Quilt pimpen: Wie viel Grad bringen Liner, Inlets etc.

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  • Hallo ,
    Ich schlafe mit einem 1070g Daunenquilt in Large wide. Ich bin leider sehr Frostbeule geworden, besonders im Bereich der Rippen/unterer Bauch, aber insgesamt alles viel frösteliger als in jungen Jahren. An der Isomatte liegts nicht, ich habe schon viel nach Gründen gesucht dass ich so schnell friere, diese sind nicht ganz klar, aber ich benötige zeitnah eine Möglichkeit, durch Liner, zweiten Quilt o.ä. deutlich wärmer zu schlafen.
    Klar ist Gewicht wichtig, aber auf meiner Suche nach Möglichkeiten ist Packmaß fast noch wichtiger, da ich sonst schnell mit dem Rucksack an meinen Grenzen bin.

    Ich kann mit dem Quilt nur bis ca. 5-7 Grad im T-Shirt ausreichend warm schlafen.
    Auch eine wirklich dicke Jacke (Berghaus 500 Gramm JAcke mit vermutlich Apex o.ä.) bringt weniger als vermutet ( aus meinen Notizen "Nach der Tour im Caddy geschlafen, 4 grad ohne Kleidung anfangs gut, später in der Nacht bei 2 Grad kalt gefühlt, dann Jacke und zusatzdecke, trotzdem kalt.")

    FRAGEN:
    Wie pimpt Ihr Eure Schlafsäcke bzw. Quilts auf, und wieviel Grad bringt das bei Euch ungefähr.
    Bei mir geht’s im Dezember nach Chile, es wird kälter als sonst, und ich würde am allerliebsten 4-8 Grad mehr Wärme haben, ohne einen kompletten Winterschlafsack zu kaufen.
    Wie viel Grad bringen die regelmäßig genannten Lösungen?
    -Dünner Apex Quilt? Was ich bestellbar finde wiegt auch schon 700g), nämlich den Liteway .
    -Alpha Direct Liner (kenn ich mich gar nicht mit aus)?
    -Baunmwoll-Inlet (bring vermutlich nicht viel mehr als 1-2 Grad, habe ich aber rumliegen)?
    -Biwaksack (so lange Wind nicht wirklich das Problem ist, bring er vermutlich nicht mehr als 2-3 Grad)?
    -Fleece-Inlet (vermutlich zu Voluminös)

    Zusatzfrage:
    -Ist Eure Praxiserfahrung, dass eine Jacke und Hose die selbe wärme bringt wie ein Inlet aus dem selben Material (mich wundert es bei dem Test mit der Jacke, und ich frage mich, ob es evt. Stärker reingezogen hat)
    -Das beides zusammen passen muss (damit die Isolierung des einen nicht vom anderen zusammengedrück wird) ist mir klar, und scheint im Test bei Quilt plus Inlet kein Problem zu sein. Aber wie sind die Erfahrungen dabei bei Quilt plus Quilt.

  • Zunächst mal eine Gegenfrage: Wie sicher bist du, dass deine Unterlage (noch) passt? Hast du sie mal gegens Licht gehalten? Ist es eher wärmer oder eher kälter wenn du zwischen Rückenlage und Seitenlage wechselst?


    Dann zwei Ideen:

    - Kleineres, doppelwandiges Zelt. Mein Nordisk Lofoten bringt ~ 5 Grad

    - Falls es nicht die Mehrheit der Nächte ist: Wärmflasche, such mal den hier der Thread dazu. Keine Ahnung, wie viel Grad die bringt, aber bei den Dimensionen in denen sich dein Schlafsystem bewegt wären 10 g Brennstoff / Nacht vermutlich verschmerzbar. Zumal das Wasser morgens ja noch Restwärme hat.

    Eichkatz.bike (gewerbliche Seite)

    Einmal editiert, zuletzt von Eichkatz (21. Oktober 2026 um 16:59) aus folgendem Grund: Link hinzugefügt

  • Zunächst mal eine Gegenfrage: Wie sicher bist du, dass deine Unterlage (noch) passt? Hast du sie mal gegens Licht gehalten? Ist es eher wärmer oder eher kälter wenn du zwischen Rückenlage und Seitenlage wechselst?


