Wandern, wo es politisch schwierig wird?

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  • nach diversen Wahlergebnissen einfach keine Lust mehr. Klar soll man Nazis nicht das Feld überlassen, aber auf einer Langstreckenwanderung ist man nunmal auf die Hilfsbereitschaft der lokalen Bevölkerung angewiesen, und die Vorstellung mich in ein Wirtshaus zu setzen und mein Essen zu genießen, während der Nazi-Stammtisch am Nebentisch sitzt, hat es mir irgendwie verleidet.

    Traurig, wie fahrlässig dieses Wort heutzutage verwendet wird. Istndir bewusst, dass du so die Spaltung der Gesellschaft nur noch weiter anfeuerst?

    Und warum wird so eine Aussage hier geduldet, weil sie von der "guten Seite" kommt? Wenn hier jemand so gegen Antifa oder Linke hetzen würde, wäre der Beitrag sofort gelöscht.

    • Offizieller Beitrag

    Und warum wird so eine Aussage hier geduldet, weil sie von der "guten Seite" kommt?

    Warum sollten wir so eine Aussage nicht dulden? PositivDenken beschreibt hier seine Motivation, warum er durch eine bestimmte Gegend keine Langstreckenwanderung machen möchte. Das ist ein wichtiger Faktor in der Tourplanung. Manch einer möchte nicht durch bestimmte Stadtteile in Berlin gehen, eine andere nicht durch den Iran, ein weiterer nicht durch die USA, alles aus politischen Motiven bzw. der Auswirkung politischer Verhältnisse.

    Wenn hier jemand so gegen Antifa oder Linke hetzen würde, wäre der Beitrag sofort gelöscht.

    Falls es dir noch nicht aufgefallen ist, sind wir nicht das Forum, das Beiträge hier sofort löscht. Das ist eine haltlose Unterstellung, der jegliche Grundlage fehlt. Und guck dir nochmal die Definition von "Hetze" an.

    Back to topic bitte!

  • Auszug aus den Nutzungsbedingungen.

    "In den Beiträgen sollen Themen wie Religion, Politik, sexuelle oder verstörende Inhalte vermieden werden. Ebenso sollen dogmatische und konfliktträchtige Positionen vermieden werden."

    Dass einer derartige Verunglimpfung der Menschen im Osten hingenommen wird, zeigt eindeutig wie Ihr selbst zu seiner Aussage steht.

  • Tatsächlich halte ich eine Diskussion "nicht alle Rechtsextremisten sind Nazis" auch für wenig zielführend in diesem Forum und plädiere für die Verwendung des Begriffs Rechtsextremisten. Dies ja gesichert, insofern keine Verunglimpfung denn ich habe dergleichen - zum Glück - nicht über "die Menschen" im Osten gelesen.

  • Man mag sich zwar in seiner Opferrolle gefallen - ein strukturelles Merkmal des Faschismus übrigens -, das macht aus Behauptungen aber noch lange keine Fakten. In dem Moment aber, wo man mir Falschbehauptungen unterschiebt, wird es in der Tat unerträglich.

    Wer aus meiner Aussage herausliest, ich würde „die Menschen im Osten verunglimpfen“, leidet entweder unter einer gehörigen Leseschwäche (verzeihbar, dann bitte nochmal langsam und ohne Voreingenommenheit lesen!) oder agiert bewusst mit diffamierenden, bösartigen Unterstellungen.

    Letzteres ebenfalls wieder eine zentrale Eigenschaft von Menschen, denen ich auf meinen Wanderungen nicht begegnen möchte.

    PS: Warum ich es sein soll, der die Spaltung der Gesellschaft vorantreibt, wenn ich als schwuler Mann nicht mit Nazis an einem Tisch sitzen will, bleibt dein Geheimnis. Man würde sich doch zu erst einmal fragen müssen, warum nicht diejenigen, die nicht müde werden zu betonen, wen sie alles loswerden wollen, sobald sie an der Macht sind, die sind, die die Gesellschaft spalten? Einfach mal im Handumdrehen die Dinge auf den Kopf stellen und dann seine empörte Haltung zelebrieren. Ich bin es leid!

    2 Mal editiert, zuletzt von PositivDenken (19. Dezember 2025 um 07:43)


  • Nazis

    Was meinst du damit?

    Abwertende Bezeichnung: Umgangssprachlich für Menschen mit extrem rechten, faschistischen oder autoritären Ansichten.

