Beiträge von mochilero

    Ich finde es unvorstellbar solche Touren ohne Zelt zu machen und zwar aus folgenden Gründen

    1. Das Vorankommen ist langfristig, wenn man wochenlang unterwegs ist, schlecht zu planen, Wetter, Fitness usw. Außerdem bedeutet es doch unterwegs unnötigen Stress, wenn man sich ständig um eine Unterkunft kümmern muss, falls nicht vorgeplant/reserviert. Wir gehen ca. 1x/Woche bis alle 10 Tage in ein Hotel und selbst da ist es manchmal zur Hochsaison schwierig was bezahlbares am Weg zu finden - je nachdem wo man unterwegs ist.

    2. Mittlerweile wird es zunehmend schwierig bei den Unterkünften spontan aufzuschlagen - gerade die Hütten sind im Sommer doch oft ausgebucht -

    3. vom mangelnden Komfort der überfüllten Massenlager ganz zu schweigen..

    4. Draußen ist schönstes Abendlicht in den Bergen, man sitzt drinnen im überfüllten Gastraum beim Abendessen, wegen fester Essenszeiten, morgens ist es schön kühl zum Laufen, man will los aber es gibt erst ab 7:30 oder 8 Uhr Frühstück

    5. Wenn ich müde bin oder das Wetter schlecht ist, will ich einen kürzeren Tag machen

    6. Umgekehrt gilt das auch und das kommt viel häufiger vor: wenn das Laufen/Radeln Bock macht, es richtig gut läuft und man richtig Strecke macht, dann ist es doch unfassbar kacke, wenn man um 15 oder 16 Uhr schon an der Unterkunft ist und aufhören muss

    7. Außerdem sind die Hütten doch mittlerweile echt arscheteuer, wenn man mehrere Wochen lang unterwegs ist und nicht nur ein Wochenende... Ich bin lieber länger unterwegs als kürzer, also noch ein Punkt für das Setup mit Zelt...

    Von daher gehört für mich mindestens ein minimales Schlafsetup unbedingt dazu bei längeren Strecken.

    Wieso nicht nachmachen??? Erstmal Bier und dann Pasta klingt doch mal nicht verkehrt...

    Kann mich aber auch erinnern, dass es auf der GTA ziemlich rauf und runter ging - also bei 20-25 km sind das auch oft 2000-2500 hm... Aber wir waren damals Mitte September bis Mitte Oktober unterwegs - da waren die Temperaturen deutlich niedriger - das war dann auch anstrengend, weil wir in der zweiten Hälfte tagsüber eigentlich immer gegangen sind und kaum Pausen gemacht haben, weil es so schnell frisch wurde... Schöne Tour noch!

    Da ich mich gerade mit dem
    https://www.canyon.com/de-de/rennrad/…lroad/4164.html
    beschäftige?
    Kleine Minifrage: Wie wäre denn das im Vergleich, wenn sie beide ungefähr gleich viel kosten?

    Für mich sind das zwei komplett unterschiedliche Räder - das eine ist ein Allroad Rennrad, das andere ein Dropbar MTB/Bikepacking Rad - macht evtl. Sinn sich zu überlegen, was man genau mit dem Rad machen will und was man davon erwartet... Evtl. In einem extra Faden?

    Übersetzung: Rennräder sind oft deutlich länger übersetzt - das bedeutet, es fehlen leichte Berggänge mit schwerem bepacktem Rad auf schlechtem Untergrund

    Reifenfreiheit: Das Canyon hat max 40 mm, auf das 920 gehen MTB Reifen drauf

    Geometrie/Sitzhaltung: auf dem Rennrad, auch wenn es ein Endurance Bike ist, sollte man in der Regel gestreckter/sportlicher sitzen, auf einem Reiserad sitzt man üblicherweise aufrechter

    Schaltung: einfach vs zweifach, ersteres ist unkomplizierter, ausreichend beim MTB, oft breiterer Übersetzungsbereich, zweiteres sorgt für enge Abstufung der Gänge, wichtig für die richtige Cadenz auf der Straße

    Usw., usf...

    Evtl kann es Sinn machen erstmal gebraucht zu kaufen wenn das budget eng ist - dann kann man schauen, was man genau haben will...

    Meines Wissens nach gibt es zwei Themen beim Umfüllen.

    1. Es muß eine Gasphase geben sonst besteht bei Temperaturschwankungen Explosionsgefahr

    2. Die Gasart ist wichtig. Propan dehnt sich deutlich mehr aus bei Temperaturanstieg als Butan deshalb braucht es da stabilere Behälter.

