Alternatives Tragesystem: UL "Beyond Broken" Hüftsack

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Danke fürs Teilen! Ich finde es super, dass du das Problem so direkt und zielstrebig angehst! Das Ergebnis sieht doch super aus. Und dass man direkt die nächste Version mitdenkt, gehört dazu.

    Wie trägt er sich bei realistischer Beladung?

  • Danke fürs Teilen! Ich finde es super, dass du das Problem so direkt und zielstrebig angehst! Das Ergebnis sieht doch super aus. Und dass man direkt die nächste Version mitdenkt, gehört dazu.

    Danke für die lieben Worte <3

    So, hier ein Bild am Mann. Ist aber deutlich mehr drinne, als für mich realistisch ist. Damit er nicht zu schlaff ist, habe ich zusätzlich einen GramXpert eLite Quilt Apex 67 und einen GramXpert eLite Quilt Apex 133 gepackt (also insgesamt drei Quilts). Ohne diese zwei zusätzlichen Quilts wäre der Sack bis knapp über der gelben Dyneema Schnur gepackt (aber halt zu schlaff). Es fehlen nur Snacks (Müsliriegel und so), Spiritus und Wasser.

    Die Zeltstangen die ich ursprünglich als Stabilisierung einsetzen wollte, habe ich jetzt weggelassen. Die gelbe Dyneema Schnur ist übrigens nicht auf Spannung (damit habe ich die Wirkung der geplanten Lastkontrollriemen getestet).

    Für die nächste Version ist geplant:

    - Volumen reduzieren, vorrangig in der Höhe. Ggf. auch in der Breite.
    - Frontmesh kleiner und viel fester (siehe das erste Bild hier RE: Alternatives Tragesystem: UL "Beyond Broken" Hüftsack)
    - Keine reine rechtechige Form, sondern den Boden leicht gewölbt (der Sack kann weiterhin tief getragen werden, kommt aber nicht mit dem Po "ins Gehege").
    - Lastkontrollriemen (sollen ungefähr dort ansetzen wo die gelbe Dyneema Schnur ansetzt und bis zur oberen Leiterschnalle am Hüftgurt gehen. Diese sollen gleichzeitig der Kompression dienen
    - Befestigung für Wasserhalter direkt auf den Leiterschnallen am Hüftgurt
    - Rolltop mit PE-HD steifer machen.
    - Eventuell kleine Meshseitentaschen für Kleinzugs (z. B. ein Apfel oder 0,5 Wasser oder Snacks).

    Das jedenfalls die Pläne, mal schauen, ob ich alles umgesetzt kriege. 8)

  • Der nächste Schritt: Leichte Flaschenhalter.

    Natürlich wieder nach einem Rückenwirbel benannt: Beyond Broken C1 "Flaschenhalter"  ;)

    Der Halter setzt genau am Gurtband zum Hüftgurt an und ist damit vom Schwerpunkt ideal befestigt.

    Genäht aus diesen Netzstoff: https://www.extremtextil.de/netzstoff-robu…d-106g-qm/70293

    Zur Befestigung habe ich das kleine Teil hier von verwendet https://www.extremtextil.de/brustgurt-vers…eschlitzt/72374

    Das nächste Mal verwende ich wahrscheinlich dese hier (25 mm ist eigentlich zu groß): https://www.extremtextil.de/sternum-split-…25mm-20mm/71247

    Eine Halterung wiegt 19 g. 8)

  • Stolz präsentiere ich euch den Beyond Broken Th2 "Hüftsack".

    Korpus 174,6 g
    Vier Flaschentaschen: 63 g (1x 19 g, 1x 18 g, 1x 14 g, 1x 12 g)
    Huckepacks Hüftgurt: 66 g
    Huckepacks beiPack lite: 48 g
    Gesamt: 351,6 g

    Der Th2 hat gegenüber dem Th1 folgende Verbesserungen/Änderungen erhalten:

    - Der Korpus ist 73 g leichter und unter 200 g
    - Volumen in der Höhe reduziert
    - Frontmesh kleiner, fester und leichter
    - Unten leicht runde Form
    - Lastkontrollriemen bzw. Seitenkompressionsgurte
    - Steifer Rolltop

    Das Volumen des Korpus ohne Mesh müsste (die Rundung unten ignoriert) betragen:

    - so wie er auf den Bildern gepackt ist (ca 20 cm hoch): 10,5 Liter
    - maximal gepackt (Rolltop 1,5 gedreht): 13,1 Liter
    - in voller Höhe (ohne Rolltop zu schließen): 23,1 Liter

    Zu erkennen ist die leicht runde Form des Bodens. Ebenso ist eine der zwei Gummischlaufen für die Zeltstangen zu sehen. Dort setzt auch das Gummiband für die Isomatte an.

