Mal länger weg ab April?

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  • Nachdem die wirtschaftliche Lage hier gerade nicht sehr rosig aussieht, und es aktuell nicht nennenswert viel Verbesserung verspricht, stelle ich mir gerade die Frage, ob es nicht Sinn macht sein Zeug für ein paar Monate günstig in eine Storage Box zu verstauen, um den Urlaub zu machen, von dem andere schon immer träumten. März schafft man so nicht mehr aber April wäre realistisch. So nur mal so hypothetisch?

    Wohin wenn man mal so 3-6 Monate Zeit hätte? Habt ihr nen Tipp?

    Japan klingt cool. Asien generell. Muss aber nicht. Europa wäre auch super. USA muss aktuell nicht unbedingt, wäre aber grundsätzlich mental flexibel und bin leicht zu begeistern. Walkin'- in Australien ist es dann schon Herbst? Macht das Sinn? Kannst Du für die Jahreszeit dort Trails empfehlen?

  • Reisen ist immer gut, wenn du die Möglichkeit wie von dir beschrieben hast, nutze deine Zeit. Ich denke heute noch an Reisen, Erlebnisse und Begegnungen vor 20 - 30 Jahren zurück. Das sind Erlebnisse die mir niemand nimmt.

    M. E. wäre es aber sinnvoll sich zuerst mal halbwegs für eine Weltgegend zu entscheiden in welcher man gerne unterwegs sein möchte. Allein in Europa gibt es sehr viele Möglichkeiten. Ich werde z. B. im April von Berlin nach Tallin wandern und wenn dann noch Zeit ist weiter von Helsinki nach Norden.

    Aber jetzt hier eine wilde Sammlung von Wanderwegen abzurufen wäre meins nicht.

  • Einfach ohne Plan wäre für mich der Traum und Hölle zugleich. Vielleicht ist das mein Plan für die Rente. Tschüssi und los geht's. Vielleicht ist das ja jetzt schon was für dich? Ansonsten soll Neuseeland schön sein. Kanada ist auch nicht schlecht. USA wäre mir zu aufgeladen im Moment.

  • wenn "Weltgegend", dann für mich da, wo man auch mal billig in festen unterkünften unterkommen kann. also entweder, wo ein paar längst verlorene, aber gugelbare alte bekannte sind oder wo es auch kostenlose unterkünfte gibt oder aus hiesiger sicht sehr billige.

    oder paar monate mit fokus ausschliesslich wandern: alpenbogen. oder norge pa langs iwie schlenkern, könnte man jetzt bald anfangen.

    oder kombi.

    oder überhaupt: reisen nach kontakten (müssen nicht mal eigene sein).

  • Wenn einen Japan reizt, kann ich eine Reise dorthin nur empfehlen, da es (noch) das erfüllt, was man klischeehaft auch von dem Land erwartet. Es ist ein absolutes Wanderparadies, zusätzlich lässt der schwache Yen einen zur Zeit auch mit relativ leichtem Portmonee reisen. Ich bin den Michinoku Coastal Trail mal im September gelaufen. Im Frühling ist er sicherlich auch toll. Für die restlichen Monate bietet das Land noch sehr viel mehr (Tokai Nature Trail, Railpass, die Insel Yakushima z.B.) oder du könntest für weitere Trails weiter nach Südkorea oder Taiwan. Nur die Regenzeit und den Hochsommer sollte man im Blick haben.

  • Ich plädiere für Süd Amerika!

    Argentinien, Chile und Bolivien, hochalpine Wüsten im 3 Länder Eck. Traumhaft.

    Bolivien das gesamte Altiplano! Traumhaft!

    Chilenisches Patagonien, nasskalte Urwälder, Gletscher und leckerste Fischküche meines Lebens.

    In allen drei Ländern kann man auch bestens wandern!

