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  • Letztes Jahr hatten mich Freunde gefragt, ob ich ihnen ein Zelt nähen würde. Das passte mir ganz gut, da ich mal wieder Lust auf ein größeres Projekt hatte und ich mich gerne mit Clipsystemen beschäftigen wollte.

    Ich muss zugeben, dass ich über die Form des Zeltes viel zu lange nachgedacht habe. Mit abgespannter Apsis wie beim Niak? Ohne Apsis wie bei meinem ersten Kuppelzelt? Ein oder zwei Eingänge? Single-wall oder double-wall? Am Ende habe ich mich dazu entschieden, dass dieses Zelt der komplette Kompromiss wird und ich das Gewicht ein bisschen hinten anstelle. Außerdem war der Wunsch, dass es nicht mehr als 500 Euro kostet (das schließt einige leichte Materialien aus). Daher schon mal Spoiler: Dieses Zelt ist nicht nicht ultraleicht geworden ^^

     

    Ein erster Aufbau im Garten war leider sehr ernüchternd. Der Saum hatte gar keine Spannung und die Gestängetaschen auch nicht. Also bin ich wieder zurück zu Gestängekanälen gewechselt. Und ich muss zugeben: Gestängekanäle sehen auch einfach viel besser aus :saint:

    Materialen und Maße:

    Spoiler anzeigen
    • 45g/m² - 30d Silpoly für das Außenzelt
    • 50g/m² - 30d 6.6 Silnylon für die Gestängekanäle und die Verstärkungen
    • 112g/m² - Ultra 100 X für die Gestängeenden und weitere Verstärkungen
    • 5c Zipper (wasserabweisend)
    • 1,8mm Polyester Kordel für die Abspannungen
    • 25g/m² - Moskitonetz
    • 32g/m² - 20d Innenzeltstoff
    • 47g/m² - Sil/PU Polyester für die Bodenwanne
    • 3c Zipper für die Innenzelttür
    • 9,3mm DAC NFL Gestänge
    • Außenzelt: 265cm x 170cm x 110cm
    • Bodenwanne: 240cm x 130cm x 10cm

    Silpoly ist ein tolles Material für Kuppelzelte und das 30d Silpoly von Extremtextil empfinde ich als ausreichend robust (und die Farbe ist wunderschön). Aus Preisgründen habe ich für das Innenzelt nicht die leichtesten Stoffe gewählt.

    Details:

     

     

     

     

    Die Verstärkungen auf dem Zeltstoff sind zum Großteil nur aufgeklebt, da bin ich sehr gespannt, wie das langfristig hält. Die Abspannpunkte in der Mitte der Seiten habe zusätzlich noch eine kleine Verstärkung aus Ultra, damit man da ordentlich Zug drauf geben kann.

    Bei meiner Solokuppel habe ich gemerkt, dass es besser ist, wenn der Reißverschluss direkt am Gestängekanal entlangführt, so lässt er sich immer super easy öffnen. Dieses Zelt hat zwei Eingänge, was ich für ein 2P Zelt sehr komfortabel finde :)

     

    Die Apsis auf jeder Seite ist so 20-30cm tief und bietet Platz für diversen Kram, aber ist natürlich nicht zum Kochen geeignet. Gepäck kann ansonsten auch einfach mit ins Innenzelt.

     

    Das Gesamtgewicht beträgt: 759g (Außenzelt + Schnüre) + 452g (Innenzelt) + 388g (Gestänge) = 1599g

    Spoiler anzeigen

    Außenzelt

    • 406g Silpoly (ca. 9,1m²)
    • 98g Reißverschluss (ca. 4m)
    • 24g Reißverschluss Schieber (4 Stk)
    • 47g Gestängekanäle (ca. 1m²)
    • 38g Gestängeaufnahme (davon ca. 0,3m² Ultra und etwas Gurtband)
    • 24g O-Ringe (30 Stk)
    • 6g Reißverschlussabdeckung
    • 11g Verstärkungen (ca. 0,2m²)
    • 6g Gurtband (ca. 3m verschiedene Bänder)
    • 4g Leiterschnallen (2 Stk)
    • 9g Line-Loks (12 Stk)
    • 82g Schnüre (ca. 38m)

