Überarbeitung meines Schlafsystems

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  • Gude zusammen,

    ich war die letzten Tage auf Tour und hatte dabei genügend Gelegenheiten mir Gedanken über mein Schlafsystem zu machen. Aktuell besitze ich meinen selbstgenähten Daunenquilt, einen Winter-Daunenschlafsack (und theoretisch den 10° Sommer-Daunenschlafsack von Decathlon, der ist aber schwerer als mein Quilt und wird deshalb nicht mehr genutzt).

    Mein Quilt besteht aus 350g 900 Cuin ExTex Daune und leider 20D Nylon (hatte den Stoff damals noch rumliegen und war zu knausrig leichteren zu bestellen). Insgesamt bringt er 630g auf die Waage. Komfort ist bei ca +1-3°C, Limit um die -5°C. Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit ihm - vor allem dafür dass es mein erster Quilt ist - möchte ihn aber überarbeiten und verbessern.

    Positives am aktuellen Quilt:

    • Maße: Die habe ich auf Anhieb perfekt hinbekommen. Reicht locker bis unters Kinn und kann ihn bei sehr kaltem Wetter komplett um mich rum binden.
    • Geschlossene Fußbox
    • Verschluss am Hals mit Wafer-Clip

    Verbesserungsbedarf:

    • Leichterer Stoff
    • Andere Kammern: Karo-Step an sich funktioniert ganz gut (vor allem beim Befüllen). Allerdings sammeln sich immer sehr viele Daunen in den äußeren Kammern bei der Fußbox, die ich da auch schwer wieder rausbekomme. Die Kammern mittig im Brustbereich sind immer notorisch unterfüllt. Da würde ich mal die Partial-Box-Baffles von Capere austesten.
    • Pad-Strap Befestigung: Ich habe einfach nur je zwei Bandschlaufen vernäht und nutze die T-Stopper zum Einhaken. Die lösen sich aber sehr schnell wenn ich mich im Schlaf drehe und etwas Zug aufs System geben.
    • Eine handvoll mehr Daune für die Füllung.

    Dazu meine Fragen an euch:

    • Was wären denn eure Empfehlungen für den Stoff? Bei AdvEx sind zum Glück wieder alle relevanten Stoffe auf Lager. Aktuell ist der 7D Ripstop mein Favorit. Gibt es vernünftige Gründe stattdessen das 7x4D Nylon zu nehmen?
    • Ich weiß noch was für ein PITA es war das Moskitonetz für die Baffles zu vernähen. Habe schon ein paar mal gelesen dass manche stattdessen DCF verwenden. Mir gehts da nicht um die minimale Gewichtsersparnis, sondern um den nicht vorhandenen Stretch. Lohnt sich die Investition in mein Nervenkostüm?
    • Welches Befestigungssystem hat sich bei euch bewährt? Ich denke aktuell an Wafer-Clips, aber dafür müsste ich ja in irgendeiner Form Grosgrain/Gurtband in meine Padstraps verbasteln. Cord Hooks haben vermutlich ein ähnliches Problem wie die T-Stopper.
    • Zusätzlich zu besagten Quilt möchte ich mir noch einen Sommerquilt nähen. Da strebe ich einen Komfort von +10°C an. Komme ich da mit durchgesteppten Nähten aus oder würdet ihr doch schmale Baffles empfehlen?
  • - Befestigungssystem: Schau Dir das von Katabatic an.

    - Stoff: Wie willst Du deinen Quilt nutzen? Leicht am Limit oder doch ein paar Gramm schwerer und hält dann auch mal ein paar Nächte im Dreck durch, z.B. in der Wüste etc. Und wie transportierst Du deinen Quilt? Hast Du einen geräumigen Rucksack oder stopfst Du ihn mehr oder weniger achtlos hinein?

  • - Befestigungssystem: Schau Dir das von Katabatic an.

    - Stoff: Wie willst Du deinen Quilt nutzen? Leicht am Limit oder doch ein paar Gramm schwerer und hält dann auch mal ein paar Nächte im Dreck durch, z.B. in der Wüste etc. Und wie transportierst Du deinen Quilt? Hast Du einen geräumigen Rucksack oder stopfst Du ihn mehr oder weniger achtlos hinein?

