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  • Das DCF Recta-Mid ist ein 2 x 3,2 m Tarp, mit standardmäßig 12 Abspannpunkten und einer Stangentasche.
    Diese ist für den Aufbau als Halbpyramide mit beak wichtig. Dies Setup steht mit mindestens 4, maximal 10 Heringen.

    Der Vorteil am beak ist ein besserer Regenschutz und verkleinerter Eingangsbereich. Dies Setup kann in einer Höhe von 115 cm bis 125 mit diesem Tarp realisiert werden.
    (Bei 125 cm Stocklänge ist die effektive Liegelänge auf 30 cm Höhe 210 cm. Bei 115 cm sind es noch 190 cm und mit zwei zusätzlichen Abspannpunkten am Saum 220 cm).

    Innerhalb dieses Bereichs kann ein 3F-inner eingesetzt werden, (220 x 70 cm Grundfläche). Dabei ist sogar noch reichlich Abstand zum Fly und damit ein gewisser Schutz bei Kondenswasser vorhanden.

    Ich mag diesen Schnitt besonders, da ich hiermit ebenso die Möglichkeit habe einen Aufbau mit niedrigem Profil zu realisieren.
    Ein flaches LeanTo kann ich mit einem atmungsaktiven Bivy kombinieren. Und bei klarem Wetter wird zum Sternegucken die Überdachung einfach nach hinten weggeschlagen.

    Oder als großes asymmetrical holden ...

    Das Camo DCF Tarp wiegt 320 g und zusätzlich rechne ich das 3F-inner mit 365 g oder den Bivy mit 225 g ein.
    Für das Gewicht bietet mir das Tarp ungewöhnlich viel Platz unterm Fly.

    Interessant, dass ein 30D Silnylon-Tarp, in der gleichen Größe nur 120 g schwerer ist ...

    VG. -wilbo-

  • Uh - ein Crosshammock-kompatibles Maß! 😍

    Was ist denn Euer bevorzugter Aufbau?
    Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass die Maße reichen ...

    Einfach drüber, das Rechteck. Die kurze Seite ist dabei die Ridgeline.

    Du hast meins ja schon auf Burg Ludwigstein eingefangen ^^

    https://ultraleicht-trekking.de/attachment/11989-ffaf22e455-jpg/

    "Not all those who wander are lost"

  • Ahh okay!
    Die Mitte vom Tarp, also die Linie für die Ridgeline, hat standardmäßig einen durchgehenden Verstärkungsstreifen.
    Da bekommt man anständig Spanking drauf. ^^

    Wobei ich für diese Hängematte zusätzlich rautenförmige Verstärkungen aufkleben würde. So könnte man die Ecken herunterziehen und hätte noch Bums auf den diagonalen Kanten.

  • Bei DCF muss es ja nicht zwingend eine Naht sein. ;)

    Von der Spitze der Halbpyramide reichen zwei Verstärkungsstreifen bis runter zu den hinteren Ecken.
    In der Mitte des Streifens sind zusätzlich zwei Lifter mit drei aufeinander geklebten Pads angebracht. Über eine erhöhte Abspannung wird die Diagonale überraschend stramm.

    VG. -wilbo-

  • Von der Spitze der Halbpyramide reichen zwei Verstärkungsstreifen bis runter zu den hinteren Ecken.

    Das klang letztens doch noch anders? :/

    Jupp, die langen Diagonalen sind immer ein Problem.
    Bei diesem Proto habe ich diese Linien mit je einem 25 mm Streifen DCF verstärkt. Das macht es etwas besser, aber noch weit ab von wirklich gut.
    Für diese Problematik arbeite ich aber schon an einem Lösungsansatz.

    "Not all those who wander are lost"

  • Jupp, das war ohne Lifter!

    Möchte ich die Diagonalen straffen, komme ich um eine hochgezogene Abspannung oder eingebaute Verstärkungsstreben nicht herum.

    wilbo
    1. September 2025 um 13:55

    Es sei denn, der komplette Schnitt wird auf die hinteren Diagonalen hin optimiert.
    Das hieße, den Schnitt in Dreiecke aufteilen und die kritische Linie gerade an gerade kleben bzw. nähen.

