Liteway Pyraomm - Poncho-Mid Erfahrungen?

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  • Nicht mehr ganz neu, trotzdem scheint es noch keine Erfahrungen damit zu geben.

    Auf dem Papier macht es vieles richtig, wenn man den Gedanken der kombinierten Regenschutz-shelter Lösung interessant findet.

    Das Outer etwas schwerer als ein gatewood cape, dafür ein vollwertiges, kleines mid, bei dem man endlich auch Spannung auf die hinteren Kanten bekommt - und es damit bei Wind die Hütte dort nicht mehr eindrückt.

    PONCHO PYRAOMM

    Mit 380-400g allerdings auch bald doppelt so schwer wie ein leichter 200g Poncho.


    In Kombi mit dem relativ leichten Pyraomm Mesh Inner ist man gewichtsmäßig irgendwo knapp unter 700g, nicht super leicht, aber dafür rundum doppelwandig und ggf. gibt es in der Praxis ja auch noch Sparpotential bei guylines etc. - und auch hier liegt man bei der GWC Kombi ähnlich.

    PyraOmm Solo Mesh

    Liegeplatz ist mit 236*88 auch geräumiger als beim gwc, liteway empfiehlt es bis gerade mal 1,75, auch hier muss die Praxis zeigen, was realistisch ist.

    Preislich landet man bei fast 400€, kein Schnäppchen, aber eben auch in seiner Art konkurrenzlos.

    Als Hänger, der hat keine explizite Bodenbrüter Behausung mit akzeptablem Gewicht mehr besitzt, habe ich für absehbar komplett baumlose Touren mit rauherem Wetter schon öfter auf eine leichte, geschlossene 1p Behausung geschielt, wenn sich dann noch ein Multiuse einbauen lässt, finde ich das schon ziemlich tempting...

    Hat sich schon jemand anderes mit dem Teil beschäftigt - es sogar schon mal live gesehen oder testen können?

    "Not all those who wander are lost"

    2 Mal editiert, zuletzt von questor | hangloose (14. Dezember 2024 um 13:08)

  • Gerade mal reingeguckt in deine Links. Interessant finde ich das Konzept mit den 2 schrägen Stöcke zum Aufbau, auch dadurch kann der Wind von hinten die Zeltfläche nicht so weit eindrücken, oder? Und die Belastung verteilt sich auf 2 Stöcke.

    Als Nicht-Fan von Spitzen-nach-oben-Aufbau habe ich mal geguckt, was in der Aufbauanleitung steht, und auch in die Aufbauanleitung des "normalen" Tarps ohne Poncho-Funktion geguckt:

    Zitat aus der Aufbauanleitung für das normale Pyraomm Solo Tarp:

    "put the trekking pole at an angle on top or on 2 trekking poles in A-form. Please note that the sharp ends of trekking poles must be covered".

    Eine Möglichkeit für ein solches "cover" findet sich in diesem Video von Dan Cunningham

    Ich finde seine Lösung eine nette Idee. Ich würde sie aber kürzer konstruieren. Wieviel Druck so etwas wohl abkann?

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Hab's gerade in den Fingern, der Poncho Modus ist wirklich schräg, wie schon im Video hier zu erahnen.

    Die Seiten sind zu lang, hinten wird's mit Rucksack ever zu kurz, vor allem, wenn man das alles noch mit dem Gürtel zusammenrafft, um die zu langen Seiten zu bändigen. Bin nicht so riesig, mein Rucksack auch nicht, daher nicht ganz so dramatisch zu kurz, wie im Video, aber wirklich sinnvoll erscheint das nicht.

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    Hab mal spaßenhalber das ganze um 90° rotiert, sodass die langen Seiten vorne und hinten sind - VIEL besser. Lässt sich auch einfacher raffen vor dem Bauch, wo's dann zu lang ist.

    Die Seiten könnte man mit kamsnaps oder Klett schließen, wie bei anderen Ponchos auch, die Durchgriffe, wie vorgesehen braucht es dann nicht.

    Die Kapuze dürfte sich - zumindest mit Können halbwegs schmerzfrei abtrennen, rotieren und erneut annähen lassen.

    Aber mir selbst als eher mäßig begabtem traue ich die Operation am brandneuen Teil nicht so recht zu.

    Ich denke, ich werde es erstmal zurück schicken.

    Im Kragen/Kapuzenbereich gibt es dazu ne Menge Nähte, da bilden sich beim Tragen auch viele Kuhlen für Regenwasser - ob man das dauerhaft mit seamseal abgedichtet bekommt ist aber schon so eine generelle Frage, auch ohne Mod.

    Den Aufbau habe ich nicht versucht, aber da ist das pyraomm ja erprobt...

    "Not all those who wander are lost"

    Einmal editiert, zuletzt von questor | hangloose (20. September 2025 um 21:02)

  • Transparenz:

    Die Diskussion um Alpha-Tents habe ich jetzt hierher verlagert. Danke für den Titel-Vorschlag - so etwas macht das Leben der Moderatorin einfacher!

