Metadiskussion zu DB und europäischem Bahnsystem

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  • oder was spricht da dagegen?

    einiges - ich würde es da eher mit: https://bahn-fuer-alle.de/ halten - oder hier: https://bahn-fuer-alle.de/privatisierung/
    bzw. wie oben bereits von outdoorrama angebracht -Bahn sollte zu Ihrem Kerngeschäft zurückkehren. und das wäre auch möglich nur offensichtlich nicht gewollt.
    In dem Moment wo alle die die Bahn NICHT nutzen (Politiker mit Privatjets etc.) groß von einer Zerschlagung der Bahn zur "Verbesserung" reden, gehen bei mir alle Alarmglocken an
    Das sind dieselben Leute die die Bahn in dieses Desaster geritten haben (und wie auch immer davon profitieren), nutzen für die Allgemeinheit ist da nicht zu sehen (und wohl auch nicht gewollt)

  • Naja, die Line führe ja fast nur durch Deutschland (und ja, Dänemark?) und wäre operiert durch die ÖBB, also Österreich, oder? Oder hat die SBB auch eine "nightline"?

    Heisst ja nicht, dass die Linie nicht von der Schweiz subventioniert werden kann. Geplant ist eine Umlagerung über CO2-Gesetzes vor, muss aber noch vom Parlament bewilligt werden.

    Wie hoch die Subventionen anderer Länder ausfallen sollen, ist mir nicht bekannt. Laut diversen Pressemitteilungen steht das Projekt auf der Kippe, falls die Schweiz nicht mitspielt.

  • Schienennetz: Bahn sorgt mit Neubauprojekt für Kritik
    Die Deutsche Bahn will eine neue Trasse zwischen Hamburg und Hannover bauen, weil die Stecke ständig überlastet ist. An den Plänen gibt es jedoch Kritik.
    www.deutschlandfunk.de

    Der Beitrag vom DLF passt auch gut zur Misere.

    Da ich ihn während der Autofahrt gehört habe könnte ich aber auch nicht komplett Aufmerksam gewesen sein, denn der Beitrag ist ohne die Nennung von Klingbeil ausgekommen, der an der akuellen Situation auch "Aktien" hat.

  • Vielleicht sollte man einführen, dass der Staat bei Infrastrukturprojekten unter Tage die betroffenen Regionen gar nicht fragen braucht, und einfach alles Untertunnel. Ich kanns ja echt verstehen, dass keiner neben einer ICE Strecke leben will, aber neben der Autobahn isses doch echt auch schon wurscht. Auch das rumgesch*iße, das kostet teuer Geld, was kostet so ne Autobahn!? Wie berechnet sich hierbei eigentlich die Rentabilität!?

  • Hm, ja, da gebe ich euch beiden gerne recht RaulDuke & Wanderfalke.

    Aber da wird halt auch nicht gegen gerechnet was es kostet 20 Jahre keine, oder nur eine unzureichende Trasse zu haben, besonders beim CO2.

    Dann fahrn die halt alle Auto. Und dann baust du halt die nächste Autobahn....

    Und 20 Jahre durch die Gegend geklagt zu werden ist auch nicht umsonst.

    Aber ich bin mir um den träumerischen Anteil meines Beitrages durchaus bewusst 😭

  • und einfach alles Untertunnel.

    so "einfach" ist es nicht und nur weil etwas technisch möglich ist heißt es nicht dass es keine Auswirkungen hat - Stichwort Wasser! Grundwasser, Trinkwasser, Abwasser, und selbst wenn der Tunnel damit keine "Probleme" hat - ist das Wasser nicht weg sonder nur "woanders" wobei dann wieder geschaut werden muss wie sich die Hochwassersituation ändern (Keller unter Wasser, andere Überschwemmungsschwachpunkte etc.) - und ich denke sehr wohl dass da die Betroffenen (Region) mitbestimmen sollte

  • nach 3 tagen wieder da Schrei mal ins Kissen oder so. In dem Tonfall verschreckst Du selbst Gleichgesinnte ;)

    Im Gegenteil, hab mich ein wenig verliebt <3

    OT: Und ich finde es furchtbar. Hass und Aufruf zur Gewalt, darf niemals toleriert werden, egal welcher Gesinnung. Schlimm das es mittlerweile so viel Kaltherzigkeit gibt, dass man sich in sowas verlieben kann.

