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  • Ich bevorzuge es mit einer hohen läuferischen Fitness auf den Trail zu gehen. Mein Ziel ist es im Training vorher ca, 25-30% der Wanderkilometer pro Woche als Lauftrainingsumfang pro Woche zuhaben, schon ein paar Wochen cor dem Trail. Also ca.45-60km , wenn man auf den PCT geht.

    Aufteilung in 3-4 Einheiten die Woche. Ein Einheit kann auch durch einen Wandertag ersetzt werden.

    Ich habe für meinen Thru-Hike 2018 ebenfalls mit vielen Joggingeinheiten trainiert. Zu Beginn meines Thru-Hikes hatte ich dann aber doch mitunter erhebliche Probleme mit Shin-Splints und Plantar Fasciitis. Ich habe den Thru-Hike erfolgreich beendet, für mein größeres Projekt in 2021 dann aber von Joggingeinheiten fast komplett abgesehen.

    In meinen Augen ist das Training mit unterschiedlichen Rucksackgewichten, sowie gezielter Übungen für Bein, Knie, Fuß und Rückenmuskulatur deutlich effektiver, insb. Fuß- und Beinheber, sowie eine Stärkung der Oberschenkelmuskulatur zur Entlastung der Knie waren für mich Gamechanger. 2021 musste ich von Tag 1 an einen Schnitt von 50km über mehr als 200 Tage halten. Ich bin irgendwann wandertechnisch zu einer absoluten Laufmaschine geworden, joggen konnte ich aber tatsächlich kaum einen Meter. Für mich sind das doch zwei sehr unterschiedliche Paar Schuhe (wenn auch joggen natürlich für die allg. Fitness gut ist).

    Für das o.g. Projekt habe ich - vor einem Trainings-Thru-Hike auf dem Te Araroa von 3.000km - 3x täglich kleinere Trainingseinheiten an 6 Tagen in der Woche eingelegt. Begleitet von Sprint- und Intervalltraining, sowie kurzen 10km Touren mit doppeltem Rucksackgewicht, sowie längeren Touren ca. 25-30km mit Standardrucksack. Wer sich konkrete Übungen anschauen möchte, sollte u.a. mal nach "Chase Mountain" auf Youtube googeln. Er hat einige gute Übungen in petto.

    Einmal editiert, zuletzt von JP4 (26. Juli 2026 um 14:03)

  • Der PCT wird ab Methow Pass (inkl. Harts Pass) bis Northern Terminus gerade geräumt und in den nä. Tagen offiziell gesperrt!

    https://closures.pcta.org/closure/hHoU3938k3tT98vfXrV4

    Was ich mich immer wieder frage, wenn die Waldbrandsaison kommt (gerade ja auch sehr krass in Europa):

    Kann ich den PCT aus ethischen Erwägungen heraus überhaupt laufen? Eine Flugreise dorthin hat einen hohen CO2-Austoß zur Folge. Und genau dieser Fakt macht, dass dann (mittelbar) schwere Waldbrände wahrscheinlicher werden. Das gilt natürlich für jede Flugreise in die Ferne. Aber gerade bei Reisen, die durch von Waldbrand schwer bedrohte Gebiete führen, machen dies auf gedanklich extrem ungemütliche Weise deutlich. Würde ich dort, von fern her kommend, wandern würde, würde ich mich mitschuldig machen.

    Das sind so meine Gedanken... Ich würde den Trail eines Tages wahnsinnig gern laufen, fürchte aber, dass mir diese Verkettung dies unmöglich macht.

    Ich kenne das Argument, dass es schon helfen würde, weniger und bewusster nur dann zu fliegen, wenn es einem wirklich ausgesprochen wichtig erscheint. Gleichzeitig denke ich jedoch, dass dieses Argument fadenscheinig ist und die Dringendlichkeit konsequent klimaschützenden Handels ungut unterwandert - bedenkt man z.B., dass es für die Erreichung des 1,5 Grad-Zieles, dass wohl schon abgeschrieben werden muss, notwendig und gerecht wäre, dass jeder Mensch nur ca. 2,5 Tonnen CO2 pro Jahr verbraucht. Man kann viel hin und her rechnen, aber kommt kaum um die Tatsache herum, dass ein Flug schon ein Mehrfaches dieses Budgets verbraucht.

