Nordisk Lofoten - Hub für alle Infos

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  • die Stangen verlaufen , wie beim Lofoten auch durch Tunnel

    Nein. Lies die Aufbauanleitung und/oder schau das Video auf der verlinkten Seite.

    Das ist aber hier im Thread auch keine Neuigkeit. Aus Post 2:

    Warum keine der Alternativen (Terra NovaLaser Pulse, Vango F10 Neon UL 1)?

    Bei beiden sind die Gestänge-Elemente länger und werden mittels frickeligem Klett befestigt, was den Aufbau signifikant kompliziert. Bei beiden hängt die geöffnete Innentür im Dreck wenn sie nicht befestigt wird, sie brauchen mehr Heringe etc.

    Schon ein oberflächlicher Vergleich liess beide für mich als deutlich unterlegen ausscheiden.

  • Hallo zusammen,

    Ich ergänze hier meine eigenen Erfahrungen, da auch ich das Nordisk Lofoten sieben Jahre lang genutzt habe.

    Ich habe es mir direkt zu seiner Markteinführung im Frühjahr 2017 gekauft. Geringes Gewicht, kleines Packmaß und doppelwandige Konstruktion waren damals die entscheidenden Gründe für mich. Ich bin Wanderer, kein Radfahrer, unterwegs im wärmeren Halbjahr und meist auf offiziellen Campingplätzen über Nacht. Angesichts meiner überschaubaren Körpermaße (170 cm, 59 kg) war der geringe Platz im Inneren kein Hindernis.

    Innen- und Außenzelt habe ich immer zusammen gelassen (352 g), dazu die Hauptstange (129 g) und die kleine Stange für das Fußende (18 g). Die separate Tarpstange habe ich nicht verwendet. Als Heringe waren mir die großen von Nordisk zu schwer, die kleinen „Zahnstocher“ zu fragil, also habe ich welche von Gram-Counter Gear genutzt (fünf Stück à 4 g). Dazu eine zurechtgeschnittene Plane aus Tyvek hardstructure (84 g), um den Zeltboden zu schützen. Mit wasserdichtem Packsack betrug das Gesamtgewicht unterwegs somit 615 g. Das Packmaß war so angenehm klein, dass selbst für mehrtägige Touren – ohne Kochausrüstung – ein kleiner 20 l-Rucksack (124 g) reichte.

    Den Zeltaufbau fand ich grundsätzlich total einfach, auch wenn ich von den zwei Minuten des Herstellers ein Stück entfernt war. Allerdings habe ich das Zelt nie an allen Seiten gleichzeitig schön straff gespannt bekommen, was aber durchaus an mir liegen mag. Auch das Innenzelt, das auf den Herstellerfotos so schön schnurgerade gespannt ist, hing bei mir immer ein ganzes Stück durch. So sehr, dass ich das Zelt nach Rücksprache mit dem Kundenservice sogar an den Hersteller geschickt habe, der aber keinen Fehler entdeckte und es auf seinen mir dazu individuell zugeschickten Aufbaufotos auch nicht besser hingekriegt hat. Dieses etwas durchhängende Innenzelt führte dazu, dass selbst bei meinen geringen Körpermaßen, einer Thermarest Neoair Xlite Women’s (168 cm) und einem dünnen Schlafsack (Pajak Radical ULZ) dessen Fußende stets großflächig das Innenzelt berührte. Und bei etwas Wind war das Außenzelt schnell am Innenzelt dran, so dass mein Schlafsack immer wieder feucht wurde. Bei trockenen, milden Bedingungen war das natürlich nicht der Fall (Kontakt ja, Feuchtigkeit nein), aber sobald es kühler war und/oder ich in der Nähe von Gewässern geschlafen habe, war das Außenzelt (und damit an zahlreichen Stellen auch das Innenzelt, und damit dann auch mein Schlafsack) ziemlich feucht. Aufgrund des nachgebenden Außenmaterials hing das gesamte Zelt dann noch weiter durch, Nachspannen vor dem Schlafengehen und in der Nacht (Toilettengang) konnten aber etwas Abhilfe schaffen. Doch auch nach dem Trockenwischen am Morgen musste ich das Zelt regelmäßig nahezu klitschnass einpacken – und dann beim Aufbau am Abend als Erstes erneut trocken wischen. Das mag akzeptabel sein, aber angenehm ist etwas anderes. Und dieses Feuchtigkeitsproblem wäre noch viel größer gewesen, wenn das Zelt nachts öfter mal einen längeren, stärkeren Regen abbekommen hätte, was aber so gut wie nie der Fall war. Oder wenn ich beim erneuten Trockenwischen beim abendlichen Aufbau nicht fast immer trockene Bedingungen gehabt hätte, wo ich es dann schön offen lassen und zusätzlich an der Luft trocknen lassen konnte.

