1P Zeltempfehlungen für alpine Fernwanderungen

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  • Hallo zusammen,

    ich suche ein gutes 1-Personen-Zelt für Fernwanderungen, hauptsächlich im alpinen Bereich. Wichtig sind mir vor allem Stabilität, möglichst wenig Kondensation, sowie ein kompaktes Packmaß, da mein Rucksack (Prospector EP50) mit seinem eher schmal geschnittenen 45L-Hauptfach nicht allzu viel Reserve für Sperriges bietet.

    Ich wandere sonst eigentlich immer mit der Hängematte, die macht aber oberhalb der Baumgrenze natürlich keinen Sinn , daher bin ich beim Thema Zelt Anfänger und auch offen dafür, was freistehend vs. nicht-freistehend angeht. Genutzt werden soll es 3-saisonal, Schnee ist nicht eingeplant, kann im Hochgebirge aber natürlich mal vorkommen.

    Über Empfehlungen und Erfahrungsberichte freue ich mich sehr.

    Danke schon mal!

  • Moin und willkommen!

    Die erste Empfehlung kommt eigentlich nicht von mir sondern von Leo (bergzeux).
    Auf den Fernwandertagen fragte ich ihn, was denn sein alpines Lieblings shelter wäre: https://www.tarptent.com/product/moment-dw/
    Trotz des relativ hohen Gewichts ist es für ihn ein no-brainer. Schnell mit 2 Heringen, auf kleiner Stellfläche aufgebaut, ist es mit der Carbon-Stange ausreichend stabil. Möchte man es etwas sturmfester, kann man stattdessen eine 10,65 mm DAC Stange wählen.

    Ansonsten würde ich ein Tarp nehmen, um mich flexibel an die Gegebenheiten anpassen zu können. Ich nähe gerade für meinen allerersten Kunden, der mir vor Jahren einen Prototyp abgekauft hat, nochmal das Gleiche in neu. Er ist im alpinen Bereich so zufrieden mit der Tarp-Lösung, dass er sich nichts anderes vorstellen kann.
    (Dazu wird es irgendwann von ihm auch ein kleines review geben).

  • Ich komme gerade von meinem GTA-Teilstück für dieses Jahr zurück und hatte ein Tarptent Rainbow dabei. Es ist einwandig und damit kondensanfälliger als doppelwandige Zelte. Auf 2000m war das überhaupt kein Problem, da war gar kein Kondens. Im Tal in Gewässernähe ohne Bäume über mit dagegen sehr starken Kondens. Es ist also auch sehr von der Standortwahl abhängig und, IMHO, auch von der gegenwärtigen Extremwetterlage mit sehr viel Luftfeuchtigkeit in der Atmosphäre, die auch in höheren Lagen noch spürbar ist.

    In manchen Gegenden gab es extrem viele Mücken, bei einer Tarplösung wäre für mich ein Bugshelter absolute Pflicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Estella2024 (2. Juli 2026 um 09:43) aus folgendem Grund: Typo

  • Ich bin übrigens sehr angetan von der Materialqualität meines Tarptents. Ich trage das Zelt aussen quer am Rucksack und bei jedem Abstellen/Aufnehmen kommt es zu mechanischer Belastung des Packsacks. Bis jetzt hat das absolut keine Spuren hinterlassen. Die Bodenwanne ist aus dem gleichen Material und absolut robust. Nach einer Nacht mit Kondens hab ich das Zelt feucht eingepackt und auf einer Alpe während einer Pause getrocknet, das war innerhalb 10 Minuten erledigt...

  • Trotz des relativ hohen Gewichts ist es für ihn ein no-brainer.

    Die Konstruktion wird ja schon lange sehr gelobt. Mir bekannt seit dem Helpsort Ringstind. War das eigentlich das "Original"?

    Ein Mid mit mittiger Stange hat im Vergleich dazu keine obere "lange" Seite.

    Nach meiner eher schlechten dcf-Erfahrung: silnyl ist der Stoff (und das Packmass damit geringer). An meinem TT stratospire fand ich die Geometrie immer verwirrend und die struts beim Packen störend (und hatte das deshalb nur kurze Zeit).

  • Ich war letztes Jahr mit dem Trekkertent Stealth 1 auf dem GR11 und nehme es auch dieses Jahr auf die HRP mit. Sargfeeling, manchmal Nachspannen nötig und der Frontein- und Ausstieg nervt etwas, besonders, wenn man groß ist. Habe es aber lieb gewonnen: Doppelwandig, sehr leicht, ruckizucki aufgebaut, Fly zuerst, ausreichende Apsis und es lässt sich auch als Tarp nutzen.

