Trailrunner bei Supination

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  • Hallo Trekkerinnen und Trekker,

    bei mir ist es so, dass die Schuhe am rechten Fuß viel stärker und schneller verschleißen als am linken. Bei mehrtägigen Touren bekomme ich auch leicht Schmerzen im rechten Bein. Mein Orthopäde war leider nicht wirklich hilfreich und mehr als der Hinweis, dass mein Beckenkamm gerade stehen würde (so solls sein), war ihm nicht zu entlocken. Daher habe ich selbst einige Recherchen durchgeführt.

    Beim Betrachten meiner rechts getragenen Schuhe fällt auf, dass die Abnutzung vor allem die Ferse und den vorderen, äußeren Rand der Sohle betrifft. Es scheint zumindest an diesem Fuß Supination vorzuliegen, d.h. der Fuß rollt über die äußere Seite der Sohle ab. Die Tatsache, dass ich bei mehrtägigen Touren gerne mal den Nagel des rechten kleinen Zehs einbüße, passt ins Bild, muss er doch unverhältnismäßig viel Last tragen und den Stoß beim Aufsetzen des Fußes aufnehmen. In meinen Bär High Performance 2.5, die ich derzeit trage, tendiere ich außerdem dazu, mit dem rechten Fuß nach außen umzuknicken, was auch für die Supination spricht. Gibt es in diesem Forum weitere Betroffene, die ihre Erfahrungen teilen möchten?

    Laut verschiedener Seiten im Netz empfiehlt sich bei Supination, Schuhe mit guter Dämpfung und ohne Stütze zu tragen. Könnt ihr mir entsprechende Trailrunner empfehlen? Ich trage seit meinen Kindestagen Schuhe mit Sprengung und möchte auch erst einmal dabei bleiben. Im September will ich wieder auf Tour gehen und die Zeit bis dahin reicht aus, um neue Schuhe einzulaufen aber sicher nicht, um mich an Treter ohne oder mit geringer Sprengung zu gewöhnen. Die neuen Schuhe sollten außerdem eine breite Zehenbox aufweisen - deswegen mag ich eigentlich die "Quadratlatschen" von Bär.

    Vielen Dank für eure Tipps!

    Roger

  • Moin, warum nicht gleich Trailrunner mit entsprechenden, orthopädischen, Einlagen die das korrigieren? So mache ich das auf jeden Fall. Ich habe extra Einlagen für meine Olympus 5 und 6 (haben die gleiche Form) machen lassen und komme super damit klar.

    "Glaube nicht alles, was im Internet steht" - Heidi Klum, 28, Nobelpreisträgerin für Physik

  • Wie und wo hast du die Einlagen machen lassen? Vom Arzt verschrieben bekommen oder einfach in eine orthopädische Fachwerkstatt gegangen und die Füße dort ausmessen lassen? Wie gesagt, mein Orthopäde ist nicht sehr hilfreich und hier auf dem Land ist die Auswahl an Ärzten eingeschränkt.

  • Ich bin zunächst zum Arzt und habe mir ein Rezept geholt. Und damit bin ich dann zum Orthopädieschuhmacher und habe mir entsprechend die Einlagen machen lassen. Da diese nicht Standard sind, hat mich das noch mal gut 100 EUR gekostet. Aber das war es mir wert, da ich selbst bei wirklich weiten Strecken keine Probleme mehr habe.

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  • Ich bin zunächst zum Arzt und habe mir ein Rezept geholt. Und damit bin ich dann zum Orthopädieschuhmacher und habe mir entsprechend die Einlagen machen lassen. Da diese nicht Standard sind, hat mich das noch mal gut 100 EUR gekostet

    So habe ich es auch gemacht. Waren Carbon Einlagen. Die weichen Einlagen, welche man verschrieben bekommt halten nur wenige Tage laufen durch, dann sind die platt.

    Und dann hab ich meine Fehlbelastung weg trainiert . Seitdem trage ich aber immer noch gerne solche festen Einlagen, nun allerdings in neutral, also ohne Unterstützung.

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  • Ich bin zunächst zum Arzt und habe mir ein Rezept geholt. Und damit bin ich dann zum Orthopädieschuhmacher und habe mir entsprechend die Einlagen machen lassen. Da diese nicht Standard sind, hat mich das noch mal gut 100 EUR gekostet. Aber das war es mir wert, da ich selbst bei wirklich weiten Strecken keine Probleme mehr habe.

    +1

    Hier allerdings nur 40,-- €. Die nächsten kosten dann 20,-- €.

  • Danke für eure Informationen. Ich denke, dann werde ich meinen Orthopäden mal symbolisch auf die Füße treten, damit er sich etwas einfallen lässt. Bis zu meiner Tour im September wird mir das allerdings noch nicht weiterhelfen.

    Gibt es eigentlich etwas, mit dem ich meinen Zehennagel schützen kann, außer Leukoplast darum herum zu wickeln?

  • So habe ich es auch gemacht. Waren Carbon Einlagen. Die weichen Einlagen, welche man verschrieben bekommt halten nur wenige Tage laufen durch, dann sind die platt.

    Meine Frau braucht auch Einlagen wegen ihrer Sprunggelenksarthrose. Wo lässt man sich am besten solche guten Carboneinlagen machen? Beim Sanitätshaus um die Ecke scheint es nicht im Repertoire zu sein...

  • ChristianS ich hab mir bei Foot Power Einlagen machen lassen und bin sehr zufrieden. Bin gut beraten worden. Ist kein Carbon, aber die teuerste Variante mit 100€ Zuzahlung. Wurde als “aktive Einlage” verkauft und auf den Schuh angepasst gefertigt (muss man ein paar Tage da lassen). Hab jetzt ein paar hundert km drauf und außer etwas blasseres Deckmaterial keinen Verschleiß festgestellt.

    Aktiv heißt, dass an bestimmten Punkten Knubbel sind, so das eine falsche Haltung unangenehm ist. Also keine Unterstützung wie bei passiven Einlagen, die man ohne Zuzahlung bekommt. Fühlte sich anfangs an wie auf einem Golfball laufen.

    Oder den anderen Weg gehen und mal Barfußschuhe ausprobieren?

    Grundsätzlich ist barfuß laufen super. Aber je nach Fehlstellung und vorhandenen Schäden, kann man damit auch Beschwerden verschlimmern. Insbesondere wenn man zu schnell einsteigt, kann das auch kontraproduktiv sein.

    UL wobei das L auch für Luxus stehen kann 😅

  • dann langsam und behutsam.

    Für ungeübte kann ein Kilometer Barfuß laufen , selbst im langsamen Lauftempo , schon zu viel sein. Zumindest wenn man seine Füße nutzt wie von Mutter Natur vorgesehen.

    Ich würde s so nicht mehr machen, sondern vorher ganz klar die Füße auf trainieren. Fuß Yoga, exzentrisches Training für die Achilles Sehne und alles andere hoch bis zum Knie. Radfahren für die Knie selbst. Balancieren für den Rest vom Körper.

    Am Strand lässt sich auch prima trainieren. Auf Asphalt , ich nutze gerne Radwege, sie sind am saubersten, merkt man direkt jeden nicht sauber ausgeführt tritt schmerzlich.

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