Klymit-Matten: Sinn und Zweck der Wabenform?

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  • Hallo zusammen,

    im Rahmen einer Marktsondierung stolpert man unweigerlich über die Luftmatten von Klymit. Dabei handelt es sich um Luftmatratzen mit einer Art von Wabenstruktur, was mich zu folgenden Fragen führt:

    • Was genau bewirkt diese Wabenstruktur? Soll sie ein Verrutschen auf der Matte verhindern?
    • Wie komfortabel sind diese Matten?
    • Sind die R-Werte verlässlich?

    Auf Reddit gibt es einen Austausch dazu:

    [...] Those welded seams offered no insulation at all. I always had to use a foam mat on top of the insulated static v in order to stay warm. It's like having sewn through seams...you can puff up the insulation all you want but you're gonna lose lots of heat through the seams. [...]

    Vielleicht hat jemand hier Erfahrungen damit... :)

    Viele Grüße und besten Dank!

    Trinolho

    Einmal editiert, zuletzt von Trinolho (20. Oktober 2025 um 11:18)

  • Trinolho 20. Oktober 2025 um 11:09

    Hat den Titel des Themas von „Klymit-Matten: Sinn und Zweck der Wabenstruktur?“ zu „Klymit-Matten: Sinn und Zweck der Wabenform?“ geändert.
  • Was genau bewirkt diese Wabenstruktur? Soll sie ein Verrutschen auf der Matte verhindern?
    Wie komfortabel sind diese Matten?
    Sind die R-Werte verlässlich?

    • Die Wabenstruktur soll Raum für die Daunen des Schlafsacks bieten.
    • Wenig komfortabel, da recht dünn. Seitenschläfer haben verloren. Wenn man flach auf dem Rücken liegt, gehts.
    • Vom Hersteller angegebene R-Werte wurden durch tatsächliche Messungen doch mal (vor ein paar Jahren) völlig zerstört. Die Messung hat natürlich ohne Schlafsack stattgefunden.

    So zumindest mein Stand der Dinge. Ich habe mich die letzten Jahre nicht weiter damit befasst.

  • Die Wabenstruktur ist dafür, dass durch Druck, der bei jeder Gewichtsverlagerung stattfindet, nicht andere Zonen der Matte wulstig werden und es sich nicht so wobbelig anfühlt. Sie sorgen quasi für eine stabilere Liegefläche. Gerade für unruhige Schläfer aller Positionen, finde ich gerade das sehr gut. Seite und Bauch liegen sich nach meinem Empfinden wesentlich angenehmer, als auf anderen Matten.

    Mir sind sie nur einfach zu schwer, für das, was sie an Isolation bieten.

  • Seite und Bauch liegen sich nach meinem Empfinden wesentlich angenehmer, als auf anderen Matten.

    Meine Frau hat ne Thermarest, welche ich meiner Klymit jederzeit vorziehe in allen Belangen, speziell aber des Komforts.

    Klymit selbst beschreibt die Technologie auf der eigenen Webseite so:

    Technologie

    • Body Mapping Technologie: Unser patentiertes V-förmiges Design bietet Unterstützung und Komfort, egal wie Du schläfst. - auf der Seite, dem Bauch oder dem Rücken.
    • Side Rails: Integriert in das Design der Isomatte, sorgen sie für einen sicheren, komfortablen Schlaf, indem sie Dich auf der Isomatte zentrieren und die Luftbewegung während des Hin- und Herdrehens verhindern
    • Deep Weld Patterning: Im Gegensatz zu herkömmlichen Isomatten, die die Füllung des Schlafsacks zusammendrücken, kann sich dein Schlafsack voll ausbreiten und garantiert so eine hohe Isolation.
  • Ich würde gerne nur einen Punkt ergänzen, der die Verwirrung um die R-Werte und das Zitat von Reddit auflöst, da mir dieser Aspekt noch fehlt:

    Wie in deren Technologie-Beschreibung erwähnt, basiert Klymits Konzept darauf, dass die tiefen Schweißnähte ("Deep Weld Patterning") Raum für den Schlafsack-Loft bieten sollen. Klymit betrachtet also die Isolation als System aus Matte und Schlafsack.