    Innenzelt

    • 183g Zeltboden (ca. 3,9m²)
    • 85g Moskitonetz (ca. 3,4m²)
    • 77g Innenzeltstoff (ca. 2,4m²)
    • 65g Reißverschluss (ca. 6,6m)
    • 6g Reißverschluss Schieber (4 Stk)
    • 19g T-Bars (32 Stk)
    • 12g Elastisches Band (ca. 2m)
    • 2g Innenzelttaschen (aus Moskitonetz)
    • 4g Handschuhhaken (4 Stk)

    Da ich die Clips wieder entfernen und das Zelt deswegen noch einmal komplett auftrennen musste, liegt meine Statistik über die Arbeitszeit voll daneben ^^ Deswegen hier nur die wirklich produktive Zeit:

    Spoiler anzeigen

    Außenzelt 50h

    • 9,5h Ausschneiden
    • 4h Probenähen
    • 3,5h Prototypen von Einzelteilen (z.B. Gestängeaufnahme)
    • 23h Nähen
    • 2,5h Kleben
    • 4,5h Kleinigkeiten (z.B. Schnüre anbringen)
    • 2h Aufräumen

    Innenzelt 20,5h

    • 4h Ausschneiden
    • 1,5h Probenähen
    • 12h Nähen
    • 1h Kleben
    • 1h Kleinigkeiten
    • 1h Aufräumen

    Gestänge 1h

    • 1h Gestänge bauen

    Ich denke, dass das Zelt so ein ganz guter Allrounder für viele Touren ist :)

    2 Mal editiert, zuletzt von nivi (13. Juni 2025 um 16:44) aus folgendem Grund: Mengen ergänzt

  • DANKE!!
    Wow, einfach schön. Trau mich ja garnicht mehr an sowas ran, wenn man deine Ergebnisse sieht.
    Trotzdem noch ne Frage - kannst du noch die ungefähren "m²" Verbrauch pro "Stoff" dazuschreiben? und die Länge von ggf. Zippern?
    Du weist ja ich "träume" noch vom Eigenbau... mit 2 Öffnungen!! :)

  • ist das untere Bild ein Treckingplatz? Wenn ja wo?

    Im Sauerland - Trekkingplatz Talblick :)

    DANKE!!
    Wow, einfach schön. Trau mich ja garnicht mehr an sowas ran, wenn man deine Ergebnisse sieht.
    Trotzdem noch ne Frage - kannst du noch die ungefähren "m²" Verbrauch pro "Stoff" dazuschreiben? und die Länge von ggf. Zippern?
    Du weist ja ich "träume" noch vom Eigenbau... mit 2 Öffnungen!! :)

    Habe es ergänzt, gute Idee! Ich kann dich nur ermutigen, dein Projekt irgendwann anzugehen :)

  • …alle Daumen hoch, das ist mal richtig toll! Ich nehme an es ist das 50gr. Sylnylon von Extex als Aussenmaterial verwendet worden. Warum nicht das leichtere 40gr. 6.6 mit ähnlichen Eigenschaften? Ging es da nur um die Farbe? Ich frage nur deshalb, weil ich mir das 40gr Gewebe für ein Tarpprojekt ausgesucht hatte und jetzt doch wieder unsicher geworden bin.🤔🤔

    Edit: hatte den ersten Spoiler übersehen 😖 Wo ist das 45gr. Material her…..?

  • Warum nicht das leichtere 40gr. 6.6 mit ähnlichen Eigenschaften? Ging es da nur um die Farbe? Ich frage nur deshalb, weil ich mir das 40gr Gewebe für ein Tarpprojekt ausgesucht hatte und jetzt doch wieder unsicher geworden bin.🤔🤔

    Ich hatte das 40g 30d Silnylon bei diesem Zelt verwendet und bin damit nach wie vor total zufrieden. Das ist ein unglaublich guter Stoff, finde ich. Ich denke aber auch, dass bei Kuppelzelten Silpoly aufgrund der nicht vorhandenen Dehnung bei Nässe einen kleinen Vorteil bringt. Und ja, die Farbe war auch ein wichtiger Grund ^^ Das 30d Silpoly findest du hier.