    Kurzum: Ich habe es vor anderthalb Jahren verkauft und bin auf ein gebrauchtes Zpacks Plexamid umgestiegen; Wanderstöcke habe ich sowieso immer dabei. Hier komme ich nun trotz doppelt so vieler Heringe auf nur noch 439 g Trailgewicht, habe deutlich mehr Platz, das Zelt steht überall straff abgespannt und bleibt das auch beim längerem Regen oder sonstiger Feuchtigkeit, und es kann nach dem morgendlichen Abwischen – soweit das notwendig ist – deutlich trockener eingepackt werden als das Nordisk Lofoten. - Unerreichte Vorteile des Nordisk Lofoten gegenüber dem Plexamid sind jedoch 1.) die Wärme im Inneren (das Lofoten ist kleiner, doppelwandig und dabei fast ausschließlich Solid Inner statt nur Mesh Inner) und 2.) das Packmaß (das Plexamid ist aus DCF und damit voluminöser).

    Eichkatz Ich freu mich, dass Du für Dich eine so gute Lösung mit dem Lofoten gefunden und es mit eigenen Anpassungen noch optimiert hast. Für Bikepacker (= ohne Trekkingstöcke) sieht der Fall natürlich anders aus als bei mir. Danke für Deine Erfahrungen und diesen Threat.

    RaulDuke Ich hoffe, dass sich das Zelt auch für Dich als die richtige Lösung herausstellt - viel Erfolg!

    Ultraleichte Grüße
    UL-MUC

  • Danke UL-MUC !

    Bei mir wäre es nicht sooo schlimm, wenn es mir nix taugt.

    Ich bin zwar nicht reich, habe aber doch, zum Glück, recht viel Geld zur Verfügung.

    Wenn es mir nicht gefallen sollte, werde ich es hier im Forum und beim Kleinanzeiger zum Verkauf anbieten. Erfahrungsgemäß, bekommt man wirklich neuwertige Zelt mit maximal 100€ Verlust wieder verkauft. Das ist es mir wert, da ich tatsächlich schon seit Beginn meiner UL Zeit immer mal wieder darüber nachgedacht habe, es mir zu zu legen.

    Klasse wäre es natürlich gewesen, mir das Zelt auf dem bevorstehenden Forumstreffen, auf Burg Ludwigsstein, einmal anzuschauen.

    Aber erstens habe ich da keine Zeit und zweitens gäbe es da dieses Sonderangebot garantiert nicht mehr…

  • Danke für deinen Bericht MUC.

    Trotzdem mal eine kritische Nachfrage:

    Dein Zelt hat offenbar einen Produktionsfehler, den Nordisk aber abstreitet, und Du reichst danach die "faule Banane" an den nächsten Unbedarften weiter indem Du es weiterverkaufst?

    Oder hab ich da irgendwas falsch verstanden?

    Ich habe das Nordisk in der 2-Personen - Variante begutachtet und mich mal reingelegt, natürlich war es nicht stundenlang aufgebaut, aber durchgehangen ist da nichts, im Gegenteil, alles schön sauber... Daher irritiert mich dein Bericht dann doch ein wenig muss ich sagen...

  • Hallo, Maxi88 !

    Danke für Deine Nachfrage. Aber ich glaube, es lag kein Produktionsfehler vor. Sonst hätte Nordisk sicher ohne Umstände das Innenzelt ersetzt (deren Service ist in der Regel recht kulant). Die Herstellerfotos sind natürlich immer perfekt, da ist alles schnurgerade und picobello - beim realen Aufbau durch Amateur-Anwender ist das eben nicht ganz so. Und bei dem begrenzten Innenraum des Nordisk Lofoten reicht eben dieses bisschen Durchhängen aus, um meine beschriebenen Nachteile zu verursachen. Beim Verkauf habe ich natürlich auf diesen Umstand hingewiesen und das Innenzelt auch entsprechend fotografiert.

    Ultraleichte Grüße
    UL-MUC

  • Hallo, Maxi88 !

    Danke für Deine Nachfrage. Aber ich glaube, es lag kein Produktionsfehler vor. Sonst hätte Nordisk sicher ohne Umstände das Innenzelt ersetzt (deren Service ist in der Regel recht kulant). Die Herstellerfotos sind natürlich immer perfekt, da ist alles schnurgerade und picobello - beim realen Aufbau durch Amateur-Anwender ist das eben nicht ganz so. Und bei dem begrenzten Innenraum des Nordisk Lofoten reicht eben dieses bisschen Durchhängen aus, um meine beschriebenen Nachteile zu verursachen. Beim Verkauf habe ich natürlich auf diesen Umstand hingewiesen und das Innenzelt auch entsprechend fotografiert.