    Equador ist auch wunderschön, versinkt aber gerade leider im Gewalteausch von Drogenbanden…

    Aber die oben genannten 3 Länder sind bei weitem genug, für 3-4 Monate.

    Über die aktuellen Preise, für Übernachtungen in Hostals und einfachen Hotels kann ich leider nix sagen, denn ich war in den 90ern insgesamt fast 2,5 Jahre da unten. Jeden Winter mindestens 3 Monate, bis zu 5 Monaten, von 93-2000.

    Ist nach wie vor ein Sehnsuchtsort!

    Wer kein Geld hat, aber jeden Tag in Hotels schlafen, Frühstück, Mittag und Abendessen auswärts essen möchte und das Gefühl hat, jeden Tag noch Geld dazu zu bekommen, weil das Land einfach verboten billig ist, muss nach Indien reisen. Aber man braucht bei der Mentalität der Menschen da unten, also in Indien, starke Nerven und eine gehörige Portion Humor.

    Ich war 4x da. Mir hat es gefallen! Interessant war auch, das ich nach dem ersten Mal, 14 Jahre nicht da war aber außerhalb der Reicheleuteviertel der Städte, nichts verändert hatte. NIX!

    Aber ob Indien für dich etwas ist…?

  • M. E. wäre es aber sinnvoll sich zuerst mal halbwegs für eine Weltgegend zu entscheiden in welcher man gerne unterwegs sein möchte. Allein in Europa gibt es sehr viele Möglichkeiten. Ich werde z. B. im April von Berlin nach Tallin wandern und wenn dann noch Zeit ist weiter von Helsinki nach Norden.

    Jaein, tatsächlich eher andersrum. Die Frage ist eher WO sind die coolen REALLY Long Distance Trails (RLDT) die man sonst zeitlich als Normalo nie gebacken bekommt? Und die man im APRIL los laufen kann?

    Den GR11 wollt ich ewig mal gehen (wobei man sich streiten kann ob das in RLDT ist - man könnte ihn mit dem GR12 "auftackten") aber da hats noch zu viel Schnee sagt das Internet. Selbes wahrscheinlich für den Hexatrek. An sich fällt mir nur der SI ein für April... Außerhalb kenn ich mich gar nicht aus. Die ganzen CDTs, GDTs, ATs waren mir bisher immer zu lang, zu weit weg und zu "holy" um mich tatsächlich damit auseinanderzusetzen - und die USA haben nach 9/11 mit ihrer Xenophobie (im wörtlichen Sinne - Fremdenangst) schon ziemlich an Faszination verloren.

  • Wenn einen Japan reizt, kann ich eine Reise dorthin nur empfehlen, da es (noch) das erfüllt, was man klischeehaft auch von dem Land erwartet.

    Ja, das sollte auch mit April ganz gut passen. Bin da mal vor Jahren in Yakushima 3 Tage über die Insel (grob das, aber noch runter ans Meer) und bin immer noch begeistert. Kumano Kodo wäre eigentlich definitiv noch auf der Buket List, wäre aber wohl eher was "mit Freundin". Habe jetzt zB den Shikoku Pilgerweg gefunden. Ich glaube Japan wäre generell auch was für einen eigenen Faden (träum)

    Ich bin den Michinoku Coastal Trail mal im September gelaufen

    Christine Thürmer ( German Tourist) meinte mal der sei recht Straßenlastig?

    Der Tokai Nature Trail kling super! ---- questor | hangloose is den mal gegangen? KLICK

    Eine Sache - darf/kann man jetzt in Japan eigentlich wild campen!?

    oder du könntest für weitere Trails weiter nach Südkorea oder Taiwan. Nur die Regenzeit und den Hochsommer sollte man im Blick haben.

    Koreaner sollen ziemliche trekking fans sein. Da kenn ich mich halt gar nicht aus.... Bin mal den Trail um Seoul zu Teilen gegangen und fand den eher naja, nett....