    Ich habe das alles noch nicht zu Ende gedacht, aber sehe noch nicht richtig den Ausweg aus dieser Form des Eigennutzes (tollen Trail Wandern, lang gehegten Traum erfüllen) im Verhältnis zu dem potentiellen Schaden für die Gesamtheit. Auch wenn der individuelle Beitrag zum Schaden nicht wirklich erheblich ist, habe ich doch die Maxime aus Kants kategorischem Imperativ im Kopf.

    ...schreibe ich als jemand, die schon 12 Jahre nicht mehr geflogen ist, großes Fernweh hegt und mit viel Begeisterung, Neugierde und Spannung ChristianS folgt. Also bitte nicht falsch verstehen, es geht mir nicht um moralische Verurteilung einzelner Wanderer, sondern um meine eigenen Gedankengänge, die ich teilen wollte.

  • Kann ich den PCT aus ethischen Erwägungen heraus überhaupt laufen? Eine Flugreise dorthin hat einen hohen CO2-Austoß zur Folge. Und genau dieser Fakt macht, dass dann (mittelbar) schwere Waldbrände wahrscheinlicher werden. Das gilt natürlich für jede Flugreise in die Ferne. Aber gerade bei Reisen, die durch von Waldbrand schwer bedrohte Gebiete führen, machen dies auf gedanklich extrem ungemütliche Weise deutlich. Würde ich dort, von fern her kommend, wandern würde, würde ich mich mitschuldig machen.

    Vielleicht solltest du genau deshalb den PCT (oder einen vergleichbaren Trail wandern).

    Ich weiß, dass hier im Forum gerne über "Kommerzialisierung" geschimpft wird, aber ich sehe es so. Es ist derzeit völlig klar, dass der Klimaschutz eine untergeordnete Priorität in der aktuellen politischen Weltlage einnimmt (und das meine ich überhaupt nicht wertend).

    Dadurch, dass wir den PCT wandern bleibt er von Bedeutung. Dadurch bleibt, oder wird die PCTA (oder vergleichbare Organisationen) zu einer Organisation deren Stimme Gewicht hat und wenn nun auch noch die lokalen Communities entlang des Trails vom Trail profitieren besteht überhaupt erst ein Interesse verstärkt in Klimaschutz u.ä. zu investieren, um genau diesen "Wirtschaftsfaktor" am Leben zu halten.

    Ich denke, dass wir mehr insgesamt Fernwanderwege, mehr Hiker und eine stärkere Vernetzung (u.a. auch mit wirtschaftsstarken Firmen) brauchen, wenn wir langfristig sicherstellen wollen, dass diese Trails nicht anderen (wirtschaftlichen) Interessen zum Opfer fallen. Wir sehen gerade in den USA bspw. durch die Roadless Rule, dass die Gefahr hier sehr real ist. Wenn wir uns nun aus den o.g. "ethischen Gründen" - die ich für nachvollziehbar halte - zurückziehen, dann überlassen wir genau jenen Organisationen und Interessen das Feld, die gegen unsere Interessen vorgehen wollen und werden. Genau das wird dann dazu führen, dass wir weniger Klimaschutz betreiben und noch mehr Waldbrände und Überschwemmungen bekommen.

  • Beitrag von WonderBär (26. Juli 2026 um 17:10)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Fehlender UL Bezug (26. Juli 2026 um 17:15).
  • Antonia2020

    Wenn wir alle, jeden einzelnen eingeschlossen, vielleicht nur alle 3-4 Jahre eine Flugreise machen würden, wäre es ja schon ein absoluter Gewinn, fürs Klima.

    Meiner Meinung nach, ist es nicht verwerflich, alle paar Jahre, über den großen Teich zu fliegen. Denn da kommt man sonst nur mit dem Schiff hin, zu extrem hohen Preisen und es ist sehr Zeitaufwendig.