    Ultraleichte Grüße
    UL-MUC

    Okay danke für die Klarstellung.

    Hattest Du die ein - oder die zwei Personen Variante des Lofoten besessen?

  • Alter Schwede, das ist aber ein Schlafsarg, hahahahaha!

    Gerade das erste mal aufgebaut und reingekrochen.

    Die hier vavorisierte Methode, zur „Einkehr“, muß ich wohl noch üben. Bin vorwärts, halb bäuchlings hinein gekrabbelt. Ging aber auch!

    Wie man das allerdings bei strömendem Regen machen soll…?

    Übung macht den Meister!

    Werde das Dingen auf jeden Fall erstmal behalten und auf meine nächste Tour mitnehmen, vorausgesetzt da ist schönes Wetter angesagt.

    „Witzig“ ist, das die Schlafkabine so beengt ist, das man seine Füße, im Quilt, gar nicht sehen kann… Ist halt wirklich nur eine Mischung aus Zelt und Bivi. Gut finde ich, das die Zeltbahn am Kopfende so steil ist. Ich mag es ja gar nicht, wenn einem das Zelt so direkt im Gesicht „hängt“.

    Heute Nacht werde ich probe schlafen, bei prognostizierten -1 Grad.

    1/8 Inch Eva, Neoair Womans (R5,4), Cumulus 450er Quilt mit 50g Overfill, Merino Shirt, 10Grams Polartec Alpha Hoodie, Puffy für den Notfall, Liod Lange U-Hose und dicken Socken.

    Mal sehen, wie es sich schlägt! Bin echt gespannt, ob sich die Minischlafkabine gut „aufheizt“. Das ist ja auch ein Kaufkriterium, ob ich bei mittleren Temperaturen mit meinem altersschwachen WM Nanolite Quilt temperaturtechnisch hinkomme. Das wäre nämlich ein Packmaß Gewinn.

    Ein Rätsel ist mir, wie schlecht viele Youtuber dieses Zelt aufbauen. Bei den meisten hängt es überall durch. Ich habe beim ersten Aufbau keine 5 Minuten gebraucht und das Zelt steht wie ne 1!

    Habe es auf einer Malerfolie aufgebaut, da ich es ja hätte zurück schicken wollen, falls mir der erste Eindruck schon missfallen hätte.

  • Wärme. Doppelwandige Zelte sind wärmer, kleinere Zelte auch. Ein wärmeres Zelt erlaubt einen kühleren Schlafsack, der wiederum leichter ist und ein geringeres Packmaß hat. Die beiden Primär-Aspekte werden also noch verstärkt.

    Dahingehend habe ich beim Forumstreffen 2026 etwas Daten gesammelt:

    Eichkatz
    15. Februar 2026 um 16:50

    (die normale Link-Funktion tut für mich gerade nicht)

  • Eichkatz

    Sag mal, ich habe gerade keine Lust, 4 Seiten nochmal durchzulesen um zu gucken, ob diese Frage schon gestellt/beantwortet wurde.

    Muss man bei dem Zelt eigentlich die Nähte versiegeln, oder sind die getaped?

    Wenn ja, welchen Nahtdichter hast du genommen?

    Im blauen Forum ist jemand, der heisst dort genauso wie du hier, und der empfiehlt dort immer die Suchfunktion 🤓🙈😇

    (DuckUndWeg)

  • Eichkatz

    Muss man bei dem Zelt eigentlich die Nähte versiegeln, oder sind die getaped?

    Sie sind nicht getaped, ich habe sie aber auch nicht versiegelt. Ich habe auch von niemand anderem gelesen, der es gemacht hätte.

    100 % Meinung: Mir scheint das auch eher so eine amerikanische Cottage-Unart zu sein, sich mit sowas beschäftigen zu müssen. Auch wenn das Lofoten ob seiner Abmessungen und Stoffdicke Spielzeug-Assoziationen weckt ist es halt schon für den echten Einsatz gebaut.

  • Hallo zusammen!

    Ich bin auf dieses informative Topic gestossen nachdem ich ein wenig bzgl des Lofoten 1 recherchiert habe.

    Ich habe, nachdem ich da jetzt ne ganze Weile drum rum geschlichen bin, ein Lofoten 1 gekauft - ich möchte es auf langen mehrtägigen Radtouren mitnehmen als "Biwak deluxe". Ich hatte bisher ein Naturehike 1 Pers Zelt dabei, Preis/Leistung TOP - Gewicht, Packmass auch top. Fand es aber dann doch etwas zu gross um es als reines Notfallzelt dabei zu haben. Schön ist, dass man drin sitzen kann, also für eine Bikepacking Tour mit Zeltplätzen die beste Wahl. Ein reiner Biwaksack ist mir aber zu spartanisch wobei man sich damit gut in das Bushaltestellenwartehäusschen hauen kann, das geht mit dem nicht selbsttragenden Lofoten natürlich wiederum alles nicht.