    Danke für die PDF. Was für Cord Clips verwendet denn Katabatic und kann man die irgendwo bestellen?

    Ich stopfe immer meinen Quilt (lose) unten in den Rucksack. und alles andere kommt oben drauf. Sprich er wird nur so viel komprimiert wie nötig. Nutze dazu immer ein Polycryo-Groundsheet damit der Quilt nicht sofort nass/schmutzig wird falls er mal von der Matte hängt. Wüste zB steht in absehbarer Zeit nicht an.


    Edit: Habe mal etwas recherchiert. Die Clips von Katabatic sind proprietär. Da würde nur selbst bastlen oder Drucken helfen.

    Einmal editiert, zuletzt von zergcheese (4. Januar 2026 um 20:08)

  • Das Befestigungssystem von Nevegear ist ähnlich wie das von Katabatic, dürfte aber einfach zu nähen sein: https://nevegear.com.au/products/waratah

    Ich kann das auf den Bilder nicht zu 100% erkennen, aber die nutzen doch auch einfach nur Wafer-Clips oder? Die Befestigungspunkte nicht im Saum sondern ein paar Zentimeter weiter im Quilt zu vernähen hatte ich auch schon als Idee, nur vergessen im Startpost zu erwähnen. Denke an den Stellen sollte ich den Stoff aber vermutlich verstärken.

    Nachtrag: Beim Herumstöbern bin ich auf die Dinger gestoßen. Man könnte davon je zwei pro Pad-Strap auffädeln und diese dann in eine Schlaufe am Quilt einhaken. Hatte die jemand schon mal in der Hand und kann die Fragilität einschätzen? Wenn so ein Teil kaputt gehen sollte wäre die Reperatur sehr simpel, da nichts fest mit dem Quilt vernäht wäre.

    2 Mal editiert, zuletzt von zergcheese (4. Januar 2026 um 20:41)

  • Andere Kammern: Karo-Step an sich funktioniert ganz gut

    Meinst du damit sowas? Falls ja, dann würde ich vorschlagen an den äußeren "Kammern" noch zusätzliche Stepppunkte zu machen damit da die Daune nicht hin verschwindet.

    Ansonsten würde ich nicht den "gleichen" Quilt mit ähnlichem Anwendungsprofil bauen. Da hast du nochmal die gleiche Arbeit und bis auf 50-100 gr. weniger Gewicht kaum Mehrgewinn. Mach dir lieber einen krass leichten Sommerquilt, das bringt dir einen echten Mehrwert, zumal du ihn ja dann mit dem alten kombinieren kannst und so schon etwas in den Winter hinein kommst. Für Version drei machst du dir dann ein 1 kg Wintermonster. So hast du drei Quilts mit deutlich getrennten Anforderungsprofilen.

    Zu Befestigungssystemen weiß ich nix, ich verwende keine, wie ja zu Hause auch. I'm Sommer habe ich sie auch noch nicht vermisst.

  • Andere Kammern: Karo-Step an sich funktioniert ganz gut

    Meinst du damit sowas? Falls ja, dann würde ich vorschlagen an den äußeren "Kammern" noch zusätzliche Stepppunkte zu machen damit da die Daune nicht hin verschwindet.

    Die Variante kannte ich noch gar nicht. Das sieht ja mal interessant aus :huh: Ich bin hauptsächlich dem Dubber-Tutorial gefolgt. Wie weit kann man es mit dem Design wagen? Enstehen irgendwann Kältebrücken an der Punktsteppung?

    Ansonsten würde ich nicht den "gleichen" Quilt mit ähnlichem Anwendungsprofil bauen. Da hast du nochmal die gleiche Arbeit und bis auf 50-100 gr. weniger Gewicht kaum Mehrgewinn. Mach dir lieber einen krass leichten Sommerquilt, das bringt dir einen echten Mehrwert, zumal du ihn ja dann mit dem alten kombinieren kannst und so schon etwas in den Winter hinein kommst. Für Version drei machst du dir dann ein 1 kg Wintermonster. So hast du drei Quilts mit deutlich getrennten Anforderungsprofilen.

