Leichte Grödel/Crampons

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  • Moin zusammen,

    einfach, weil wir gestern auf einem Stammtisch drauf kamen und es insgesamt ein netter Faden sein könnte, hier mal was zum Thema leichte und günstige Spikes/Grödel/Crampons.

    Die Nortec easy habe ich in Südtirol entdeckt, für gelegentlichen Einsatz, in Größe M (Schuhgröße 38-40) das Paar 81,7g ohne Täschchen. 25,- Euro haben sie gekostet und passen auch bei Trailrunnern in 41. Gingen gut auf einer leichten Wanderung mit kleinen Eisflächen und dann im Februar 2026 bei Spaziergängen und beim Blitzeis.

    mein blog leichtenfusses

    2 Mal editiert, zuletzt von notenblog (15. März 2026 um 16:28) aus folgendem Grund: Ergänzung Gewicht für ein Paar

  • notenblog 15. März 2026 um 14:39

    Hat den Titel des Themas von „Leichte Grödel/Campons“ zu „Leichte Grödel/Crampons“ geändert.
  • Ich fürchte ja, mehr Leistung erfordert hier auch auch mehr Gewicht.

    Ich habe welche von Black Diamond, die aber nur den Vorderfuß abdecken.

    Textiles Oberteil und unten hochwertiges Alu mit ein paar solchen Wolframspitzen wie an den Trekkingstöcken oder speziellen Trailrunnern würde mir vorschweben. Trotzdem wäre die Haltbarkeit vermutlich geringer und die Kosten dafür viel zu hoch als das es jemand kauft.

    Mir sind schon die Kahtoola zu teuer. Ich nehme die ganz normalen und robusten von ali oder amazon.

    Einmal editiert, zuletzt von Carsten K. (15. März 2026 um 20:14)

  • Okay zugegeben, technisch gesehen sind die leichtesten Grödel die Snowline Chainsen City Spikes mit 60g.


    Hier das aber: Für Blitzeis sind die gut und horizontale Schneefelder können die auch noch, gerade wagerechte Eisfelder kann man aber auch mit nur Trailrunnern gehen. Sobald es Sicherheitsrelevant wird sind die eher nichts und mit etwas Neigung sind substanziellere Gröel gefragt. Substanziell heißt in dem Fall mehr und größere Zacken.

    Die BD Distance haben minimal kürzere Spikes als die Ghosts, sind aber insgesammt sehr ähnlich. Haben eine recht schmale Füßbox und gingen nicht über meine Lone Peaks.

  • Ich nehme die ganz normalen und robusten von ali

    Wenn die besser geworden sind, ja. Ich hatte vor einigen Jahren mal diverse durchprobiert und jeweils am ziemlich ersten Tag ihrer Benutzung kaputtgekriegt (Mala Fatra, geschätzt 2018), Gummis ausgerissen. Die diversen Chainsen halten dagegen seitdem. Irgendwann später hatten wir die drei ernsthafteren (pro, light, trail) mal im spätesten Winter weglos im steilen Wald/Wiesen/Felsbereich durchprobiert und kamen zu dem Ergebnis: mit den (schweren) "pro" läuft es sich rücksichtslos durch, mit den anderen ist immer iwann prekär (wobei mit Light auch einges geht).

    Am haltbarsten scheint mir mit Kettengliedern unterm Fuss (Chainsen, BD). Aber BD ist halt fast so teuer wie Kahtoola (danke Biker2Hiker, die richtige Schreibweise ist mir noch nie aufgefallen vorher) und ich hätte gern längere Zacken als 0,8 cm.

    Bei den Grivels denke ich, dass das Stahlseil mal ausreissen könnte (so wie Züge am Fahrrad iwann reissen, nur: leider schneller), das wäre meine spezifische Frage zu denen. Was ist da bei halbem Tag auf Eis mit rausguckenden Steinen? Zackenlänge der Lights gibt Grivel nicht an - ?? Weiss das wer?

    (Bei den Grivels bilde ich mir halt ein: da sind die Spikes an den Stellen umterm Fuss, wo ich sie gerne hätte - die "inneren", Richtung Mittelfuss befindlichen Halbkreise der ganzen anderen halte ich für überflüssig; These).

