Grenzen & Möglichkeiten von "ultraleichten" sheltern

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  • ...wenn man das Zelt schon nicht mehr aufgestellt bekommt, kann man die Plane wenigstens als Biwaksack/Windschutz gebrauchen. So kann man auch längere Zeit zumindest überleben; komfortabel ist aber anders!

    Schon mal gemacht? ;)

    Jep, musste schon mal so Notbiwakieren.....! War erstaunlich warm aber schwitzig, trotzdem ich versucht hatte mit einigen Gegenständen Abstand zum Körper zu schaffen. Die Probleme gleichen halt denen im Biwacksack.

    Einmal editiert, zuletzt von Sleipnir (18. September 2025 um 09:23)

  • Und, wie war die Nacht?

    ...wenig erholsam wegen der Lautstärke und der begrenzten Räumlichkeit. Ich hatte auch ständig die Befürchtung zu wenig Sauerstoff zu bekommen. Dadurch waren die Schlafphasen recht kurz, aber es war wenigstens nicht kalt. Wir hatten übrigens vorher in Windspitzen bis zu zehn Beaufort gemessen.

  • Hm, ich nehme an, dass Ihr über alle Möglichkeiten der Aufbauhilfe beim Unna nachgedacht habt?
    z.B. Je, eine Person pro Stange als Support bis alles abgespannt ist.

    Der Nachteil beim VE24 ist, dass man nicht wie beim Unna die Stangen komplett am Boden einfädeln kann.
    Aber wenn es erstmal abgespannt ist, steht es ganz ordentlich im Wind.

  • Es sei denn, es fliegt komplett davon ^^

    https://youtu.be/vf1phMabXo8?si=GQ4lk2x3khUn4Gwy

    Wow, spannende Geschichte. Es begann wohl alles mit den Heringen die nicht hielten. Zum Glück war er ansonsten wohl gut ausgerüstet.

    Vielleicht muss man da noch an einen Biwaksack und eine Schutzbrille denken. Ab einer gewissen Windstärke tränen mir nur noch die Augen. Und bei dem Wind tun die Regentropfen wohl schon weh.

  • Hm, ich nehme an, dass Ihr über alle Möglichkeiten der Aufbauhilfe beim Unna nachgedacht habt?
    z.B. Je, eine Person pro Stange als Support bis alles abgespannt ist.

    Der Nachteil beim VE24 ist, dass man nicht wie beim Unna die Stangen komplett am Boden einfädeln kann.
    Aber wenn es erstmal abgespannt ist, steht es ganz ordentlich im Wind.

    Wir haben trotz Vorfixierung am Boden schon zu zweit die Stangen eingeführt, um sie überhaupt in die Kanäle zu bekommen. Mit dem peitschenden Regen ist da natürlich auch einiges an Fremdmaterialien mit eingewandert, was an den Stangen klebte und für zusätzliche Probleme gesorgt hat. Der erste Aufrichtversuch mit Abspannen durch eine zweite Person hat bei der ersten heftigeren Böe für ein fast flaches Zelt gesorgt.=O Ich habe das dann aus Sorge um das Zelt kein zweites mal probiert. Es hat schon seinen Grund warum beim Soulo und Nortent Vern1 auf eine Lösung mit Klipsen gesetzt wird.

    Das VE24 wäre kaum besser dran gewesen, zudem wahrscheinlich klatschnass, da hier "Inner First" gilt. Bei den Bedingungen hätte ich es mit einem UL-Zelt auch nicht ausprobieren wollen. Zum Glück halten solche Naturgewalten ja nicht ewig an, sondern in dem Fall nur vier Stunden. Bei den nachfolgenden starken Regenfällen sind wir aber trotzdem bis zum Morgen da geblieben wo wir waren.

  • Es hat schon seinen Grund warum beim Soulo und Nortent Vern1 auf eine Lösung mit Klipsen gesetzt wird.

    Vernünftig gebaute Clips sind unter solchen Bedingungen Gold wert!

    Zum Glück halten solche Naturgewalten ja nicht ewig an, sondern in dem Fall nur vier Stunden.

    Bei mir waren es ein Tag zunehmender Sturm, ein Tag Orkan und ein Tag mit abnehmender Sturm. Selbst wenn ich gewollt hätte, wäre ich von der Schäreninsel nicht heruntergekommen, da alle Anlandestellen komplett vereist waren. Auf dem rundgeschliffenen Fels wäre ich selbst 5 Meter vor der Kante haltlos ins Wasser geschlittert.

  • Das eine führt zum anderen ...

