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  • Mit Ponchos hatte ich eigentlich abgeschlossen, das Geflatter war nicht so meins.

    Jetzt bin ich aber immer wieder über Einweg-Ponchos gestolpert, die gibt's ja fast überall. Und in Allgemeinen <50 g.

    Da dachte ich mir: Bei warmen Temperaturen und wenn man eher seltene Schauer als langanhaltenden Regen erwartet, könnte das ja vielleicht doch die Regenjacke ersetzen, insbesondere wenn auch ne Windjacke dabei ist. Z.B. in Mittelmeer-Gegenden.

    Ich bin mir sicher, die Dinger halten mehr als nur eine Nutzung aus, wie ja auch eine stinknormale Plastiktüte. Löcher müsste man auch ganz gut kleben können. Und nach einer Tour kann man sie ja dann ersetzen.

    Ist jemand mit Einweg-Poncho unterwegs? Unter welchen Bedingungen?

    extremspaziergaenger , hab ich das richtig gesehen, dass Du bei Deinem Ost-Thru so einen dabei hattest?

    ...Nur der Vollständigkeit halber auch noch der Verweis zum ausführlicheren Faden zu Regenkleidung:

    Gernstl
    5. November 2025 um 11:23
  • Jan234 4. Januar 2026 um 13:37

    Hat den Titel des Themas von „Einweg-Poncho“ zu „Einweg-Ponchos“ geändert.
  • Ich habe einen Einwegponcho im alltäglichen Leben fast immer dabei. Manchmal in der Brusttasche der Jacke, meist aber in meinem EDC (every dy carry) - Täschchen mit Smartfone, Schlüssel, Portmonnaie usw.

    Der Regenponcho hat mich schon oft bei unerwartet einsetzendem Regen trocken gehalten, bei warmem Wetter und / oder Bewegung ist er jedoch eine gräßliche Schwitztüte.

    Das Zusammenfalten nach Benutzung ist nicht ganz einfach, dafür sind aber Gewicht und Packmaß unschlagbar.

  • Ich habe bei Tagestouren eigentlich immer so ein Ding im Rucksack. Nur für den Notfall. Ausser es ist schon fix mit Regen zu rechnen, dann wähle ich eine professionelle Lösung.

    Ist mir schon ein paar mal sehr gelegen gekommen wenn man trotz sommerwetter plötzlich in einem Gewitter steht. Auch der Rucksack bleibt trocken.

    Für längere Touren wähle ich zwar auch oft den Poncho, aber nicht die Einwegvariante. Nicht robust genug für eine geplante mehrfachverwendung und die Kapuze ist auch nicht besonders. Kann man nicht festziehen. Mütze oben drauf löst das Problem zwar, aber dann hat man die Folie direkt auf dem Kopf... bei mir also direkt auf der Haut.

  • Ist jemand mit Einweg-Poncho unterwegs? Unter welchen Bedingungen?

    extremspaziergaenger , hab ich das richtig gesehen, dass Du bei Deinem Ost-Thru so einen dabei hattest?

    ja war ich. die leidige Frage nach der Regenbekleidung - eine stetige Begleitung:S

    Bin wieder mit einwegponcho unterwegs - esi ist so geil und doof wie es eben mit den dingern ist:; topp belüftung, handling, k.i.s.s., sie sind leicht, billig, (fast) jederzeit gut zu ersetzen, mini packmaß (1 eus für 40 gr) - ein UL Traum. deshalb habe ich einen ;)

    EIn Alptraum bei Wind - und zum Anziehen bei Wind (so geschehen auf den NST Strand Kilometern dieses Jahr) ; Haltbarkeit fürn A*sch (ja, kannste kleben oder eben wegwerfen); anziehen schwierig, eben weil nicht stabil - ein fortwährendes Achtsamkeitstraining, nicht hängen zu bleiben und den kaputt zumachen; anziehen bei Nässe schwierig, weil klebt noch mehr aneinander als schwerere Materialien; weil es so klebt bei Nässe, schwieriger zu trocknen m.E. als Silnylon oder DCF, weil aih das kärftige ausschütteln zu Materialschäden führen kann; Regenschutz - naja, was sind die Standards? es hat auf dem zitierten OstThru genau so versagt, wie alles andere was ich bisher auch hatte, 2-4 Stunden Starkregen heißt eben auch sehr nass zu sein (nicht klatschnass, aber eben auch mehr als feucht). die Kapuze ist bei meinem nicht justierbar, was ich als Manko empfinde, habe aber als Kappenträger die mit Gummi am Kappenschirm festgemacht ;)

    Nichtsdestotrotz: Ich bleib beim Poncho - auch bei mehrfachnutzbaren Einwegponcho. Meine Frau hatte einen recht stabilen vor zig Jahren auf dem INT dabei, mehr wie Material aus blauen Müllsäcken, der war etwas schwerer, aber ziemlich robust - sowas suche ich.