    Mir sind vielmehr all diese Kurz- und Mittelstrecken ein Dorn im Auge.

    Die gehören einfach verboten. Es gibt einfach keinen Grund, mit dem Flieger aus Deutschland nach Südfrankreich oder Nordspanien zu fliegen.

    Es ist natürlich etwas Zeitaufwendiger, als zu Fliegen, aber man muss halt nicht nach Südeuropa, zum Wandern fahren/fliegen, wenn man nur ne Woche Zeit hat.

    Nach Marseille, kommt man mit der Bahn, von jeder Destination in Deutschland, innerhalb von einem Tag! Nur so als Beispiel.

    Da würde derart viel CO2 eingespart, wenn man diese Flüge verbieten würde. Es würde auch viel günstiger werden, wenn alle diese Entfernungen mit der Bahn zurück legen würden, denn dann würden auch zig mal so viele Züge eingesetzt, bzw Wagons angehängt.

    Das die Bahn so teuer ist (was sie per se überhaupt nicht ist, wenn man seine Tickets mindestens 2 Monate im Voraus Bucht), liegt unter anderem daran, das sie so wenig genutzt wird.

    Bremen-Mannheim-Marseille, früh gebucht, 94€ pro Strecke. Die Zugfahrt von Mannheim nach Marseille, kostet übrigens 92€. D.h. das man, wenn man die Strecke insgesamt bucht, von Bremen nach Mannheim 2€ bezahlt.

    Das alles allerdings mit Bahncard 25!

    Die kostet um die 50-70€ für ein Jahr. (bin gerade zu faul, den genauen Preis zu googeln)

    Das hat man nach ein bis zwei Fahrten, von nord nach süd Deutschland schon wieder raus. Wer Bahn fährt und keine Bahncard 25 hat, ist entweder reich, oder bescheuert! hahahahaha!

    Biker2Hiker

    Das mit dem Flieger, der auch ohne dich fliegt, ist ja wohl Nonsens, weisste selber, oder?

    Wenn viel weniger Menschen fliegen würden, dann würden auch weniger Flüge stattfinden.

    Diese Argumentation ist ungefähr so, wie in den 70ern, als es viele Menschen gab, die ihren Müll im Wald entsorgt haben, mit der Begründung, das das ja alle so machen würden.

    Macht heutzutage (fast) niemand mehr!

  • Biker2Hiker

    Das mit dem Flieger, der auch ohne dich fliegt, ist ja wohl Nonsens, weisste selber, oder?

    Nein. Ich habe hier 2 Flugtickets, einmal August und einmal September.


    Frage: Was passiert mit dem Flieger, wenn ich die Tickets jetzt und hier zerreiße und die Flüge nicht antrete?

    Antwort: Er fliegt trotzdem wie geplant.

  • Um Bend/ Sisters war es zumindest auch schon recht eng.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Er fliegt trotzdem wie geplant.

    Nicht wenn alle ihr Ticket zerreißen.

    Etwas überspitzt formuliert wohl das, was RaulDuke meinte. Und ich machs wie er, fahre Zug mit früh gebuchten Tickets. Ich bin noch nie geflogen und werde es wohl auch nie tun. Wenn jemand fliegen muss um sich dadurch seinen großen Traum erfüllen zu können finde ich das trotzdem in Ordnung. Umso mehr wenn man sich soviel Gedanken um die Auswirkungen seines Tuns macht wie Antonia2020 . Go for it!

    Mein Traum ist Norge på längs und Gröna Bandet. Das Thema Training und Ernährung für die Langstrecke ist deshalb auch für mich interessant und ich hoffe auf weitere Erfahrungen und Inspiration in diesem Thema. Mit 47 Jahren muß man auch schon gucken wo man bleibt, und ich komme gerade von einer nur vierwöchigen Wanderung im Setesdal. Wirklich nahrhaftes Essen und Möglichkeiten zur Regeneration waren da für mich der Schlüssel zum Erfolg.

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