    Ein paar Punkte beschäftigen mich:

    - Ich habe nun die 1 Personen Version gekauft da ich den Platz vor dem Innenzelt reizvoll finde um Radschuhe, Taschen etc abzulegen, frage mich aber, ob die 2 Personen Version nicht die bessere Idee ist da man innen dann mehr Platz hat und seinen Kruscht mit rein nehmen kann.

    - Ich weiss nicht, ob der Zeltboden wirklich haltbar ist wenn man das Zelt im dunkeln irgendwo aufschlägt und sich möglicherweise Ästchen, Steinchen etc in der Wiese befinden. Der Topicstarter Eichkatz hat offenbar eine selbst gebaute Unterlage im Einsatz. Ich habe dazu bisher aber keine näheren Details gefunden. Darf ich fragen wie die Unterlage konstruiert ist? Kann sie am Zelt verbleiben beim Abbau und verpacken?

    - Die von Nordisk erhältliche Unterlage ist ja relativ teuer und auch recht schwer. Evtl ist es eine gute Idee sich einfach was aus Tyvek zuzuschneiden..

    - Offenbar ist das Lofoten 1 nicht mehr lieferbar - ich hatte es erst bei Camping Wagner vorbestellt und es hiess dann, dass der Hersteller gemeldet habe, dass das Zelt nicht mehr lieferbar sei ..?


    Viele Grüsse!

  • Ein paar Punkte beschäftigen mich:

    - Ich habe nun die 1 Personen Version gekauft da ich den Platz vor dem Innenzelt reizvoll finde um Radschuhe, Taschen etc abzulegen, frage mich aber, ob die 2 Personen Version nicht die bessere Idee ist da man innen dann mehr Platz hat und seinen Kruscht mit rein nehmen kann.

    - Ich weiss nicht, ob der Zeltboden wirklich haltbar ist wenn man das Zelt im dunkeln irgendwo aufschlägt und sich möglicherweise Ästchen, Steinchen etc in der Wiese befinden. Der Topicstarter Eichkatz hat offenbar eine selbst gebaute Unterlage im Einsatz. Ich habe dazu bisher aber keine näheren Details gefunden. Darf ich fragen wie die Unterlage konstruiert ist? Kann sie am Zelt verbleiben beim Abbau und verpacken?

    - Die von Nordisk erhältliche Unterlage ist ja relativ teuer und auch recht schwer. Evtl ist es eine gute Idee sich einfach was aus Tyvek zuzuschneiden..

    - Offenbar ist das Lofoten 1 nicht mehr lieferbar - ich hatte es erst bei Camping Wagner vorbestellt und es hiess dann, dass der Hersteller gemeldet habe, dass das Zelt nicht mehr lieferbar sei ..?

    Willkommen 😀

    1 vs 2 Personen Version:

    Ich habe meine Überlegungen dazu ja oben beschrieben. Bisher haben sie sich bestätigt.


    Unterlage:

    Ja, ist eine gute Idee, finde ich. Khyal im blauen Forum hatte es mal gut beschrieben: Bei den modernen Ultraleicht-Zelten verlagert sich der Verschleiss vom Boden auf den Footprint.

    Meine kann dranbleiben, wie weiter oben ja schon geschrieben. Gelöst ist das mit Elastikkordel & kleinen Karabinern. Ich mache heute mal ein Detailbild der Befestigung und poste es.

    Hier ein paar Detailbilder:


    Tyvek (Hardstructure) ist der Klassiker: Günstig & robust, halbwegs leicht, kann mit einer Schere sehr einfach zugeschnitten werden. Vom Packmaß habe ich keine Ahnung, es wird aber etwas größer sein als Silpoly oder Silnylon.
    Mir wäre es zu frickelig, das Ding hinzulegen, gegen evt Wind zu sichern, gezwungen zu sein das Zelt genau darüber aufzubauen (manchmal geht der Hering an einer Stelle nicht rein) und am Schluss zurecht zu ziehen.

    Aber vielleicht willst dich du ja an einer Kombi aus Tyvek und meiner Befestigung probieren. Oder du machst nur Schlaufen für die Heringe wie beim Nordisk Original-Footprint. Den finde ich übrigens sehr realistisch bepreist und er ist mit 70d äußerst robust.


    Lieferbarkeit:

    Zwischenzeitlich sah es mal so aus, als wäre es aus dem Programm genommen. Bei Nordisk selbst ist das ULW 1 allerdings aktuell in grün wieder lieferbar.

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