MYOG-Regenjacke - wie dichte ich ordentlich ab?

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  • Liebe Menschen aus dem Internet,


    aus etwas 20d-Silpoly habe ich mir eine Regenjacke genäht. Ein bestimmtes Schnittmuster habe ich nicht gebraucht, ein paar grobe Maße haben gereicht um das so zurecht zu improvisieren. Passt auch ganz gut, bei Regenjacken ist es ja nicht so schlimm wenn es etwas lockerer sitzt. Nur das Schnittmuster der Kapuze habe ich in einer etwas angepasstem Variante von einer alten Regenjacke übertragen.

    Nur habe ich ein Problem: Ich habe nicht mit Kappnähten oder so gearbeitet, wodurch sich die Nähte gerne etwas aufziehen. Diese habe ich mithilfe von Badsilikon und Waschbenzin abgedichtet. Wenn sich die Nähte aufziehen reist der Silikon, und die Nähte werden wieder undicht. Außerdem scheint sich sowieso der Silikon etwas zu lösen.


    Ich habe bereits versucht, die Nähte nachträglich flach zu nähen, also die Nahtzugabe an der Innenseite der Jacke mit einer zweiten Naht wieder flach zu nähen. Aber auch hier zieht sich die Naht zu sehr auf.

    Hat hier jemand einen guten Ratschlag? Einfassband? Irgendein Tape? Ich habe gehört, dass es in diesem Forum große Nahtversiegelungsmeister gibt!


    Vielen Dank im voraus!

  • Nahtdichtband ist nicht auf Silikonbeschichtung, niemals nie - auf Silikon hält gar nichts..

    Mein Vorschlag wäre in dem Fall Nahtüberstand flach nähen bzw französische Nähte und dann Silnet +Sil Nahtdichter - am besten auf der anderen Seite damit dichten wo das Material noch sauber ist und nicht mit dem Badezimmer Silikon verschmiert...

    ich hab es auch mal mit dem Badsilikon versucht und damit ebenfalls keine gute Erfahrungen gemacht. Bei Silnet hatte ich jedenfalls noch nie eine aufgerissene Dichtschicht bei ich weiß nicht wie vielen Tarps, Zelten etc. Ich gebe das Geld dafür gerne aus, ein versautes Zelt ist doch viel blöder...

  • Hat hier jemand einen guten Ratschlag?

    Den richtigen Nahtdichter fürs Material verwenden. :)
    Manche silikonisierten Stoffe sind zudem auf einer Seite PU-beschichtet.
    Das heißt, solange ich nicht genau weiß, was auf welcher Seite verarbeitet wurde, muss ich das vorher testen.

    Nahtabdichtung - Ultraleicht-Trekking Forum
    Wikiartikel zur Nahtabdichtung
    ultraleicht-trekking.de

    (Ganz unten habe ich dazu was geschrieben)

  • am besten entsprechend breite streifen des silpoly zuschneiden und diese mit elastosil (silikonkleber) über die naht kleben ... den streifen zart mit dem elastosill einschmieren, am besten mit nem plastik wie ne kreditkarte, faltenfrei auflegen und möglichst fest anrollen, z.b. mit ner glasflasche. geht gut auch nach 7nd nach. braucht ein paar stunden zum trocknen. dann ziehen sich die französischen nähte auch nicht mehr auf, hält super.

    Hab ne Schraube locker, so hat das Leben etwas Spiel

  • Vielen Dank für die Ratschläge!

    Tatsächlich lässt sich das Silikon von beiden Seiten abrubbeln, und es handelt sich um das Silpoly vom AdventureXpert. Eine PU-Beschichtung würde ich daher ausschließen. Nächstes Mal probiere ich vielleicht das empfohlene Silnet aus.

    Wie ich aus euren Antworten schließe, lässt sich das nicht mal so eben an der Nähmaschine beheben. Ich war nur für einen Zero-Day bei der Verwandtschaft, und konnte deshalb jetzt nicht zu einer so ordentlichen Lösung greifen.

    Daher habe ich an der Innenseite die Nähte mit Silikon vollgeschmiert, und die Nahtzugabe so zusammengeklebt. Nicht sehr schön, ich hoffe, dass dies nicht so schnell abrubbelt.

    Bei der nächsten Regenjacke würde ich die Nähte dann wahrscheinlich mit Silpoly-Streifen wie empfohlen verkleben, oder sogar zu PU mit Saxony-Tape greifen.

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