    Der Lastenkontrollriemen setzt am Dreisteg vom Huckepacks Hüftgurt an. Damit wirkt die Kraft der Lastenkontrolle präzise am richtigen Ort:

    Der Rolltop wurde mit PE-HD verstärkt. Die Nähte wurden mit Kantenband abgeschlossen. Das habe ich aber nur gemacht, da das Material ausgefranst ist. Ist interessanterweise bei dem Th1 nicht passiert.

    Die hinteren Flaschenhalter sind hinter dem Dreisteg vom Huckepacks Hüftgurt auf dem oberen und unterem Gurtband befestigt. Auf dem übernächsten Bild ist die untere Befestigung zu sehen.

    Die vorderen Flaschenhalter sind mit Gummiband angebunden: Am Flaschenhalter ist eine senkrechtes Gurtband angenäht, dass alle paar Zentimeter mit dem Mesh vernäht ist. Das Gummiband wird erst durch die Schlafe/Gurtband am Hüftgurt, dann am Flaschenhalter gewickelt. Auf dem nächsten Bild sieht man die Enden des Gummibands (dort wo der große Tanka ist). Auf dem übernächsten Bild sieht man das Gurtband und die Schlaufen. Die Befestigung will ich aber noch optimieren.

    Es wird noch mindestens eine weitere Version geben ;). Wenn ich mit allem zufrieden bin, wird der Sack in Ultra genäht.

    Wenn der Probespaziergang morgen erfolgreich ist, werde ich mit diesem Setup und einem BW von 2996 g auf den Saar-Hunsrück-Steig starten 8)

    Einmal editiert, zuletzt von der_wanderer (18. Juli 2026 um 20:09)

  • Es tut mir total leid, aber ich kann uns Verrecken leider nicht wiederfinden was ich suche. Deshalb kann ich es leider nicht verlinken und es wird schwer das zu beschreiben.

    Ich habe mal ein MYOG Projekt gesehen, wo eine große Hüfttasche links und rechts auf die Beine runter geht und dort am Oberschenkel fixiert wurden. Ist jetzt irgendwie doof zu beschreiben. Aber in Summe war das echt viel Volumen. Alles eng um die Hüfte und Oberschenkel verteilt. Ich würde es wie eine Fahrradtasche für den Gepäckträger beschreiben mit einem Mittelteil oben und den Seiten. Keine Ahnung ob das Bild irgendwie hilft

    Das Projekt sah definitiv super interessant aus. Vielleicht hat das ja noch jemand anderes gesehen und kann es verlinken? Das war irgendwo auf einem kleinen Blog. Tut mir leid, dass ich es jetzt nur so grob umschreiben kann.

  • Sehr coole Idee und Umsetzung der_wanderer !

    Ich habe auch Probleme mit den Schultern und habe deshalb schon etliche große Hüfttaschen ausprobiert.

    Die größte Hüfttasche am Markt ist meines Wissens nach die Badlands Monster. Die zweitgrößte die Bergans Budor (inzwischen in Hogna Hip Pack 11 umbenannt). Beide haben, und das ist bei so großen Hüfttaschen notwendig imho, einen versteiften Bereich, der am Rücken anliegt und der Tasche Stabilität verleiht. Bei der Budor ist das eine dünne Metallplatte, die seitlich ungefähr bis knapp vor die Hüftknochen läuft. Also ähnlich wie bei Rucksack-Tragegestellen, nur steifer.