    Jeder, der schon einmal einen richtigen Sturm draußen miterlebt hat, sieht ul-shelter mit anderen Augen.

    Wenn ich Stoffe für meine Tarps teste, schaue ich mir besonders den Stretch in der diagonalen Webrichtung an. Das ist bei einem Tarp natürlich viel einfacher zu erkennen als bei einem differenzierten Zeltschnitt. Trotzdem habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, ein stramm angespanntes Zelt / Tarp im trockenen und nassen Zustand flächig einzudrücken. Damit bekomme ich einen halbwegs realistischen Eindruck von der Bewegung im shelter, wie gut die Statik hält und ob die Abspannungen wirklich den Stand verbessern.

    Auch andere kleine Nebeneffekte sind dabei zu beobachten, wie sich z.B. Kondenswasser im Zelt in Spray verwandelt und wirklich alles durchnässen kann ...

    Einmal am Six Moon Designs, Orbiter und Lunar Duo gerüttelt.

    Das Duo war zugebender Maßen auch suboptimal aufgebaut.

    Für mich schließt sich der Kreis zum Beitrag #6, indem ich einem Zelt mehr zutraue, als was es leisten kann.

  • Zitat

    Das eine führt zum anderen ...

    Jeder, der schon einmal einen richtigen Sturm draußen miterlebt hat, sieht ul-shelter mit anderen Augen.

    Das sehe ich ganz genauso. Deshalb ziehe ich auf längeren Touren auch mit dem Luxe-F6 und Myog-Stange los. Das hat schon heftige Winde im Fjäll gemeistert. Eingefleischte UL-Puristen würden mich dafür zwar steinigen, aber mir ist es den Komfort und Sicherheitsgewinn wert. Solch ein Zelt in haltbarer Sil-Poly Ausführung könnte mein nächstes werden.

    Auf Seekajaktouren schwöre ich mittlerweile auf das Nortent Vern-1 . Das muß ich ja nicht schleppen.....8o

  • Zitat

    Das eine führt zum anderen ...

    Jeder, der schon einmal einen richtigen Sturm draußen miterlebt hat, sieht ul-shelter mit anderen Augen.

    Das sehe ich ganz genauso. Deshalb ziehe ich auf längeren Touren auch mit dem Luxe-F6 und Myog-Stange los. Das hat schon heftige Winde im Fjäll gemeistert. Eingefleischte UL-Puristen würden mich dafür zwar steinigen, aber mir ist es den Komfort und Sicherheitsgewinn wert. Solch ein Zelt in haltbarer Sil-Poly Ausführung könnte mein nächstes werden.

    Auf Seekajaktouren schwöre ich mittlerweile auf das Nortent Vern-1 . Das muß ich ja nicht schleppen.....8o

    Deswegen sehe ich das Marketing mancher "Dome"-Hersteller so kritisch. Nicht weil ich was gegen die Firma hätte, sondern weil sie das Blaue vom Himmel versprechen. Jetzt tappen die Leute damit in Island, auf den Lofoten und in Nordskandinavien damit herum. Ich erinnere an "Storm de Beul".

    Hast du das Vern1 der 1. Generation oder das neuere? In den ODS wird eins der 1. Generation verkauft. Die neuere Generation wäre mir für den Rucksack eigentlich zu schwer. Wobei "Unna" und "Soulo" ja auch getragen werden wollen. Was sein muss .....

  • Wobei ich immer noch, »Don´t pack your fears« im Sinn habe.

    Es ergibt keinen Sinn, mit derartigen Sturmbunkern unterhalb der Baumgrenze unterwegs zu sein. (Küste ausgenommen) Und selbst im alpinen Bereich kann man mit guten Tarps relativ weit kommen.
    Man sollte nur wissen, was man kann und was der Kram aushält!

  • ...ich hab die neuere Ausführung

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    .

    Mittlerweile gibt es ja für die ganz harten Fälle auch noch das Varde 1 , aber das sprengt selbst im Seekajak dann langsam das Gewichtslimit!

  • Mir ist gerade eine Modifikation von einem Knot-Tent in den Sinn gekommen:

    Um dem Wind wenig Angriffsfläche zu bieten, müsste der Aufbau so niedrig wie möglich sein. Aber dazu sollte noch genügend Liegelänge übrig bleiben, so dass man sich halbwegs liegend einrichten könnte.

    Letzte Woche ist mir eine überraschend simple Lösung mit dem 2p Firstzelt von knot aufgegangen.
    Man kann das shelter einfach mit den Sturmabspannungen am Boden fixieren.