    Dann zwei Ideen:

    - Kleineres, doppelwandiges Zelt. Mein Nordisk Lofoten bringt ~ 5 Grad

    - Falls es nicht die Mehrheit der Nächte ist: Wärmflasche, such mal den hier der Thread dazu. Keine Ahnung, wie viel Grad die bringt, aber bei den Dimensionen in denen sich dein Schlafsystem bewegt wären 10 g Brennstoff / Nacht vermutlich verschmerzbar. Zumal das Wasser morgens ja noch Restwärme hat.

    Die Tests waren auch im Minicamper ohne Wind (sollte wärmer als doppelwandiges Zelt sein) und auf sehr dicker Isomatte (zum Testen Exped Sim Mat R-Wert 4,6) . Die typischen Verdächtigen Ursachen habe ich alles getestet, und ich vermute start, dass eine weitere Ursachensuche hier im Thread nicht weiter hilft. Ich vermute, ich bin tatsächlich seeeehr fröstelig geworden, gepaart mit einzelnen (aber nicht immer autretenden) zusätzlichen Ursachen (mal kommt Luftfeuchtigkeit in die Daunen, mal geht der Quilt leicht hoch)... aber diese an und an möglicherweise autretenden Ursachen werden sich nicht völlig abstellen lassen, daher bleibt die Frage, welche Liner etc. erfahrungsgemäß wie viel bringen.
    Wärmflasche ist tatsächlich ne Überlegung Wert, gerade auch weil ich oft an den Rippen viel mehr friere als an anderen Stellen.

  • Ich benutze keinen Liner sondern Schlafkleidung. Eine lange Skiunterhose aus Kunstfaser und ein dünnes Merinohoodie sowie Schlafsocken. Dadurch habe ich direkt am Körper eine wärmende Bekleidungsschicht.

    Wie viel Grad bingt das bei Dir?

  • superflow

    Ich schätze, den meisten geht es wie mir.

    Man kann schlecht sagen, wie viel Grad es bringt. Ich habe nie ein Thermometer mit auf Tour. :P

    Aber zum doppelten Quilt sei zu sagen, das ich vor einem Jahr eine Nacht, bei um die 0 Grad, unter einem altersschwachen 250er Daunenquilt von Cumulus und einem 167er Apexquilt von Liteway geschlafen habe. Ging, aber die zweite Nacht habe ich dann im Auto geschlafen. Aber auf jeden Fall hat es richtig etwas gebracht.

    Aber ansonsten nehme ich immer, je nach Jahreszeit, einen leichten oder schwereren Daunenquilt mit.

    Untenrum nehme ich, wenn mir kalt wird, eine lange U-Hose von Liod, und oder eine lange Polartec Alpha Hose dazu.

    Obenrum Merinoshirt, Polartec Alpha Hoodie und wenn es dicke kommt, noch ne Synthetische Puffy dazu.

    Also Zwiebelprinzip!

    Einen Liner habe ich noch nie ausprobiert, da ich mich dann eingeengt fühle!

    P.s. Schlafsocken benutze ich auch, so ab 8-10 Grad. Irgendwelche Synteticsocken, aufgerautes Inneres, keine Ahnung mehr, wo die herkommen. Habe die seit 5-6 Jahren im Einsatz.

    Einmal editiert, zuletzt von RaulDuke (21. Oktober 2026 um 17:58)

  • Polar Overbag Cumulus® outdoor
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    Ist von der Größe konzipiert über alles zu passen. Womöglich für deinen Zweck sogar zu groß, da dort dicke Winterschlafsäcke rein passen müssen. Durch die nicht zur Isolation beitragenden doppelten Lagen Außen- und Innenstoff wiegt eine 2-Quilt Lösung natürlich eine Ecke mehr, als ein Schlafsack, der von vornherein für diese Temperaturen ausgelegt wurde.

    1000 g Quilt ist ja schon mal eine Hausnummer. Auch mit verändertem Metabolismus hätte ich da auf tiefere Werte als 5-7° getippt.

    Meine anekdotische Erfahrung ist übrigens, dass es im Auto kälter ist, als im Zelt. Ob's an der besseren Wärmeleitung von Stahl vs Silnylon liegt?

  • 1070Gr-Daunen-Schlasa wär doch schon Winter-SchlaSa?

    Wenns nicht an sowas liegt wie Matte oll oder zu viel Klamotten an im Schlasa, dann ist die leichteste Lösung whrschl. ein ganz leichter Daunen Innen-SchlaSa :-). Ggf ist dieses (nach meiner Erinnerung) sub 200 Gr-Teil von Cumulus kurzfristig kriegbar?