    (Meist hat man aber Mischungen wenn man das rein füllt was vorher drin war passt es)

    Für die Menge kann man auf der Waage das genaue Gewicht abwiegen oder die Eintauchtiefe in einem Wasserbehälter als Maß verwenden, wenn man die volle Kartusche vorher markiert hat. Dann geht's auch ganz UL ohne Waage..

    Hallo zusammen,

    Neulich hat mir der Algorithmus dieses Video eingespielt.

    Was ich daran interessant finde ist nicht so sehr die elektrische Pumpe, da ich irgendwie nicht so gerne noch mehr Sachen mit Akku mit mir herum fahren möchte.

    Was ich dagegen auf jeden Fall dieses Jahr noch testen werde ist der folgende Trick um einen tubeless Reifen unterwegs wieder auf die Felge zu bekommen. Das kann bei manchen Felgen/ Reifen Kombinationen unterwegs ohne Kompressor ja evtl wirklich eine Herausforderung sein.

    Meine Vittoria Mezcals auf dem bisher für Bikepacking verwendeten Hardtail bekomme ich sicher wieder auf die Felge. Dafür habe ich die Lezyne Mini Floor Pump dabei. Die ist aber mit ca. 200g auch wirklich ziemlich schwer und vor allem sperrig.

    Auf dem anderen Bike habe ich Schwalbe G One R Reifen und da habe ich auch mit der größeren Standpumpe Zuhause bisher immer verloren und dann zum Kompressor gegriffen - von daher habe ich durchaus Interesse an der Methode!

    Hier also der Trick aus dem Video oben:

    1. Beide Felgen erhalten die Muc Off Big bore Valves 

    2. Der zweite, intakte Reifen wird bis 3,5-4 bar aufgepumpt (Maximalwert beachten!)

    3. beide Ventile werden mit einem Druckschlauch verbunden

    4. Beide Ventile werden geöffnet

    5. Der aus dem intakten "Spenderreifen" entweichende Luftstoß ist ausreichend um den reparierten Reifen auf die Felge zu setzen


    Man spart sich also evtl das Verwenden eines Schlauches und fährt weiter tubeless - finde ich ziemlich genial!!


    Die Muc Off Ventile sind zwar Schweine teuer aber vielleicht ist man damit dann ja auch das Problem mit den durch Dichtmilch verklebten Ventilen los...

    Bitte beachtet, ich habe das bisher nicht selbst ausprobiert da ich noch nicht entsprechende Ventile nachgerüstet habe. Es könnte auch sein dass es bei manchen Felgen Reifen Kombinationen gar nicht funktioniert - wenn man aber mit einem wenige Gramm schweren Schlauch unterwegs problemlos die Reifen wieder drauf bekommen sollte, dann nehme ich in Zukunft einen solchen Schlauch in meine mobile Werkstatt auf und nehme eine kleinere Pumpe...


    Wenn das jemand hier schon probiert haben sollte freue ich mich über einen Erfahrungsaustausch!

    Gruß m

    Mir kam unterwegs die Idee einen fürs Radfahren spezialisierten Pullover zu schneidern. Als Schnittmuster kann ich eine meiner Radjacken abpausen. Folgende Features kommen mir gerade in den Kopf:

    Eng geschnitten mit langem Rücken.
    Brust und Ärmel mit windabweisenden Stoff gelined
    Mindestens 1/4, eventuell sogar Full Zip
    Eher AD60 als 80 oder 90

    Beim Rücken bin ich mir unsicher ob ich ihn mit einem Netzstoff wie bei Windwesten line oder nur Alpha verwenden sollte.

    Ich denke da auch drüber nach - ich werde das aber wahrscheinlich eher simpel lösen. Da eh eine Windweste mit soll, braucht das Alpha Teil diese Eigenschaft nicht. Das Alpha 60 ist sehr luftig da braucht es keinen extra Netzstoff (man sollte aber vielleicht etwas drunter tragen ;) )

    An den Armen reicht mir meist ein langes Trikot oder Merino Teil oder Ärmlinge - daher wird es bei mir wohl einfach eine Weste zum drüber ziehen - auf RV direkt am Alpha hab ich nicht so Lust...

    Ich habe Pullis aus 60er und 80er. Das dünnere habe ich deutlich lieber - das 80er ist mir oft sogar zu warm - v.a. bei Aktivität - eine Weste aus 60er wird so leicht da kann man den Schlafpullover trotzdem noch einpacken ;)

    Was außerhalb Norwegens kaum bekannt ist: Hurtigruten und Havila als die beiden staatlich beauftragten Kystrute Betreiber sind primär öffentlicher Nah und Fernverkehr. Bei Reisen bis ich glaube 24h braucht es keine Kabine und es ist vergleichsweise sehr günstig. So sieht man auf den Schiffen viele Studenten und co von Tromso auf die Lofoten fahren etc. wenn Zeit keine Rolle spielt, könntest du entsprechend mit mehreren Stops auf diese Weise günstig reisen.
    Das Stichwort ist „Port to Port“.