    3 Mal editiert, zuletzt von WonderBär (17. Februar 2026 um 20:27)

  • Ich plädiere für Süd Amerika!

    Argentinien, Chile und Bolivien, hochalpine Wüsten im 3 Länder Eck. Traumhaft.

    Bolivien das gesamte Altiplano! Traumhaft!

    Jo! Besonders Argentinien. Steaks, Rotwein und Fußball! Wollt ich immer mal hin. Aber was läuft man da? Sucht man sich hier selber eine Tour zusammen? Von Mia im Zelt gibts einen Bericht über den Greater Patagonian Trail (GPT), aber ich bin mir nicht sicher ob die "Right-of-Way-Issues" meinen Trailvorstellungen so nahe kommen. Für mich klingt das eher nach Cowboymanier und "Recht des Stärkeren". Harte Kerle mit Revolvern.

    Auch April - da wirds dann schon richtig Herbst langsam? 21. Juni sollte Winteranfang grob dort sein und unserem 21. Dezember entsprechen, da ist April dann der Oktober? Wird eng für die Anden, oder?

    Aber ob Indien für dich etwas ist…?

    Umbedingt. Aber nur beruflich. Mit nem indischen Kollegen der mir etwas seine Kultur vorstellt kann ich mir das echt super vorstellen. Ich liebe indische Küche, auch die scharfe. Aber alleine zum treken?

    Wie wäre es, um in Europa zu bleiben, den GR1 in Nord Spanien zu laufen?

    Der klingt gut! Den nehm ich mal mit, Danke!

  • Bleibt die Frage was DU für cool findest? Küstenwanderungen sind im April bestimmt möglich, hohe Berge werden noch Schnee haben. Und wie lang soll es sein? Was ist really long? Muss es genau EIN Trail sein - oder kombiniert man sich einfach so lange was kürzeres zusammen, bis man genug KM zusammen hat?

    Poah, na, wenn man wirklich mal so viel Zeit sich nehemn kann, dann wäre ein GROSSER schon eher das richtige, oder?

    Und während auf dem einen Berg noch Schnee liegt ist der anderen schon Schneefrei, oder es liegt dort eh nie welcher? Es ist also nicht eine Frage wie hoch, sondern nur wo!

  • Ich habe gerade Christine Thürmers Reisebericht über die Wanderung von Koblenz bis Tarifa gelesen, sie ist da Ende August gestartet und war Ende Februar Anfang Februar da. Rumdrehen, um die Sommerhitze nicht in Spanien zu haben, wäre da sicher eine Möglichkeit.

    Oder einfach der Jakobsweg von der Haustür aus gestartet? Da gibt es ja so viele Varianten, dass es nie weit zu einer sein dürfte.

  • Umbedingt. Aber nur beruflich. Mit nem indischen Kollegen der mir etwas seine Kultur vorstellt kann ich mir das echt super vorstellen. Ich liebe indische Küche, auch die scharfe. Aber alleine zum treken?

    Schwierig, wollte ich machen, habe aber aufgegeben. Habe in Indien selbst knapp 1.5 Jahre gelebt und dort meine Frau kennengelernt.

    Zwischen den Wildtieren (die meisten Pfade sind auch Wildpfade), der nicht immer ganz okayen Sicherheitslage (die auch seeeeeeehr schnell eskalieren kann - und damit meine ich nicht nur Pakistan/Indien) ist einfach auch keine Wanderinfrastruktur vorhanden. Karten gibt es nur sehr spärlich und in miserabler Qualität. Nur schon zu wissen wo es überhaupt einen Trail gibt (ausser eventuell den ganz grossen) ist schon eine Herausforderung. Ich hab da so ein Buch für Trails von Himachal Pradesh, da gibt es nur Skizzen in der Art von "An dem Dorf dann links den Bach x lang und dann hinter der dritten Hütte rechts geht der Pfad zum Pass hoch". Da die Planungszeit bis April recht kurz ist, sehe ich da eher schwarz (ausser Du hast da grad Top Ressourcen die mir unbekannt sind, dann unbedingt teilen !)