    Neonazis: Anhänger des Nationalsozialismus nach 1945, die die Ideologie wiederbeleben wollen.

    Politische Debatte: Der Begriff wird auch in aktuellen politischen Diskussionen verwendet, um extremistische Tendenzen zu kritisieren.


    Ich erwarte gar keine Antwort. Ich würde mir allerdings wünschen, das der Begriff differenzierter genutzt wegen würde.

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Ihr seid in den letzten Jahren extrem geworden. Konservativ existiert in eurem Wortschatz nicht mal mehr, Ihr seht nur noch Nazis.

    Aber jetzt lass ich euch in Ruhe in eurer Bubble weiter leben.

  • Wenn Menschen aufgrund von irgendwelchen Merkmalen, seien sie nun eigene Entscheidungen über Identität oder Zuschreibungen von außen (Hautfarbe o.Ä.), ausgelöscht werden sollen, hört für mich Diskussion auf. Dann hilft nur noch Militanz oder solidarischer, gemeinsam trauernder Zynismus wenn Aktion nicht möglich ist.

    Auslöschungs-Phantasien sind elementarer Bestandteil des Begriffs "Nazi". Da ist es egal, ob alt oder neu. Die feste, identitäre Konstruktion eines völkischen Innenraums (z.B. "Deutscher" sein) durch den gewalttätigen Ausschluss des Außens (egal ob "Jude" oder "Migrant" oder "Transgender") ist immer wieder der selbe Move. Und nur diejenigen, die nicht in diesem Außen-Sein alltäglicher Gewalt ausgesetzt sind, haben den Luxus akademischer Diskussion um Spitzfindigkeiten. Hier zählt nicht Analyse, sondern aktiver Schutz.

    So einen solidarischen Schutz wünsche ich mir hier, damit zumindest in diesem Forum niemand Angst davor haben muss, Gewalt zu erfahren, nur indem wir wir-selber sind.

    Vielleicht wäre ein Tread gut: "Wie und ob gehen wir wandern, wo es politisch schwierig wird?" Das würde mich interessieren. Welche Risiken gehen wir ein und wie können wir die abschätzen? Wen Unterstützen wir vielleicht ohne es zu wollen durch unseren Tourismus? Die Statistik über Rassismus und Sexismus bei Tru Hikes von Halfwayanywhere haut mich in diesem Kontext immer wieder um.

  • So eine Debatte fände ich in der Tat ganz hilfreich. Einfach weil es der Realität entspricht, dass wir uns über derlei Dinge Gedanken machen und manche (je nach Privilegien) auch müssen. Wir leben schließlich nicht in einem Vakuum. Es ist ein Unterschied, ob ich die politische Haltung einer Partei diskutiere oder Beweggründe, weshalb ich ein bestimmtes Gebiet lieber nicht bereise.

    (An der Stelle sei mal angemerkt, dass der EB zwar kleine, aber denkwürdige, Teile Ostdeutschlands durchstreift, aber auch durch Tschechien, Polen, Slowakei und Ungarn führt, und alles nicht gerade Gegenden sind, die für ihre liberale Haltung gefeiert werden)

    Hat aber nichts hier in meinem Reisebericht zu suchen!

    Was die von Nelson ausgelöste Diskussion angeht, denke ich, dass hier noch ganz andere Mechanismen am Werk sind. Ich bin mit zwei Narzissten als Eltern groß geworden. Ich erkenne einen Narzissten, wenn ich ihn sehe. Ein Narzisst kann gar nicht anders, als alles Gesagte auf sich zu beziehen. Kommt es zum Streit, ist tendenziell alles ein Angriff auf seine persönliche Integrität. Er ist unfähig auf Gesagtes einzugehen und Argumente in ihrem tatsächlichen Umfang zu erfassen. Die eigene, verzerrte Wahrnehmung steht da dem reel Artikulierten scheinbar unüberwindbar im Wege. Gleichzeitig vermag er es nicht auch nur einen einzigen kohärenten, logisch klar durchstrukturierten Gedanken zu formulieren, auf den man als Gesprächspartner sinnvoll eingehen könnte. Der Ergebnis ist in aller Regel aussichtslose Frustration auf beiden Seiten.

