Erfahrung mit Direktimport aus den USA

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  • Da ich immer wieder lese, daß der Direktimport aus den USA mit erhöhtem Aufwand auf Grund von Zöllen und Einfuhrumsatzsteuer verbunden ist, möchte ich meine Erfahrung bezüglich meiner Direktbestellung bei tarptent teilen.

    Ich habe am Mittwoch, 26.11. um 11:00 Uhr meine Bestellung bei tarptent aufgegeben, ein rainbow mit Alu-Gestänge und zusätzlich dazu den Liner. Kosten mit Versand per DHL express ohne Zoll und Steuer waren 310€.

    Die Bestellung wurde heute um 13 Uhr an meine Wohnungstür zugestellt. Zoll und Steuern hatte ich nach einer Mail von DHL per paypal bezahlt. Die Höhe inkl. Servicegebühr an DHL waren 64€.

    Insgesamt habe ich also 374€ gezahlt. Ohne den Liner, der 60 US$ kostet, wären es rund 330€ gewesen. Der Abstand zum günstigen Angebot von outdoorline in Höhe von 425€ beträgt also 95 €, der Abstand zum Angebot vom Hikerhaus (450€) beträgt 120€.

    Wie ich finde, ein lohnenswerter Deal.

    Einmal editiert, zuletzt von Estella2024 (28. November 2025 um 20:34)

  • Fast Off topic - Einfuhr aus Kanada: aber ähnliche Erfahrungen: am 18.11. Durston X Dome 2 mit Alu-Gestänge und Solid-Inner bestellt. Kosten incl. Versand mit FedEx 386,90€. Paar Tage später Mail von FedEx mit Höhe der Einfuhrgebühren (119,13€) bekommen. Sobald ich bezahlt hatte, haben die das Paket ins Flugzeug geworfen und nach insgesamt 1 Woche war es bei mir. Es ist geradezu erschütternd, wie komfortabel und schnell inzwischen der Einkauf am anderen Ende der Welt funktioniert.

    Klar, wenn irgendwas was ist, ist man vom Kundenservice abhängig. Hikerhaus sind von mir 10min zu Fuß, da kann man schon mal schneller etwas vorbei bringen.

    Einmal editiert, zuletzt von Sam Ameise (28. November 2025 um 20:43) aus folgendem Grund: Ergänzung und Rechtschreibung

  • Könnt ihr die Abgaben noch jeweils aufschlüsseln? Der Unterschied ist ja schon erheblich.

    Aus Kanada fallen 10 % Zoll* an, aus dem USA nichts!? Für mehr oder weniger den selben Gegenstand?


    *oder Zoll und irgendwie Gebühren des Dienstleisters

  • Sowohl mit Garage Grown Gear (USA), als auch mit Durston Gear (Kanada) bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. gerade GGG bestelle ich häufiger mal was.

    Im Groben und Ganzen rechne ich immer 30% auf den gesamt bezahlten Preis inkl. Versand rauf, dann weiß ich, was noch ungefähr an Zoll und Bearbeitungsgebüren dazu kommt und kann in etwa abschätzen, ob sich der Spaß lohnt oder nich.

    So grob haut das auch ungefähr immer hin.

  • Könnt ihr die Abgaben noch jeweils aufschlüsseln?

    Durston: Preis netto: ca. 370€ (auf Website schon umgerechnet, der Preis ändert sich deshalb auch immer Mal wieder ein bisschen) + ca. 17€ Versand mit FedEx (man könnte auch 21€ Versand mit canadian Post + dann DHL nehmen)

    Wie genau FedEx jetzt auf die 119€ Einfuhrgebühren kommt, weiß ich nicht genau. Die geben aber einen Link an, wo man nachgucken kann. Da die verlangten 119€ aber im erwarteten Rahmen lagen, war ich zufrieden und habe bezahlt.

    Manchmal geben die Amis bei der Versendung auch andere / geringere Preise an, als tatsächlich gezahlt wurden - dann hat man natürlich auch geringere Einfuhrgebühren

  • Da die verlangten 119€ aber im erwarteten Rahmen lagen

    Ich hatte vorher bei ChatGPT alle Daten eingegeben (Herkunftsland, Warengruppe (Zelt), Preis und Versand) und habe 112€ als Einfuhrgebühren ausgerechnet bekommen (mit Quellenangaben) Die Differenz von 7€ ist dann vermutlich die Bearbeitungsgebühr von FedEx.

