Heute, am dritten Wandertag auf dem Schipbeekpad sind wir 18 km bis zum Bauernhof-Campingplatz De Bles nähe Markelosebroek gegangen. In wenigen Kilometern kreuzen wir den Pieterpad und werden auf diesen abbiegen. Die heutige Etappe war weniger von schmalen Pfaden als von Wirtschaftswegen geprägt, das ein oder andere Strässchen und die Kreuzung des Twentekanals auf einer großen Straße waren auch dabei. Es gab schicke Landhäuser, Bauernhöfe und viele Felder zu sehen, auf denen gerade Heu gemacht wurde. Insgesamt war es bis auf die letzten Kilometer, als es nur geradeaus ging, eine sehr abwechslungsreiche Etappe. Sehr sehr toll ist die Libellenvielfalt, die man am Flußufer beobachten kann. Sehen könnten wir braune, rote, schwarze, türkise, blauen; in allen Formen und Größen. Immer die Person, die vorne geht, kann besonders gut beobachten.
Aber Achtung! Es gab wieder keine Einkaufsmöglichkeiten und das Café mit den typischen. Gerichten (Schnitzel, Bitterballen, Salat mit Hühnchen) haben wir verschmäht, weil es an der lauten Straße lag.
Eigentlich wäre es echt gut gewesen, die Verpflegungsmöglichkeiten vorher zu checken, da wir auf dem Campingplatz mit Bistro, auf dem wir eigentlich unterkommen wollten, nur einen ziemlich abschüssigen Platz gab, wir aber dort nicht essen konnten, da wir bis zur Schließung der Rezeption zu dem danach angepeilten Campingplatz nur noch wenig Zeit hatten. Außer Pommes wollte uns die Küche auch nichts mitgeben. Aber egal. Hier, wo wir jetzt sind, ist es super. Es ist so eine Art Bauernhofcampingplatz mit Ziegen, tollen Blumen, nettem Besitzer - allein das Essen fehlt. Mittlerweile sind wir komplett blank, denn zum Abend gab es nur Chips (einzige Essware aus dem Campingplatz mit Bistro), geröstete Mandeln und M&Ms. Morgen kommen wir endlich an einem Supermarkt vorbei!
Einerseits fehlt mir die Planung, andererseits genieße ich auch, mit den Gegebenheiten zurecht zu kommen (es klappt ja alles) und nicht schon alles vorher zu wissen. Dank dieser anscheinend speziellen Campingplatzkultur mit den vielen vielen kleinen Plätzen ist das auch ohne Wildcampen möglich.