    Wer nicht das „Glück“ hatte unter solchen Umständen groß zu werden, der braucht sich nur das vermeintlich erratische Gebaren eines gewissen Präsidenten auf der anderen Seite des Atlantiks anschauen.

    Einmal editiert, zuletzt von PositivDenken (19. Dezember 2025 um 13:16)

  • Ihr seid in den letzten Jahren extrem geworden. Konservativ existiert in eurem Wortschatz nicht mal mehr, Ihr seht nur noch Nazis.

    Aber jetzt lass ich euch in Ruhe in eurer Bubble weiter leben.

    Meinst du die Leute, die die Reichsfahne hissen sind konservativ? So im Sinne von "wir wollen den Kaiser zurück" sehr ursprüngliche Definition, aber gut.

  • Um die Diskussion vielleicht wieder einen Ticken auf den Boden zu bekommen, ich denke @Nelson war die gerade Linie zwischen dem Wahlausgang zu gunsten der AfD und dem Zitat "(...) nunmal auf die Hilfsbereitschaft der lokalen Bevölkerung angewiesen (...) mein Essen zu genießen, während der Nazi-Stammtisch am Nebentisch sitzt", deutlich zu pauschal, verallgemeinernd und verunglimpfend.

    Ich gestehe lange nicht mehr in den "neuen Ländern" gewesen zu sein, kann mir aber kaum vorstellen, im Hotel mit einem Hitlergruß begrüst zu werden. Ich habe auch dass Gefühl, dass der Einfachheit halber hier gerne alle Beweggründe die AfD zu wählen zu "Neonazis!" verkocht werden. Und auch mir ist das zu pauschal. Die große Mehrheit, die diese Partei nicht gewählt hat, wird darüber hinaus völlig ignoriert.

    Das Hauptproblem von Stereotypen und Vorurteilen ist meiner Meinung (auch aber) weniger, dass man hier wem unrecht tut, sondern dass sie einfach nicht geeignet sind einen Sachverhalt zu erkennen oder zu begreifen, und man somit unmöglich ggf gegen steuern kann. Und ja, ich habe bei den "Nazis!"-Schreiern nicht den Eindruck, dass hier ein Interesse wäre. Wegen mir schreit weiter, aber dann bleibt halt alles wie es ist....

    Als ich 18(?) war, war ich der Meinung, dass "alle Nazis vergast gehören" und fühlte mich unglaublich clever damit. Es hat sicher 10 Jahre gedauert, bis ich mich fragte, ob ich die Art Mensch sein möchte, der es richtig findet, Menschen aufgrund ihrer Überzeugung oder Meinung zu töten. Ich würde das heute mit einem klaren Nein beantworten. Was wäre ich anderes als "ein Nazi" damit?

    4 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (19. Dezember 2025 um 15:00)

  • Ich gestehe lange nicht mehr in den "neuen Ländern" gewesen zu sein, kann mir aber kaum vorstellen, im Hotel mit einem Hitlergruß begrüst zu werden. Ich habe hier auch dass Gefühl, dass der Einfachheit halber hier gerne alle Beweggründe die AfD zu wählen zu "Neonazis!" verkocht werden. Die große Mehrheit, die diese Partei nicht gewählt hat wird völlig ignoriert. Und auch mir ist das zu pauschal.

    Je nach Landstrich steigt die Wahrscheinlichkeit auf Dinge wie: Reichsfahnen, eindeutige Klamotten/Tattoos, "lustige" Schilder auf z.B. Autos usw. zu treffen durchaus signifikant wie mir scheint. Selbst schon so erlebt und auch an verschiedenen Stellen aus Erfahrungsberichten so gehört. Gleichzeitig habe ich aber in den gleichen Landstrichen auch viele sehr nette und offene Menschen getroffen z.B. über 1NiteTent auch bei solchen übernachtet. Unterm Strich kann ich aber nicht verhehlen, dass mich einiges schon sehr befremdet hat. Und ich bin in der glücklichen Position cis, hetero, männlich und weiss zu sein. Für manch andere sind solche Begegnungen vermutlich nicht nur befremdlich, sondern noch deutlich unangenehmer. Insofern verstehe ich alle, die diesen Erlebnissen aus dem Weg gehen wollen. Darin liegt in meinen Augen auch keinerlei pauschale Verunglimpfung.

  • Wahlausgang zu gunsten der AfD

    Von der AfD war im von mir geschriebenen nie die Rede. Das ist einzig euerer Phantasie geschuldet. Von dieser Unterstellung ausgehend wird jetzt das Rad immer weitergesponnen.