  • Ich kaufe seit Jahren direkt in den USA. Die Warnungen im blauen Forum, vor allem von der Marketingabteilung von Hack und Quatsch haben mich darin logischerweise bestärkt. Sorry, aber wer bei denen ein Apacks von vor fünf Jahren zu deren Preisen kauft, bleibt wohl besser zu Hause.

    Von wegen Gewährleistung: Bildet sich jemand ein, Hack und Quatsch würde einem einen ihrer supertollen aber überteuerten Rucksäcke mittels Bundeswehr Hubschrauber innert ca. 6 Stunden an den Kungsleden im Austausch anliefern, wenn es damit ein Problem gibt? Womöglich mit IHM persönlich, damit ER den Rucksack noch schnell korrekt einstellen kann? Wohl eher nicht.

    Irgendwann gibt es vielleicht das Geld zurück, aber das Problem ist nicht das Geld, sondern dass ich dann dort oben sitze und irgendwo einen anderen Rucksack beschaffen muss, zwei Tage meiner kostbaren Lebenszeit und womöglich Urlaubszeit am verbraten, dabei wollte ich nur ein paar Elche beglotzen.

  • Könnt ihr die Abgaben noch jeweils aufschlüsseln? Der Unterschied ist ja schon erheblich.

    Aus Kanada fallen 10 % Zoll* an, aus dem USA nichts!? Für mehr oder weniger den selben Gegenstand?


    *oder Zoll und irgendwie Gebühren des Dienstleisters

    Ich hab leider den Schriebs von DHL mit der Aufschlüsselung der Abgaben weggehauen... lag in Papierform der Sendung bei. Ich hatte vorher auf der Seite vom Zoll nach den Abgaben geschaut. Der Zollsatz für "Zelte aus Spinnstoffen" liegt bei 12 %, bei "Zelte aus Kunststoffolien" werden nur 6% Zoll fällig. Einfuhrumsatzsteuer jeweils 19%.

  • Der Zollsatz für "Zelte aus Spinnstoffen" liegt bei 12 %, bei "Zelte aus Kunststoffolien" werden nur 6% Zoll fällig.

    Und das ist, was mich stutzig gemacht hat. Entweder es wurde für die Einfuhr nicht der Wert von 310 € angegeben, oder es wurde nur Einfuhrumsatzsteuer berechnet, denn da ergibt sich ziemlich genau deine Zahlung an DHL inklusive einer Gebühr (310€*1,19=368,9 € -> rund 5 € Raum für Gebühren, wobei ich dachte, dass DHL dafür 8 € nimmt).


    (Ich bin kein Zollfahnder 8o)

  • Die Differenz von 7€ ist dann vermutlich die Bearbeitungsgebühr von FedEx.

    Ich weiß nicht, ob das noch so ist, aber es war wohl mal so, dass FedEx ein bisschen teurer war, allerdings ist deren Abwicklung auch sehr komfortabel und zuverlässig.

    Die Sache mit den Zollsätzen ist eine Wissenschaft für sich, da blicken auch die Zollbeamten nicht unbedingt durch, ich hab mir da aber immer jede Diskussion gespart.

    Grob ein Drittel der Bestellsumme on top kommt fast immer hin.

    Einmal editiert, zuletzt von schrenz (29. November 2025 um 21:56)

  • Das Ganze ist echt einfach. Aber durch die DHL oder Fedex Gebühren, in Verbindung mit Steuern und Porto, kommt schon ordentlich was was zusammen. Ich rechne für mich auch immer so 30% on top. Das kommt bis dato auch immer ganz gut hin.

    Einmal editiert, zuletzt von Sevenfifty (29. November 2025 um 19:23)

  • Der Zollsatz für "Zelte aus Spinnstoffen" liegt bei 12 %, bei "Zelte aus Kunststoffolien" werden nur 6% Zoll fällig.

    Und das ist, was mich stutzig gemacht hat. Entweder es wurde für die Einfuhr nicht der Wert von 310 € angegeben, oder es wurde nur Einfuhrumsatzsteuer berechnet, denn da ergibt sich ziemlich genau deine Zahlung an DHL inklusive einer Gebühr (310€*1,19=368,9 € -> rund 5 € Raum für Gebühren, wobei ich dachte, dass DHL dafür 8 € nimmt).


