Leichte Kocher, die "Über-Kopf-Betrieb" der Gaskartusche erlauben

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Nachdem ich mich unterwarteterweise intensiv mit der Entmischung von Propan und Butan während des Kochbetriebs beschäftigt habe, erwäge ich, einen Kocher anzuschaffen, mit welchem die Gaskartusche "umgekehrt" betrieben werden kann. (Bisher habe ich mit einem MSR Pocket Rocket gekocht... Einfachkeit und kleines Packmass waren mir wichtig, ebenso ein "zuverlässiger" Hersteller.)

    Hier interessiert mich euer Schwarmwissen zu den diversen Modellen:

    Interessant finde ich z.B. den "Fire Maple Blade 2 Titan", aber es gibt ja auch andere wie etwa den "Kovea Spider". Was sind eure Erfahrungen?

  • Den Thread nebenan https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/14…er-f%C3%BCr-2p/ hast Du gesehen?
    Was für manche auch noch wichtig sein könnte, und wo vielleicht nicht sofort dran gedacht wird:
    -Viele Schlauchkocher sind deutlich lauter als Aufschraubkocher (ein Verkäufer bei Globetrotter meinte mal "alle mir Vorheizshlaufe, keine Ahnung ob das stimmt)
    -viele Schlauchkocher (die, wo die Regelung am Kartuschenende und nicht am Kocherende des Schlauches ist) lassen sich deutlich schlechter regulieren.
    -ich habe selbst einen Optimus Vega (bestimmt nicht der leichteste Schlaufkocher mit ca. 180g)) der beide genannten Nachteile hat, und wie im anderen Thread genannt, mit China Butan bei 5 Grad trotz Vorheizschlaufe erstmal wenig Power hat).

  • Bin dort eigentlich nie mehr unterwegs, aber Danke für den Hinweis...

    -Viele Schlauchkocher sind deutlich lauter als Aufschraubkocher (ein Verkäufer bei Globetrotter meinte mal "alle mir Vorheizshlaufe, keine Ahnung ob das stimmt)
    -viele Schlauchkocher (die, wo die Regelung am Kartuschenende und nicht am Kocherende des Schlauches ist) lassen sich deutlich schlechter regulieren.

    Das ist für mich ok. Habe ja auch einen Pocket Rocket, und der klingt wie er heisst ;)

    -ich habe selbst einen Optimus Vega (bestimmt nicht der leichteste Schlaufkocher mit ca. 180g)) der beide genannten Nachteile hat, und wie im anderen Thread genannt, mit China Butan bei 5 Grad trotz Vorheizschlaufe erstmal wenig Power hat).

    Das hängt wohl mit dem China n-Butan zusammen. Wenn (selbst nur wenig) Propan in der Mischung drin ist, sollte das funktionieren, da der Druck des Propans das (n/iso)-Butan in die Vorheizschlaufe hineindrückt, und bei invertiertem Betrieb der Propananteil mit der Zeit nicht abnehmen sollte.

    Beim FireMaple würde mich die Verarbeitungsqualität interessieren. Auf Amazon gibt es ein paar Kommentare, dass der Schlauch kaputt gegangen sein...

  • Interessant finde ich z.B. den "Fire Maple Blade 2 Titan", aber es gibt ja auch andere wie etwa den "Kovea Spider". Was sind eure Erfahrungen?

    Den FireMaple habe ich aktuell, baugleich in Edelstahl. (Wird aber nicht mehr produziert)
    Dünnes Vorheizröhrchen, "pumpt" im Flüssiggas-Modus. Ist moderat im einstelligen Bereich einzusetzen.
    Selbst auf Volldampf empfinde ich den Brenner nicht als besonders laut.

    Kovea Spider hatte ich vor langer Zeit. Er hat aber im einstelligen Bereich deutlich geschwächelt.
    Das übliche pumpen mit reduzierter Flamme. Der Flüssiggas-Modus würde vielleicht mit reinem Propan funktionieren.

    Der bisher beste ist der MSR WindPro2. Der hat ebenfalls ein recht dünnes Vorheiz-Röhrchen, was aber über eine längere Strecke über den Brennerkopf gebaut wurde. (Leider der schwerste)

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Aber auch das hat seine physikalischen Grenzen ...