    Edit, mal Zackenlängen nachgeguckt:

    Kahtoola 0,95 cm ("3/8" laut SackPack)

    BD 0,8 cm (BD homepage)

    Chainsen snowline Light 1,2 cm (snowline homepage; kommt hin)

    Grivel Light 1,0 cm (laut nat born runners.pl)

    [hier in der Reihenfolge von teuer wie Steigeisen bis preiswert wie Grödel aber leicht, mit grossem Sprung zwischen BD und Chainsen).

  • Von BD gab es übrigens auch mal die superleichten "Blitz Spikes", welche dann nur am Vorderfuß Zacken hatten: https://www.ekosport.de/black-diamond-…evice-p-9-79826

    Ansonsten bin ich persönlich mit den Distance ganz zufrieden - für Grödel halten die m.M.n. echt sehr gut am Schuh.

    Ab einem gewissen Niveau machen aber richtige Steigeisen deutlich mehr Sinn, zumal es diese inzwischen auch sehr leicht gibt:

    Crampons

  • Ich nehme die ganz normalen und robusten von ali

    Wenn die besser geworden sind, ja. Ich hatte vor einigen Jahren mal diverse durchprobiert und jeweils am ziemlich ersten Tag ihrer Benutzung kaputtgekriegt (Mala Fatra, geschätzt 2018), Gummis ausgerissen. Die diversen Chainsen halten dagegen seitdem. Irgendwann später hatten wir die drei ernsthafteren (pro, light, trail) mal im spätesten Winter weglos im steilen Wald/Wiesen/Felsbereich durchprobiert und kamen zu dem Ergebnis: mit den (schweren) "pro" läuft es sich rücksichtslos durch, mit den anderen ist immer iwann prekär (wobei mit Light auch einges geht).

    Die ganzen "Songwin" und wie sie alle hießen sind über jeden Zweifel erhaben. Da geht so schnell nichts kaputt. EIN Mal hat sich so ne Kette ausgehängt. Wieder einhängen, mit der Zange zubiegen, fertig.

    Ich nutze die hauptsächlich im Winterdienst und bei Arbeiten am Steilhang mit Forstwerkzeug. Ich denke da ist die Belastung eher höher, als beim Wandern. Wenn, dann scheitert es nicht an der Qualität, sondern am Gewicht. Es kommt halt drauf an, ob man sie braucht oder ob man sie mal aus Vorsicht einpackt.

  • Sobald es Sicherheitsrelevant wird sind die eher nichts und mit etwas Neigung sind substanziellere Gröel gefragt. Substanziell heißt in dem Fall mehr und größere Zacken.

    Ernstgemeinte Frage: Traust Du, wenn es Sicherheitsrelevant ist, überhaupt so Gummi-Teilen.
    Ich trau dem Material nicht (auch wenn ich meine diesen Winter nach 10 Jahren Nicht-Nutzung mal wieder verwendet habe), und würde vom Gefühl her alleine wegen dem Gummi auf echte Steigeisen/Grödel wechseln.
    Bin ich da übervorsichtig, oder kann Gummi nicht plötzlich unerwartet reissen?
    PS: mein Begriff von Sicherheitsrelevant ist, dass ich beim reissen recht schnell so weit rutschen würde, dass es wahrscheinlich schwerere Verletzungen gibt.

  • Ich hab schon einige Jahre die Snowline Trail , die haben sich bewährt, konnten bislang auch Läufe ab und diesen Winter auch durchaus immer mal einige Meter über Asphalt, wenn ich bei Glatteis meine Gassirunden gemacht hab.

    Die Nortec Trail haben mich immer mal angelacht, da wären noch ein paar Gramm drin, allerdings auch mit weniger und kürzeren (?) Zacken.

    Einmal editiert, zuletzt von schrenz (17. März 2026 um 11:03)

  • Bin ich da übervorsichtig

    Ich würde sagen ja und nein :)

    Die Einschätzungsfrage dabei ist, wie weit würde man rutschen, wenn man rutscht, aber dabei gehts nicht um reissendes Gummi, sondern um die Frage, ob die (jeweiligen) Spikes genug Grip und Halt bieten (sonst halt: Steigeisen bzw. echte Grödel, aber da sind leichte Steigeisen einfach besser). Ausreissendes Gummi hatte ich nur bei denen von ali vor, nachgeguckt: 9 Jahren und: die hatten Gummi unterm Fuss, Fehlkonstruktion, also Carsten K. allright. Die chainsen trail sind mir mit Steigung zu wenig, die pro zuverlässig genug für alle Winterwanderungen jenseits von Hochtouren (die ich sowieso nicht mache und weit unterhalb vom Niveau von Capere mal in Sommern unternommen hatte).