  • Bleibst du über Nacht auch an exponierten Stellen?

    Dann würde ich auf jeden Fall ein entsprechendes Zelt empfehlen was auch einen Sturm in der Höhe aushält.

    Samaya Equipment bietet z.b. das Assault an. Teuer aber von dem was ich an Testvideos gesehen habe auch sehr gut. Das Belüftungskonzept passt laut Test in den Highlands auch:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Wiegt nur 1000 g und ist bis 120 kmh Windgeschwindigkeit getestet.

    Das Samaya 2.0 gäbe es noch als Alternative. Auch bis 120 kmh getestet.

    Wenn du nicht an völlig exponierten Orten bleibst sind beide völliger Overkill und viel zu teuer.

  • Wenn du nicht so hoch schläfst könntest du dir das Tipik Pioulou angucken. In XL falls du groß gewachsen bist. Gibt es auch als single Skin und man kann in den Optionen immer die "verstärkte" Option wählen was der Hersteller insb. bei Fernwanderungen empfiehlt.

  • Trotz des relativ hohen Gewichts ist es für ihn ein no-brainer.

    Die Konstruktion wird ja schon lange sehr gelobt. Mir bekannt seit dem Helpsort Ringstind. War das eigentlich das "Original"?

    Ein Mid mit mittiger Stange hat im Vergleich dazu keine obere "lange" Seite.

    Nach meiner eher schlechten dcf-Erfahrung: silnyl ist der Stoff (und das Packmass damit geringer). An meinem TT stratospire fand ich die Geometrie immer verwirrend und die struts beim Packen störend (und hatte das deshalb nur kurze Zeit).

    Also ich kann das nicht bestätigen. Ich war länger mit dem Hilleberg Enan unterwegs. Das war bis zu moderaten WInden in Ordnung aber in einem Sturm in Griechenland, knapp unter dem Bergkamm, kam es dann sehr schnell an seine Grenzen. Ist zwar stehen geblieben und es ist nichts kaputt gegangen aber geschlafen habe ich keine Minute und es wird auch nass drinnen weil man ständig die Zeltplane im Gesicht und am Fußbereich auf den Schlafsack gedrückt bekommt.

  • Ergänzung: wenn man "exponierten Stellen" nicht bleiben muss (oder zu Zelttestzwecken bleiben will), gehts preiswerter (leichter und mit besserem Packmass), wenn man bißchen aufs Wetter achtet (zum Samaya). Leidvoll gelernt.

    janphilip - kenne das Enan nicht, die anderen Hille 1-Bogen werden ja sehr gelobt) aber deswegen ist es nicht beim Ringstind geblieben (lange Seite bei Sturm). Devellopment in Plastik: no name Tunnel (jahrelang bis mal die Stangen verbogen waren), dann Mitte 2000er bis Mitte 2010er Ringstind, Jannu, dcf-Mid, 2020er: silnyl Mid (und für alpin harrt das liteway x2 der Mitnahme)

  • janphilip Der Threadersteller sucht explizit ein 3-Jahreszeiten-Zelt. Das Samaya ist als 4-Jahreszeiten-Expeditionszelt ausgewiesen und wiegt 1,6 kg...

    Das Assault wiegt 1 kg. Und ich habe ja mehr als deutlich gemacht, dass das Overkill ist wenn der TO nicht an exponierter Stelle schlafen will.

    Das erste Attribut was er nennt ist allerdings "Stabilität". Außerdem spricht er von Hochalpin. Da kann man schon mal auf Zelte hinweisen die auf 3000 m in den Alpen auch einen Gewittersturm überstehen.

    Wenn das nicht erforderlich ist wäre eine meiner Ideen wie gesagt das Tipik Pioulou.

  • Hallo, vielen Dank für deine Nachricht!

    Was exponierte Stellen angeht, versuche ich sie normalerweise zu vermeiden.

    Ganz ausschließen kann man sie natürlich nie, je nachdem wo man unterwegs ist und es hängt auch vom Wetter ab das sich schnell ändern kann.

    Letztes Jahr war ich vier Wochen in den Westalpen unterwegs und hatte dabei einige Male Glück, besonders auf der italienischen Seite gab es ausreichend Bivacchi, falls sich das Wetter mal verschlechterte.