    (Ich bin kein Zollfahnder 8o)

    ...gut zu wissen😉... von den 310 € musst du noch ca.25€ Versandgebühr abziehen, aber auch da kommt es nicht hin. Vielleicht zählt der Liner in eine andere Kategorie mit geringerem Zollsatz, ich weiß es nicht und frag auch nicht nach, sondern freue mich über diese reibungslose Transaktion...

  • Mittlerweile ist das auch echt einfach. Früher musste man persönlich zum Zoll, das war schon recht nervig. In der großen Stadt ging es ja noch, von Heimatort aus war es mal eben ne halbe Stunde im Auto (one way ohne Stau). Mit ÖPNV wäre es bestimmt ein halber Tag der nur dafür drauf ginge.

    So lange das Ganze über Fedex/UPS/DHL Express läuft, kein Problem - da kostet dann halt der Versand deutlich mehr, insbesondere, wenn es nicht mehr UL ist, aber die kümmern sich komplett um die Zollabwicklung, und das funktioniert normalerweise auch. War aber früher nicht anders. Aber wehe, wenn es der Postweg ist. Früher war das easy, die haben das zum Binnenzollamt weitergeleitet, ich habe vorsorglich schon mal die Nummer der Warengruppe rausgesucht, die immer gerne akzeptiert wurde, bin da vorbeigefahren, wir haben das Paket gemeinsam aufgemacht und inspiziert, dann noch 20-30 min warten auf den Papierkrieg, Zoll+Steuer bar bezahlen und dafür eine in Schönschrift handgeschriebene Quittung entgegennehmen.

    Heute: die selbe Benachrichtigung der Post mit einem veralteten (unzutreffenden) Anmeldeformular. Sehr knappe Lagerfrist. Kommunikation mit dem Zollamt nur per e-mail. Ab 150 EUR wird eine volle ATLAS-Zollanmeldung erforderlich (viel Spaß dabei, etwa auf dem Niveau eines US-Visumsantrags), drunter gibt es ein vereinfachtes Verfahren. Jeder Fehler darin führt dazu, dass das Zollamt eine Neuanmeldung verlangt. Zwei Tage nach der Abgabe einer korrekten Zollanmeldung kommt dann der Bescheid (meist halt 19% EUSt, und das war's), den Betrag musst Du dann überweisen, nach weiteren zwei Tagen kommt dann die Nachricht, dass Du es abholen kannst. Statt dessen kannst Du es Dir auch kostenpflichtig zuschicken lassen.

    Die 150 EUR-Grenze soll ab nächstem Jahr entfallen.

    Ergänzung: mein letzter US-Import war mein jetziger Rucksack, lief über einen der Kurierdienste, und hat aus irgendwelchen Gründen fast 3 Wochen gedauert nur für die Zollabwicklung (Versand 3 Tage).

    Einmal editiert, zuletzt von whr (29. November 2025 um 17:25)

  • Im September habe ich bei zpacks einen ArcHaul gekauft, lief genauso schnell und reibungslos wie jetzt. Versanddienstleister war ebenfalls DHL express. Das Besondere bei zpacks war jedoch, daß Zoll und Steuern von vornherein in die Versandkosten mit reingerechnet wurden. Es gab auch keine gesonderte Aufstellung im Nachhinein. Die 30$ Versandkosten für mein tarptent finde ich aber echt fair und angemessen.

  • Im September habe ich bei zpacks einen ArcHaul gekauft, lief genauso schnell und reibungslos wie jetzt. Versanddienstleister war ebenfalls DHL express. Das Besondere bei zpacks war jedoch, daß Zoll und Steuern von vornherein in die Versandkosten mit reingerechnet wurden. Es gab auch keine gesonderte Aufstellung im Nachhinein. Die 30$ Versandkosten für mein tarptent finde ich aber echt fair und angemessen.

    Ja, es ist absolut einfach. Aber die Kosten darf man nicht unterschätzen. Ich habe auch im Mai einen ArcHaul plus ein paar kleine Extras bei Zpacks gekauft.

    Bei Zpacks geht man in Vorkasse, was die Abfertigung einfach macht.
    Man beachte aber die letzten drei Posten.

  • ja, so ähnlich sah das auch bei mir aus... es gibt allerdings einen kleinen trick für 5% rabatt bei zpacks: bei shopify anmelden und den warenkorb mit dem gewünschten gegenstand füllen, warenkorb wieder leeren. fünf minuten später hatte ich eine mail von zpacks mit nem rabattcode...

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