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  • nach 3 tagen wieder da Danke für den Link, das finde ich entlastend zu wissen. Bin ich mit voller Ausrüstung unterwegs, hätte ich Isolierendes dabei. Ohne Zubehör oder mit tropfnassem Rucksack muss ich mich dann wohl doch wieder auf meine Muskeln verlassen.

    WeitWanderWade das Hocken zielt darauf, nicht der höchste Punkt zu sein.

    Hieße das umgekehrt: Wenn ich eh in einem Wald bin, könnte ich mich auch genauso gut mit geschlossenen Beinen hinstellen? Der größte Punkt bin ich dann sicher nicht. (Dass Nähe zu hohen Bäumen bei Gewitter eine blöde Idee ist, ist klar. Gehen wir davon aus, dass ich in die Schonung gerannt bin, aber noch deutlich überragt von den jungen Bäumen). Wäre es dann physikalisch egal, ob ich hocke oder stehe?

  • Wäre es dann physikalisch egal, ob ich hocke oder stehe?

    Vermutlich eine Frage des Muts zum Experiment.

    Wir hatten schon mal die Situation, das ausprobieren zu können, haben uns aber lieber hingehockt, weil man so wenigstens trockener blieb.

    Und wir hatten uns aneinandergekauert, wegen Wind. Laut DAV soll man das ja nicht, insofern: ja, wahrscheinlich egal.

  • Die UIAA (internationale Kletter- und BergsteigenAssioziation) bewirbt mal wieder ihr käuflich zu erwerbendes Sommer-Handbuch, dass man nicht braucht, wenn man nur wandert, hat dort aber eine interessante Skizze mit Faustformel zur Berechnung einer "safe zone" bei Gewitter in alpinem Gelände: insta-Link.

    Kritik: wohl eher relevant für Kletterer / Klettersteiggeher. So ne steile Wand an der Seite habe ich beim alpinem Wandern doch eher selten. Und wenn, dann so, dass ich längst woanders bin, wenn ich Gewitter aufziehen sehe. Aufs Wetter achten bleibt Regel Nummer 1.

    Das einzige Gewitter mit Blitzeinschlägen in unmittelbarer Nähe um uns rum, in das wir mal geraten waren (#22), war zwar am Ende eines längeren und nicht unsteilen Abstiegs, aber so steil wie auf der Skizze sah es halt hinter uns eben nicht aus - und da schlugs auch ein (= hinter uns; auch neben uns und vor uns). Da stiessen zwei Gewitterzellen aufeinander, und zwar da, wo wir bis dahin hingelaufen waren, war die Wettersituation ... Die beiden Zellen bewegten sich unterschiedlich schnell und wir liefen vor der, die wir zuerst gesehen hatten, weg.

  • nach 3 tagen wieder da Danke für den Link, das finde ich entlastend zu wissen. Bin ich mit voller Ausrüstung unterwegs, hätte ich Isolierendes dabei. Ohne Zubehör oder mit tropfnassem Rucksack muss ich mich dann wohl doch wieder auf meine Muskeln verlassen.

    WeitWanderWade das Hocken zielt darauf, nicht der höchste Punkt zu sein.

    Hieße das umgekehrt: Wenn ich eh in einem Wald bin, könnte ich mich auch genauso gut mit geschlossenen Beinen hinstellen? Der größte Punkt bin ich dann sicher nicht. (Dass Nähe zu hohen Bäumen bei Gewitter eine blöde Idee ist, ist klar. Gehen wir davon aus, dass ich in die Schonung gerannt bin, aber noch deutlich überragt von den jungen Bäumen). Wäre es dann physikalisch egal, ob ich hocke oder stehe?

    Ich habe im Gebirge gerade oberhalb der Bewuchsgrenze wirklich allergrößten Respekt vor Gewitter auch weil ich es zum Glück noch nicht erlebt habe. Aktuell habe ich gerade nochmal vermehrt darüber nachgedacht, weil ich ich die Grand Tour des Ecrins im Spätsommer angehen werde.

    Aber zurück zum Wald: Im deutschen Mittelgebirge habe ich schon das ein oder andere auch größere Unwetter mitgemacht. Gerade in realtiv gleichmäßig dichtem Wald sehe ich da wenig Sinn darin "Gegenmaßnahmen" einzuleiten, wenn nicht gerade ein wirklicher Unterstand zur Verfügung steht, bin ich da einfach weitergegangen, solange der Weg mich nicht gerade stark bergan geührt hat.