    Auf den ersten Kilometern Ost-Thru hat es immer wieder - teilweise Unwetterwarnungsmäßig viel geregnet. Den Poncho nutze ich nicht dafür um Strecke zu machen, sondern nur um von Unterstand zu Unterstand zu kommen - auch bei Starkregen (macht eben nicht so viel Spaß) - dennoch bleibe ich erstma dabei, in Kobi mit Schirm ne Gute Nummer. Ich hatte für den Ostthru nochn ne leichte "Regen"hose von Raidlight (80gr) (eher ne schwere Windhose mit DWR) und den Schirm habe ich mir nach ein paar Tagen und Einsicht bei Rossmann dazugekauft. das hat okay gut geklappt . Die nassen Füße haben mir mehr Probleme gemacht :)

  • Ich war viel auf Mittelgebietswanderungen mit Einwegponcho unterwegs. Allerdings mit einem aus der Rödeldödel-Ladenkette "Tiger". Wiegt 80 g, ist aber etwas stabiler und hat eine dünne Schnur in der Kapuze.

    Bei Mordsgewittern auf dem Rothaarsteig (zwei Tage nacheinander) gut, bei Nieselregen nervig, weil man dann drunter schwitzt. Ich hab mir nach der ersten Tour (Hermannshöhenweg, lange her) eine wasserabweisende Windjacke zugelegt. Wenn's nur so minimal nieselt, ist die am Start. Wird es richtiger Regen, dann der Poncho.

    In Deutschland, wo halt Ersatz leicht zu beschaffen ist, und bei nicht-alpinen Einsätzen gibt's für mich keinen Grund für andere Regenkleidung ( mit Ausnahme des Regenrocks, aus ner knisterigen Mülltüte gebaut wiegt der unter 20 g. Und er ist wie der Poncho immer im Alltagsrucksack dabei.

  • Ein leichter Nicht-Wegwerf-Poncho wiegt unter 200g. So Wegwerf-Müll zu verwenden, wo es nicht sein muss, halte ich für verwerflich.

    Ach, wo es nicht sein muss...wie z. B. beim freezerbag-cooking oder natürlich die ganzen ziplocks, um Gewicht zu sparen.🙄

    Ich hab mal eben nachgeschaut, mein 80 g "Einwegponcho" ist jetzt seit 2012 (!) im Einsatz. In D, maximal Mittelgebirge. Einmal geklebt an der Seite.

    Nur weil etwas "Einweg" heißt, heißt das nicht, dass man es wegwerfen muss.

    Leichte Nichtwegwerfponchos unter 200 g - da hätte ich gern mal einen Link zu etwas Bezahlbarem in dieser Liga. Also kein DCF. Oder dreistellige Summe. Denn - solch löbliche Einstellung zur Rettung der Umwelt muss man sich schlussendlich leisten können. Wenn man's kann , dann fällt die moralische Entrüstung natürlich leicht...

  • Ein leichter Nicht-Wegwerf-Poncho wiegt unter 200g. So Wegwerf-Müll zu verwenden, wo es nicht sein muss, halte ich für verwerflich.

    Leichte Nichtwegwerfponchos unter 200 g - da hätte ich gern mal einen Link zu etwas Bezahlbarem in dieser Liga. Also kein DCF. Oder dreistellige Summe. Denn - solch löbliche Einstellung zur Rettung der Umwelt muss man sich schlussendlich leisten können. Wenn man's kann , dann fällt die moralische Entrüstung natürlich leicht...

    Aricxi Poncho im feschen Silber mit UV-Schutz. Hat sich bei mir im Hochgebirge bewährt als Poncho, Groundsheet und Tarp. 190 g für 25€ bei Aliexpress. (Danke Stromfahrer)

  • Nur weil etwas "Einweg" heißt, heißt das nicht, dass man es wegwerfen muss.

    Sicher, aber für langes Leben ist es wohl gar nicht erst konzipiert.

    Leichte Nichtwegwerfponchos unter 200 g - da hätte ich gern mal einen Link zu etwas Bezahlbarem in dieser Liga.

    Ich weiß nicht, was für Dich als bezahlbar gilt, aber ich hab z.B. nen 3F von vor Jahren - also lange genug, dass ich nicht mehr weiß, was der gekostet hat, aber es war nicht viel - über Ali mit 200g und einen STS mit 149g, auch wenn letzterer nicht so ganz günstig war.

    solch löbliche Einstellung zur Rettung der Umwelt muss man sich schlussendlich leisten können.

    Ich sehe das anders. Wir können uns alles andere nicht mehr allzu lange leisten. Die ganze Strategie mit billig kaufen und bei Bedarf einfach ersetzen, galt mal als wirtschaftlich veritabel, aber diese Illusion kann man nur aufrecht erhalten, wenn man die Auswirkungen auf unseren Lebensraum nicht mit einberechnet. Ja, Dein vereinzelter Wegwerf-Poncho spielt keine Rolle im großen Ganzen. Ich hab auch zu viele Nicht-Wegwerf-Ponchos und anderes Zeug. Hat auch Auswirkungen. Nichts desto trotz bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass man besser wenig Zeug von guter Qualität anschafft, wobei Lebens- und Nachlebenszeit mit beachtet werden sollte. Diese Erkenntnis möchte ich gerne teilen. Reicht doch, wenn einer den Fehler gemacht hat.