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Onetigris hat eine Poncho-Halbpyramide, von der sich zwei dann zu einer geschlossenen Pyramide verheiraten lassen - habe ich auch noch nicht gesehen sonst
    https://camping.onetigris.com/products/tents…ncho-shelter-cb

    ... außer natürlich seit Jahrzehnten schon beim polnischen Lavvu (und ähnlich beim Plash Palatka anderer Ostblock-Armeen). Ist halt nur alles andere als ultraleicht.

  • doch doch durchaus die beiden genannten "OSTarmee" Teile gibt es schon ewig halt in Canvas oder sehr schweren Materialien, sind auch dann immer als Poncho vorgesehen. Das von Onetigris ist jetzt nicht neu aber durchaus viel leichter. Gesehen hab ich das vor ca 4 Jahren im Inet. Die drücken gerade mehr auf den deutschen Markt (gefühlt)

  • Mein Einwand wäre das viele dieser Konstrucktionen mit einem Feuer kombiniert werden, zumindest ich finde das bei Plastik supoptimal.

    Bei den Buschcraftern findet man eigentlich recht viel zum Thema auch zu Nylon und Feuer und da hat baumwolle halt echte Vorteile.

    Wir hatten bei den Pfadfindern vor 35 Jahren auch einige dieser Konstrucktionen gerade Lavus und in meiner Erinnerung nach gab es die nur mit Feuerstelle ;)

  • Onetigris hat eine Poncho-Halbpyramide, von der sich zwei dann zu einer geschlossenen Pyramide verheiraten lassen

    Das shelter ist winzig.
    Ich habe einmal meinen Schlafsarg mit 220 x 60 x 30 cm eingebaut, (Körperlänge 185).
    Für Hobbits mit 165 dürfte das, mit etwas eingeschränktem Wetterschutz, allerdings passen. ;)

    Der Plash-Palatka Poncho ist mit 180 x 180 cm noch kleiner.
    Daraus kann man wirklich nur ein Not-Shelter bauen, unter dem man sich zusammenkauert. Nach dem Motto, „besser als gar nichts“.

    Die Kapuze wird mit einem halbrunden Kordelzug, über eine Ecke realisiert. Die Passform ist, sagen wir mal „mittelalterlich“.

    VG. -wilbo-

  • doch doch durchaus die beiden genannten "OSTarmee" Teile gibt es schon ewig halt in Canvas

    Hab ich zwei daheim. Die wurden mal ne zeitlang rauf und runtergehypt in der bushcraft Szene und kosten mittlerweile total irsinnige Summen.
    Wen‘s interessiert, gibt es drei verschiedene Größen. Gerade die größte ist praktisch nicht mehr zu bekommen und kostet.

  • Ich habe mal vor Jahren versucht ein kleines Plasch Palatka aus Silnylon zu bauen. War ein Reinfall. Optik (rot) so zwischen Superman und Waldschrat Die Abdeckung im Poncho Mode war aber nicht schlecht. Als Shelter aber definitiv zu klein. 1,5 x 1,5 sind IMHO maximal als Groundcloth brauchbar wenn man sich schräg drauf legt. Den Verschluss hatte ich ebenfalls mit RV gebaut, das empfinde ich bei einem Poncho aber eher als Fremdkörper. Zuviel Gewicht und High Tech für das Low-tech - Ausrüstungsteil Poncho. Zum Verbinden von zwei Zeltplanen ist das aber wahrscheinlich gar nicht so doof - besser jedenfalls als Kamsnaps.

  • Reißverschlüsse sind schwer und anfällig.
    Da würde ich das Gewicht lieber in einen soliden Abspannpunkt investieren.

    So ein Setup funktioniert mit jedem Rechteck-Poncho.

    Im Prinzip hast du recht, im von Dir gezeigten konkreten Fall müsste man an der Zeltspitze auch noch Mal für eine Überlappung sorgen. IMHO müsste man da noch einen Beak reinfriemeln und hängt das untere Tarp dann da rein. 1,5m Reißverschluß wiegen 33 gr (nicht wasserdicht). Eine Überlappung ist leichter, ein RV ist einfacher für Ungeübte zu handhaben... win some, loose some.

    LG, Christian

  • ... im von Dir gezeigten konkreten Fall müsste man an der Zeltspitze auch noch Mal für eine Überlappung sorgen.

    Dachte ich anfangs auch. In der Praxis hat sich der kleine Schlitz als irrelevant erwiesen.
    Den wenigen Tropfen, die sich dort durchmogeln, kann man geschickt ausweichen. ;)

    (Disclaimer: Achtung, bei Outdooraktivitäten besteht die Gefahr, nicht trocken zu bleiben oder sogar nass zu werden).

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