    Wir haben das vor einigen Jahren mal ab Bergen in Richtung Norden gemacht - ich weiß aber nicht mehr genau wo wir ausgestiegen sind. Es war auch spontan ohne große vorherige Reservierung.

    Es waren auch mehr als 24 Stunden am Stück, denn ich weiß dass wir nachts im Salon die Matte ausgerollt haben.. ich denke wir hatten so die größte Luxuskabine auf dem Schiff mit Blick nach vorne über den Bug mit Sesseln vor dem Fenster.. es war glaube ich die MS Lofoten, ein traditionelles Schiff der Nachkriegszeit.. insgesamt war es ein interessanter Reiseabschnitt, tolle Aussicht über die Schären und Fjorde - aber wir waren auch froh wieder für uns zu sein und den vielen Menschen zu entgehen..

    Für die ganze Anreise für deine Reise ist das Imho aber nichts - außer man hat wirklich sehr viel Zeit und fährt zwischendrin immer wieder einen Abschnitt mit dem Rad - auch das könnte ja spannend sein. Aber ich glaube die geplante Tour mit 7500 km ist auch so schon lange genug..

    Zwischen Bodo und Narvik gibt es meines Wissens nach keine Bahnstrecke - da musste man früher schon in den Bus umsteigen. Die Strecke nach Narvik geht über Schweden, das ist Teil der Strecke Kiruna - Narvik (Eisenerz!) - diese Strecke über Stockholm war zumindest früher kein Problem (dauert halt einfach lang)

    Analog zu den "Neuigkeiten" Fäden in den anderen Bereichen...

    Ich fange mal an:

    Evtl. für den einen oder die andere interessant, ähnlich dem System von Tailfin: Gepäckträger mit Befestigung auf der Steckachse und an der Sattelstütze. Dadurch passend für eine Vielzahl an Bikes auch ohne Anschraubpunkte für Gepäckträger. Auch für Carbon-Räder, da keine Teile des Gepäckträgers an Rahmenteile geflanscht werden. Flexibel durch leichte Demontierbarkeit. An den Seitenteilen Anschraubmöglichkeiten für Flaschenhalter, Cages oder Panniers, Plattform oben drauf, etc.

    Der Restrap Switch Rack, demnächst auch in Deutschland verfügbar.

    Bericht bei Bikepacking.com

    Gewicht lt. Hersteller: 395 g

    Was das für ein Stoff ist kann ich vom Foto nicht erkennen. Meistens ist das ein Nylon Stoff. Ich würde mir bei extremtextil irgendwas PU beschichtetes zwischen 70-90 gr/m2 suchen (für den Kragen). Wahrscheinlich findest du was für 5-10 Euro/m. Ggf passender billiger Restposten/ 2. Wahl

    Ich denke aber dass sich das eher nicht lohnt wenn die Naht am Rückenteil zu kompliziert ist. Versuch das doch einfach ein Stück aufzutrennen und dann leicht schräg mit ausreichend Nahtzugabe wieder zusammen zu nähen. Ggf neues Band drüber und fertig. Sieht ja keiner wenn da der Deckel zu ist... Ich würde das machen was mit vertretbarem Aufwand möglich ist. Einfach damit es irgendwie nutzbar bleibt. Die Decathlon Sachen sind gut und günstig - aber richtig viel Arbeit reinstecken? Weiß nicht...

    Mein geliebter Laufbursche Rucksack war nach 12 Jahren am Ende auch an mehreren Stellen geflickt, teilweise unterwegs per Hand. Nicht schön aber noch ein bisschen länger nutzbar gewesen.

    Tarp dann mit Ridgeline oder wie habe ich die -200g Stangen zu verstehen?

    Ich würde dann halt doch notfalls eines oder beide Räder in den Shelter-Aufbau integrieren (wenn es lokal keine Bäume/Stöcke gibt - früher war ich auch mit Tarp unterwegs). Aktuell haben wir das xmid 2 mit carbonstangen. Aber du hast Recht, auf dem Camping ist das naja, suboptimal. Wir zelten oft wild und nehmen zum waschen/erholen einmal pro Woche ein Hotel - aber manchmal muss man halt doch auf den Camping...

    Wenns nur um den morgendlichen Kaffee gehen würde wäre mein Esbit Setup von meiner Trekking-Packliste ideal und seeehr UL. Aber da ich es mir finanziell und zeitlich nicht leisten möchte jeden Tag 1-2 Mal einzukehren kommt da das minimale Setup an seine Grenzen. Trekkingnahrung würde theoretisch funktionieren, bekommt man aber im Balkan echt nur in den großen Städten.