    Ein Sommerquilt kommt sowieso. Hatte auch mal darüber nachgedacht den mit 133/167er Apex zu nähen wegen eben jenen Layering für den WInter. Aber erstens habe ich kein Bock auf das Packmaß selbst von dem dünnen Apex (Ich möchte demnächst mein Gesamtvolumen für den Sommer reduzieren) und außerdem möchte ich beim Sommerquilt auf maximale Gewichtsersparnis gehen (within reason, habe jetzt "nur" 850 Cuin Daune bestellt aus Kostengründen).

    DIe Überarbeitung meines aktuellen Quilts mache ich nicht nur wegen der Gewichtsersparnis. Ich fülle ja sogar etwas Daune nach was die Ersparnis fast negiert. Ich möchte nur gerne etwas mehr Loft und ich glaube durch die zu großen Kammern vom Karo Step Design verliert der Quilt etwas Potenzial. Außerdem das Problem mit der Befestigung.

    Aktuell nutze ich für den Winter meinen Mountain Equipment Helium 800 aus meinen prä-ultralight-Tagen. Ich liebe das Teil, hat mich zuletzt bei -10°C muckelig warm gehalten. Wenn ich einen extra Quilt für die Temperaturen nähen sollte, wäre es etwas in Richtung Zenbivy/Rockfront. Aber meine Touren bei den Temperaturen halten sich in Grenzen. Da lohnen sich aktuell die Kosten nicht wirklich. Für leichte Minusgrade würde ich Layern, wenns knackiger wird schleppe ich halt etwas mehr mit.

    Bezüglich der Mattenbefestigung gäbe es auch die Knoplochgummi-Methode. Kann man aus dem nachfolgende link vielleichterkennen. https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/20…/#comment-73080

    Ach du Scheiße :D In die Neoair nähen? Ne Danke aber das Knopflochband an sich ist ja ne geniale Idee. Ich habe die T-Stopper an meinen Bändern und nicht am Quilt wie im Video. Die Schlaufen am aktuellen Quilt sind aber zu groß sodass sie nicht wirklich halten bei Belastung. Könnte sie bestimmt notdürftig enger nähen, abe am liebsten komplett überarbeiten. Beim Sommerquilt lasse ich das wahrscheinlich eh weg, ansonsten bestelle ich wahrscheinlich sowohl genug Wafer-Clips als auch diese komischen Tankas und entscheide spontan - außer jemand kommt mit einer genialen anderen Idee um die Ecke.

  • Wie weit kann man es mit dem Design wagen? Enstehen irgendwann Kältebrücken an der Punktsteppung?

    Ich habe das bei meinem 400 gr. Sommerquilt so realisiert. Außerdem hat meine Frau einen bekommen mit deutlich mehr Daune. Der ist schon muckelig. Die Punkte sind natürlich eine Kältebrücke. Andererseits wiegt das Konstruktionsgedöns bei einem punktgestepptem Quilt eben genau null Gramm, im Gegensatz zu allen anderen Konstruktionen. Das gesparte Gewicht kannst du dann eben in mehr Daune investieren. Der Bauaufwand bei Punktsteppung ist deutlich reduziert und die Nachteile sind, zumindest bei Sommerquilts IMHO locker händelbar. Rutscht die Daune zur Seite, dann kriegst du das innerhalb von Sekunden wieder richtig hingeschüttelt. Das ist bei mir einmal alle Paar Nächte notwendig, keinesfalls mehrmals pro Nacht.

    Auch wenn du jetzt bald Ersatz hast, würde ich trotzdem deinen alten Quilt noch mit zusätzlichen Stepppunkten an der Außenkante versehen.

    Ein Sommerquilt kommt sowieso. Hatte auch mal darüber nachgedacht den mit 133/167er Apex zu nähen wegen eben jenen Layering für den WInter.