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Viele Schlauchkocher sind deutlich lauter als Aufschraubkocher (ein Verkäufer bei Globetrotter meinte mal "alle mir Vorheizshlaufe, keine Ahnung ob das stimmt)

    Das ist kompletter Dünnsinn!
    Die Geräuschentwicklung ist abhängig von der Bauart und Form des Brennerkopfes.

  • Den FireMaple habe ich aktuell, baugleich in Edelstahl. (Wird aber nicht mehr produziert)
    Dünnes Vorheizröhrchen, "pumpt" im Flüssiggas-Modus. Ist moderat im einstelligen Bereich einzusetzen.

    Mit einstellig meinst du 0-10°C? Oder minus 10 bis 0°C? Für unter Null und Schnee nehme ich definitiv einen Benzinkocher. Es ginge jetzt mehr um den Bereich, in welchem ich die Gaskartusche (eben wenn sie nicht mehr so voll war) mit irgendwelchen Tricks oder den Händen wärmen musste, damit der Kocher ordentlich brannte. Also z.B. Lappland Ende August oder in den Einsatz im Sommer und Randsaison in den Alpen auf über 2000 m.

  • Aber auch das hat seine physikalischen Grenzen ..

    Jetzt wo ich alle diese Dampfdruckfunktionen für die Gase als Programmcode habe, kann ich ja mal mitrechnen ;)

    Im Beispiel wird die MSR-Gasmischung verwendet. Diese besteht aus 25% Propan und 75% iso-Butan.

    Bei -20°C hat diese einen Dampfdruck von 1.15bar. Bei -27°C nur noch 0.87bar, d.h. weniger als Atmosphärendruck! Und das alles auch nur, wenn wirklich noch die Originalmischung drin ist und der Propananteil nicht bereits abgenommen hat.

    Wenn man unter diesen Bedingungen das Ventil öffnet, und das Ventil keinen Widerstand bietet, würde sogar Luft von aussen in die Kartusche hineinströmen!

    Diese Drücke reichen offensichtlich nicht aus, um das flüssige Gas in und durch die Vorheizschlaufe zu drücken. Wenn das flüssige Gas in der Schlaufe verdampft, gibt das natürlich während des Betriebs auch einen Gegendruck. Das Gas in der Flasche muss also wirklich einen Druck deutlich über 1bar bringen.

    Das passt also bestens zur Erfahrung im 2. Video...

    Ich denke, bei solchen Temperaturen muss man mit einer wärmeren Kartusche beginnen (bei -5 Grad hat man 2 bar Dampfdruck, d.h. 1 bar Überdruck) und dafür sorgen, dass die Temperatur der Kartusche nicht zu stark absinkt. Betrieb über Kopf hilft dabei, da dann keine Verdunstungskälte im der Kartusche anfällt. Und es muss genug Abwärme des Kochers zum Kanister gelangen, so dass der sagen wir nicht unter minus fünf Grad fällt.

  • Den FireMaple habe ich aktuell, baugleich in Edelstahl. (Wird aber nicht mehr produziert)
    Dünnes Vorheizröhrchen, "pumpt" im Flüssiggas-Modus.

    Ist das Pumpen störend? Ich meine, war das für dich in einem Bereich, bei dem du dachtest, ups, das ist nicht gut?

    Der WindPro sieht ja nett aus, aber ist nochmals ca. 100 g schwerer...

  • Ist das Pumpen störend? Ich meine, war das für dich in einem Bereich, bei dem du dachtest, ups, das ist nicht gut?

    Also wenn ich mich nicht gerade drauf konzentriere, ist es okay. Auf der anderen Seite weiß ich leider wie schön, gut konstruierte Brenner schnurren können. :rolleyes:
    Dazu kommt, dass ich den Kocher bei kühleren Temperaturen noch nie wirklich lang am Stück verwendet habe. Kann also nicht sagen, ob es auf Dauer nervt ...

  • Den FireMaple habe ich aktuell, baugleich in Edelstahl. (Wird aber nicht mehr produziert)
    Dünnes Vorheizröhrchen, "pumpt" im Flüssiggas-Modus. Ist moderat im einstelligen Bereich einzusetzen.

