Ein Tarp ist für mich so ein Sweetspot aus simpler Technik an der kaum etwas kaputt gehen kann (Robustheit), günstig in der Anschaffung, Gewicht und Fexibilität.
In DCF kostet das dann locker Mal über 400 €. Ist durch die fehlende Elastizität nicht so variabel aufbaubar und hat anscheinend eine begrenzte Lebensdauer. Da stimmt dann das Gesamtpaket IMHO nicht mehr.
Mein erstes Tarp war von Tatonka, aus Polyester, wog 900 gr. und war im Vergleich zu den Zelten der Neunziger XUL. Hatte damals die horrende Summe von um die 120 Mark gekostet. Kaputtgekriegt habe ich es nicht, wahrscheinlich ist es mir aber im Laufe der vielen Umzüge irgendwann abhanden gekommen.
Mein jetziges MYOG- Tarp aus 40d Silnylon werde ich meinen Kindern vererben. Das wiegt um die 650 gr und hat um die 50€ an Material gekostet. Gekauft sind die Silnylontarps aber immer noch meilenweit von DCF Preisen entfernt.
Ich entdecke immer mehr den Trend, das Newbies in den Foren auftauchen, die auch nach Beratung, immer noch Zelte wählen, die 1,3Kg wiegen, oder mehr… für geplante Sommertouren!
Das ist doch kein Trend, das war immer schon so
. 1,3 kg Zelte sind IMHO schon sehr leichte Zelte. Vor ein Paar Jahren war das Akto mit 1,6 kg eine Revolution. Nicht jeder möchte 500- 600 € für ein Zelt ausgeben das er dann ein- bis zweimal im Jahr nutzt. Ich kann das schon verstehen. Es hat halt mit dem Forumsnamen nichts mehr zu tun, aber den Leuten zu sagen sie sollen bei ODS fragen ist IMHO weder nett, noch notwendig.
Selbst ich als bekennender Zeltnerd habe bisher noch nichts aus DCF gebaut. Die Kombination aus fraglicher Haltbarkeit und dem sehr hohen Materialpreis lässt mich als Hobby- MYOGer davon Abstand nehmen. Für die letzten Paar 100 Gramm musst du überproportional viel bezahlen und das ist es mir einfach nicht wert.
Ich komme eigentlich aus der Bushcraftecke und habe mit Tarps angefangen. In den meisten meiner rundum geschlossenen Zelte bekomme ich latent Platzangst. Ich mag das mit den zwei bis drei Seiten geschlossen viel lieber. Meine Frau ist da aber ganz anders. Ich habe deshalb für gemeinsame Touren diese beiden Zelte gebaut. Bei beiden kann ich sehr lange, auch bei Regen, die Eingänge offen lassen.
So wie wilbo das macht, mit Aufbauhilfe geben und Probeschlafen lassen, ist das doch prima. Eventuell kann man dann doch Mal den ein oder anderen aus der Zeltfraktion dazugewinnen.
Bau mal ein 3x3 bei ein wenig Wind auf. Das ist ein Erfahrungswert.
Das stimmt schon, da hilft nur üben üben, üben. Ich finde es ganz gut dass du dich bei deinen Tarps auf eine Aufbauvariante konzentrierst. Das nimmt für den Anfänger erstmal ganz viel Unsicherheit raus. Aber auch bei denen 3x2 m Tarps gibt es noch mehr Aufbauvarianten die IMHO nicht außer acht gelassen werden sollten, z. B. A- frame mit geschlossenem Fußende. Da würde man dann eventuell sogar zwei Wanderer nach drei Seiten geschützt unterbringen können.