    Das Problem ist, wenn man mal mit Daune angefangen hat, dann ist Kufa einfach sinnlos. Ein 167 er Quilt wiegt auch wieder an die 500 Gramm, ist aber deutlich kälter als dein Daunenteil. Einzig die Taupunkt Problematik im Winter wäre ein Argument für Kufa, aber wann mache ich schon Wintertouren (fast nie), Sommertouren aber ständig.

  • Bezüglich der Mattenbefestigung gäbe es auch die Knoplochgummi-Methode

    Das war auch einige Jahre meine bevorzugte Quilt-Matten-Befestigung. Leider haben sich in der Nacht regelmäßig die Knebelknöpfe gelöst. Das Wiedereinfädeln und das Verstellen war meistens so, dass man danach hellwach war. Also suchte ich nach einer neuen Methode.

    Das ist eine gelbe elast. 3 mm-Kordelschnur, etwas rote feste 2 mm-Kordelschnur und 2 S-Biner. Die S-Biner werden mit einem Prusik-Knoten (3-fach ?) an der elast. Kordelschnur befestigt.

    An meinem Quilt habe ich auf jeder Seite 2 kleine Laschen. Auf der einen Seite waren zwei Knebelknöpfe angebracht, die ich entfernen konnte. In die Laschen habe ich jeweils einen kleinen Ring elast. 3 mm-(ca. 1,5 cm Durchmesser) Kordelschnur eingefädelt. Beim Herrichten des Schlaflagers straffe ich die Prusik-Knoten einmal.

    Das Bild zeigt die Verbindung auf einer Seite des Quilts.

    Bedenken hatte ich, dass die S-Biner in der Nacht drücken könnten. Aber da drückt nichts und da löst sich auch nichts. Die Verstellung ist denkbar einfach, indem die Prusik-Knoten einfach auf der gelben Schnur in die gewünschte Position verschoben werden. Das funktioniert auch im Halbschlaf.

  • Macht ihr euch da keine Sorgen dass ihr euch da die Matte kaputt macht wenn ihr drauf liegt?

    Ich benutze seit Jahren eine aufblasbare Schaumstoffmatte, die TaR ProLite Small (120 cm lang). Bisher konnte ich keine sichtbaren Schäden feststellen, egal welche Methode (Knopflochgummi mit Knebelknöpfen oder elast. Kordelschnur mit S-Binern) ich verwendete. Beide Methoden haben so gut wie keine scharfen Kanten.

  • Wie weit kann man es mit dem Design wagen? Enstehen irgendwann Kältebrücken an der Punktsteppung?

    Ich habe das bei meinem 400 gr. Sommerquilt so realisiert. Außerdem hat meine Frau einen bekommen mit deutlich mehr Daune. Der ist schon muckelig. Die Punkte sind natürlich eine Kältebrücke. Andererseits wiegt das Konstruktionsgedöns bei einem punktgestepptem Quilt eben genau null Gramm, im Gegensatz zu allen anderen Konstruktionen. Das gesparte Gewicht kannst du dann eben in mehr Daune investieren. Der Bauaufwand bei Punktsteppung ist deutlich reduziert und die Nachteile sind, zumindest bei Sommerquilts IMHO locker händelbar. Rutscht die Daune zur Seite, dann kriegst du das innerhalb von Sekunden wieder richtig hingeschüttelt. Das ist bei mir einmal alle Paar Nächte notwendig, keinesfalls mehrmals pro Nacht.

    Auch wenn du jetzt bald Ersatz hast, würde ich trotzdem deinen alten Quilt noch mit zusätzlichen Stepppunkten an der Außenkante versehen.

    Ich werde das Design auf jeden Fall für meinen Sommerquilt im Hinterkopf behalten, wobei sich bei mir die Frage stellt wo die Unterschiede zum Partial-Box Design mit durchgesteppten Nähten liegen. Ich würde mir ein paar Nähte ersparen habe aber weiterhin die großen Kammern die mich am aktuellen Quilt stören. Gewicht durch Moskitonetz/DCF fallen bei beiden eh nicht an.

    Ein Sommerquilt kommt sowieso. Hatte auch mal darüber nachgedacht den mit 133/167er Apex zu nähen wegen eben jenen Layering für den WInter.