    Der Industriestandard (ASTM F3340-18), nach dem R-Werte heute gemessen werden, testet die Isomatte jedoch alleine (also ohne Schlafsack).

    Bei diesem standardisierten Test werden die tiefen Nähte genau zu dem, was der Reddit-Nutzer beschreibt: Kältebrücken, durch die Wärme entweicht, da ja kein Schlafsack-Loft zum Isolieren vorhanden ist.

    Das erklärt, warum die tatsächlich gemessenen R-Werte oft so stark von Klymits Markting-Theorie abweichen und warum Nutzer oft eine zusätzliche Schaumstoffmatte benötigen, um warm zu bleiben. In der Theorie also besser als in der Praxis. Leider. M. M. nach würde alleine der Wechsel auf ein leichteres 20D Ripstop-Nylon die Matte um einiges interessanter machen, da dann wenigstens Gewicht und Packmaß attraktiver wären

    xfoil.shop - gewerblich

  • Für mich sind die dünnen (d.h.: SL genannten) Matten von Klymit die mit Abstand am bequemsten. Habe eine breitere für Notübernachtungen im Büro und die ganz leichte für unterwegs = Frühjahr und Herbst. Seitenschläfer. Schmal. SchlaSa-Nutzer. Leider gibts keine "halb"lange Version von der UL-SL-Version, die es mal gab (und die ich habe, die lange).

  • Ich hab nun schon meine zweite Klymit mit den kompletten Löchern zwischen den Gummi Würsten.

    Ich schlafe darauf gut, auch auf der Seite. Wärme Isolierung passt für mich mit Daunen Tüte. Das Packmass ist auch gut.

    Und ich hab keine Angst die zu perforieren, bei der Uberlight war ich immer nervös.

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Könnte es sein, dass die unterschiedlichen Erfahrungen mit dieser Mattenart auch davon abhängt, ob man einen Schlafsack oder einen Quilt benutzt? Der Quilt ist ja nicht zwischen Matte und Körper, kann dann in diesen Löchern auch nicht isolieren.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Finds ja spannend wie gegenläufig die Erfahrungen sind.

    Ich hab jedenfalls dieses Modell: https://www.klymit.eu/de/products/in…A2-sleeping-pad

    Wiege so 73 kg auf 1,80m und bin nicht sonderlich begeistert von der Matte. Sie geht schon, aber wie gesagt, das Therm-a-rest Frauenmodell meiner Holden liegt sich deutlich besser.

    (Wasn mit Therm-a-Rest passiert? Deren Webseite führt in Sachen Isomatten meist ins Leere...)

  • Ich benutze diese hier: .tw/shop/mountainfun/product/06suzn01c/ (rakuten.com vors tw), ohne "static" und "zion" dazu. Wiegt tatsächlich nur die dort angegebenen 337 Gr., 20 D. Besser als alle selbstaufblasenden und besser als Neoair. Wenn man sie nicht zu stark aufbläst.

    Gut an der Konstruktion ist auch, dass der äussere Wulst sich hochstellt (hochklappt), wenn ich nachts gegen die Mittelstange rutsche.

    m.E gibts die leider seit Jahren nicht mehr.

    OT: Mit 0,5 cm Schaummatte und dem <500 Gr SchlaSa komme ich grundsätzlich auch klar bis knapp unter Null, solange ich ein Kopfkissen habe. Aber ich kriege die jedesmal nicht vernünftig ungeschnitten in den Rucksack (KS 50). Ungeschnitten und im Rucksack sind aber meine Bedingungen. War auch jetzt bei meiner kleinen Oktobertour wieder ein Drama nächtlichen Packens. Matte 1,90 x 50 zurechtgeschnitten und in den Rucksack gepresst = doof. Mehrmals. Als meine Freundin schon zur S-Bahn drängelte, den 800 Gr schweren Crux gegriffen ("da können dann auch alle Lebensmittel rein, die wir für zuhause kaufen"), die Klymit und alles reingeschmissen und los. Natürlich hatten wir auf dem Rückweg dann so ne Supermarkt-Riesentasche dabei. - Man sieht: Lernprozesse bei mir sehr langsam. Obwohl 2019 2 Teile geschnitten völlig ok war.

