Metadiskussion zu DB und europäischem Bahnsystem

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  • Das systematische Verrotten-Lassen des öffentlichen Verkehrs über Jahrzehnte dient der fortdauernden Faschisierung (bzw. früher: der zur Verhinderung von Besserem einsetzbaren Faschisierungsmöglichkeit) der Gesellschaft.

    Sag mal, gehts noch ?

    Hast Du Lack gesoffen?

  • Das systematische Verrotten-Lassen des öffentlichen Verkehrs über Jahrzehnte dient der fortdauernden Faschisierung

    Geschätzter Kollege, so Begriffe wie Faschismus haben tatsächlich eine Bedeutung. Ja, man kann das umgangssprachlich einsetzen, aber dann werden sie auf Dauer ihre Bedeutung verlieren. Da tust du deinen Idealen eher einen Bärendienst auf....

    Oder vielleicht bin ich hier auch zu naiv den roten Faden zu finden. Aber was konkret treibt die Menschheit aufgrund von vernachlässigtem ÖPV in Faschismus!?

    Ich fand dazu diesen Artikel eigentlich ganz gut (leider Paywall): Was haben kaputte Brücken mit der Afd zu tun?

    Die grobe Argumentation ist, dass die marode Infrastruktur dazu beiträgt, dass Leute vermehrt unzufrieden sind und das Vertrauen in die Demokratie verlieren. Und das zeigt sich im Wahlverhalten. Ob man das Nicht-Investieren in den letzten Jahrzehnten als "systematisches Verrotten-Lassen" bezeichnen muss, sei mal dahin gestellt.

    @moosmaennchen vielleicht auch für dich interessant.

  • Mal eine Kurzfassung zur DB: und "Entstehung" des (heutigen) Problems (unvollständig - aber vllt. hilfreich zum Verständnis):

    1) Versuch eine AG zu machen (unter Mehdorn) - "die Bahn muss an die Börse"
    2) die ersten Nachfolger von Mehdorn kamen vom Auto /(wer glaubt denn ernsthaft die wollen eine Konkurrenz aufbauen?!)
    3) aus "Gründen" der Kosten werden Weichen etc. abgeschafft (Wartung usw, kostet) - das führt dazu dass Züge die verspätet sind (oder einen defekt haben) nicht überholen können
    4) Schienen und Wartung kosten -> das zahlen die Bundesländer - wenn eine Schiene aber neu gemacht werden muss zahlt der BUND (damit erklärt sich warum auf "Verschleiß" gefahren wird)
    5) die DB macht überwiegend Investitionen im Ausland (auch so völlig tolle Geschichten wie: Gelenkbusse für Malta - wer Malta kennt: klein, eine Insel, die Dinger können da garnicht fahren) - d.h. das Steuergeld für die DB wird nicht bei uns ausgegeben (z.B. für besseres Schienennetz/Verbindungen/Wartunge etc.) sonder woanders "eingesetzt" - oder eben verbraten...

    so Sachen wie "schwarze 0", Menschen kommen auch mal ins Rentenalter (sprich vorher "Nachwuchs" suchen, mit Gutem Geld, Zugeständnissen an Schichtarbeit etc.) hab ich jetzt mal weggelassen

    es kommt also nicht von ungefähr dass die DB nicht mehr funktioniert - (und so schnell auch nicht reformierbar ist) -
    nur was hilft es zu wissen woher es kommt wenn das Problem (bzw. die vielen Probleme) nicht angegangen wir (werden will - trifft' s wohl eher)
    Weggelassen hab ich jetzt auch die Milliardengräber wie Stuttgart 21 ( - Stichwort "Immobilien").. usw.

    Ich bin jemand der OHNE Auto ist (nein nicht aus "Überzeugung", aber ich lebe in einer Stadt wo man ohne meist schneller vorankommt/kam) , und bis vor ein paar Jahren hab ich es auch nicht vermisst - zwischenzeitlich - und mit Zunahme des o.g. Dilemmas vermisse ich ein Auto... (aber eigentlich will ich einen funktionierenden ÖPNV -für alle, auch erschwinglich - und wenn möglich bis auf's Land hinaus....) ok man darf ja wohl mal träumen... (z.B von der Schweiz... oder anderen Nachbarländern wo es nicht ganz so katastrophal abwärts geht...)

  • Bitte achtet ein wenig auf den Umgangston, abgesehen davon, dass sich das Thema gerade vom topic verschiebt.

    Ich habe da eine Frage:

    Du findest den Ausgangspost auf den ich mich bezogen habe akzeptabel? Ist er im Rahmen des normalen Umgangstones im Forum?

    Ich frage für keinen Freund.

    • Offizieller Beitrag

    Bitte achtet ein wenig auf den Umgangston, abgesehen davon, dass sich das Thema gerade vom topic verschiebt.

    Ich habe da eine Frage:

    Du findest den Ausgangspost auf den ich mich bezogen habe akzeptabel? Ist er im Rahmen des normalen Umgangstones im Forum?

    Ich frage für keinen Freund.