    Das Problem ist, wenn man mal mit Daune angefangen hat, dann ist Kufa einfach sinnlos. Ein 167 er Quilt wiegt auch wieder an die 500 Gramm, ist aber deutlich kälter als dein Daunenteil. Einzig die Taupunkt Problematik im Winter wäre ein Argument für Kufa, aber wann mache ich schon Wintertouren (fast nie), Sommertouren aber ständig.

    Ähnliches Problem, deshalb wirds wohl Daune.

    Bezüglich der Mattenbefestigung gäbe es auch die Knoplochgummi-Methode

    Das war auch einige Jahre meine bevorzugte Quilt-Matten-Befestigung. Leider haben sich in der Nacht regelmäßig die Knebelknöpfe gelöst. Das Wiedereinfädeln und das Verstellen war meistens so, dass man danach hellwach war. Also suchte ich nach einer neuen Methode.

    Das ist eine gelbe elast. 3 mm-Kordelschnur, etwas rote feste 2 mm-Kordelschnur und 2 S-Biner. Die S-Biner werden mit einem Prusik-Knoten (3-fach ?) an der elast. Kordelschnur befestigt.

    An meinem Quilt habe ich auf jeder Seite 2 kleine Laschen. Auf der einen Seite waren zwei Knebelknöpfe angebracht, die ich entfernen konnte. In die Laschen habe ich jeweils einen kleinen Ring elast. 3 mm-(ca. 1,5 cm Durchmesser) Kordelschnur eingefädelt. Beim Herrichten des Schlaflagers straffe ich die Prusik-Knoten einmal.

    Das Bild zeigt die Verbindung auf einer Seite des Quilts.

    Elastische Kordel hatte ich anfangs auch benutzt, aber bei mir immer für Drafts beim Wenden gesorgt. Aber das Design mit den Prusikknoten wollte ich auch mal testen und werde das demnächst mal. Muss dann wohl bei der nächsten Ali-Bestellung an ein paar S-Biner denken.

    Bedenken hatte ich, dass die S-Biner in der Nacht drücken könnten. Aber da drückt nichts und da löst sich auch nichts. Die Verstellung ist denkbar einfach, indem die Prusik-Knoten einfach auf der gelben Schnur in die gewünschte Position verschoben werden. Das funktioniert auch im Halbschlaf.

    Ich liege oft genug Nachts auf meiner Elektronik rum dass mich sowas inzwischen gar nicht mehr stört :D

    Das ist eine gelbe elast. 3 mm-Kordelschnur, etwas rote feste 2 mm-Kordelschnur und 2 S-Biner. Die S-Biner werden mit einem Prusik-Knoten (3-fach ?) an der elast. Kordelschnur befestigt.

    Macht ihr euch da keine Sorgen dass ihr euch da die Matte kaputt macht wenn ihr drauf liegt?

    (Frage ich mich schon länger)

    Guter EInwand. Da hilft leider wohl nur anekdotische Evidenz.

  • Heute kam ein Paket mit ein paar netten Stöffchen aus Slowenien an - die Daune dürfte die Tage ebenfalls ankommen. Auf dem Plan steht erstmal ein Sommerquilt (und ein neuer Bug Bivy).

    Wie erwähnt wirds das Design von Capere, ich habe mich aus verschiedenen Gründen gegen durchgesteppte Kammern und für kleine Baffles aus Moskitonetz entschieden (3x2cm inkl. Nahtzugabe). Unklar ist noch, ob ich mir die Mühe für einen Differentialschnitt machen möchte. Lohnt sich da der Aufwand im Ergebnis?

    Die einzelnen Bafflestücke habe ich mal in der Skizze vernachlässigt, die Mühe mache ich mir nicht. Die Fußbox wird die unteren drei Kammern zungenäht und mit einem runden Endstück verschlossen.

    Nachtrag: Beim Herumstöbern bin ich auf die Dinger gestoßen. Man könnte davon je zwei pro Pad-Strap auffädeln und diese dann in eine Schlaufe am Quilt einhaken. Hatte die jemand schon mal in der Hand und kann die Fragilität einschätzen? Wenn so ein Teil kaputt gehen sollte wäre die Reperatur sehr simpel, da nichts fest mit dem Quilt vernäht wäre.