  • Da ich die Clips wieder entfernen und das Zelt deswegen noch einmal komplett auftrennen musste

    D.h. du hast die Kappnaht die die Teile verbindet zwei Mal vernäht. Es sind also doppelt Löcher im Material. Befürchtest du nicht das die Nähte deshalb deutlich geschwächt sind? Wenn mal Sturm und richtig Zug auf die Nähte kommt ...

    Generell ein super Zelt geworden. Ohne Schnickschnack, zwei Eingänge, Top :)

    Du sagtest bei der Variante mit den Clipsen kam keine Spannung auf die Konstruktion, hm, hättest du dazu nicht einfach nur die Stangen verlängern müssen?

    Das schwierigste bei nem Kuppelzelt stelle ich mir das korrekte Ausmessen der Stoffteile vor. Bei nem Tarp, flatt mit 4 Ecken, da kann man nix falsch machen, bei ner Kuppel, nach oben verjüngend, gekrümmt, hm, deshalb hab ich mich noch nicht ran getraut ... allein deswegen Respekt für deine prima Umsetzung !!

    Hab ne Schraube locker, so hat das Leben etwas Spiel

  • Es ist ein 20d Material, hier ist der Link.

    Warum hast du dich für dieses Material als Zeltboden entschieden? Schätzt du das als stabil genug für eine Verwendung ohne Zeltunterlage ein oder verwendest du sowieso eine Unterlage? Ich mag ja Unterlagen eher nicht und würde wahrscheinlich ein dickeres Material bevorzugen. 20D Poly/PU ist ja schon eher zart im Nehmen.

  • D.h. du hast die Kappnaht die die Teile verbindet zwei Mal vernäht. Es sind also doppelt Löcher im Material. Befürchtest du nicht das die Nähte deshalb deutlich geschwächt sind? Wenn mal Sturm und richtig Zug auf die Nähte kommt ...

    Tatsächlich habe ich da gar keine Bedenken. Bei Stoffen drückt die Nadel idealerweise eher die einzelnen Fasern zur Seite und beschädigt sie nicht. Das kann man auch bei Silpoly sehen, wenn man mit dem Finger über ein Loch reibt, dann verschieben sich die Fasern wieder und das Loch verschwindet (auch ein großes Loch durch einen Bleistift z.B. verschwindet wieder). Ich denke, mit Microtexnadeln und gerade wenn die Nadel schon etwas beschädigt ist, funktioniert das nicht immer so gut, aber ich glaube, dass das noch in Ordnung ist, wenn man zweimal näht :) Außdem geht eine Naht dort durch 9 Lagen Stoff, das ist schon sehr stabil.

    Du sagtest bei der Variante mit den Clipsen kam keine Spannung auf die Konstruktion, hm, hättest du dazu nicht einfach nur die Stangen verlängern müssen?

    Das Problem wurde schlimmer, je länger die Stangen wurden. Also die Spannung ist dann im oberen Teil sehr stark, aber die Gestängeenden ziehen sich quasi Richtung Zeltmitte. Dadurch verliert der Saum komplett an Spannung. Ich muss zugeben, dass ich echt nicht verstanden habe, warum sich Clips da so anders verhalten.

    Das schwierigste bei nem Kuppelzelt stelle ich mir das korrekte Ausmessen der Stoffteile vor. Bei nem Tarp, flatt mit 4 Ecken, da kann man nix falsch machen, bei ner Kuppel, nach oben verjüngend, gekrümmt, hm, deshalb hab ich mich noch nicht ran getraut ... allein deswegen Respekt für deine prima Umsetzung !!

    Danke dir :) Bei ersten mal habe ich noch die Stangen ausgemessen und dann in Sketchup ein Modell gebaut, was sehr mühsam war. Für dieses Zelt habe ich diesmal ein Python Script zur Berechnung Flächen geschrieben, basierend auf einem Script für die Gestängebögen, das ich auf reddit gefunden hatte. Wenn es dich interessiert, kann ich den Link zu dem reddit Post gerne mal raussuchen (oder den Code teilen). Ansonsten ist aber http://www.flusslinie.de/ eine super Infoquelle, dort gibt es auch ein Spreadsheet für Kuppelzelte.

    Warum hast du dich für dieses Material als Zeltboden entschieden? Schätzt du das als stabil genug für eine Verwendung ohne Zeltunterlage ein oder verwendest du sowieso eine Unterlage? Ich mag ja Unterlagen eher nicht und würde wahrscheinlich ein dickeres Material bevorzugen. 20D Poly/PU ist ja schon eher zart im Nehmen.

