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  • Ahoi, ich habe Anfang Februar das Glück mit einem Bekannten den Harz (oder irgendwas da in der Nähe) unsicher machen zu dürfen. Wir haben 4 Tage Zeit und null Ahnung von der Gegend.

    Hat jemand einen Tipp für mögliche Routen, eventuelle Start- und Zielpunkte, Lagerplätze die um die Jahreszeit geöffnet haben?

    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe, Christian

  • Ich hänge mich mal dran, da ich Ende März auch mit einem Kumpel für sechs Tage in der Gegend bin. Wir sind auch noch unschlüssig was zu der Jahreszeit interessant ist.

    Letztes Jahr bin ich einen Teil des HS gelaufen. Die letzten beiden Etappen kann ich empfehlen. Geschlafen zweimal auf einem Campingplatz und zweimal irgendwo in meinem kleinen x-Dome 1+.
    Auf jeden Fall solltet ihr mit Schnee und Minustemperaturen planen.


    Gruß

    Didi

  • Sevenfifty Danke für deinen Input, HS heißt wahrscheinlich Hexensteig gelle? Und mit den beiden letzten Etappen meinst du wahrscheinlich die östlichen Richtung Thale oder? Wir werden wegen der einfachen Logistik wohl einen Rundwanderung unternehmen, aber Teile des Hexensteiges könnte man da ja locker einbauen.

  • Moin,

    wenn das Wetter so weiter spielt kannst du Anfang Februar mit ordentlich Schnee und schwer begehbaren Wegen rechnen, zumindest abseits der Hauptwanderrouten. Infrastruktur ist im Harz so ein Problem. Gibt zwar einige Camper die offen haben, aber die liegen meist fern ab der Weitwanderwege. Zu Nächten in den Schutzhütten, geschwiege denn im NP selbst möchte ich hier nicht aufrufen, das muss jeder selbst entscheiden.

    Für Vier Tage könnte man den Selketalstieg gehen. Der ist zwar keine Rundtour aber definitiv sehenswert und machbar in der Zeit. Die Aussage weiter oben zum Hexenstieg wird sich auf den Abschnitt Rübeland/Thale beziehen denke ich. Und bis auf den langen Rehberger Graben gibt es dann auch nicht viel sehenswertes unterwegs. Da der Weg auch großenteils im NP liegt ist der HS über weite Flächen einfach nur kahl und unschön anzusehen. Wobei ich ausdrücklich vom Sommer spreche, bzw den Jahreszeiten wo eigentlich die Bäume grün sein sollten.

  • Was ist denn mit dem Camping in Schierke?

    Der war doch "früher" immer ein bester Ausgangspunkt für alle und alles, um mal ordentlich Minusgrade zu testen (und früh und spät auf dem Brocken abzuhängen oder nach hier und da zu laufen, mit und ohne LL-Ski oder Schneeschuhen)?

    Ich meine, irgendwann etwas von Pächterwechsel gelesen zu haben und muss zugeben, seit 2014 nicht mehr dagewesen zu sein. Weiterhin ganzen Winter offen?

  • Derzeit ist Schierke wetterbedingt geschlossen, bis 16.01. aktuell datiert. Braunlage ist geöffnet. Am besten immer vorher anrufen und auch sich ankündigen.

    Gegen 5x täglich ca. 1 Tonne Schnee schippen biete ich aktuell gerne eine kleine Gartenfläche im Ostharz an. 😬

    Kleiner Schechz, soll ja weniger werden. Aktuell haben wir hier, wie erwartet und hinreichend angekündigt, wirklich landunter.

  • Ergänzung, die Zeltwiese für Spontananwanderungen ist in Schierke auch bis April geschlossen und wird nur fallweise bei trockenem Winterwetter geöffnet. Es gibt aber wirklich noch viele andere, auch kleine Campingplätze im Harz. Da „Harz“ jetzt gänzlich unbestimmt ist und eine riesige Fläche auf 3 Bundesländer verteilt ist, bin ich etwas überfordert mit Tipps.

    Aber ist eigenlich überall schön hier. Wenn man sich nicht unbedingt nach Bad Lauterberg oder so verirrt. 😬

  • Danke für deinen Input, HS heißt wahrscheinlich Hexensteig gelle? Und mit den beiden letzten Etappen meinst du wahrscheinlich die östlichen Richtung Thale oder? Wir werden wegen der einfachen Logistik wohl einen Rundwanderung unternehmen, aber Teile des Hexensteiges könnte man da ja locker einbauen.

    Ja, genau das meine ich!
    Ein Rundweg wäre für uns auch interessant. Insgesamt reizt mich tatsächlich die erste Hälfte mit „ohne Wald“ am wenigsten.

    Heute wurde die Woche vor Ostern als Urlaub genehmigt. Das kann also losgehen. Frage, wohin im Harz zu der Zeit.


    Ich lese hier weiter fleißig mit!! Bin gespannt, was es bei euch wird. Und bitte fleißig weiter hier berichten und empfehlen. 😬

    Gruß

    Didi

  • Ich wohne im Harzvorland, genau auf halber Strecke zwischen Halle und Eisleben.

    Der Harz ist sozusagen mein "Trainingsgebiet". Um den Harz herum liegen mehrere bekannte Ortschaften, wie Eisleben, Sangerhausen (beide Harzvorland), Herzberg, Osterode, Seesen, Goslar, Thale uva, um nur die bekanntesten zu nennen. Neben den bekannten Wanderwegen, dem Harzer Hexenstieg und dem Karstwanderweg, die ich schon gegangen bin, habe ich es in den letzten Jahren so gemacht, dass ich Routen von den genannten Orten zu einem anderen Ort von meiner Planungssoftware (das gut alte Basecamp) planen ließ. Also zB von Osterode zu meinem Heimatort oder von meinem Heimatort nach Goslar. Einfach quer oder längs mitten durch den Harz, ohne Beachtung irgendwelcher bekannter Wanderwege. Da sind wunderschöne Wanderrouten rausgekommen.

