Flat Tarps ohne Stöcke & Stangen

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  • Ich bin inzwischen ohne Wanderstöcke unterwegs, und das funktioniert sehr gut für mich. Fürs Zelt/Mid hab ich eine leichte Zeltstange dabei.

    Jetzt würde ich mich gerne mehr mit flachen Tarps beschäftigen. Neben der möglichen Gewichtseinsparung und der Einfachheit gefällt mir die Flexibilität: Ich kann Bäume, Mauern, Felsen etc. mitnutzen und brauche keine komplett ebene Fläche.

    Der Haken aber: Zumindest für die Hauptvariante im Aufbau, den A-Frame, brauche ich ja zwei Stöcke. Bei anderen Aufbau-Varianten verliere ich deutlich an Nutzfläche bei meiner Körpergröße.

    Bei den allermeisten Touren bis jetzt hätte ich, glaube ich, immer Bäume, Stöcke aus dem Wald oder andere Strukturen nutzen können. Aber wenn ich mal im Notfall schnell aufbauen müsste (Gewitter naht) und grade nichts zur Hand ist (oder ich grade nicht direkt unter nem großen Baum sein will), wär das schon blöd.

    Ist jemand mit flat tarp und nur einem Stock, oder sogar komplett ohne, unterwegs? Wie handhabt ihr das?

  • Ich hatte Mal ein Ponchotarp als Flying Diamond auf knapp 4000 m aufgebaut. "Stange" war ein Steinmann. Geht alles. Die 4000 m waren übrigens in Marrokko, also nicht wie in den Alpen Schnee und Eis, sondern noch Felsregion.

  • ja, an Halbpyramide hatte ich gedacht, aber da verliere ich ja dann die Flexibilität des flachen Tarps und kann im Prinzip gleich ein vorgeformtes nehmen, oder?

    Die Halbpyramide ist ja nur eine Aufbauvariante einer Zeltplane. wilbo s erstes Photo zeigt eine Halbpyramide mit Beak am Eingang. Dieses Zeltchen ist aber ebenfalls nur ein flaches Stück Stoff. Es hindert dich aber keiner daran das Teil je nach Wetterlage auch anders aufzubauen.

  • ja, an Halbpyramide hatte ich gedacht, aber da verliere ich ja dann die Flexibilität des flachen Tarps und kann im Prinzip gleich ein vorgeformtes nehmen, oder?

    Es hindert dich aber keiner daran das Teil je nach Wetterlage auch anders aufzubauen.

    Genau.
    Das „Gewicht“ der Stangentasche und zwei zusätzliche Abspannpunkte zum Einfalten des beaks, sind der einzige Unterschied.

    VG. -wilbo-

  • Also, die Lösung mit einer Stange und der Halbpyramide als Notfalloption scheint ja dann doch ein ganz guter Kompromiss zu sein. Werde das dieses Jahr mal testen.

    Ein beak wäre schon ganz nett bei schlechtem Wetter. wilbo, welche Optionen gibt's denn da für eine Stangentasche? Kann man da, als eher nicht so MYOG-Affiner, auch was aufkleben? Hab hier im Forum so auf die Schnelle leider keinen Faden dazu gefunden.

  • ... welche Optionen gibt's denn da für eine Stangentasche? Kann man da, als eher nicht so MYOG-Affiner, auch was aufkleben?

    Aufkleben funktioniert bei DCF prima.
    Bei allen anderen Materialien leider nicht.

    Der Schnitt ist echt einfach.
    Wenn Du eine Stangentasche aufnähen möchtest, gebe ich Dir gerne via PN eine Bauanleitung.

    VG. -wilbo-

  • Wenn Du eine Stangentasche aufnähen möchtest, gebe ich Dir gerne via PN eine Bauanleitung.