    DIe Idee verwerfe ich wieder. Die Teile wirken zwar einigermaßen stabil aber die sind mir einfach zu groß/klobig.

    Stattdessen werden es - Stand jetzt - die Wafer Clips werden. Auf einer Seite das männliche, auf der anderen das weiblichen Teil, damit ich den Quilt auch direkt miteinander verschließen kann. Wie ich den eigentlichen Padstrap so UL wie möglich bastel muss ich noch herausfinden.

    Aktuell plane ich ca. 200g Daune ein und peile ein Gesamtgewicht von 300-350g an.

  • So nach ein wenig Gefluche und viel Trödelei ist der Quilt zu 95% fertig. Es fehlt nur noch der Deckel der Fußbox.

    Er hat seine Macken, aber Stand jetzt bin ich sehr glücklich über das Ergebnis. Man sieht noch ein paar Linien und Markierungen, aber irgendwie hat das seinen Charme (ich versuchs mir gut zu reden 🫠😀).

    Ich habe mir durch die Stifte-Auswahl des örtlichen Schreibwarenladens getestet und der erste und bisher einzige Stift der gehalten hat und gut erkennbar ist war der Edding 780 für Glas, Metall und Plastik. Man bekommt den mit Isopropanol wieder einigermaßen gut weg, verschmiert aber auch. Was benutzt ihr für Stifte für die Art Stoffe?

    Die fertige Hülle (ohne Deckel) wiegt 127g, mit aktuellem Füllstand insgesamt 328g. Ich lasse den erstmal über Nacht komplett aufplustern und schaue mir morgend die Verteilung genauer an. Gegebenenfalls muss noch ne handvoll Daune rein.

    Loft liegt so bei 4-4,5cm und damit bin ich sehr zufrieden. Mit AD Hoodie und Daunenjacke werde ich den bei Gelegenheit mal ans Limit testen. Denke das wird irgendwo zwischen 5-9° liegen.

    Als Befestigung habe ich die je zwei 15mm Wafer-Clips eine Bafflebreite auf der oberen Stoffbahn mit Gummiband vernäht. Die Punkte habe ich davor auf der Innenseite verstärkt. Damit fungieren hoffentlich die äußeren Baffles als seitliche Wärmekragen. Wie ich die Straps letztendlich designe steht noch in den Sternen. Man kann den Quilt auch direkt verschließen und ich passe sogar zu meiner Überraschung rein (dann wie ein enger Mumienschlafsack). Falls man auf Touren ungewollt an die Limittemperatur kommt wäre das vlt das kleine bisschen extra Wärme für eine einigermaßen angenehme Nacht. Evtl wären zwei kurse Straps mit je einem Wafer-Clip am Ende (so 15-30cm max) eine gute und leichte Idee für ein bisschen mehr Platz.

    Für einen Sommerquilt eigentlich komplett Overkill (werde wahrscheinlich meistens ihn locker als Decke verwenden), das war aber auch als Prototyp für die anstehende Überarbeitung meines anderen Quilts gedacht.


    Update: Einen Tag später ist auch die Fußbox zu und somit der Quilt fertig 🥳 Finales Gewicht, nachdem ich vorhin nochmal eine Handvoll Daune reingestopft habe und der Deckel vernäht wurde, sind 362g. Für meine Körpermaße und verwendete Daune ("Grade 5a" Daune von Ali - laut Nachfrage angeblich 850 Cuin) bin ich damit happy. Mit höherwertiger Daune gehen da sicher noch ein paar Gramm weniger - für den vierfachen Preis. Insgesamt sind nun knapp über 200g Daune drinne - errechnet hatte ich mit 1" Loft, 850 Cuin und 25% Overfill ca. 180g. Denke mal die 850 Cuin Angabe kommt einigermaßen hin (nach US-Standard), bei mir sinds jetzt ja knapp 1.5-2" Loft geworden.

    2 Mal editiert, zuletzt von zergcheese (30. Januar 2026 um 14:40)

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