    Die genannten Orte sind leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, so dass die An- und Abreise kein Problem darstellen sollte.

  • …um nur die bekanntesten zu nennen.

    Das hat Zündelpotential, haha! 😅 Grüße aus dem UNESCO Welterbe Quedlinburg, der Stadt mit den meisten Fachwerkhäusern in Deutschland, wo Schlösser und Kirchen sich stapeln, in der Nachbarschaft des unbedeutenden Dörfchens Wernigerode. Ok, just joking, die brauchen beide keine Werbung mehr, aber sollte man gerne mal gesehen haben. (Aber spitze, dass mein ehemaliger Wohnort Erwähnung findet, das Fenster zum Harz! 👍 Seesen ist verkehrstechnisch wirklich optimal angebunden, aber von eher - bescheidener Schönheit…)

    Was mir noch einfiel: Harzer Baudensteig, wenn es Höhenmeter und durchaus zähere Anstiege haben darf. Von Baude zu Baude. Im Frühjahr sicher schöner und unkomplizierter als im Februar (Achtung, Höhenlagen, z.B. Hanskühnenburg).

    Was auch sehr schön ist (auch und gerade im Winter!) ist das Oberharzer Wasserregal. Ein weitläufiges Teich- und Wasserläufesystem. In der Gegend steht auch noch ziemlich viel Wald (rund um Clausthal-Zellerfeld). Da könnte man sich auch Touren zusammenstellen.

    Oder der Klosterwanderweg, den man mit einer Harzer Themen-Wandernadel abschliessen kann. Eher bequemeres und ebeneres Wandern am Harzrand. Fände ich persönlich allerdings ebenfalls im Frühjahr oder Frühsommer am schönsten, mit den blühenden Wiesen. Aber verschneit hat es sicher auch etwas.

  • Also wir wollen definitiv Ende März los, sind aber noch immer unentschlossen wo und was genau. Sechs Tage haben wir Zeit.
    Ich bin also weiterhin offen für Vorschläge. Zu langweilig darf es aber nicht sein. 🙈

  • +1 für HS zwischen Rübeland-Thale, finde ich auch den schönsten Part

    +1 auch für Selketalstieg, wobei ich den nur bis Meisdorf gelaufen bin. Dafür auch im März, fands hübsch mit all den Frühjahrsblühern :)

    ist beides viel Singletrail, wobei der Singletrailanteil beim HS schon noch etwas mehr, dafür auch mehr andere Wanderer. Selketalstieg war bis auf die letzten 5km dagegen fast schon einsam. Beides auch viel Mischwald und an den Südhängen stehen oft nur sehr alte Eichen, also läuft für den Harz in verhältnismäßig wenig Fichtenkahlschlag.

    Beide oben genannten Parts sind aber nur gute 50km, also je nach Tempo eher was für 2-3 Tage.. Selketalstieg gesamt sind um die 80, HS gute 100.Wenn mans wirklich einsam mag würd ich auch den Karstwanderweg empfehlen, da kann man sich aus mehreren 100km was rauspicken und ggf auch ne Rundtour zusammenbasteln. Ansonsten ließen sich auch Selketalstieg und besagter HS Part verbinden, da Selketalstieg ja in Quedlinburg endet, rüber nach Thale sinds dann nur 10km an der Teufelsmauer vorbei bzw. eine Station mitm Zug. Und von Rübeland rüber nach Stiege (Startpunkt Selketalstieg), isses räumlich auch nicht mehr weit (weiß aber nicht wie die Öffis das sehen). Alternativ bei Treseburg oder Altenbrak schon abbiegen und mitm Fußbus nach Stiege. Das wär dann tatsächlich ne sehr schöne Rundtour mit geschätzt 130-150km, inklusive Halt in Quedlinburg :)

    Generell gibts im Harz viel links und rechts des Weges zu besichtigen, auch abseits der Weltkulturerbestädte (beim HS Part z.B. die Rübenlander Höhle, beim Selketalstieg Grube Glasebach), da sich bissl umzuschauen kann sich lohnen, und man könnte die Tour ggf etwas strecken.

    Wenn man Spaß am Stempeln hat: unbedingt vorher ein "Harzer Wandernadel" Stempelheft organisieren, nach Eurer Tour könntet Ihr euch auf jeden Fall ein paar Abzeichen eintüten. Um das schwere Heft (ca. 50g) zu kompensieren könntet Ihr dann auch Euer Zelt zu Hause lassen, meiner Erfahrung nach wird das Nächtigen in den zahlreichen Schutzhütten außerhalb des NSG von den (sehr wachsamen und zahlreichen) Rangern wohlwollend gebilligt. Die Schutzhütten sind i.d.R. Spitzdächer und von 3 Seiten geschlossen. Karten von Hütten und Stempelstellen findet man problemlos online, Bilder der Schutzhütten bei Gmaps.

    Viel Spaß Euch! :)

    3 Mal editiert, zuletzt von Assel (9. Februar 2026 um 22:44) aus folgendem Grund: Edit weil müde und unkonzentriert

  • Dir ganz vielen lieben Dank für die ausführliche Rückmeldung.

    Karstwanderweg schaue ich mir mal an. 🙏

    2 Mal editiert, zuletzt von Sevenfifty (9. Februar 2026 um 23:04)

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