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  • Moin!

    Jaaa, schon wieder PCT. Wer es nicht mehr hören mag, kann gerne wo anders weiter lesen! ;)

    Der Trail ist ja hinlänglich bekannt und im Netz und auf SocialMedia finden sich Tonnen an Informationen. Dennoch möchte ich hier diesen Faden aufmachen, da sich doch einige Dinge im Laufe der Jahre geändert haben und vielleicht gibt es auch hier jemanden, der dieses Jahr startet?

    Für mich ist der PCT seit über einem Jahrzehnt mein Sehnsuchts-Trail, aber aufgrund familiärer und beruflicher Situation konnte ich es bisher nie verwirklichen. Für 2026 habe ich nun endlich ein Sabbatical genehmigt bekommen und der Sohnemann ist auch selbstständig im Studium, also auf geht´s! Leider ist die politische Lage nicht mehr so einladend, aber ich will es dennoch versuchen. Schließlich ist man die längste Zeit in der Kalifornischen Botanik unterwegs. Wenn die Einreise nicht klappt, wird es ein europäischer Trail wie z.B. der Hexatrek.

    Geplant ist der klassische NoBo, als Startdatum habe ich schon fest den 4. April und das Interview zum Visum ist am 23. Januar. Kann also noch schiefgehen 8)...

    Meine Packliste ist quasi auch fertig, es wird nur noch etwas Feintunig erfolgen: Klick
    Für weitere Anregungen und Ideen bin ich natürlich offen.

    Wenn dann das Visum zugesagt wird, mache ich mich ans Buchen vom Flug (möglichst ein Direktflug nach San Diego), der ADAC Auslandskrankenversicherung, dem Trail-Shuttle, dem Bear-Vault, etc. Vielleicht kommen in dem Zuge noch Fragen auf, z.B. ob jemand eine gute günstige Unterkunft in SanDiego kennt, in der Nähe von OldTown Station, an der das PCT-Shuttle abfährt. Auch das Thema Mobilfunk ist für mich noch nicht final klar, da gibt es ja mit Mint, Visible, etc. diverse Optionen.

    Der aktuelle Fokus liegt also erstmal auf dem Interview-Termin, dazu muss ich noch ein wenig die aktuellen Nachweise zur Finanz-Lage vorbereiten und dann heißt es Daumendrücken!

  • Ich wünsche ganz viel Erfolg beim Visum :)
    Ich war letztes Jahr auf dem PCT und beantworte gerne alle möglichen Fragen.

    Ich hatte auf jeden Fall auch Zweifel wegen der politischen Situation.
    Es hat sich aber herausgestellt, dass es vor allem auch spannend war mitzubekommen wie es den Leuten vor Ort so geht.


    Edit:
    Zur Packliste, Kopfhörer für Musik und eine Cap wären noch Sachen die ich an deiner Stelle überlegen würde mitzunehmen.
    Cap, weil ich dadurch massiv Sonnencreme im Gesicht einsparen konnte.
    Kopfhörer, weil es immer wieder Abschnitte gab in denen ein bisschen Unterhaltung nicht schlecht war.

    Den Regenschirm als Sonnenschutz würde ich nochmal überdenken.
    Ich hatte keinen und hab ihn von Campo bis KMS eigentlich nur 2x vermisst.
    Das waren jeweils steile Anstiege in der Mittagssonne an extrem heißen Tagen.
    Ansonsten habe ich immer wieder Leute getroffen die welche dabei hatten aber eigentlich doch nicht benutzt haben.
    Es ist relativ oft sehr windig in den ersten 700 Meilen. Da macht der Regenschirm dann kein Spaß.

    2 Mal editiert, zuletzt von DJ Squirrel (11. Januar 2026 um 12:25)

  • Kopfhörer für Musik und eine Cap wären noch Sachen die ich an deiner Stelle überlegen würde mitzunehmen.

    Oh ja, danke für den Hinweis! Warum das Cap aus der Packliste rausgefallen ist, weiß ich auch nicht. Das kommt auf jeden Fall mit, benutze ich täglich. Kopfhörer gehören noch zum Finetunig-Umfang, da werde ich wohl leichte mit Kabel nehmen.

    Den Regenschirm als Sonnenschutz würde ich nochmal überdenken.
    Ich hatte keinen und hab ihn von Campo bis KMS eigentlich nur 2x vermisst.
    Das waren jeweils steile Anstiege in der Mittagssonne an extrem heißen Tagen.
    Ansonsten habe ich immer wieder Leute getroffen die welche dabei hatten aber eigentlich doch nicht benutzt haben.
    Es ist relativ oft sehr windig in den ersten 700 Meilen. Da macht der Regenschirm dann kein Spaß.

