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  • Hallo,

    da ich nichts weiter zu diesem Thema gefunden habe, möchte ich hier meine Erfahrungen teilen. Für einen Familienurlaub habe ich eine Möglichkeit gesucht, am Strand einen Sonnenschutz aufzubauen. Die Größe und das Gewicht der Ausrüstung sollten so sein, dass sie auch bequem im Flugzeug transportiert werden konnte. Ich habe keine zusätzliche Ausrüstung gekauft, sondern nur bereits vorhandene Gegenstände genutzt. Auch Ding, die wir beim Camping nutzen.

    • Tarp DD Hammocks 3x3m mit UV-Schutz und den beiliegenden Guylines (906g)
    • 2 Trekking Stöcke Leki Makalu (547g)
    • 2 Tarpstangen aus Aluminium, 1,70m mit jeweils 3 Segmente, als 3 kleinere Stangen verwendet (931g)
    • 7 Sandheringe, 30cm V-Pegs, lagen bei einer Strandmuschel mit dabei (488g)
    • 10m Dyneema Ridgeline, 2,5mm stark (29g)
    • Hammer (197g)
    • ein paar Stücke Absperrband (27g)

    Gesamtgewicht 3,13Kg inkl. Packsäcke

    gesamter Aufbau, Aufbauzeit 12:37min, Sitzhöhe unterm Tarp ca. 1,05 bis 1,10m

    30cm Sandhering

    Meine größte Sorge war, dass die Heringe im Sand nicht halten würden. Die Beschaffenheit des Strands war unterschiedlich. Weit weg vom Meer war es teilweise sehr hart, sodass kein Hering in den Boden ging. Weit vorn war der Sand leicht feucht und die Heringe hielten besser. In den Bereichen dazwischen konnte man die Heringe ohne weiteres einfach mit der Hand komplett 30cm in den Boden schieben und wieder heraus ziehen. Einmal habe ich das Tarp bei stärkeren Wind aufgebaut und der Wind hat während des Aufbaus, auch mal einen Hering aus dem Sand gezogen. Erst als alles stand, hielt es fest. Ich hatte den Eindruck dass der Aufbau auch in sich eine gewisse Stabilität hatte. Ich habe immer versucht die Guylines möglichst weit weg vom Tarp zu spannen, vor allem die Hinteren. Mein Aufbau hielt Wind mit einer Geschwindigkeit von 30km/h in sehr weichen Sand stand. Es hat dabei die eine Tarphälfte, die etwas schräg gegen die Sonne und Wind gerichtet war, tief eingedrückt und den Platz unterm Tarp verringert. Wenn ich am Strand Steine gefunden habe, habe ich die Steine als Beschwerung oben auf die Heringe gelegt.

    30km/h Windgeschwindigkeit, eingedrücktes Tarp, sehr loser Sand, Sonnenschirme mit Liegen zum mieten am Strand haben deutlich weniger Schatten geboten

    Es ist noch ein Bild entstanden, dass mal den direkten Vergleich zwischen einem Strandzelt und meinem Aufbau zeigt. Das Strandzelt ist mit Steinen in den dafür vorgesehen Taschen gefüllt. Der Schattenbereich war unter meinem Aufbau größer. Ich habe die Personen auf dem Bild unter dem Strandzelt entfernt, deswegen ist der Schattenbereich nicht mehr vollständig zu erkennen.

    Vergleich Strandzelt mit 3x3m Tarp am Kiesstrand

    Uns hat der Aufbau sehr gut gefallen und wir werden es genau so wieder verwenden. Ich war schon beeindruckt, dass die Heringe erstaunlich gut im Sand hielten. In dem 14 tägigen Urlaub herrschten in der ersten Woche Höchsttemperaturen von 39 bis 41°C und wir waren häufig direkt nach dem Mittag bis zum Abend am Strand. Der Sand war dabei so heiß, dass man nicht Barfuß gehen konnte. Unterm Tarp mit Decke konnten wir problemlos sitzen. Wir hatten zu dritt, 2 Erwachsene und ein Kind, mehr als genügend Platz und es reichte auch noch locker für eine Sandburg unter dem Tarp.

    Randnotizen: Die Trekking Stöcke habe ich entweder einfach unter das Tarp gestellt/geklemmt oder auf dem Kopf stehend in die Tarpschlaufen eingehangen. Die Guylines hatte ich jeweils mit einem Slipknoten (slip knot) am Tarp befestigt, die ich auch während des Urlaubs nicht mehr entfernt habe. Straf gezogen habe ich sie mit den originalen Leinenspanner von DD-Hammocks. Sehr gut hat aber auch der Ferrimond-Knoten (Farrimond friction hitch) zum spannen funktioniert. Die Ridgeline hatte ich in der Mitte unter dem Tarp entlang durchgezogen und über die beiden Stangen/Stöcke mit einem abgewandelten Fuhrmannsknoten (truckers hitch) abgespannt.

  • Bei losem Sand einfach einen Plastibeutel ausm Müll mit Sand füllen, kleine Kordel dran

    und vergraben, dann die Kordel ans Zelt oder Tarp.

    Da weht nix mehr weg.

    Billig, kost nix und schön leicht.

    Gruß

    Konrad

    Dauerdraußenschläfer

  • Ich habe gute Erfahrungen mit einem schwarzen Footprint gemacht. Der dunkle Stoff bietet richtigen Schatten und zusammen mit ein wenig Wind kann man es sehr angenehm darunter aushalten.

    Als Sandhering funktionieren die kurzen, breiten von Ali recht gut. Sobald die Haltekraft an ihre Grenzen kommt, kann man die Abspannschnur mittig einknoten und einbuddeln.

     

    VG. -wilbo-

  • Bei losem Sand einfach einen Plastibeutel ausm Müll mit Sand füllen, kleine Kordel dran

    Exped Schneeanker, gehören imo in jedes Set daheim und auf Reise, weil man sie immer dort einsetzen kann, wo reguläre Heringe versagen, also im Sand, Schnee, auf Felsplatten o.ä.

  • Exped Schneeanker

    Das ist doch auch nur ein Plastikbeutel 🤔

    So wie dein Zelt auch nur ein plastikbeutel ist. Trotzdm gibste da zig Euronen dafür aus, anstelle im Obi einen passenden Müllsack für 3 Euro zu besorgen.....

    Genau das gleiche Spiel haste bei den Schneeankern. Die sind stabiler als Plastiktüten, und haben schon passende Schnüre eingenäht, um die Beutel zu verschliessen (damit Geröll oder Sand nicht rausfällt, denn damit füllt man die auch), und um einen Minikarabiner anzubringen, mit dem man das Ding mit der Zeltspannleine verbinden kann.


    Jup, wiegt, jup, kostet. Ist aber ohne Getüdel und Bastelei mit einem Zelt nutzbar, funktioniert, ist stabil, und solche Schneeanker halten dann auch mehrere Jahre Dauergebrauch aus.

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