Servus zusammen,
Ich möchte mir gerne einen neuen Rucksack zulegen und liebäugle mit einem Hyberg Attila Lite Aluula.
Hat wer Erfahrung mit diesem Modell und Material?
SG Florian
Servus zusammen,
Ich möchte mir gerne einen neuen Rucksack zulegen und liebäugle mit einem Hyberg Attila Lite Aluula.
Hat wer Erfahrung mit diesem Modell und Material?
SG Florian
Hallo Florian,
ich kann dir zwar noch keine Erfahrungen zum Material bieten, denn ich stehe gerade vor derselben Entscheidung.
Tatsächlich habe ich gerade durch Zufall sowohl den Attila und Attila lite, beides nagelneu, zu Hause liegen, also falls du konkrete Fragen hast, melde dich gerne.
Was ich schon sagen kann, ohne ihn getestet zu haben: Die Verarbeitung wirkt super und auch der Aufbau des Modells überzeugt mich absolut. Ich habe bisher keine Erfahrung mit DCF/Ultra, daher kann ich nicht vergleichen, aber für mich wirkt das Aluula schon Recht robust. Anhand der nur wenigen und vor allem etwas älteren Erfahrungen, die man so liest, hätte ich am ehesten Sorge was die Abriebfestigkeit angeht, kann ich aber final nicht einschätzen. Von Xpac, dem Material des normalen Attila, habe ich dagegen nur gutes gehört.
Dinge die mich überrascht haben/die nicht genau beschrieben waren, vielleicht interessant für andere.
- Das Schaumstoffkissen im Rücken ist theoretisch entnehmbar, aber sicher nicht um das regelmäßig, zB als Sitzkissen zu tun. Dafür sitzt es zu passgenau und die Öffnung ist zu eng. Vielleicht falls man es etwas verkleinert oder austauscht.
- Außerdem gibt es ein kleines, flaches Innenfach inkl Schlüsselhaken mit Reißverschluss, das ich nicht erwartet habe. Gerade für Wertsachen wie Geldbeutel, Schlüssel oder andere kleine Dinge sehr nett.
Ansonsten wäre ich auch sehr interessiert an konkreteren Erfahrungen bezüglich Aluula.
LG Julian
Hallo Florian,
Bisher ist das endgültige Urteil zu Aluula V98 noch offen - die meisten Erfahrungen (inkl. meiner) bescheinigen ihm aber bisher eine gute Leistung. ![]()
Nähte halten sauber und die Laminierung/molekulare Fusion ebenso.
Fraglich ist, ob es tatsächlich auf Dauer zu "Pinholes" (ähnlich wie bei DCF) kommen kann.
PS: Rein von der Schnittfestigkeit und Belastbarkeit ist es XPac (z.B. dem meist genutzten VX21) definitiv überlegen und dabei bedeutend leichter (98g/m² vs. 205g/m²).
V98 Fog auf knapp 4000m.
Habe da keinen wirklich nennenswerten Einfluss von Frost bemerkt. Rutschigkeit würde ich positiv einschätzen, also es klebt bei Schweiß nicht wirklich am Rücken.
Hi Florian,
es hat zwar eine gewisse Rutschigkeit, aber auch eine leichte Textur, was vermutlich hin- und herrutschen verringert und sicher auch Kleben beim Schwitzen verhindert.
Die Träger haben eine schöne J-Form und wirken sehr bequem und sogar erstaunlich dick gepolstert für das Gewicht.
LG Julian
Danke euch für die Infos. Ich denke es wird einer aus Aluula werden.
Hallo,
ich hab den Attila in Aluula und „normal“. Beides sind tolle Rucksäcke mit denen du nichts falsch machen kannst. Ich trage in letzter Zeit aber immer die Aluula Variante, weil sie etwas leichter ist und ich keine Lust mehr habe viel zu schleppen. Beim Tragen habe ich keinen Unterschied bemerkt. Ich packe die Rucksäcke immer so, dass das Rückenteil gerade ist.
Das Gesamtgewicht des Rucksack hat viel mehr Einfluss auf die Bequemlichkeit als der Rucksack selbst. Ich hab aber noch einen Tipp. Die Stoffe sind bei beiden Rucksächen dünn (Ultraleicht eben), daher habe ich die Unterseite mit selbstklebenden Cordura Patches verstärkt. Das sind nur ein paar Gramm, aber die Böden halten so länger.
Vielleicht hilft dir das.
Ich habe den Attila Lite seit kurzer Zeit in der Aluula-Version im Gebrauch und konnte ihn im Rahmen von zwei Wochenendtouren und zwei Wochen auf Kreta testen. Bislang bin ich sehr zufrieden mit dem Rucksack.