    Bei Silnylon oder Silpoly könnte ich mir sogar vorstellen, dass es einiges bringt, bei DCF ist eh relativ wenig Dehnung diagonal zum Fadenverlauf. Das gleiche ich in diesem Material durch die Verstärkungsstreifen recht gut aus.
    Es bleibt aber immer noch ein 2,3 Meter langer „Raum-Winkel“ ohne Unterstützung, in dem bei Wind einiges an Bewegung reinkommt.
    Hier setzt der support von hoch abgespannten Liftern oder Verstärkungsstreben an.

  • Ich habe den Inhalt vom myog A-Frame-Verbinder hier rüberkopiert, weil ich darauf aufbauen werde.


    30 cm Länge, mit 99 g! ;)

    Da wackelt nix.
    Als Kleber wurde Sikaflex - 291i Marine-Dichtstoff, (die kleine Wurst) verwendet.

    Bei ungefähr einem Meter Spreizung habe ich mich mit gut halben Körpergewicht auf die Spitze gestützt, bis sich die mittleren Carbonrohe leicht gewölbt haben.

    Wie sich die Stabilität bei weiteren Spreizungen entwickelt, werde ich beim Tarpaufbau sehen.
    Fürs Erste bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

    Meine Carbonstöcke sind hier auf den maximalen Auszug von 135 cm eingestellt.
    Wenn man den A-Frame Adapter nur als Verlängerung nutzt, bekommt man eine superstabile Doppel-Stange für ein 160 cm hohes Mid. Damit ist eine simple Mittelstange deutlich besser und schneller zu realisieren als sämtliche Improvisationen mit Schnur oder Gurtband.

    Rohre ablängen, ausfräsen sowie die Kartuschenspitze anpassen und Kleben dauert eine gute halbe Stunde.
    Benzinschlauch einsetzen und mit Popnieten fixieren, vielleicht nochmal 10 Min.

    Plus 15,- € Material würde so ein Verbinder ungefähr 45,- € kosten.

    VG. -wilbo-

  • Den Gedanken, einen A-Frame-Verbinder als Trekkingstock-Verlängerung hatte ich ja schon bei meinem DCF-Lavvu.
    Dort bin ich allerdings von einer Verlängerung innerhalb der Trekkingstöcke ausgegangen.

    Ich werde jetzt testen, ob eine stabile Doppel-Verlängerung von 45 bis 50 cm zu bauen ist.
    Das wäre dann vielleicht wirklich eine simple Alternative zu einer kräftigen und schweren Mono-Stange.

  • Habe aktuell ein Austellungsstück vom Penta-Mid hier rumliegen und konnte es vergange Nacht testen. Von den angesagten 8mm Niederschlag blieben leider nur ca 4mm übrig. Wind war leider kaum vorhanden. Mit dabei hatte ich meinen MYOG Bug Bivy - dazu gleich mehr.

    Folgende Fragen hatte ich versucht mit der Testnacht zu beantworten:

    • Passe ich mit meinen 1,94m und auf einer Xlite liegend rein?
    • Wie viel objektiv nachweisbaren und subjektiv gefühlten Schutz bietet das Tarp?
    • Wie gemütlich ist das Campleben Abends (Kochen, Ein- und Ausstieg, etc)?

    Dank späten Feierabend und Zeitumstellung kam ich erst im Dunkeln am Spot an. Mein Ego hat mir gesagt es ohne Wilbos Aufbauvideo zu versuchen und das hat auch zu 90% geklappt. Für die Nacht wollte ich es eher tief abspannen, um eine richtige Schlechtwetternacht zu simulieren. Der Stock war auf 125cm eingestellt und leicht schräg von der Liegefläche weg aufgestellt. Die Ecken habe ich so nah wie möglich an den Boden abgespannt. So 100% war ich aber nicht zufriefen mit dem Aufbau, aber hier handelt es sicht vermutlich um einen Skill Issue meinerseits ^^

    Das bot mir immer noch genug Platz um zu sitzen und unterm Beak zu kochen. Kopf und Fuß hatten auch gerade noch so genug Platz, einzig wenn ich mich aus der Liegeposition aufrichte streift meine Schulter an der Innenwand (Kondens am Morgen übrigens sehr minimal trotz feuchter Umgebung). Einstiegshöhe ist schon tief, mit etwas Übung und Gelenkigkeit aber in Ordnung - höher ist natürlich immer besser.