    Danke! Aber Nähen ist für mich erst mal nicht drin. Ich glaube, ich experimentiere dann erst mal ohne Stangentasche, und wenn ich wirklich begeistert vom Flattarpen bin, wage ich mich dann vielleicht ans Nähen und komme auf Dein Angebot zurück :)

  • Auf silikonisierten Materialien hält nur Silikonkleber. Und der auch nur bedingt gut, je nachdem, womit die Stoffoberfläche noch behandelt wurde.
    Polyurethan-Kleber können schon einiges an Halt auf PU-Beschichtungen bieten. (Am besten wäre wahrscheinlich verschweißen).
    In der Spitze kommt einiges an Druck- und Zugkräften zusammen. Alleinige Verklebungen waren mir bisher zu heikel.

    Sicher könnte man verschiedene PU-Kleber auf ihre Hafteigenschaften testen. Das war mir bisher allerdings zu aufwendig.

    VG. -wilbo-

  • Servus zusammen,

    morgen geht es auf eine 450-km-Wanderung aus dem Erfurter Becken nach Mittelbaden. Meine Route führt über den Thüringer Wald, Rhön, Spessart, Odenwald, und schließlich am Rand des Rheintals entlang. Ist es machbar, dass ich die Wanderstöcke daheim lassen kann, und mein Tarp nur mit Stöcken aus dem Wald aufstelle? Werde ich da mir nur das Leben schwer machen? Werde ich immer einen Stock finden? Bisher habe ich es erst einmal mit einem Stock aufgestellt, und das hat mir gefallen.


    Da ich als meinen ersten Post (aber lange stiller Mitleser) es etwas forsch empfände nur eine kurze Frage zu stellen, schweife ich gerne etwas mehr aus. Der folgende Text ist nicht sehr relevant.

    Ich komme gerade von einer 10-Tages-Tour auf dem NST, es ging von Nahe Lübeck 400 km bis nach Sylt. In dieser Zeit habe ich es gelernt, mein MYOG-Tarp zu lieben. In der letzten Nacht kurz vor Klanxbüll in der nordfriesischen Einöde war es ziemlich windig, und ich hatte keinerlei Windschutz - trotzdem hat mein Tarp auch diesen Test bestanden, aufgestellt als flaches A-Frame.

    Auch wenn ich das Tarp schon länger besitze, habe ich bisher meist ein kleines MYOG-Zelt verwendet, ziemlich ähnlich zum abode von Meadowphysics/John Zahorian. Dieses Zelt aus Silpoly wiegt nur 250g, ist mückendicht, hat schon viel Regen gesehen, und bietet genügend Platz um zu sitzen, liegen, und die Ausrüstung findet auch noch Platz. Bei Wunsch kann ich gerne mal ein Bild von diesem Zelt posten.

    Trotzdem gefällt mir das etwa 25g leichtere Tarp besser: Wenn ich es als Lean-To oder Halbpyramide aufstelle ist es wunderbar geräumig und man kann prima rausgucken, man fühlt sich nicht so eingeengt.

    Auf besagter Tour habe ich die Wanderstöcke so gut wie gar nicht verwendet, nur zum Tarpaufbau. Auch auf vergangenen Touren in bergigen Gegenden habe ich die Wanderstöcke kaum benutzt. Daher würde ich die gerne weglassen. Wäre das plausibel? Oder sollte ich wenigstens einen einzigen mitnehmen? Oder vielleicht irgendeine Bambusstange aus dem Baumarkt, mit 3d-gedruckten Steckverbindern? Meine guylines sind alle etwa 2m lang. Sollte ich die verlängern?

  • In dieser Zeit habe ich es gelernt, mein MYOG-Tarp zu lieben.

    Hast wie groß ist das denn?

    Auch wenn ich das Tarp schon länger besitze, habe ich bisher meist ein kleines MYOG-Zelt verwendet, ziemlich ähnlich zum abode von Meadowphysics/John Zahorian. Dieses Zelt aus Silpoly wiegt nur 250g, ist mückendicht, hat schon viel Regen gesehen, und bietet genügend Platz um zu sitzen, liegen, und die Ausrüstung findet auch noch Platz. Bei Wunsch kann ich gerne mal ein Bild von diesem Zelt posten.