    Ziemlich maximaler Bereich für Spikes, denke ich, ist so in den nahegelegenen östlichen Mittelgebirgen wie der Fatra, wenn man da auf vereiste Gipfelkuppen steigt. Da kann man schnell mal paar hundert Meter tiefer rutschen, ohne Bremsmöglichkeit, wenn man ohne Pickel unterwegs ist (den man da halt nicht bei hat, aber beihaben könnte). Da sind an Wochenenden am Seilbahngipfel 100e Leute in "normalen Schuhen" ohne Spikes unterwegs und kämpfen sich die Kuppe hoch und man kriegt auch halsbrecherische Rutscher zu sehen - aber keinen Hubschrauber zu sehen, passiert dann erstaunlich wenig. Spikes reichen hier, aber nicht die trails; Steigeisen braucht man nicht.

    Hab Bilder nachgeguckt, März 2017:

    (Wir waren damals durch die Tatra gelaufen in die Fatra(s), mit Schneeschuhen und Spikes, die ali-spikes waren schon in der Tatra gerissen, meiner Freundin auch, hab von ihren kein Foto gemacht und damals die leichten Grödel-Dinger auf dem letzten Bild gekauft, die es halt dort gab und die es nicht brachten. Fatra war dann schneefrei mit eisigem Schnee oben, also nur noch Spikes-Gelände. Und ganz anderes Eis als jetzt das glatte, hubbelige Wegeeis im tschechischen Erzgebirge. O.g. "Test" mit den verschiedenen Chainsen war von Graswang zum Sonnenbergsteig hoch, auch Anfang März, schon 2020er).

    Skill to have: Bremstechnik bzw. Drehtechnik, Handschuhe und ohne Pickel der Versuch, die Fäuste in den Untergrund zu rammen.

  • Ich habe mal eine Verständnis Frage: bei welchen Bedingungen und mit welchen Schuhen braucht man Grödel?

    Bei Queren von Eis-/Altschneefeldern, wo das wegrutschen vom Trail in einen gröberen Absturz münden kann (oder einfach damit man überhaupt laufen kann). Kann man mit Bergschuhen oder Trailrunnern nutzen.

    Was sind Grödel und wann werden sie verwendet?
    Wann brauche ich Grödel, wann Steigeisen? ➤ Vor- und Nachteile von Grödeln, Spikes und (Leicht-)Steigeisen ❆ richtige Anwendung.
    www.bergzeit.de

    Wichtig: das ist eigentlich nur auf einem recht einfachen vereisten/verschneiten Trail zu laufen, für ernsteres braucht es dann irgendwann Steigeisen (und die entsprechenden Schuhe dazu).

  • braucht man Grödel?

    Seit ungefähr 10+ Jahren nicht mehr, würde ich auf diese Frage ungefragt antworten.

    Grödel meint klassisch: 2, 4, 6 oder gar 8 grosse Stahlzacken, die mit Gurtband oder steigeisenähnlich mit Plastikbindung untern Mittelfuss gebunden werden (siehe bergzeit-Link). Zum Gehen eigentlich schon immer ungeeignet gewesen, umso ungeeigneter je weniger Zacken (und leichter), also Notbehelf, bis es Spikes gab bzw. (etwas alpiner) Leichtsteigeisen wieder gab. Bei Leichtsteigeisen haben die Zacken halt weniger Grip (als Steigeisen) und sind schneller oll weil/soweit Alu. Ausser die (kleinerzackigen) Stahlteile von Kahtoola, denen aber zur Gleichwertigkeit mit Steigeisen die Frontalzacken und eine wirklich fest bzw gesund sitzende Bindung fehlte.

    Spikes wurden so die letzten 10+ Jahre übers Running populär, obwohl es sie schon viel länger gibt (mit Schmäh als Rentner-Stuff), mittlerweile mit einer Vielzahl von Modellen und dann iwann auch in den DAV-Heftchen beworben/empfohlen; Leichtsteigeisen etwas später (wieder), kahtoola etwas früher.

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