    Nachts kam tatsächlich etwas Regen auf und mein Spot war absichtlich auf einer kleinen Lichtung, damit ich so viel wie möglich davon abbekomme. Aber ich und meine Ausrüstung blieben trocken (Übrigens ist der Regen auf DCF gefühlt doppelt so laut wie auf Nylon/Poly :S).

    Heute morgen habe ich etwas umgebaut und die maximale Stocklänge ausgenutzt (ca. 135cm). Abstand der Seitenwände vom Boden waren dann ca. 10cm. Auch hier bin ich wieder nicht zu 100% zufrieden mit meinem Aufbau. Wenn ich an einer Ecke etwas an der Spannung oder Position des Herings verändere hatte stimmte die andere Seite wieder nicht richtig usw usw.


    Ein paar Learnings und Anmerkungen zu dem Setup:

    • Mein Bug Bivy ist durch den mittigen RV echt nicht ideal konstruiert für diese Art vom Setup. Hier setze ich mich den Winter mal an eine MYOG Version vom Borah Cuben Bivy mit L-Zip, DCF Boden, dem 7D Nylon von AdvEx und einem Abspannpunkt irgendwo beim Kopf
    • Das ganze Innenleben vom Setup könnte beim Aufbau im Regen durch die niedrige Einstiegshöhe nervig werden, aber alles machbar mit etwas Geduld und Vorsicht
    • Unterm Tarp liegend kommt schon etwas Zeltgefühl auf. Vom subjektiven Empfinden her irgendwo zwischen meinem XL Silpoly Tarp und meinem Bikepacking Zelt
    • Bei den hinteren Ecken und der "Spannschnur" haben nur die großen Groundhogs gehalten (war Waldboden mit Sandstein vor Ort). Für die vorderen Ecken und die restlichen Abspannpunkte haben die kleinen Groundhogs und 120er Swisspiranha gereicht
    • Der hohe Aufbau funktioniert bei geschätzt 90% des Wetters hier in Deutschland (unterhalb der Baumgrenze) und bietet ordentlich mehr Platz als der Tiefe. Nur die Einstiegshöhe war immer noch recht tief.
    • Im niedrigen Aufbau bleibt nicht viel, aber gerade so ausreichend Platz für die Ausrüstung. Muss man immer organisiert bleiben damit nichts ungeschützt rumliegt. Bei der höheren Variante ist das kein Thema.
    • Als Trekkingstockzelt-Newbie hätte ich mir in den Ecken einen Seilspanner statt der drei Schlaufen gewünscht. Mit mehr Erfahrung braucht es das vermutlich aber nicht mehr
    • An den kleinen Schlaufen innen für den Bivy wäre ein kleiner D- oder O-Ring schön, um schnell einen Glove Hook zu befestigen.

    Gewogen hat das Teil inkl. aller Schnüre in der .75er Variante 297g auf meiner Küchenwaage.

  • Moin!

    Angeregt von diesem Faden habe ich mich über die Feiertage, seit langem mal wieder an einen Zelt-Entwurf gemacht.

    • Ein Mid, Aufbauhöhe bodenbündig 120-125 cm. (Höher geht immer)
    • Echte Liegelänge für Personen mit gut 1-85 Körpergröße.
    • Die Aufbauhöhe sollte variabel sein, damit ich das shelter bei Sturm ganz flach aufbauen könnte.
    • Trekkingstock-Gestänge als A-Frame.
    • Mit Falteingang, also ohne Reißverschluss.

    Herausgekommen ist das Polymorph-Tent

    • Die Fläche vom Fly beträgt ca. 7,5 qm. (Mit 26 g/qm DCF würde ich ca. bei 300 g landen).
    • Ob das 3F solid inner passt, muss ich noch testen.

    Der Prototyp wurde aus Tyvek gefertigt.

    Geschlossen:

    Komplett offen, ideal beim Auf- und Abbau:

    Mit großem Überdach:



    Halb geschlossen mit Tunnel-Eingang:

    Geschlossen mit großer Apside:

    Flacher Sturmaufbau:

    Wahrscheinlich gibt es noch weitere Aufbauvarianten zu entdecken.
    Aber danach war Schluss mit Spielen, ich hatte kalte Finger. X/

    VG. -wilbo-

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