    Und auch bei aller Liebe zu UL, die 100g extra für einen haltbaren Poncho gegenüber Wegwerf-Regenkleidung sind im Wortsinne gut tragbar. Erst recht bei kurzen Trips mit eher gutem Wetter. Der Poncho ist ja eh schon die Sparlösung gegenüber festerer Regenkleidung. Man hat also bereits gespart.

  • Der von Cullin (danke dafür!) verlinkte STS Poncho ist, falls er wirklich 80g wiegt wie angegeben, eine echte Alternative zu meinem Tiger-Poncho. Zumindest gewichtsmäßig. OK, er kostet selbst im Angebot mit 78€ das sechsundzwanzigfache,, aber dafür wird er mit Sicherheit mehr aushalten. Wer also den Poncho oft/ öfter einsetzt, für den ist das bestimmt was. (Packmaß wäre noch interessant, hab ich nicht gefunden)

    Ob aber nun die bei AliExpress bestellten und nach D gekarrten hier aufgezeigten Alternativen "besser" für das Environment sind...ich weiß nicht recht.

    Dein Eifer, deine neue "Erkenntnis", nämlich was qualitativ Gutes zu kaufen, hier zu teilen, ist ja durchaus löblich, exULgäuer.

    Nur ist ein Zweizeiler, der a) aussagt, es gäbe Ponchos unter 200 g und b) nur die moralische Aburteilung , sinngemäß:" das ist Wegwerfmüll. Wer das benutzt, handelt verwerflich!" weder ein wirkliches Teilen von Erkenntnis, noch ein positives Auffordern , der Schubs in die richtige, nämlich deine, Richtung. Das ist eine moralische Abwertung, die einzig und allein auf der jeweils eigenen Werteskala beruht.

    In diesem Fall berücksichtigt diese Aburteilung allerdings weder den Einsatzzweck noch das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Wie auch, wenn ein Produkt von vornherein als Wegwerfmüll abgeurteilt wird.

    Für mich ist weiterhin der 13 Jahre alte "Einwegponcho" und der Myog-Regenrock für meine Touren die erste Wahl. Mehr benötige ich einfach nicht. Ja, ich hab sogar für einen ähnlichen Zweck (Tagestouren) meiner Tochter einen Einwegponcho gekauft! In einem Sozialkaufhaus, wo der als Spende abgegeben worden war. So hab ich verhindert, dass daraus Plastikmüll wird und stattdessen ein UL Poncho aus China eingeführt werden muss! 😁 Wenn das nicht umweltfreundlich ist...

  • Ein leichter Nicht-Wegwerf-Poncho wiegt unter 200g. So Wegwerf-Müll zu verwenden, wo es nicht sein muss, halte ich für verwerflich.

    Ich glaube nicht, dass "langlebig ist besser für die Umwelt als kurzlebig" als Formel immer aufgeht.

    Ein Einweg-Poncho ist ja erstmal deshalb leichter, weil viel weniger Material drin steckt (40 g versus 200 g, als grobe Größenordnung). Er hat auch weniger "Features" aus potenziell unterschiedlichen Materialien (Nähte, Versiegelungen, Kordeln etc.), was wiederum weniger Energie und Transport bedeutet. So ein Einweg-Poncho ist ja nicht anderes als eine bessere Plastiktüte, fügt sich damit besser in existierende Produktions- und Recycling-Prozesse ein.

    Im Detail hängt's wohl von der genauen Nutzungs-Art und -Häufigkeit ab. Müsste mal jemand ne dezidierte Ökobilanz-Analyse aufstellen :)

    Meine Vermutung ist aber, dass einfache Teile aus simplen Materialien oft besser abschneiden, auch wenn sie nicht so lange halten.

  • Der Poncho ist bei mir auch Tarp und Sonnen- oder Windschutz in längeren Pausen. Deswegen auch bei Tagestouren dabei und eben aus Stoff statt Folie. Eine einstellbare Kapuze ist mir sehr wichtig, hab ein paar Modelle probiert deshalb.

    Klar, der Einwegponcho hält länger als einmal. Die Idee kann ich auch absolut nachvollziehen. Ist mir aber zu improvisiert, irgendwie.

    Andererseits kann man mit einem etwas stabileren Poncho wiederum besser improvisieren denke ich. Das wiegt für mich das Mehr an Gewicht und Volumen auf zumal das komplett überschaubar ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Moosbär (6. Januar 2026 um 09:26)

  • Meine Vermutung ist aber, dass einfache Teile aus simplen Materialien oft besser abschneiden, auch wenn sie nicht so lange halten.

    Aufwand für Herstellung und Transport? Wie sind da die Intervalle? Wie viele Zyklen davon muss etwas überstehen bis der Break-Even erreicht wird? Wird das Zeug auch wirklich recycelt oder doch "thermisch verwertet"?

    Man kann sich alles schönargumentieren. Da ist die menschliche Kreativität am höchsten. Aber gut, wollen wir die Büchse der Pandora nicht zu weit öffnen, denn Plastik-UL und tatsächliche Nachhaltigkeit vertragen sich so oder so nicht so gut.

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