    Ich weiß gar nicht was unsere Küche genau wiegt. Cone ca 70g, Snowpeak 1400, Kaffeebecher, zwei Löffel, dosenkocher. Aber es braucht ja auch immer einen Brennstoffvorrat, zu kaufen meist in 1l Flasche, wovon wir mindestens 500-750 ml mitnehmen damit es nicht zu viel zu Verschwendung (äh meist Verschenkung ;) ) ist. Wir waren zuletzt oft in Frankreich unterwegs. Mit der größeren Reichweite auf dem Fahrrad vs. Zu Fuß Versuchen wir das vielleicht mal no cook - Balkan sollte mit lokaler Kulinarik doch zumindest günstiger sein zum Einkehren ;)

    Bin seit mind. 15 Jahren überzeugter Quilt-Nutzer bzw viel häufiger Doppel-Quilt zu zweit (da lohnt es sich richtig einen Quilt zu verwenden). Muß man aber mögen, ist nicht für jeden was und insbesondere beim Einer-Quilt ohne Befestigungssystem brauchte es bei mir Eingewöhnung. Hab auch das Gefühl, dass die Wichtigkeit der Matte bei Quilt-Nutzung steigt (mir wird es zBim Einer-Quilt auf der Z-lite schneller kalt als im Schlafsack) - es ist also ein Gesamtsystem das für den Nutzer passen muss.

    Für die Isolationsfähigkeit ist der Loft entscheidend. Und bei der Bauschfähigkeit (in Cuin angegeben) gibt es Unterschiede in der Daunenqualität. Dazu kommen unterschiedliche Rating-Systeme für die Cuin Angabe in EU und US - vielleicht kommen dadurch unterschiedliche Füllgewichte zustande? Zumindest die Cumulus-Schlafsäcke waren früher relativ schmal geschnitten, auch das könnte einen Gewichts/Füllunterschied erklären. Beim Quilt ist eine ausreichende Breite entscheidend, damit es nicht sofort reinzieht (unbedingt nicht zu schmal geschnitten nehmen! Lohnt die paar g Gewichtsersparnis vielleicht nicht)

    Ich schlafe fast immer in langer Unterwäsche auch aus hygienischen Gründen, damit der Daunenkram möglichst nicht zu oft gewaschen werden muss. Eine Mütze oder Buff habe ich immer dabei, egal ob Schlafack oder Quilt. Wenn man den Quilt um den Hals gut zumachen kann, hat mir die Kapuze des Schlafsacks in den von dir genannten Temp-Bereichen nie gefehlt.

    Ich habe bisher bei meinen Schlafsystemen immer etwas Reserve bei der Füllmenge, das ist meistens in der Summe leichter als zusätzliche Klamotten. Wenn das ganze zu knapp kalkuliert ist und die Daune mal nach ein paar Tagen Nebelwetter feucht ist wird es sonst unnötig kühl...

    Allein durch den Umstieg auf Daune sparst du schon Gewicht, egal ob Quilt oder Schlafsack, im Gegensatz zu deiner Kufa-Tüte (bei gleicher Iso)

    Sorry, wenn das zu allgemein ist - ich habe alle meine Quilts selbst gemacht und kenne daher die genannten Produkte nicht. Als Richtwert: uns als zwei eher Verfrorene hält ein Quilt mit Kammerhöhe von 7 cm mit guter Matte drunter zuverlässig warm bis etwa -5 bis -7°C. In langer Unterwäsche mit Mütze. Füllmenge ca. 750g 700er Daune bei 190 oben/160 unten x 220 Länge (also sehr luxuriös), Gewicht ca 1,1 kg (Maße und Gewichte vom Einer weiß ich nicht mehr)

    Wenn ich das richtig sehe, ist der schwarze Stoff der "Verlängerungskragen" oben am Rucksack-Korpus. Solche "Ausrisse" passieren dann, wenn v.a. an dünnen Stoffen durch die Naht zu wenig Stoff gegriffen wird, also wenn die Nahtzugabe zu klein ist. Und das passiert gern, wenn die Naht innen mit diesen Bändern versäubert wird bzw. wenn das alles nur eine Naht durch das Band, den roten und den schwarzen Stoff ist. Wenn da unsauber gearbeitet wird, ist erst Recht die Nahtzugabe an manchen Stellen klein.

    Wenn die Naht einmal runderhum geht, dann kannst du das auftrennen, den ausgefransten Bereich sauber gerade abschneiden und dann neu zusammen nähen. Vorausgesetzt, dir reicht der verbleibende Bereich schwarzer Stoff nach oben und roter nach unten (genug Platz /Abstand zur Befestigung der Träger o.ä.)