  • Könnte es sein, dass die unterschiedlichen Erfahrungen mit dieser Mattenart auch davon abhängt, ob man einen Schlafsack oder einen Quilt benutzt? Der Quilt ist ja nicht zwischen Matte und Körper, kann dann in diesen Löchern auch nicht isolieren.

    Nicht nur das, an den tiefen Kerben schließt ein Quilt auch nicht ab. Dadurch zieht es wie Hechtsuppe.

    Bin mir sicher, es gab dazu auch schon mal eine Thread im blauen Forum, wo ich meine durchweg schlechte Erfahrung mit diesen Matten zusammen mit Quiltnutzung geschildert habe.

    Bequem fand ich sie als Seitenschläfer aber schon.

  • nicht diejenigen, die auf selbstaufblasbaren oder Schaumstoffmatten schlafen, undauch diejenigen nicht, die einen wasserdichten Pumpsack verwenden, in dem dann der Schlafsack transportiert werden kann…

    Bei der Unterlage würde ich dir für Tarpnutzer zustimmen.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Ok, den Pumpsack hatte ich unter Pumpe subsumiert.

    Selbstaufblasende hatte ich bei UL nicht im Sinn und Schaumstoffmatten sind doch bei UL zumindest nur so groß, dass der Kopf nicht mit drauf liegt .... Dachte ich. Mein Fehler 🤭

    Skills are cheap - Passion is priceless

  • Die neuen Matten werden halt auch immer dicker und dicker. Absolut nerviger Trend. Erstens ist es viel mehr Mühe, die aufzublasen - aber ja, die meisten bringen dann zusätzlich eine Pumpe mit - zweitens wird der Platz im Zelt immer weniger. Drum müssen dann folglich auch die Zelte immer größer und größer werden. Die Industrie weiß vor allem eines sehr gut: den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen.

  • Absolut nerviger Trend.

    für mich kein Trend. Ich bin dahingehend recht dankbar, denn ich bin Allseitenschläfer mit massiven Rücken- und Schulterproblemen (Prothese im Nacken). Die Dicke der Matte trägt bei mir zu besserem Schlaf auf der Seite bei. Zudem bin ich nun auf eine breite Matte (die 2025er Nemo Tensor all season) umgestiegen, was ebenfalls eine Bereicherung für meinen Schlaf ist (Schlafprobleme und Wühlen VS schmale Matte... ) - abgesehen von dem Gewobbel, was eben eine Wabenstruktur beheben kann - unter der Voraussetzung, dass die Waben direkt mit der gegenüberliegenden Seite verknüpft sind (meiner Erfahrung nach).

    Einschub an der Stelle: die StS ether light XR (2025) behebt das Gewobbel nicht, denn hier gehen die Waben nicht wie bei der Ultralight insulated komplett durch (die Matte finde ich sehr bequem). Die XR liegt sich ziemlich genauso bequem wie die Nemo-Tensor, nur homöpathisch bequemer, ist dafür aber leider im Vergleich schwerer zu geringerem R-Wert. Lediglich die leichte Wulst an den Seiten bremst ein klein wenig mehr das Abrutschen der Arme (beide Matten in Regular Wide parallel getestet) - irgendwann rutschen auf beiden Matten meine Arme aber dennoch ab (breite Schultern), zum Glück jedoch nicht so schlimm, wie bei einer regualr wide. Auch die Breite sorgt bei mir für besseren Schlafkomfort.

    aber ja, die meisten bringen dann zusätzlich eine Pumpe mit

    Ja, es ist dadurch mehr Volumen aufzupumpen. Aber eine Pumpe mit 9g oder den Packsack mit 25g, den ich sowieso dabei habe, kann ich verkraften. Klar, höherer Aufbau und mehr Breite im Zelt. Komme ich zu Gunsten des etwas besseren Schlafes klar mit.

    Drum müssen dann folglich auch die Zelte immer größer und größer werden

    Taaatsächlich habe ich ein Dustun X-mid2 bestellt ^^ - Vorrangig aber weil mein Sohn nun mittlerweile andere Dimensionen erreicht hat, weshalb das Lanchan 2 (nicht pro) zwar am Limit noch mit uns beiden funktioniert, aber mehr Raum(komfort) und etwas weniger Gewicht für mich auch fein sind.

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