Isolationsjacke als halber Sommerschlafsack zu gebrauchen?

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  • Ich habe hier die Decathlon Kunstfaser Isolationsjacke (hat € 39,- gekostet) mit den Temperaturangaben -5 Grad bei Bewegung und +5 Grad in Ruhe.

    Wenn ich dazu eine warme Winterlaufhose anziehe, wäre es realistisch damit in Sommernächten ab 15 Grad aufwärts zu übernachten? (ich würde auf ner Schaummatte mit R=1,6 liegen)

  • wäre es realistisch damit in Sommernächten ab 15 Grad aufwärts zu übernachten

    Ja, wenn damit nicht acht Stunden durchschlafen gemeint sind, bei einer angemessenen Übernachtungsplatzwahl.

    Ich experimentiere selbst seit Jahren mit solchen Konzepten herum. Biwaksack mit Tarp für den Kopfbereich, Halfbag oder aktuell Alpha Direct 60 als Decke...

    In nicht zu exponiertem oder am Wasser gelegenen Terrain kann man damit auch mehrere Nächte hintereinander verbringen sofern die Temperatur auch stimmt, also lieber 15 statt 10 Grad C. Ich habe dabei für mich herausgefunden daß ein gewisser "Challenge"-Gedanke dazugehört um sich auch erholt zu fühlen, das macht viel aus für den nächsten Tag. Denn technisch funktioniert der Körper auch nach vier Stunden nächtlichem herumrollen, und gerade beim Schlafsystem oder Shelter kann mann viel Gewicht und Volumen sparen (das meiste?). Das "etwas" fehlt merkt man dann leider erst mitten in der Nacht, langsames herantasten ist da doch wichtig aber das weißt du wohl selbst.

    Witzig wie jedes Jahr nach den ersten heißen Tagen versucht wird den "schweren" Schlafsack oder gar Quilt loszuwerden, siehe auch den anderen Faden zum Vencer 200. Ich bin da keine Ausnahme ^^. Wäre ein Sammelfaden für alternative Schlafsysteme interessant?

               

  • Bauschige Watte (125 g/m²)."

    Also eher Watte schlechterer Qualität, weil ohne Angabe eines Qualitätsherstellers.

    Cumulus gibt für die Premium Isolierung Climashield® Apex mit einem Gewicht von 134 g/m² eine Komfort Temperatur von 8 °C an.

    Dynamic Zip Synthetische Schlafsäcke Cumulus® outdoor
    Ein ultraleichter Frühjahrs- und Sommerschlafsack. Das Climashield® Apex-Vlies bietet die Möglichkeit, den Schlafsack auch unter sehr feuchten Bedingungen…
    cumulus.equipment

    Ich selbst schlief mit ca 200g Daune in einer Jacke Größe L schon komfortabel bei Null Grad Celsius. Dazu eine billige China Daumenhose. Die Füße steckten im Rucksack. Darunter meine übliche Kleidung, die Füße waren in der restlichen eingewickelt.

    Wenn ich dazu eine warme Winterlaufhose anziehe, wäre es realistisch damit in Sommernächten ab 15 Grad aufwärts zu übernachten?

    Der Windchill und die Feuchtigkeit könnte dir da einen Schnippchen schlagen. Mit Regen oder Windhose dazu könnte man überlegen das anzugehen.

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Daumenhose

    Und die Finger? Und die Beine?!

    Aber im Ernst, die Laufhosen die ich kenne isolieren (zum Glück) kaum, sie sind höchstens windabweisend. Bei Bewegung passt das. Mit Kunstfaser oder Daunen gefüllte Hosen sind mit der Jacke dann wieder fast gleichauf mit einem Schlafsack, je nachdem wie geschickt man auswählt. Beim Gewicht meine ich.

  • OMM hatte doch mal mit dem "Mountain Raid" so ein System aus Jacke, Hose und Fußteil im Programm.
    Die Seite scheint bei mir gerade nicht richtig zu laden und die dazugehörige Jacke auch nicht mehr im Programm: https://theomm.com/de/homepage/einkaufen/swoof/name-raid/
    Es gibt aber noch ein Video auf dem das system zu sehen ist:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Vielleicht hilft dir das als start auf der suche zu weiteren erfahrungsberichten.

  • Genau, die OMM-Sachen. Sieht erst aus wie zum wandern ist aber doch Equipment für z.B. Bergrennen. Wenn man nur zehn Prozent der Zeit zum ruhen nutzt, statt dreißig Prozent zum schlafen funktioniert es sehr gut.

    Interessant ist ja wie man bei kühleren Temperaturen zurecht kommt.

    Eine Variante die ich probiert habe ist die Kombination aus langer Unterhose im Rucksack, nebst Daunenjacke mit Kapuze sowie einem Biwaksack, über den Tag getragen ein langes Oberteil mit Weste und langer Hose. Es wäre möglich daß man die lange Unterhose schon tagsüber braucht und die Weste gegen die Jacke tauscht. Dann kann es kurz vor Sonnenaufgang eng werden. Weiterlaufen.

    Die Unterhose unter die normale ziehen, trockene (!) Socken an, Weste als Hose anziehen, Jacke drüber, in den Biwaksack. Gute Isolierung zum Boden voraus gesetzt kommt man über die Runden. Eine dünne Mütze und Handschuhe helfen mehr als man vielleicht denkt.

    Alle Kleidungsstücke sollten sehr schnell trocknen, ich nutze die Liod-Sachen, die Weste von Nalehko ist mit Alpha 60 gefüttert. Biwaksack war der Ultralight Bivy, Jacke die Incredilite, beides von Cumulus. Alles zusammen dann aber auch ca. 600 Gramm, das Gewicht eines Schlafsacks.

    Und es wäre ja denkbar für den Schlafsack, außer auf Unterhose und Biwaksack, sogar auf die Jacke zu verzichten. Weiterlaufen.

  • Mein Gehirn gibt die genaue Information gerade nicht her, ich meine mich aber zu erinnern dass ich irgendwo mal einen halben Schlafsack gesehen habe. Genauer gesagt war es die untere Hälfte. Um das ganze schön mit der Jacke zu kombinieren war oben noch ein ungefüttertes Stück als überlappung zur Jacke.

    So eine Lösung wäre mir persönlich am sympathischsten. Habe mal bei höheren Temperaturen notgedrungen nur in Klamotten geschlafen weil der Schlafsack viel zu warm war. Fand ich nicht so toll, aber Jacke und halber Schlafsack könnte ich mir noch eher vorstellen.

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