    Du kannst das entweder als normale Naht machen und dann ein Band im zweiten Schritt aufnähen oder das ganze vielleicht mit einer französischen Naht machen. Wenn man den Überstand innen dann noch flach umklappt und mit einer weiteren Runde festnäht, hält das sicher. Braucht halt ausreichend Nahtzugabe aber so würde ich das machen und lieber die paar Kubikzentimeter Packvolumen opfern, wenn es irgendwie ausgeht.

    Edit: im letzten Bild sieht man einen RV, wenn da irgendwie noch eine Innentasche in dem Bereich liegt, wird es kompliziert..

    Bin "leicht" kurzsichtig, -1,5 Dioptrien oder so.

    Ich nutze eigentlich nur noch Brillen. Auf Wander-Tour habe ich eine normale und eine Sonnenbrille in Sehstärke. Die jeweils nicht gebrauchte ist in einem festen Etui, nachts in der Netztasche im Zelt oder im Schuh wie bei den anderen auch. Im Regen wird die Schirmmütze unter der Kapuze getragen, das hilft etwas gegen die schlechte Sicht durch Regentropfen. Ersatz hab ich außer der Sonnenbrille bisher nicht dabei gehabt - bin ohne ja nicht komplett blind...

    Eine Sonnenbrille ist für mich fast Pflicht (Berge, Wasser, Gravelstraßen...)

    Meine Sehstärke hat sich über die Jahre kaum verändert, deshalb kann ich die ganzen alten Brillen die sich angesammelt haben immer noch nutzen. Ich habe immer eine oder zwei "Gute", die versuche ich zu schonen, die anderen dürfen Kratzer kriegen...

    Seit ich wieder deutlich mehr mit dem Rad unterwegs bin habe ich seit 2 Jahren auch eine Sportbrille (Swisseye M-Cover) mit wechselbaren Scheiben (Schwarz, klar, orange) wobei ich die fast nur als Sonnenbrille benutze. Beim Radeln hatte ich sonst immer Probleme mit Luftverwirbelung hinter den Brillengläsern und dadurch rote Augen ;( Durch diese Sportbrille habe ich jetzt also doch eine vollwertige Zweitbrille (sieht halt doof aus).Weiterer Vorteil durch die großen Gläser der Sportbrille: in der Aeroposition auf dem Rad muss man den Nacken nicht so stark biegen. Mit der normalen Brille schaut man da sonst nämlich über die Gläser drüber. Die gebogenen, optischen Gläser für diese Sportbrillen sind leider relativ teuer aber für mich ist es das eindeutig wert gewesen.

    Das Blödeste für mich ist eigentlich Regen beim Radfahren auf der Brille oder die Salzwasserkrusten beim Segeln - da braucht man aber eh oft eine Sonnenbrille, so what...

    Seit ich mal die einzige Brille, die ich mit hatte beim Abbauen im Zelt vergessen hatte, habe ich eine Zeit lang immer Etuis benutzt - inzwischen siegt die Faulheit aber öfter mal. Die Titanbrille war damals trotz Kompressionsbeutel übrigens nicht mal verbogen!

    Kontaktlinsen nutze ich fast gar nicht mehr, weil mir das zu viel Gefummel ist - dazu kommen die nicht immer ganz sauberen Pfoten unterwegs und Probleme mit Wind und Staub, beim Radfahren Zugluft (mit Linsen noch schneller rote Augen als so schon). Der beste Kompromiss für mich waren noch die weichen Monatslinsen. Harte habe ich nicht gut vertragen. Für alle Fälle habe ich immer ein paar Tageslinsen Zuhause liegen (Wasser-Sport o.ä.) - werden aber tatsächlich sehr selten genutzt...

    Ich habe mich damit arrangiert, dass ich Brillenträger bin und freue mich einfach, dass sich bisher andere "Gebrechen" in Grenzen halten ;) Brillenträger oder nicht ist doch eigentlich ziemlich wurst beim Wandern...

    Schön, dass du zufrieden bist. Aber so eine Bridge-Kamera wäre so gar nicht das gewesen, was ich mir zugelegt hätte, wenn ich unterwegs eine extra Kamera mitnehme. Diesen mega zoom Bereich brauche ich eigentlich nie für die Art wie ich fotographieren möchte und dann sind Lichtstärke und Auflösung dieser Linsen nicht so berauschend, keine Ahnung wie gut die Stabilisierung ist... Und das betrifft ja dann die Qualität jedes einzelnen Bildes, das man macht. Dazu ist so ein Ding im Verhältnis mächtig sperrig und schwer - wenn ich mir so ein dickes Teil einpacken würde, wäre es bei mir eher eine kompakte Systemkamera mit zwei Festbrennweiten.. Aber jeder Jeck ist anders und vielleicht landest du eh wieder beim Handy (wie ich, leider) oder du lernst mit so einer Kamera mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten rauszufinden was du wirklich brauchst und hast erstmal nicht so viel Geld ausgegeben... Danke auch für die Rückmeldung, ich finde es immer interessant, für was die Leute sich dann am Ende entscheiden (obwohl ja für dich entschieden wurde ;) ) Viel Spaß beim Fotographieren jedenfalls!