    Ja, darüber habe ich auch viel nachgedacht und habe ihn schon oft rein und raus genommen. Was du schreibst, sagen viele. Aber ab NorCal habe ich so viele Burnzones in den Videos gesehen, wo die Leute ohne den Baumschatten in der Hitze ächzen. Auch für den einen oder anderen (Hagel-)schauer finde ich einen Schirm nett und schließlich ist er als zusätzlicher Wetterschutz am vorne offenen Tarptent gedacht, falls der Wind dreht und es Niederschlag gibt. Bin mir aber immernoch unsicher, ob ich den Schirm wirklich _brauche_...

  • Hallo ChristianS,

    ich freue mich sehr mit Dir, dass Du Dich Deinem Traum in großen Schritten näherst.

    Vielen Dank für den Einblick in Dein Gepäck - sooo cool, was Du Dir da überlegt und zusammengetackert hast. Die Wasserbehälter-Kopfkissen-Idee muss ich unbedingt mal ausprobieren!

    Den Rucksack hast Du auch selbst genäht? Mensch, dann wird es echt Zeit, dass Du loskommst. Daumen werden für den Botschaftstermin fest gedrückt.

    Kompressionsstulpen finde ich einfach nur genial und nutze die auch häufig.

    Du hast ein Mikrofon dabei. Heißt das, Du würdest uns mitnehmen, wenn wir alle Deinen yt-Kanal abonnieren? Aus gesundheitlichen Gründen werde ich solche langen Wanderungen vermutlich nicht mehr machen, um so mehr genieße ich die Vlogs jener, die auf PCT, CDT und AT unterwegs sind.

    Madison Blagden (PegLeg), die als erste Frau die Border-to-Border-Calendar-Year-Triple-Crown sich erwandert hat, war kreuzunglücklich, als sie ein paar Tage schirmlos war. 10.000+ Meilen _mit_ Schirm sprechen für sich. Insbesondere, wenn Du noch ein paar cm Shock-Cord und zwei Tankas mitnimmst, um händefreien Schatten zu haben.

    Happy trails - bin gespannt, von Deinen Erfahrungen zu lesen/hören/sehen.

  • ich freue mich sehr mit Dir, dass Du Dich Deinem Traum in großen Schritten näherst.

    Danke! Ich schwanke oft zwischen Vorfreude, einem surrealen Gefühl und dem Pessimismus: Ach, irgendwas kommt bestimmt noch dazwischen ;)

    Den Rucksack hast Du auch selbst genäht?

    Ja, habe ich auch hier im Forum vorgestellt.

    Du hast ein Mikrofon dabei. Heißt das, Du würdest uns mitnehmen, wenn wir alle Deinen yt-Kanal abonnieren?

    Im Moment habe ich tatsächlich noch den guten Vorsatz ein Videotagebuch zu führen und auf meinen YT-Kanal hochzuladen. Aber ich will mich dabei nicht unter Druck setzen lassen, ich mache das soweit ich Lust habe und wie es die Umstände erlauben. Ihr dürft das gerne auch ohne Abo angucken, der Kanal soll nicht kommerzialisiert werden :*

    Madison Blagden (PegLeg), die als erste Frau die Border-to-Border-Calendar-Year-Triple-Crown sich erwandert hat, war kreuzunglücklich, als sie ein paar Tage schirmlos war. 10.000+ Meilen _mit_ Schirm sprechen für sich. Insbesondere, wenn Du noch ein paar cm Shock-Cord und zwei Tankas mitnimmst, um händefreien Schatten zu haben.

    Tja, es gibt eben auch gute Argumente für einen Schirm... Befestigungsschlaufen habe ich tatsächlich schon vorbereitet :)

  • Im Moment habe ich tatsächlich noch den guten Vorsatz ein Videotagebuch zu führen und auf meinen YT-Kanal hochzuladen. Aber ich will mich dabei nicht unter Druck setzen lassen, ich mache das soweit ich Lust habe und wie es die Umstände erlauben. I

    wollte beim Lesen direkt hinzufügen "no pressure" , aber das hast du ja schon selber erwähnt. Wenn es was zu sehen gibt (auch kurze Tagebuch Snippets, es muss nicht immer das heldenhafte PCT-Epos in Spielfilm Länge sein! ) freuen wir uns, aber es ist deine Reise und so sollte es auch im Vordergrund stehen, dass du deine Kraft einteilst wie es dir beliebt.