    Auf den Fotos sieht die Merkmale der Tasche recht gut: https://www.bergans.com/de/p/3764-hogna-hip-pack-11

    Außerdem hat die Budor einen Rückenbereich eine Art Styropor oä. eingearbeitet, das nicht nur für Polsterung/Komfort am Rücken sorgen soll, sondern auch an die natürliche Wölbung unseres Rückens angepasst ist. Die Monster hat diese Wölbung, die in den Rücken hineingeht, nicht und ich habe sofort den Unterschied gespürt. Die Budor passt sich quasi meinem Rücken an, während die Monster nur steif ist und daher für mich untragbar war.

    Die Budor hatte ich schon im Urlaub erfolgreich als einziges Gepäckstück mit, aber für Schlafsack, Zelt und Isomatte, geschweige denn viel Nahrung und Wasserflaschen, ist leider zu wenig Platz. Ich denke aber, dass der Grundaufbau dieser Tasche (steife Platte + Rückenwölbung) ziemlich ideal ist.

    Sie hat, wie du es auch schon richtig erkannt und bei dir eingebaut hast, auch Straps, die den oberen Bereich der Tasche näher an den Hüftgurt zurren. Ich glaube aber, dass es noch effektiver wäre, einfach die integrierte Metallplatte zu vergrößern - also eine noch höhere Platte rund im dir Hüfte zu haben. Damit hätte man noch mehr Stabilität und noch mehr Platz für Stauraum.

    Extrem wichtig ist bei solch schweren, großen Hüfttaschen auch, dass der Hüftgurt sehr breit ist. Bei den meisten Produkten ist dieser viel zu schmal. Dadurch baumelt die Tasche mehr und drückt vorne in den Bauch hinein. Bei der Budor ist er großteils schön breit, bis auf den vorderen Bereich, wo die Schnalle liegt.

    Ich glaube sogar, dass die Tasche am stabilsten und komfortabelsten auf der Hüfte sitzen würde, wenn Metallplatte + Polsterung um die komplette Hüfte herumgehen würden. Damit hätte man auch die Möglichkeit im vorderen Bereich (links und rechts von der Schnalle) noch Stauraum anzubringen. Zusätzliches Gewicht vorne würde auch die Lastverteilung verbessern.

    So viel mal zu meinen Erfahrung und Ideen :) Ich hatte schon selbst vor, mich an das Thema MYOG ranzuwagen, aber bisher habe ich es nicht geschafft. Bin gespannt, wie es bei dir weitergeht und bin jederzeit für Austausch zu haben.

    Übrigens hätte ich noch Ideen für einen Rucksack, der gar nicht auf den Schultern aufliegt, aber auch nicht mittels einengendem Brustgurt oben befestigt wird. Aber das ist eine andere Geschichte 😅

    2 Mal editiert, zuletzt von Balu (25. Juli 2026 um 15:46)

  • Danke Balu . In dem ersten Faden zum Thema (der sich mehr auf die Konzeption und Ideensammlung dreht) wurde die radical design Taschen empfohlen; die könnten dich interessieren. Da finde ich den Hiplite passend. Leider sehr schwer, aber mit einem Volumen von 22 Litern spielt er in einer anderen Liga. Die 11 Liter vom Hogna Hip Pack 11 sind für eine Hüfttasche viel, aber wie du selber sagst, viel zu klein.

    Ich tüftle gerade an zwei Dingen an meinem Th2:

    - Bequemlichkeit und Sitz sollen verbessert werden.
    - Transport von Wasser soll verbessert. Ziel ist es, dann ich prinzipiell 6 Liter Wasser transportieren könnte und zwar ohne herumbaumeln der Flaschen, ohne dass die Flaschen und die Arme sich ins Gehege kommen und ohne, dass der Sack nach hinten gezogen wird.

    Wenn ich wieder einen vielversprechende Zwichenstand habe, werd' ich es hier posten. (Aktuelle Ideen: Huckepacks Hüftgurt mit vertikalen PE-HD-Steifen verstärken und Gurtband hinter dem Rücken langführen. Beides soll den Sitz verbessern. Mittelfristig werde ich vermutlich einen eigenen Hüftgurt nähen, um auch, so wie du sagst, die Länge/Höhe anzupassen, wenn das nötigt wird.)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!