    Drei Anmerkungen von mir:

    +1 für den Tailfin Träger. Ich hab den Aeropack mit einer selber gemachten Tasche, weil es damals noch nicht die Variante mit den Außentaschen gab. Oben drauf ein Gurt quer und ein Spanngummi. Was ich mag: größer als Arschrakete, bombenfest auf leichtem MTB Terrain, schnell abgemacht, kein Problem mit Carbon-Rahmen/Sattelstütze, kein Scheuern, praktisch zum packen, nicht im Weg wie Panniers beim Schieben oder Tragen. Anschraubmöglichkeiten für Cages, Flaschenhalter oder Befestigungen für zB die Zeltstangen seitlich. Ich finde etwas zusätzlichen Stauraum hilfreich, Rucksack mag ich nicht so.

    Arschteuer leider.

    Kram an der (Feder)Gabel:

    Ich habe teilweise 950 ml Flaschen in normalen Flaschenhaltern dran gehabt, die fliegen auf raueren Abfahrten dauernd raus und brauchen zusätzliche Sicherung. Zu zweit transportiere ich für uns beide oft insgesamt 4 l und hatte dann vorne auch schon 2x1,5l Nalgene in Cages dran. Das hält Bombenfest. Insgesamt ist aber zu viel Gewicht an der Gabel meiner Meinung nach suboptimal, wenn man nicht ausschließlich auf Asphalt/Forstautobahn unterwegs ist. Das Fahrverhalten der Kiste ist bescheiden...

    Gewicht:

    Du schreibst ja das unbedingt zB eine Küche mit muss. Ich ticke eigentlich auch so. Schon allein wegen dem Kaffee am morgen und der Möglichkeit was warmes in den Bauch zu kriegen wenn man wild übernachtet. Ausreichend warmes Schlafsetup/Ersatzklamotten sind mir auch wichtig, wenn man auf längeren Touren das Wetter nicht so genau absehen kann oder man die Möglichkeit für Übernachtung in den Bergen haben möchte. Aber: ich werde das nächste Mal noch viel mehr auf das Gewicht schauen. Denn sobald viele Höhenmeter oder gelegentliche Tragepassagen dabei sind, viel Wasser transportiert werden muss - es macht sich einfach jedes kg mehr wirklich stark bemerkbar - hätte ich nicht gedacht, man denkt ja immer, man hat den Kram nicht auf dem Rücken wie beim Wandern...

    Edit: Insgesamt bedeutet das für mich/uns, dass die nächste Tour auf jeden Fall spartanischer wird - vielleicht nicht ganz ultra-cycling-mässig aber auch nicht mehr mit Küche (locker -500g) und vielen Ersatzklamotten, leichterer Quilt -200, leichtere Matte -200, Tarp statt Zelt (= -200g Stangen), nur eine 10.000er power bank -300 usw...

    Ist das nicht alles ein bisschen hypothetisch mit der Rechnerei? So viel sich zuführen, wie man eben verknusen kann und reinbekommt und sich noch damit wohlfühlt-?

    Nein. Manche Dinge muss man sich vorher überlegen, weil man sonst irgendwann die Quittung bekommt.

    Also. Ich habe ja oben geschrieben, dass ich mit 4500 kcal/Tag nicht abgenommen habe. Das war auf einigen ca 6 Wochen langen Wanderungen mit milder bis moderater Belastung. Keine extremen langen Tage, keine extremen km-Leistungen oder viele Höhenmeter. Irgendwas zwischen 20-35 km/Tag, irgendwas zwischen 700 und 2500 Höhenmeter Aufstieg. Ich habe auch einen Grundumsatz von ca. 2000-2200 kcal angenommen. Keine kcal-Messung. Wiege zwischen 70-75 kg.

    Das bedeutet: jemand der Rad fährt und wirklich Druck auf das Pedal bringt, der braucht bedeutend mehr. Also so richtig viel viel mehr! Leistungsmässig im Sportklettern auf Geschwindigkeit in schwerem Grad, sicherlich auch (beim Klettern weiß ich das aber nicht und auch nicht wie genau diese kcal-Verbrauchs-Berechnungen sind!)