    Warmes Zelt bringt mir (also IZ bathtub so hochgezogen, dass man völlig ausm Wind ist) ein paar Grad. Und UL-bivvy überm Schlasa im Zelt bringt mir auch ein paar Grad.

    Ist in Chile im Dezember nicht Sommer? Also jedenfalls im Süden?

    Wenn Du tatsächlich "nur" bzw. heftig an den Rippen frierst - was, was die Rippen wärmt? Physiologische Ursache, die sich angehen lässt? Was sagen denn die (Hobby-) Sport-Docs und Physios hier?

  • Ja, in Chile ist Sommerbeginne, aber die Berge sind schnell hoch.
    Bei Extragewicht 870 Gramm würde ich eher einen alten (mit leider nicht mehr richtig guten Daunen) 1kg Daunenschlafsack mitnehmen, weil das eh hier noch rumliegt.
    Einen Winterschlafsack zu kaufen, macht wenig Sinn, weil ich den erstens sonst evt.- nie wieder brauche, und zweitens zwar das Geld aber kaum mehr Lagerplatz für so ne Dicke Tüte habe, und drittens nicht mal ganz klar wäre (weil mich mein frieren an den Rippen so überrascht), was das richtige Produkt wäre. Viertens müsste ich den dann bei so Reisen wie nach Chile auch bei den wärmenren Touren nutzen. Ich bin ja oft für mehrere Touren in fernen Ländern.
    Robert Klink redet in seinen Podcast von einem Alpha Direct Liner - weiss wer wie viel das bringt und welches Produkt damit gemeint sein könnte?
    Grundsätzlich erscheint es mir auch viel logischer, dann dickere Klamotten als Zusatz mitzunehmen, weil sie aus ähnlichen Material sind, aber Double Use bieten. Ich bin bloß verunsichert, weil mir meine Dicke Berghaus-Kufa-Jacke weniger gebracht hatte als vermutet.
    Ausreichend kalte Temperaturen für Tests werde ich vor der Reise nicht mehr haben.


    a) wenig Platz zu Hause habe

  • Die Jacke könnte zu dick gewesen sein :) geht doch um Luftpolster...

    Noch 1 dummer Gedanke: für mich als Schlasa-Nutzer liegt bei Quilts immer die Frage nach Kältebrücken nahe (bei alten Schlasä auch).

    Zu alpha: alle synthetik-Linner sind schnell mal schwerer als ein Daunen-Innen-Schlasa, bringen weniger Temp und haben (edit: gepackt) mehr Volumen. (edit: muss natürlich reinpassen).

    Und: physiologische Ursachen von Frieren (damit man alle Möglichkeiten abgeklappert hat, ich: keine Ahnung von).

  • Ich bin ja auch Quilt-Fan (MYOG mit knapp 700g), und bei mir hat sich Folgendes bewährt, wenn es kalt ist:

    - Schlafkleidung trage ich sowieso, hauptsächlich um den Quilt sauber zu halten. Bei mir ist das oben eine dünne Lage Merino, eine dünne Kufa-Hose und Schlafsocken, sowie auf dem Kopf einen Buff, wenn es kalt ist

    - Wichtig ist, dass der Quilt gut an die Isomatte anschliesst. Sonst zieht immer wieder kalte Luft rein, auch vom Boden. Ich habe bei Kälte ein Elastikband um die (bei mir) NeoAir, an welches ich den Quilt clippen kann (mit Handschuhhaken). Den Quilt kann ich auch mit einem Druckknopf hinter dem Hals schliessen, und mit einem Gummizug vorne so zuschnüren, dass er um den Hals gut abschliesst.

    - Als Wärmebooster habe ich auch schon dünne Windbekleidung verwendet. Eine dünne Windhose hat da mal Wunder bewirkt. Die hält die warme Luft gut am Körper.

    - Neulich habe ich mit einem Western Mountaineering HotSac experimentiert, das ist ein Vapor Barrier Liner, der auch als Not-Bivisack verwendet werden könnte. Der Wärmegewinn ist extrem, und das Feuchtigkeitsproblem mit den Daunen damit gelöst. Allerdings ist das schon gewöhnungsbedürftig, und die Bewegungsfreiheit des Quilts ist damit natürlich weg.

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