdings kaum Hoffnung das einigermaßen in einem überschaubarem Zeitraum hinzukriegen.

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