    Es war für mich der beste Kompromiss aus Gewicht, Preis und Funktion. DCF 34g/m² war raus weil zu teuer und ich wollte gerne einen Boden haben, der nicht rutschig ist. Beim ersten Zelt hatte ich Silpoly PU4000 von adventurexpert benutzt (auch 20d) und bin bis jetzt sehr zufrieden damit. Es wiegt aber 55g/m² und mit dem neuen Stoff kann ich 31g sparen.

    Eine Zeltunterlage nutze ich nie. Ich finde, der Zeltboden ist einfach ein Verbrauchsgegenstand, den man flicken kann. Aber wie gesagt, mit dem 20d Silpoly PU4000 hatte ich bis jetzt (in 5 Jahren) keine Probleme :)

  • ür dieses Zelt habe ich diesmal ein Python Script zur Berechnung Flächen geschrieben, basierend auf einem Script für die Gestängebögen, das ich auf reddit gefunden hatte. Wenn es dich interessiert, kann ich den Link zu dem reddit Post gerne mal raussuchen

    Das Script auf reddit würde mich natürlich interessieren, kann mir sicher helfen, selber bin ich leider so ein "unglaubliches Mathe Ass", ähm, njaa.
    Die Berechnungsscripte von Flusslinie kenne ich bereits, sehr gut.

    Ich muss zugeben, dass ich echt nicht verstanden habe, warum sich Clips da so anders verhalten.

    Die Clipsversion bzw. Schnurversion sieht zunächst gefühlt deutlich einfacher aus als die Schlauchvariante. Vor allem der Aufbau bei Sturm ist mit Schläuchen schon etwas Quäleriei und man muss sehr aufpassen das es keinen Stangenbruch gibt. Diese Gefahr wäre mit Klipsen/Schnur kein Thema mehr.
    Das es nicht geklappt hat könnte vielleicht daran liegen das Schläuche den Zug ganzflächig auf das Zeltmaterial/Nähte verteilen, also ganzflächig für Spannung sorgen. Klipse hingegen "ziehen" immer nur dort wo eben diese am Zeltstoff befestigt sind?

    Hab ne Schraube locker, so hat das Leben etwas Spiel

  • Das Script auf reddit würde mich natürlich interessieren, kann mir sicher helfen, selber bin ich leider so ein "unglaubliches Mathe Ass", ähm, njaa.

    Sharing some Python code to compute tent pole curvatures

    Die Clipsversion bzw. Schnurversion sieht zunächst gefühlt deutlich einfacher aus als die Schlauchvariante. Vor allem der Aufbau bei Sturm ist mit Schläuchen schon etwas Quäleriei und man muss sehr aufpassen das es keinen Stangenbruch gibt. Diese Gefahr wäre mit Klipsen/Schnur kein Thema mehr.

    Das war auch ursprünglich mein Wunsch, dass der Aufbau einfacher wird :)

  • Eine Frage, wie hast du das Foto vom Innenzelt von oben erstellt? Mit so wenig Verzug?

    Mit meinen Handy kann ich irgendwie auf 0,5 zoomen und dann hat der Bildausschnitt gerade so gepasst, wenn ich es oben ins Innenzelt gehalten habe ^^

    Sollte meine Handy auch können, aber da habe viel Verzug, und irgendwie noch immer meine Beine/Füsse auf den Aufnahmen... Muss wohl am Benutzer liegen. 😃

    Danke für die Antwort


  • Sollte meine Handy auch können, aber da habe viel Verzug, und irgendwie noch immer meine Beine/Füsse auf den Aufnahmen... Muss wohl am Benutzer liegen. 😃

    Irgendwas wird da sicher gerade gerechnet, damit es weniger Verzug gibt, aber meine Schuhe sind ja auch noch zu sehen ^^

  • Also erstmal Hut ab - das Zelt ist hammergut geworden. Es sieht auch noch superschön aus.

    Zitat

    Da ich die Clips wieder entfernen und das Zelt deswegen noch einmal komplett auftrennen musste....