    Na ein Bild wird da nicht reichen:P. Bitte gerne eine Vorstellung deines Zeltes. 250 gr. und voller Mückenschutz ist ja eigentlich schon fast in DCF Regionen vorstoßend.:thumbup:

    Zu deiner eigentlichen Frage. Wahrscheinlich wirst du im deutschen Mittelgebirgswald schon ausreichend Prügel finden um dein Tarp aufgebaut zu bekommen. Je nach Gegend musst du dich halt auch Mal eine halbe Stunde vor dem Camp nach etwas geeignetem umsehen.

    Ich habe in den letzten Jahren aber eigentlich immer meine Stöcke mitgenommen. Aus 11mm Aluzeltstangenabschnitten (extremtextil) ist das schnell gebastelt dann hat man keinen Streß. Andererseits ist dann ja der Gewichtsvorteil vom Flattarp wieder etwas dahin....

  • Auch auf vergangenen Touren in bergigen Gegenden habe ich die Wanderstöcke kaum benutzt. Daher würde ich die gerne weglassen. Wäre das plausibel? Oder sollte ich wenigstens einen einzigen mitnehmen?

    Ich baue meine Tarps in D fast immer mit einem Stöckchen aus dem Wald auf. Wenn ich länger unterwegs bin, schnitze ich mir nicht jeden Abend einen, sondern nehme den 130er-Stock beim Wandern mit. Wahlweise habe ich auch nur einen Trekkingstock dabei, den ich dann als Mittelstange nutze.

    Auch wenn ich das Tarp schon länger besitze, habe ich bisher meist ein kleines MYOG-Zelt verwendet, ziemlich ähnlich zum abode von Meadowphysics/John Zahorian. Dieses Zelt aus Silpoly wiegt nur 250g, ist mückendicht, hat schon viel Regen gesehen, und bietet genügend Platz um zu sitzen, liegen, und die Ausrüstung findet auch noch Platz. Bei Wunsch kann ich gerne mal ein Bild von diesem Zelt posten.

    So was hier?

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    VG. -wilbo-

  • Mein Tarp hat einen Catcut, und ist daher zwschen 1,8m und 1,5m breit, und 3m lang.

    Bezüglich des Zeltes (ja, genau wie aus dem video) habe ich gerade nochmal nachgewogen: Mit Guylines liegt das Gewicht doch bei 266g. Bilder kann ich davon erst nach der Tour posten. Das Schnittmuster habe ich in Blender erstellt, ich habe Eckpunkte einfach so herum geschoben, wie es am wenigsten Fläche bräuchte und ich dennoch genug Platz habe. Aber wie gesagt, genaueres kommt in zwei Wochen oder so.

    Die Zeltstangen von Extremtextil sehen sehr verlockend aus, zunächst probiere ich es aber mal ohne.

    Vielen Dank für die schnellen Einschätzungen! Die Wanderstöcke werde ich nun daheim lassen und das beste hoffen!

  • Bezüglich des Zeltes (ja, genau wie aus dem video) habe ich gerade nochmal nachgewogen: Mit Guylines liegt das Gewicht doch bei 266g. Bilder kann ich davon erst nach der Tour posten. Das Schnittmuster habe ich in Blender erstellt, ich habe Eckpunkte einfach so herum geschoben, wie es am wenigsten Fläche bräuchte und ich dennoch genug Platz habe.

    Da bin ich auch interessiert, ich habe bei meinem Pentamid fast den gleichen Ansatz in DCF realisiert und komme fast exakt auf das gleiche Gewicht... Meine Entwürfe erstelle ich übrigens auch mit Blender ;)

  • So, ich bin vielleicht ein bisschen spät, aber wollte mich nochmal für die Tipps bedanken: Die Stöcke habe ich daheim gelassen, und das war nicht annähernd ein Problem. Ich vermute, dass dies auch daran liegt, dass ich keine Stocktasche an meinem Tarp habe: So kann ich jeden Stock, unabhängig von der Länge verwenden. Ich habe die Abspannschnurr einfach ein paar mal um den Stock gewickelt, und dann hat das gehalten.

    Meine Pflicht habe ich übrigens getan, und hier was zu meinem Zelt pfostiert.

    Auch in Zukunft werde ich die Wanderstöcke nun weglassen.

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