    _DSC9223.thumb.jpg.fa87de002da7e6f313f170a36476ba87.jpg

    _DSC9225.thumb.jpg.59ffdba9361ae0e1687fc1befa1619b4.jpg

    _DSC9236.thumb.jpg.06682037ae240ee10c775542e9d3585e.jpg

    Länge von Ecke zu Ecke: 230 cm. Breite 80 cm und Stockhöhe 70 cm.

    Ich kann mich da gerade noch so rein schlängeln, habe dann aber tatsächlich eine ausreichende Liegelänge zur Verfügung. Das ist in keinster Weise eine Luxus-Lösung, aber um einen Sturm abzuwettern durchaus machbar.

    Der 20d Stoff des Flys ist natürlich nicht gerade prädestiniert, um als Bodenmaterial herzuhalten. Daher würde ich mich da nicht drauflegen wollen, sondern das fly innen eher zu Seite raffen.

    Wenn die Sturmabspannungen als Bodenfixierungen herhalten sollen, müssen diese, meiner Meinung nach verstärkt werden. Ich habe da einmal extra übergenäht und werde sehen wie gut das am Ende hält.

    _DSC9238.thumb.jpg.ec5b3a6ec4d63c64857e97b692d78597.jpg

    Hier das Firstzelt in voller Größe:

    DSC3699.jpg

    DSC33611.jpg

    DSC3751.jpg

    VG. -Wilbo-

  • Wobei ich immer noch, »Don´t pack your fears« im Sinn habe.

    Es ergibt keinen Sinn, mit derartigen Sturmbunkern unterhalb der Baumgrenze unterwegs zu sein. (Küste ausgenommen) Und selbst im alpinen Bereich kann man mit guten Tarps relativ weit kommen.
    Man sollte nur wissen, was man kann und was der Kram aushält!

    Nun, es geht ja hier um die Grenzen und den Weg dorthin.

    Ich behaupte mal, hier in Deutschland kann man das problemlos ausreizen. In den meisten Gebieten ist man doch spätestens in einer Stunde in der nächsten Ortschaft und somit auf dem Weg in eine feste Unterkunft.

    Aber der Weg scheint erstmal andersrum zu gehen. Man kommt nicht "von der sichereren Seite" mit entsprechend Reserven, sondern es wird möglichst schnell ne "PCT-Packliste" nachgekauft und das soll es dann gewesen sein. Diesen Ansatz sehe ich ja in anderen Hobbys auch. Da will der "PADI Bubblemaker" gleich mal nen Tauchgang mit Trimix auf 100 Meter machen, am besten gleich noch im Wrack oder in der Höhle.

    In machen Gegenden sollte man meiner Meinung nach etwas Respekt mitbringen. Man muss sich damit abfinden, dass man eventuell auf sich allein gestellt ist. Da ist keiner, da kommt unter Umständen auch keiner.

    Ich habe gestern noch mal das Video von Robert Klink ausgehalten. Was für ein Zirkus. Am zweiten Tag mit dem Latein am Ende. Im Juli in der Hütte das Notfeuerholz verheizen .... Und dann auch noch die "Failed-Packliste" veröffentlichen. Und die Tour dann noch als Erfolg hinstellen, naja. Ich hätte alle Mitreisenden zu ewigem Schweigen verurteilt.

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  • Es sei denn, es fliegt komplett davon ^^

    https://youtu.be/vf1phMabXo8?si=GQ4lk2x3khUn4Gwy

    Wow, spannende Geschichte. Es begann wohl alles mit den Heringen die nicht hielten. Zum Glück war er ansonsten wohl gut ausgerüstet.

    Vielleicht muss man da noch an einen Biwaksack und eine Schutzbrille denken. Ab einer gewissen Windstärke tränen mir nur noch die Augen. Und bei dem Wind tun die Regentropfen wohl schon weh.

    Regen in den Augen: Ein Buff hilft! Straff über das komplette Gesicht ziehen. Man kann durchgucken aber die Augen sind vor dem Regen geschützt. Hilft auch bei Sandsturm und zwar besser als ne normale Brille. Eine Sturmbrille hat man ja leider selten dabei wenn man nicht gerade in die Arktis geht.

    Eine Sonnenbrille mit selbstönenden Gläsern kann ich übrigens auch empfehlen. Habe ich für Tour nur noch. Bis zur Dämmerung kann ich damit noch genug sehen und die Augen sind den ganzen Tag geschützt.

  • Nice! :D Das ist ja cool.

    Reichen die unteren Seitenwände evtl. sogar als Boden?

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