    Umgekehrt seltsam so zu tun, als gäbe es sowohl in Deutschland als fast überall sonst kein Problem mit Nazis. Die AfD ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine gesichert rechtsextreme Partei. Viele ihrer Akteure und Sympathisanten SIND waschechte Nazis. Sowohl weite Teile ihres Programms als auch propagierte Inhalte ihrer Mitglieder sind nichts anderes als menschenverachtend und demokratiefeindlich. Wohlgemerkt zentraler Aspekt einer Demokratie ist es, die physische als auch psychische Integrität ihrer Bürger zu gewährleisten. Das beinhaltet zuallererst auch und gerade Minderheiten.

    Natürlich grüßt dich wohl niemand mit dem Hitlergruss in einem Hotel. Was zu vorgerückter Stunde in einem Wirtshaus passiert, steht aber auf einem andern Blatt. Und mir ging es mit meiner Aussage nicht darum alles und jeden als Nazi zu bezeichnen, sondern um meine Angst eben in einer solchen Situation zu landen. Nazis gibt es nun mal. Und gerade da wo der EB verläuft nachweislich ziemlich viele. Das kannst du an einer Statistik zu rechtsradikalen Gewalttaten genau so ablesen wie Meinungsumfragen. Und natürlich korreliert die Häufigkeit von gewaltbereiten Nazis mit den Stimmen, die die AfD bekommt. Damit ist nicht gesagt, dass jeder der AfD wählt, ein waschechter Nazi ist. Mengenlehre, hinreichende vs notwendige Bedingung.
    Ich bin den EB schon einmal gegangen. Damals mit meinem damaligen Freund. Es ist uns zweimal passiert, dass uns eine Unterkunft verweigert wurde, weil die uns kein Doppelbett geben wollten. Von mir aus nenn es konservativ. Ich will auch nicht mit Konservativen an einem Tisch sitzen.

    Das Wahlergebnis, auf das ich mich bezogen habe, war übrigens Trump in den USA, durch welches sich eben rechtsradikale jedweder Couleur befeuert sehen. Nicht zuletzt wenn ein paar Tage später ein abgehalfterter C-Prommi mit zu viel Geld auf dem Konto sich tatsächlich ermutigt fühlt auf einer Bühne und großem Publikum einen Hitlergruß zu zeigen.

    Tut doch nicht so, als würde das alles nicht passieren. Ihr macht euch mitschuldig. Es gibt keine Toleranz für Intoleranz. Kann es nicht geben. (Mal abgesehen davon, dass das mit der Toleranz eh so eine Sache ist. Aber das ist nochmal ein anderes Thema)

    2 Mal editiert, zuletzt von PositivDenken (19. Dezember 2025 um 15:16)

  • Ihr seid in den letzten Jahren extrem geworden. Konservativ existiert in eurem Wortschatz nicht mal mehr, Ihr seht nur noch Nazis.

    Aber jetzt lass ich euch in Ruhe in eurer Bubble weiter leben.

    Wer ist “Ihr”?

    So eine Aussage, nachdem man sich drei Beträge vorher über mangelnde Differenzierung beschwert hat, kommt etwas schräg rüber.

    Alte deutsche Weisheit: Wie man in den Wald ruft… ;)

    UL wobei das L auch für Luxus stehen kann 😅

  • Die große Mehrheit, die diese Partei nicht gewählt hat, wird darüber hinaus völlig ignoriert.

    Vielleicht auch mal einen detaillierten Blick in die Wahlergebnisse und abgleichen mit dem Streckenverlauf des EB. Da sind Flecken dabei, wo die große Mehrheit sehr wohl die AfD wählt. Außer du rechnest nicht wahlberechtigte und Nicht-Wähler mit rein.

    Einmal editiert, zuletzt von PositivDenken (19. Dezember 2025 um 15:33)

  • Meiner Meinung nach hat so eine Aussage wie von Positiv Denken in so einem Forum nichts zu suchen.

    Aber dann oute ich mich halt auch mal:

    Ich betrete das linksversiffte Loch Berlin auch nicht, weil ich Angst habe das mir dort aufgrund meiner erblich bedingten Glatze Gewalt angetan wird ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Carsten K. (19. Dezember 2025 um 16:10)

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