    Hm, das ist tatsächlich nochmal ein Grund mehr erst einmal die Kappnähte an den Aussenzelten fertig zu stellen und dann dort in der Mitte der Naht, dort wo der Stoff vierlagig liegt, den Gestängekanal oder sonstiges Gestängebefestigungsgerödel aufzunähen. Ich meine das das dann auch stabiler ist. In deinem Fall hättest du dann nur die Clipse und Stangentaschen abnehmen müssen und dann deine neuen Gestängekanäle aufnähen müssen. Nachteil meiner Methode ist die Optik: Die Unterkante des Gestängekanals z. B. ist eben nicht schnieke in der Kappnaht versteckt, sondern sitzt oben auf.

    Das Problem wurde schlimmer, je länger die Stangen wurden. Also die Spannung ist dann im oberen Teil sehr stark, aber die Gestängeenden ziehen sich quasi Richtung Zeltmitte. Dadurch verliert der Saum komplett an Spannung. Ich muss zugeben, dass ich echt nicht verstanden habe, warum sich Clips da so anders verhalten.

    Hm, das ist in der Tat ein seltsames Verhalten. Vielleicht waren deine kurzen Stangentaschen oben zu weit, so konnte sich das Gestänge da ausbeulen und eine komische Form annehmen. Eigentlich sollte die Stange ja durch die Stoffspannung komplett in die Form der Zeltkante gezwungen werden.

    Ich weis du kannst es kaum mehr hören;), aber hier wäre eine Zickzackschnur nochmal um einiges einfacher gewesen. Man hätte mit der Länge der Zickzackschnur die Distanz Stange und Aussenzeltkante nachträglich noch etwas verändern können.

    Es würde mich interessieren wie die Verstärkungen an den Gestängeenden aus Ultra sich im Laufe der Zeit machen. Ich habe das damals immer aus mehreren Lagen Cordura gebaut und das hat dann immer gerade so gehalten war aber weder elegant noch leicht.

  • Hm, das ist tatsächlich nochmal ein Grund mehr erst einmal die Kappnähte an den Aussenzelten fertig zu stellen und dann dort in der Mitte der Naht, dort wo der Stoff vierlagig liegt, den Gestängekanal oder sonstiges Gestängebefestigungsgerödel aufzunähen. Ich meine das das dann auch stabiler ist. In deinem Fall hättest du dann nur die Clipse und Stangentaschen abnehmen müssen und dann deine neuen Gestängekanäle aufnähen müssen. Nachteil meiner Methode ist die Optik: Die Unterkante des Gestängekanals z. B. ist eben nicht schnieke in der Kappnaht versteckt, sondern sitzt oben auf.

    Da bin ich voll bei dir und würde das auch jedem empfehlen, wenn der Schnitt noch nicht ausprobiert wurde. Ich war da etwas zu überzeugt von meinem Schnittmuster ^^ Ich glaube, beide Varianten sind im Prinzip gleich stabil. Ein weiterer Vorteil vom direkt Zusammennähen wäre für mich, dass es weniger Zeitaufwendig ist (da weniger Nähte).

    Hm, das ist in der Tat ein seltsames Verhalten. Vielleicht waren deine kurzen Stangentaschen oben zu weit, so konnte sich das Gestänge da ausbeulen und eine komische Form annehmen. Eigentlich sollte die Stange ja durch die Stoffspannung komplett in die Form der Zeltkante gezwungen werden.

    Ich weis du kannst es kaum mehr hören ;) , aber hier wäre eine Zickzackschnur nochmal um einiges einfacher gewesen. Man hätte mit der Länge der Zickzackschnur die Distanz Stange und Aussenzeltkante nachträglich noch etwas verändern können.

    ... ich muss wohl noch ein Zeltprojekt anfangen, um das mit der Schnur auszuprobieren. Das klingt schon sehr komfortabel in der Benutzung!

    Es würde mich interessieren wie die Verstärkungen an den Gestängeenden aus Ultra sich im Laufe der Zeit machen. Ich habe das damals immer aus mehreren Lagen Cordura gebaut und das hat dann immer gerade so gehalten war aber weder elegant noch leicht.

    Ich bin auch sehr gespannt. Die Übergänge zwischen Silnylon und dem aufgenähten Ultra bilden ja schon auch "harte" Kanten, die eventuell durch das Einschieben der Stangen mehr Abnutzung erfahren. Mal schauen :)

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