  • Wow, danke für den Link zum Rucksack. Das ist ja ein echtes Kunstwerk. All die Details, die genau auf Dein Setup abgestimmt sind. Echt top.

    Nein, es soll ja die Wanderung und Deine Erfahrung das wichtigste sein - keine durchgestylte Video-Produktion. Solche Vlogs gefallen mir um Längen besser.

    Vor drei (?) Jahren habe ich das erste Mal so einen Reise-Vlog gesehen und ich hab es so genossen, was Stefan (?) gezeigt hatte. Wohl wissend, wieviel Arbeit dahinter steckt. Oder im letzten Jahr Sebastian (Indy), der zwischendurch viele Infos zum Langstreckenwandern, Tour-Vorbereitung etc. geteilt hat.

    Kein Stress. Ich dachte nur, ich frag mal nach. 😬😊

    Eine aufregende Zeit... 🍀

  • Eine Verständnisfrage: Einen Bärenkanister braucht es nicht zwangsläufig, oder warum fehlt der noch in Deiner Liste?

    Einen Bärenkanister braucht man tatsächlich zwingend auf dem Abschnitt der High Sierra. Macht dann +1kg. Da es aber kein Dauer-Gegenstand ist und die ersten ca. 1000km ohne Bärenkanisterzwang sind, habe ich ihn nicht in der Basis-Liste. Für die hohen Berge kommen ja evtl. auch noch Microspikes und Eisaxt hinzu, je nach Schneefall in diesem Winter und Zeitfenster, wann ich dort eintreffe.

  • Ich wünsche dir viel Erfolg und eine großartige Zeit!

    Was mir aufgefallen ist: es gibt das Vic auch mit Nagelknipser. Falls du da keine andere Lösung außer die Schere an einem Vic wäre das vielleicht eine Überlegung wert :)

  • Schicke (und ausführliche!) Liste. Eine Frage zum Liod Shirt: Wie warm ist das? Ich habe aus dem gleichen Stoff das Longsleeve (Brezza) als Base Layer für den Herbst bis Frühling, im Sommer hingegen nutze ich das Columbia Silver Ridge Lite Hemd, da das viel luftiger ist. Als Schlaf-/Wechselshirt ist mir das im Sommer zu warm. Hatte über dein T-Shirt nachgedacht aber habe da meine Bedenken wegen meiner Erfahrungen mit dem Longsleeve.

  • Sehr ambitionierte Liste!
    Dein Plan ist durchgehend stoveless und coldsoak?
    Meine Erfahrung: ich habe den Schirm nur 2x benützt - 1x gegen Sonne und 1x 20min Regen in der Sierra.
    MIt der langen Xmat braucht es nicht unbedingt ein Groundsheet.

    Und bei Wasserflasche als Kopfkissen - das kann kalt werden :(

    Wie hast du deinen Resupply geplant, vor allem Schuhe?

    Ich plane ja mein PCT Revival für 2027 und hole mir so neue Ideen :)

    Das Interview und Visum ist sicher kein Problem (wenn du keine auffällige Vergangenheit hast) - wenn dann eher bei der Einreise. Ich habe aber 3x ohne Probleme die ganzen 6 Monate ohne viel Nachfrage bekommen (SanDiego, LasVegas und Portland).

    Wünsche dir eine wundervolle Zeit am Trail mit ganz viel Erlebnissen und ein schneearmes Jahr - im Moment noch nicht ganz abschätzbar, unter average.

  • Eine Frage zum Liod Shirt: Wie warm ist das?

    Tja, schwer zu sagen. Ist zum Unterziehen an kühlen Tagen gedacht oder als Schlafshirt an warmen Tagen. Ich habe bisher nicht den Eindruck gehabt, dass es krass wärmt. Aber die super geringe Feuchtigkeitsaufnahme gefällt mir sehr.

    Wenn sich das als Schlafshirt an warmen Tagen eignet sind alle meine Fragen beantwortet. Dankeschön und viel Spaß und Erfolg auf deinem Abenteuer.

  • Tja, schwer zu sagen. Ist zum Unterziehen an kühlen Tagen gedacht oder als Schlafshirt an warmen Tagen. Ich habe bisher nicht den Eindruck gehabt, dass es krass wärmt. Aber die super geringe Feuchtigkeitsaufnahme gefällt mir sehr

    In meiner Standardpackliste ist das Liod T-Shirt ebenfalls drinnen. Für unter Tags ist es am PCT definitiv zu warm würde ich behaupten.