    1. Zopiclon hat im Plural gesprochen und damit alle Beteiligten gemeint.

    2. Nur weil jemand anderes droht den Rahmen der Forenregeln zu verlassen meinst du, dass du auch dazu eingeladen bist?

  • Mit Zopiclon geklärt, wusste nicht dass ihr da schon dran seid.😘

    Einmal editiert, zuletzt von moosmaennchen (22. November 2025 um 18:48)

  • Das systematische Verrotten-Lassen des öffentlichen Verkehrs über Jahrzehnte dient der fortdauernden Faschisierung

    Oder vielleicht bin ich hier auch zu naiv den roten Faden zu finden. Aber was konkret treibt die Menschheit aufgrund von vernachlässigtem ÖPV in Faschismus!?

    Das ist alles hinlänglich und ausführlich untersucht und dokumentiert. Wer in Geschichte etwas aufgepasst hat und willens ist, sich heute zu informieren, der hat null Probleme, das zu verstehen.

  • Faschismus, die Ablehnung von Demokratie, die Verherrlichung von Gewalt, Nationalismus, Militarismus und das „Führerprinzip“, ist nun wirklich kein Thema für dieses Forum, danke.

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Ein Freund von mir der für die Schweizer Bahn arbeitete meint mal über die DB (in Kurzfassung) - "es sei ein hochprofitabeles Logistikunternehmen - die haben halt den ÖPV kaum am Schirm - und werden von Bund (als Anteileigner) ziemlich finanziell ausgeblutet".

    Die hätten die Infrastruktur, also das Schienennetz halt nie an die DB geben sollen. Mein Vater meinte damals schon dass das so passieren wird da Konzerne primär an kurzfristigen Gewinnen interesse hätten, und da der Staat ein Interesse an der Infrastruktur hat, wird er sich darum schon kümmern.

    Ich bin auch der Meinung dass man diesen Fehler rückgängig machen sollte, und die DB hier in zwei Unternehmen zu zerschlagen. Nachdem die DB immernoch zu 100% dem Bund gehört, sollte das doch machbar sein, oder was spricht da dagegen?

    Ich persönlich fahre ja gerne Bahn (is ruhiger als Bus und Auto, fliehkraftstechnisch). Besonders Nachtzug bei Fernreisen, is viel cooler als Fliegen. Man spart sich oft einen Tag Urlaub dadurch (was man im Ticketpreis berücksichtigen sollte) und hat kein gef**ke mit Stöcken oder Brennstoff

    Einmal editiert, zuletzt von WonderBär (24. November 2025 um 08:28)

  • Die DB als Staatsbahn würde mir reichen. Und dann kostet sie halt, was nötig ist, um schweizer Standard zu erreichen. Und eine klare Zielvorgabe, dem Allgemeinwohl und der Daseinsvorsorge zu dienen.

  • oder was spricht da dagegen?

    EU Richtlinien soviel ich weiss (das rollende Material soll ja liberalisiert werden).

    Es macht auch zu einem gewissen Grad Sinn beides aufzuteilen. Auf der einen Seite die Infrastruktur die zur Verfügung gestellt wird, auf der anderen Seite das rollende Material inkl. Wartung und Unterhalt und dessen Betrieb. Erlaubt eine bessere Transparenz (Wieviel kostet nun was und keine Mischrechnungen wo niemand mehr weiss, was nun was zuzuordnen ist).

    Ein Hauptproblem ist ja, dass man versucht im Ticketpreis Gesamtkosten abbilden zu wollen, obwohl es bei anderen Verkehrsmitteln nicht der Fall ist, und dann ganz empört tut wenn es subventioniert werden soll. Wieviel so ein Strassenpanzer/Flieger subventioniert wird, darüber spricht keiner.

  • Wieviel kostet nun was und keine Mischrechnungen wo niemand mehr weiss, was nun was zuzuordnen ist

    Ich denke schon, dass alle Kosten getrennt erfasst werden. Grundlagen Thema Kosten- und Leistungsrechnung / Kostenarten- und der Kostenträgerrechnung ....

    obwohl es bei anderen Verkehrsmitteln nicht der Fall ist, und dann ganz empört tut wenn es subventioniert werden soll.

    Das verstehe ich nicht. Kannst da darauf näher eingehen?

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Das verstehe ich nicht. Kannst da darauf näher eingehen?

    Es ging hier um das konkrete Beispiel, dass die Linie Malmö-Zürich knapp 10 MCHF/a Subventionen kriegen soll und es einiges an Wellen schlägt. Wobei die ganzen Subventionen für Strasse usw nicht angezweifelt werden (die KfZ Steuern + Maut decken meines Wissens nach z.B. nicht die Instandhaltung von Strassen). Vom Flugverkehr müssen wir gar nicht reden, was dem alles reingeschoben wird (keine MWST, keine Steuern auf Krafstoff, stark subventionierte Flughäfen etc.).


    Thema Kosten- und Leistungsrechnung / Kostenarten- und der Kostenträgerrechnung

    Klar. aber die Grenzen verschwimmen gerne Mal wenn in einer Kasse Geld fehlt, in der anderen aber nicht. Durch die Trennung von Unternehmen geht das nur noch schwieriger.

  • dass die Linie Malmö-Zürich knapp 10 MCHF/a Subventionen kriegen soll

    Naja, die Line führe ja fast nur durch Deutschland (und ja, Dänemark?) und wäre operiert durch die ÖBB, also Österreich, oder? Oder hat die SBB auch eine "nightline"?

    Nachtrag: ich les grad, nicht öbb sondern mit: RDC Deutschland

    Einmal editiert, zuletzt von WonderBär (24. November 2025 um 21:00)

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