    Für Kulturreisen und Tageswanderungen aber Top ! Schon nur für die Hauptsehenswürdigkeiten muss man mindestens einen Monat einplanen wenn man nicht hetzen will.

  • Wenn ich ab April länger frei hätte, würde ich einen JOGLE anfangen. Ein UK Thru Hike von Nord (John O'Groats) nach Süd (Lands End). https://pilgrimsprogress.blog/2023/12/29/lej…ning-the-route/ Läuft man von Süd nach Nord, wird es als LEJOG bezeichnet.

    April und Mai bieten exzellentes Wanderwetter in Schottland, wenn es kein Thru sein soll, kann man sich auch selber etwas zusammenstellen. Es gibt sehr viele längere Trails, die man auch ohne größeren Planungsaufwand starten kann. Hier gibt's einen ersten Überblick https://www.walkhighlands.co.uk/long-distance-routes.shtml

  • Christine Thürmer ( German Tourist) meinte mal der sei recht Straßenlastig?

    Der Tokai Nature Trail kling super! ---- questor | hangloose is den mal gegangen? KLICK

    Eine Sache - darf/kann man jetzt in Japan eigentlich wild campen!?

    Ja, der Weg führt häufig auf alten, kaum befahrenen Straßen entlang. Dazwischen immer wieder einsame Strände, Wald in Hanglage, knackige Steigungen und etliche Treppenstufen. Der kulturelle und geschichtliche Aspekt Nord-Honshus im Zusammenhang mit der Küsten- und Tsunamiregion zeichnet diesen Trail besonders aus.

    Nagel mich nicht drauf fest, aber soweit ich weiß, gibt es in Japan kein Gesetz, das wildcampen verbietet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es niemanden juckt und am Abend ist sowieso niemand mehr unterwegs.

  • Nagel mich nicht drauf fest, aber soweit ich weiß, gibt es in Japan kein Gesetz, das wildcampen verbietet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es niemanden juckt und am Abend ist sowieso niemand mehr unterwegs.

    • Hier steht dass Japaner Ausländern/Gästen wegen solchen juristischen Banalität wohl keinen ernsten Streß machen
    • Der Kollege hier meint etwas weiter unten im Kapitel "Camping and Shelter" - "After this section I found no more such huts or official sleeping places. With this said, I always found a place to set up my tent, and never once had any problems with local authorities, or anyone for that matter."

    Mir war nicht klar dass es der Monsun im Juni wohl bis nach Japan hoch schafft

  • Wenn euch Japan/Taiwan/Asien interessiert kann ich nur die aktuelle (bzw. letzte) Folge von Zeltgespräche empfehlen (der Podcast mit u.a. Robert Klinkund Sebastian B) dort erzählt German Touristgenau über solche Themen wie wildcampen, Verpflegung usw. in Japan/Taiwan/Asien. Das würde ich empfehlen, klang nämlich so, dass man da nicht unbedarft rein sollte.

  • Wenn euch Japan/Taiwan/Asien interessiert kann ich nur die aktuelle (bzw. letzte) Folge von Zeltgespräche empfehlen (der Podcast mit u.a. Robert Klinkund Sebastian B) dort erzählt German Touristgenau über solche Themen wie wildcampen, Verpflegung usw. in Japan/Taiwan/Asien. Das würde ich empfehlen, klang nämlich so, dass man da nicht unbedarft rein sollte.

    Der, oder?

    #129 - Was wir draußen unterschätzt haben - mit Christine Thürmer ~ Zeltgespräche - Der Podcast für mehr Outdoor im Alltag Podcast
    In dieser Folge haben wir endlich mal wieder Christine Thürmer zu Gast. Gerade hat sie ihre aktuelle Show beendet und startet nun frisch ins Jahr 2026 und…
    www.podcast.de

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