    Bei mir ist es zu 90% als T-Shirt für die Nacht zum Schlafen gedacht. Wobei es in den wärmeren Sections am PCT bzw. spätestens nach der Sierra eher zu warm sein wird in den Nächten. Im Spätsommer/Herbst ab Washington könnte es wieder passen.

    Was ich am Liod schätze ist, dass es so schnell trocknet und wärmt. Die Eigenschaften sind vorallem an kühlen und feuchteren Tagen super (wirst du am PCT aber kaum haben). Wenn ich morgens bei kühlem/kalten Regen im Zelt ausfwache, dann lasse ich meist das Liod Nachtshirt als unterste Schicht an und verwende es ausnahmsweise auch zum Wandern. Wenn es den ganzen Tag regnet, klappt es Abends sogar, dass ich damit wieder mit feuchtem Liod ins Zelt krieche, meine Sachen erledige, Iso überstreife und das Shirt in Minuten trocken ist und ich nicht unterkühle. Diese Eigenschaften habe ich z.B. letztes Jahr am AZT bei Schnee- und Schneeregentagen zu schätzen gelernt. Deshalb kommt es heuer auch auf den CDT mit. Auf den PCT würde ich persönlich aber eher ein dünneres/kühleres Schlafshirt mitnehmen.

    Zum Wandern unter Tags finde ich es u.a. nicht ideal, weil das Material sehr rau ist und das in Kombination mit den Nähten an den Schultern mit der Zeit etwas unangenehm wird unter den Schultergurten. Einzelne Tage oder Stunden geht das, aber einen ganzen Thru würde ich mir das nicht geben. Ich denke da hast du zumindest zu Beginn recht wunde Schulterpartien.

    Weg als Ziel | mein Blog (privat) - Tourenberichten, Ausrüstungstests, Tipps & Tricks

    Tidy Gear | mein Webshop (gewerblich) - Ultraleichte Trail Gaiter Gamaschen, Rucksack Liner, und anderes

  • Mr.Tidy "Was ich am Liod schätze ist, dass es so schnell trocknet und wärmt."

    Das ist meiner Erfahrung nach aber nur der Fall wenn man es feucht/nass auf der Haut lässt. Es fühlt sich trotzdem warm und trocken an und trocknet echt schnell. Nass "über die Leine gehängt" isses am nächsten Morgen genau wie andere Kunstfasern immer noch feucht/nass, mehr oder weniger, je nach Witterung und Temperatur natürlich.

    Hab ne Schraube locker, so hat das Leben etwas Spiel

  • Vorsicht mit generellen Temperaturangaben für den PCT. Von wegen "it never rains in southern California". Dem habe ich zu lange geglaubt.

    2019, ein La-Niña-year, regnete (nicht nur schauerte) es u.a., als ich gerade das Aqueduct lief; vor Tehatchapi gab es Mitte Mai einen Schnee"sturm" von Abend bis Mitternacht. In Tehatchapi warteten danach viele Hiker mehrere Tage in den Hotels darauf, dass der Sturm und der ständige Regen nachlassen und die Temperaturen wieder zweistellig (Celsius) werden. Ich auch für 3 Nächte. Dick´s Sporting Goods hatte keine Regenhosen mehr, deswegen habe ich dann mein Groundsheet als Regenrock über der Windhose getragen. Und selbst am 26. Mai, noch vor Walker Pass, gab es eine Nacht ganz gut Neuschnee. Der taute aber im Laufe des Tages weg.

    Das erste Foto ist an einer Stelle, an der "üblicherweise" ein roter Trailangel-Sonnenschirm aufgespannt ist und oft ein Wassercache zu finden ist - oder andere Köstlichkeiten - nach der heißen Aquaeduct-Wanderung. Etwa Meile 550. Das zweite ungefähr Meile 630 oder so.

    .

    Den üblichen Euroschirm hatte ich auch dabei. Er ist toll. Nicht Doppel-, sondern Tripel-use.
    In der südkalifornischen Wüste habe ich ihn vor allem als Regenschirm verwendet, an sonnigen Tagen aber auch mal gegen die Sonne. Weniger gegen die Hitze, es war in dem Jahr dort nicht heiß, aber ich bin ein Bleichgesicht.
    In Nordkalifornien und in Oregon (da bin ich hingeflipt) war er besonders in abgebrannten Gebieten ein guter Hitze- und Sonnenschutz. In der Sierra danach (dorthin geflopt) hätte ich ihn nicht gebraucht - aber da ich Autogramme auf dem Schirm gesammelt hatte, mochte ich ihn dann nicht einer Hikerbox stiften.
    Wat wiecht dit Teil? 200? Büschen schwer für'n Autogramm-Zettel...:/

    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

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