    Das ist kein Problem, wenn man das nicht viele Tage hintereinander macht, weil man dann genügend Reserven hat (je nach Person mehr oder weniger). Bei mir ist es so, dass ich mich in den ersten Tagen zwingen muss, genug zu essen. Wenn ich das nicht mache, dann fühle ich mich nach spätestens ca. 7-10 Tagen schlapp und verbraucht. Die Beine sind Pudding. Gleichzeitig setzt ein fieser hiker-hunger ein. Das bedeutet, man kann einfach ständig irgendwas essen. Oder man hat eine Stinklaune...

    Mit einer hohen Leistung auf dem Rad über lange Zeit habe ich nicht viel Erfahrung, weil ich einfach nicht so viel Watt auf das Pedal bringe und auch keine Lust habe, mehr als 8 oder 10 Stunden (max) pro Tag auf dem Rad zu hocken. Was ich aber von früher aus den Rennradzeiten noch weiß: wir haben geschaut, dass wir alle 15-20 Minuten etwas trinken und mindestens einmal in der Stunde etwas essen. Das waren Touren bis 220-230 km/Tag. Also nichts extremes. Mehr habe ich noch nicht gemacht. Wenn man essen und trinken hinbekommen hat, ging das eigentlich ganz gut damals. Wenn nicht, dann gab es den richtig üblen Hunger Ast, wo man sich manchmal wirklich geplagt hat oder auf den letzten km nochmal ne Tankstelle suchen musste wegen ein paar Snacks, manchmal wußte man nicht, wie man die letzten 20 km noch schaffen soll - ich hab da echt keinen Bock mehr drauf, das ist nicht schön! Außerdem ist die Erholungszeit zumindest bei mir gefühlt deutlich länger wenn ich so leer gefahren nach Hause komme..

    Dann gab es Dinge, die hat man besser vertragen, andere weniger. Manche waren besser runter zu kriegen, andere weniger. Bei mir war unterwegs die Ernährung tatsächlich ziemlich kohlehydrat-lastig, weil es sich mit Cheeseburger und Doppelwopper im Ranzen einfach nicht gut radeln lässt. Gummibärchen sind einfach leichter verdaulich. Man kann einfach ständig was nachschieben und hat nicht einmal gefühlt drei kilo auf einmal im Magen. Man sollte den Magendarmtrakt wirklich nicht zu sehr überfordern, wenn man den Körper belastet, weil die Verdauung echt viel schlechter funktioniert und man Bauchweh, Blähungen, Übelkeit, Durchfall etc bekommt, wenn man nicht aufpasst. Fett ist aufwendig von der Verdauung (macht Bauchweh) und Protein, Ballaststoffe machen Blähungen (v.a. wenn zu viel). Ich kann schon mal ein paar Pommes unterwegs essen aber insgesamt bin ich mit diesen Dingen eher vorsichtig. Wir haben hauptsächlich mit Riegeln/Gel gearbeitet und halt noch Getränkepulver verwendet. Ich bin mir aber relativ sicher, dass wir damals nicht den gesamten Verbrauch direkt unterwegs ersetzt haben. Da wir das aber nur wenige Tage hintereinander ab und zu gemacht haben war es kein Problem. Wir waren in der Summe ja auch nur wenige Stunden/Tag auf dem Rad, da bleibt genug Zeit vorher und hinterher zum ordentlich was essen. Allerdings hatte ich da auch schon manchmal Probleme mit Sodbrennen nachts o.ä. durch die großen Portionen beim Abendessen.

    Mein Bauch kann ziemlich problemlos 60-80g Kohlenhydrate pro Stunde aufnehmen - auch bei Belastung. Mehr habe ich noch nicht probiert. Im Leistungssport ist man mittlerweile glaub ich schon länger bei 100 oder 120 g - wobei dann oft wieder Fruktose mit benutzt wird und die Leute sich langsam daran gewöhnen müssen.

    Ich habe es jetzt schon mehrfach geschrieben, aber Maltodextrin in der Trinkflasche sind für mich die am leichtesten aufgenommen kcal. Es geht einfach so. Man merkt es nicht, man muss nicht kauen, man hat keine trockenen Krümel im Mund, es schmeckt nicht furchtbar, es fährt einem nicht hinterher im Bauch rum usw. Dazu ist es billig. ABER: großer Disclaimer: ich habe das getestet ob ich es vertrage und verwende es nicht im Dauerbetrieb, weil ich noch nicht weiß, wie sich das gesundheitlich auswirkt. Aber ob jetzt die Snickers-Haribo-Diät so viel besser ist, weiß ich auch nicht... Protein esse /trinke ich abends und nicht unterwegs..

    Das sind jetzt aber nur meine Erfahrungen mit moderater Belastung auf dem Rad oder zu Fuß...