  • Hass und Aufruf zur Gewalt

    Bombelbob: Du missverstehst mich übel. Hass und Gewalt schließe ich als Optionen doch gerade für mich aus, obwohl ich seit Jahrzehnten immer wieder mit ihnen konfrontiert bin. Seit Jahrzehnten sehe ich Generationen von Entscheidungsträgern heranwachsen, die regelmäßig (nicht ausnahmslos) falsch abbiegen, wenn es darum gehen könnte, ethisch an Gerechtigkeit, Menschenwürde und Partizipation orientierte Entscheidungen zu treffen.

    Deshalb bin ich hier, wo man sich für die leereren Randbereiche des öffentlichen Raums interessiert und benutze ganz pragmatisch den vorhandenen ÖPNV, der, auch das seit Jahrzehnten klar, so viel besser sein könnte. Weshalb ich auch zur Meta-Diskussion gern beitrage, wenn auch marginal. Nämlich den Verweis auf den demokratischen Gedanken des öffentlichen Raums, dessen Zustand zum Verzweifeln ist.

  • Ich hatte diese Woche mal wieder ein Erlebnis wo ich mir sage: die Bahn hat wieder dauerhaft Kunden verloren.

    Älteres Ehepaar (so knapp 70 würde ich meinen), nicht gerade Digital-Affin hat eine Veloreise von Baden (CH) nach Umgebung Hamburg unternommen. Rückreise Monate im voraus mit dem Zug gebucht, inklusive Fahrräder : 3 Züge einmal mit der Regiobahn in der Umgebung Hamburg nach Hamburg Hbf, ICE von Hamburg HBF nach Basel und von dort weiter mit der SBB nach Baden (CH). Soweit alles gut.

    Der ursprüngliche ICE wurde gestrichen, Ihre Plätze automatisch umgebucht. Auf der neuen Buchung sah es auf dem ersten Blick so aus, dass die Fahrradmitnahme mit berücksichtigt wurde. Das stimmt natürlich nicht, sondern nur dort, wo es nicht Reservierungspflichtig ist. Im Reservierungspflichtigen ICE wurde die Buchung nicht weitergeführt. Das sieht man aber auch nur als Kenner, beziehungsweise wenn man ganz genau hinschaut.

    Da kommen die an, ein bisschen später, weil es eine Last Minute Gleisänderung gab und sehen, scheisse, alle Plätze schon voll. Kein Schaffner da um sich zu informieren, und haben es auch erst wirklich realisiert, wo Sie um Zug drinnen war, und auch gleich losgefahren ist. Dann hocken Sie da ohne Stellplatz und wissen nicht weiter, Türen gehen zu, Zug fährt los. Wenig später kommt dann auch der Schaffner, kriegt grad die Krise. Kontrolliert die Tickets und wirft das Ehepaar bei einem außerplanmäßigen Halt in Hamburg Harburg mit Androhung Bundespolizei raus. Ohne Hilfe, ohne nichts. Keine Unterstützung. In Hamburg-Harburg gibt es auch keinen Servicepoint. Der Zug war halb leer, man hätte also die Velos noch irgendwie zwischen Sitzen unterbringen können ohne den Fluchtweg zu beeinträchtigen, und dann wenigstens an einem grösseren Bahnhof rauslassen - aber nein, so gut wie auf freier Strecke raus.

    Wenigstens muss beim Fahrradverlad einer stehen, der grad die Reservierungen kontrollieren kann und in diesem Fall orientieren kann. Am Hb gibt es ja dann auch einen Servicepoint bzw. eine Verkaufsstelle, die hätte weiterhelfen können. Jetzt wurde der Zug wegen dem ausserplanmässigen Halt verspätet, Leute einfach so aus dem Zug geworfen die das Gefühl hatten das Sie einen gebuchten Zug hatten und alle sind wieder genervt.

    Da weiss ich auch nicht mehr weiter, da ist ein riesiger systemischer Fehler der dringendst aufgearbeitet werden muss. Dieses elendige man wird umgebucht, sieht aber nicht, dass das Fahhrad nicht mitkommt ist ein Unding. Das passiert im Luftverkehr um einiges besser. Wenigstens anbieten : sie fahren da mit, wir gucken dass die Velos mit einem Güterzug oder ähnliches mindestens verspätet mitkommen wäre schon etwas.


    So, musste das mal auskotzen.

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