Das Material hat, wie bereits von Julian beschrieben, eine geringfügig ausgeprägte Textur und ich empfinde es deshalb als sehr angenehm mit Blick auf ein Verrutschen (und ich schwitze relativ stark am Rücken). Das Material hat sich auf Kreta bei sehr scharfkantigem Gestein (mit dem ich z.B. bei kurzen Kletterpassagen in Kontakt gekommen bin) und dornigem Gestrüpp bewährt.
Sehr gut gefällt mir die Gewichtsverteilung, die der Rucksack bietet, und in diesem Zusammenhang auch die Schultergurte bzw. der Hüftgurt. Aktuell trage ich ihn, je nach Saison/Packliste, mit einem base weight von ca. 4,3 bis 4,6 kg.
Das Rückenpolster habe ich entfernt und habe stattdessen meine gefaltete XMAT (nutze ich als Unterlage für die LM) am Rücken anliegend im Rucksack. Der Nachteil beim entfernen des Polsters: bei mir haben sich dort, wo die „Tasche“ für das Polster innen eingenäht ist, Falten im Außenmaterial gebildet. Ich habe die Falten aber bislang nicht als störend beim Tragen wahrgenommen.
Insgesamt bin ich bislang sehr zufrieden mit dem Rucksack 😊 Ich hatte online auch wenig Erfahrungsberichte vor dem Kauf gefunden und war deshalb erst unsicher. Ob der Rucksack sich langfristig bewährt, kann ich jedoch leider natürlich noch nicht sagen.
Hab meinen Atilla Lite jetzt auch auf dem Cape Wrath Trail verwendet und war prinzipell auch sehr zufrieden. Das einzige Problem ist das die Nähte eben nicht abgedichtet sind und dann schon bei mässigen Regen darüber Wasser reingekommen ist. Das wäre jetzt prinzipell nicht so schlimm da ich eh einen Liner zur Sicherheit verwendet habe aber durch das wasserdichte Aluula kann es nicht mehr abfließen und es bildet sich am Boden eine Pfütze die man nur sehr schwer wieder los wird 🫤
Hat schon jemand versucht die Nähte selbst abzudichten oder eine andere Lösung parat? Habe schon überlegt ein Loch in den Boden zu stanzen aber das wäre eher der letzte Ausweg.
Hat schon jemand versucht die Nähte selbst abzudichten oder eine andere Lösung parat? Habe schon überlegt ein Loch in den Boden zu stanzen aber das wäre eher der letzte Ausweg.
Idealerweise würde man den Rucksack schon während der Konstruktion tapen. Einen fertigen Rucksack nachträglich zu tapen ist weitaus schwieriger: Man bekommt den Stoff praktisch nicht mehr flach und ungeknickt hingelegt, um das Tape sauber aufzutragen, und vermutlich ist die Konstruktion auch gar nicht für zuverlässiges Tapen ausgelegt – sonst hätten sie ihn ja getaped ... aber wer weiß: Mach doch mal ein paar Bilder vom umgestülpten Rucksack, dann können wir das besser einschätzen!
Ansonsten finde ich die Idee mit dem gestanzten Loch eigentlich ziemlich gut.
Habe den Rucksack jetzt nicht umgestülpt aber die Nähte sind mit einem Band eingefasst sodass man da ohne das zu öffnen vermutlich eh nichts genaueres sieht.
Bild 2 ist von außen. Könnte man da mit Silikon/Seamseal was machen oder hält das wegen dem Material und der mechanischen Belastung sowieso nicht?
Am letzten Bild sieht man die Naht in den Hüftgurttaschen ohne Unfassung und Tape.
Eingefasste Nähte kannst du nicht tapen. Mit Seamseal hab ich keine Erfahrung. Wirkt auf mich nach mehr Aufwand, als dass es sich lohnen würde. Die Hüftgurttaschennähte könntest du tapen, aber bringt dir wenig, da vermutlich über den RV trotzdem noch ein paar Tropfen reinkommen, die dann nicht mehr rausfließen können. Da du ja eh einen Liner verwendest und die Pfütze das Hauptproblem ist, würde ich bei deiner Idee mit dem gestanzten Loch bleiben. Es gibt doch diese Ösen, die man in das Loch setzen kann, damit der Stoff von da nicht weiter aufgeht.
Es gibt doch diese Ösen, die man in das Loch setzen kann, damit der Stoff von da nicht weiter aufgeht.
Ösen bei so dünnem Material kann man getrost vergessen. Das hält nicht gescheit. Ich würde irgendwo vorne am tiefsten Punkt des Bodens ein einziges Loch reinschmelzen wenn man das denn unbedingt möchte. Sollte das im Verlauf ausfransen dann kann man das dann immer noch per Handnaht verstärken.
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