    Auf der französischen gab es wesentlich weniger und ich musste zu Hütten.

  • Was für tolle Rückmeldungen, das freut mich riesig!

    Als Zelt-Neuling hatte ich bisher nur ganz wenig Ahnung, daher hilft mir das wirklich weiter.
    Ich bin bis nächste Woche mit der Hängematte unterwegs und werde dann in Ruhe alles durchgehen.
    Immer gerne weitere Vorschläge und Tipps, ich bin euch allen unheimlich dankbar dafür!!

  • Trotz des relativ hohen Gewichts ist es für ihn ein no-brainer.

    Die Konstruktion wird ja schon lange sehr gelobt. Mir bekannt seit dem Helpsort Ringstind. War das eigentlich das "Original"?

    Ein Mid mit mittiger Stange hat im Vergleich dazu keine obere "lange" Seite.

    Nach meiner eher schlechten dcf-Erfahrung: silnyl ist der Stoff (und das Packmass damit geringer). An meinem TT stratospire fand ich die Geometrie immer verwirrend und die struts beim Packen störend (und hatte das deshalb nur kurze Zeit).

    Also ich kann das nicht bestätigen. Ich war länger mit dem Hilleberg Enan unterwegs. Das war bis zu moderaten WInden in Ordnung aber in einem Sturm in Griechenland, knapp unter dem Bergkamm, kam es dann sehr schnell an seine Grenzen. Ist zwar stehen geblieben und es ist nichts kaputt gegangen aber geschlafen habe ich keine Minute und es wird auch nass drinnen weil man ständig die Zeltplane im Gesicht und am Fußbereich auf den Schlafsack gedrückt bekommt.

    Auch wenn die Konstruktion gleich anmutet vergleichst Du zwei unterschiedliche Zelte. Für das Moment DW gibt es sogar einen Crossbow, wenn man Sturm/Schnee erwartet. Zwei Zugänge. Ein tolles Teil und deutlich geräumiger als das Enan.

  • Kann man das auch anders beschreiben? Du suchst was mit kleinem Footprint (weil schwierig in den Bergen mal eine große ebene Fläche zu finden) was leicht ist und auch mal fieses Wetter ab kann? Hast Du Stöcke bei?

    Double Wall oder ist Single Wall auch ok? Wie ist das mit Mücken wo Du bist? Ich denke der Hinweis von nach 3 tagen wieder da eher in Richtung SilNylon wegen der Reissfestigkeit zu sehen ist sicher hilfreich. DCF wäre ein Plan B, hat halt ein blödes Packmaß. Pyramidenzelte haben einen guten Ruf bei schlechtem Wetter. Du musst halt die Heringe dann gut in den Boden bekommen können. Und bist schnell mal bei 10-12 Heringen. á 10g. Wäre das ein Problem für Dich?

    Ich bin vom HB Enan jetzt auf das TT Notch umgestiegen. Bin aber eher unter 1800m unterwegs. Was ich an dem Zelt in dem Kontext mag, ist dass der Footprint vom Innenzelt winzig ist, und man das Aussenzelt um Steine osä dann immer irgendwie drüber gebastelt bekommt. Hab mal auf nem Single Trail gepennt, das ist gerade im gebirgigen schon cool. Als Sturmbunker kann ich mir es bisher aber eher schwer vorstellen, man wird sehen. Und es ist Silpoly. Ich mag das Material mehr als SilNylon, hat aber bisher auch nix aushalten müssen

    Das Tipik Pioulou fände ich ja auch spannend. Das SMD Trailstar (gibts auch als Chinaklon) ist auch schon lange auf meiner List. Und das Bonfus Solus 1P. Hab die aber noch nie ausprobiert, alle 3

    Einmal editiert, zuletzt von WonderBär (3. Juli 2026 um 20:56)

  • Tani™ OSMO™ 1P
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    Eins meiner absoluten Lieblingszelte. Wird nur für den japanischen Markt hergestellt. Die Bergfreunde hatten mal eine Charge. Ist für japanische Bergwanderer gedacht. Würde jetzt keinen Sturm auf dem Mont Blanc darin aussitzen. Aber für 3 JZ taugt es allemal. Klein, kompakt, bequem.

  • Beitrag von WonderBär (3. Juli 2026 um 21:10)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (3. Juli 2026 um 21:39).

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