    Wenn man wirklich den gesamten Verbrauch während der Aktivität nachführen will, dann muss man sich wahrscheinlich bei den Leuten umsehen, die sowas wie das TCR oder ähnliche Ultra-Rennen fahren und sich daran orientieren (die müssen mit dem klar kommen was man unterwegs kaufen kann) oder man schaut bei den Profis der Tour de France, wobei ich glaube dass diese Leute trotzdem alle während solcher Veranstaltungen abnehmen...

    Wenn man es schafft, dann nur mit extremer Disziplin und guter Planung. Wahrscheinlich muss man dann ständig essen, wenn man nicht schläft und man das auch gewöhnt sein. Ich könnte nie im Leben am Tag 6000-10000 kcal futtern! Schon gar nicht mit gesundem Essen, weil dann die Portionen echt riesig werden...

    Was oben richtig gesagt wurde: Muskelaufbau und Regeneration braucht auch Energie - das bedeutet, das man zusätzliche kcal aus nicht Protein (also Fett+Kohlehydrate) braucht - on top. Ich denke aber auch, dass bei harter Dauerbelastung wie bei den genannten Rennen es eh nicht möglich ist, alle kcal direkt wieder aufzunehmen und auch gar nicht die Zeit für ausreichende Regeneration ist - aber das ist ein anderes Thema als das hier diskutierte...

    Ich fände es auch interessant, hier mal von jemand zu lesen, der Erfahrung mit harten dauerbelastungen über einen sehr langen Zeitraum hat...

    Allein darauf zu setzen, dass ich über Fettverbrennung dauerhaft gute Leistung erbringe, funktioniert für mich nicht. Joggen auf nüchternen Magen empfinde ich als unnötig anstrengend, zudem ist die Regeneration danach deutlich verlängert.

    Den Fettstoffwechsel kann man durchaus trainieren - was aber nicht von heute auf morgen geht. Nüchterntraining macht man soweit ich weiß heute praktisch kaum noch, weil das die Qualität der Trainings-Session verschlechtert und eben die Regeneration verlängert. Also lieber auf die Trainingsqualität achten (außer in Ausnahmefällen vielleicht).

    Wenn du sowas wie Malto in die Flasche machst, da kannst du locker 60 g in 750 ml auflösen - wenn du es dicker ansetzt und noch eine separate Wasserflasche benutzt, geht bestimmt noch mehr. Maltodextrin ist praktisch reine Glukose (als längere Kette von Glukose-Molekülen). Es ist leicht mitzunehmen, es schmeckt wirklich relativ neutral, ich habe keine Probleme das zu trinken. Es fällt mir so wirklich sehr viel leichter, die Kohlenhydrate aufzunehmen und vertrage es auch gut. Ich mache das aber nur, wenn ich kein oder nicht genug "normales" Essen runter kriege.

    Orangensaft würde ich dafür jetzt nicht nehmen, falls du auch noch Fruktose-Probleme hast. Ich hab es jetzt nicht alles nachgerechnet. Du hast ja gesagt dass du nicht snacken bzw möglichst wenig kauen willst - das was du da jetzt aufführst, ist nicht gerade flüssig ;) Aber ich kann problemlos 4-6 Snickers am Tag essen ;) 200g Schoki esse ich normalerweise nicht am Tag aber Nutella hat ähnlich viel Kohlehydrate wie Schokolade, nur so als Gedanke ;) Gummibären sollten in der Mischung auch nicht fehlen , wenn es vom Fruktose-Gehalt bei dir geht. Dazu verschiedene Riegel oder Gele ohne Fruktose testen...

    Taste dich doch einfach mal ran, was für dich funktioniert. Unbedingt nicht auf der richtigen Tour alles auf einmal ausprobieren, nicht dass es Probleme mit der Verträglichkeit gibt - ich finde es macht schon Sinn, verschiedene Dinge einfach auszuprobieren, damit man weiß was für einen selbst gut funktioniert.

    Ich habe bei mir mal grob einen Grundumsatz ausgerechnet und dann bei Langstreckenwanderungen 2500 kcal oben drauf geschlagen. Ich habe keine Sportuhr und weiß auch nicht wie genau die Messungen da sind. Aber so habe ich jedenfalls auch auf längeren Touren über mehrere Wochen mein Gewicht gehalten, dh ich hatte wohl kein relevantes kcal-Defizit.

    Ich sag es nochmal: ich glaube wirklich nicht dass du diese extremen Mengen brauchst, wenn du nicht 6 Wochen am Stück jeden Tag diese Belastungen hast. Wenn es die gelegentlichen Touren sind, wirst du nicht die ganze Menge direkt nachführen müssen. Dann reicht es während der Aktivität einen Teil zu sich zu nehmen und sich an den Tagen vorher und hinterher gut vollzufuttern....