  • Aber zurück zum Wald: Im deutschen Mittelgebirge habe ich schon das ein oder andere auch größere Unwetter mitgemacht. Gerade in realtiv gleichmäßig dichtem Wald sehe ich da wenig Sinn darin "Gegenmaßnahmen" einzuleiten, wenn nicht gerade ein wirklicher Unterstand zur Verfügung steht, bin ich da einfach weitergegangen, solange der Weg mich nicht gerade stark bergan geührt hat.

    Im Wald ist für mich v.a. das Risiko von herunterfallendem Geäst bei Starkwind (was es ja meist bei Gewitter gibt). Es muss ja nicht mal ein grosser Ast sein, schon 1-2 kg aus grosser Höhe auf dem Kopf können zu ernsteren Verletzungen führen. Daher heisst es bei mir eher raus aus dem Wald.

  • Gefährlich ist in diesem Zusammenhang neben dem direkten Einschlag wohl der "Spannungstrichter". Man überbrückt also entsprechend mehr, je näher man am Einschlag ist, bzw. je länger die Schrittlänge ist oder man sogar liegt.

    Vielleicht wars bei der Kuh die Schrittlänge.

    Das Bild ist wohl nicht erlaubt, daher ein Link.

    Spannungstrichter

  • Hallo, jetzt habe ich eine Frage, passt hier vielleicht besser als im Paddelbereich: ich will nächstes Wochenende im unteren Spreewald , hauptsächlich Puhlstrom paddeln. Die Wasserwege in diesem Bereich sind schmal, oft nur 4-7m. Links und rechts kein Schilf, sondern direkt Bäume. Es ist tatsächlich Wald. Nun sind bei über 30° ja durchaus Wärmegewitter möglich. Was tue ich nun am besten in meinem Packkraft, wenn ich im Wald auf dem Wasser paddle und nicht aussteigen darf? (oder an anderen Stellen: Dahme- Umflutkanal gar nicht aussteigen kann) Ernste Frage, mit der ich gerade die google-KI in eine Schleife getrieben habe. Also: was tun?

    Einmal editiert, zuletzt von Sam Ameise (21. Juni 2026 um 08:41)

  • Weiter-paddeln?

    Wenn ich während eines Wärmegewitters in bewaldeten Gebieten unterwegs bin, fallen durch den kräftigen Wind Totholz-Stöckchen von den Bäumen. Solange ich in Bewegung bin hält sich das Risiko doch in gewissen Grenzen.

    Auf See ist das nochmal eine andere Sache:

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    Min. 0:40

    Aber auch da kann man nichts anderes machen ...

  • Solange ich in Bewegung bin hält sich das Risiko doch in gewissen Grenzen.

    Naja, wenn du annimmst, dass die statistische Wahrscheinlichkeit im Wald von einem Totholz getroffen zu werden flächenmäßig gleich verteilt ist, ist es an sich egal ob Du Dich bewegst oder nicht (es sei denn Du schaffst es damit aus dem Wald raus zu kommen)

  • Könnte ich also am besten folgendes tun: falls ich an einem mittelhohen gehölz, eher buschiger baum mit gut beweglichen ästen vorbei komme, ranfahren, vielleicht runterfahren und dort festhalten und abwarten?

  • runterfahren und dort festhalten und abwarten?

    Ich kenn jetzt die Gegend nicht, aber bei Gewitter würd ich immer schauen dass ich runter vom Wasser komm (wenn auch nur ein paar Meter) - Wasser leitet so gut ;)

    Kleine Anekdote von gestern (war Paddeln) - und ja es kam ein Gewitter - die Paddler sind alle erst einmal seitlich vom Wasser weg und haben abgewartet (ca. 20 min.) bis es klar war dass es sich weiter unten /500m - dann paar km ausgetobt hatte. Die Party-Eventbootfahrer sind auf dem Wasser geblieben. Such es dir aus - es ist deine Haut

  • Ich weiß, das man vom Wasser runter sollte. Das Problem an manchen Abschnitten im Spreewald (und schlimmer noch Oberhavel) ist, dass manchmal rechts und links der Fahrrinne auch nur wässriger Sumpf ist. Irre schön, aber wirklich nix zum aussteigen.

    Allerdings bin ich inzwischen von der Wetterapp beruhigt worden: es sind am WoE keine Gewitter zu befürchten.

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