    Mit einstellig meinst du 0-10°C? Oder minus 10 bis 0°C? Für unter Null und Schnee nehme ich definitiv einen Benzinkocher. Es ginge jetzt mehr um den Bereich, in welchem ich die Gaskartusche (eben wenn sie nicht mehr so voll war) mit irgendwelchen Tricks oder den Händen wärmen musste, damit der Kocher ordentlich brannte. Also z.B. Lappland Ende August oder in den Einsatz im Sommer und Randsaison in den Alpen auf über 2000 m.


    Da funktioniert der Fire-Maple einwandfrei.

    Man muss nur nach dem Vorheizen und Umdrehen der Kartusche etwas herunterregeln, schließlich wird dann Flüssiggas durchgeleitet mit entsprechend höherer Leistung.

    Fire Maple Blade 140 Gramm

    Optimus Vega 184 Gramm

    Probleme mit dem Schlauch des FMS hatte ich nicht. Allerdings hab ich ihn Mal angekokelt. Ich hatte nicht mit Ersatzteilen gerechnet, aber im Gegenteil, der Ersatz war problemlos und günstig.

    Moderatoren Könnte man die einzelnen Antworten mit Tags versehen, damit sich wiederholende Beiträge zum gleichen Ausrüstungsteil besser finden lassen?

  • Der Soto Stormbreaker ist extrem leise und wird nur mit Kopfüber Gaskartusche betrieben.

    Dazu noch sehr Windstabil. Auch braucht er mit Benzin nicht vorgewärmt werden.


    Gruß Konrad

    Dauerdraußenschläfer

  • Der Soto Stormbreaker ist extrem leise und wird nur mit Kopfüber Gaskartusche betrieben.

    Der sieht gut aus!

    Wieviel wiegt der denn? Auf der Webseite von Soto finde ich 273 g, Stimmt das wirklich? Der MSR WindPro 2 wiegt nur 187g, und der FireMaple Blade 2 Ti 135g.

    Mein PocketRocket2 wiegt 73g. Ich nähme +100g in Kauf für ein Überkopf-System. Am Ende spart das wohl auch Gas, da bei tieferen Temperaturen die Brennleistung höher und die Kochzeit verringert wird, und weil die Bodennähe es einfacher macht, einen Windschutz zu improvisieren. Aber +200g sind mit da zu viel...

  • Die träge Reaktion der Schlauchkocher, auf Änderungen am Regelventil, hängt mit der "langen Leitung" zusammen.

    Zum Stormbreaker hatte ich mir als Empfehlung gemerkt, nur den Startvorgung mit aufrechter Kartusche durchzuführen und anschließend, - wenn die Vorheizschlaufe erwärmt ist - in den Überkopf-Modus zu wechseln. Quelle war ein Bialetti-Nutzer mit Stormbreaker auf einem verregneten Mopedtreffen => Kochen im Zelt.

  • Die träge Reaktion der Schlauchkocher, auf Änderungen am Regelventil, hängt mit der "langen Leitung" zusammen.

    Zum Stormbreaker hatte ich mir als Empfehlung gemerkt, nur den Startvorgung mit aufrechter Kartusche durchzuführen und anschließend, - wenn die Vorheizschlaufe erwärmt ist - in den Überkopf-Modus zu wechseln. Quelle war ein Bialetti-Nutzer mit Stormbreaker auf einem verregneten Mopedtreffen => Kochen im Zelt.

    Das macht schon Sinn, denn sonst ist der Propan-Anteil verbrannt und wenn es dann kälter wird. Darin vermute ich auch das Dilemma. Bei wärmerem Wetter wird die Kartusche nach oben stehend benutzt und wenn sie dann leerer wird und es dazu noch kälter wird, dann funktioniert der Flüssiggasbetrieb nicht richtig. Schuld ist in dem Fall aber nicht das Gas, sondern der Benutzer, der die Ursache schon weit vorher, eventuell auf einer längst vergangenen Tour gesetzt hat.

  • Ahoj ULgeher,

    ich habe mir den GSI Pinnacle 4 Seasons für Touren im Herbst und Lappland mit eventuell erwartbaren Temperaturen im einstelligen Minusbereich zugelegt. So kalt wurde es aber auf der Tour, wo er mit im Rucksack war, nicht. Der Kocher wurde also nur im Normalbetrieb ohne Kartusche umdrehen betrieben. Aktuell ist es natürlich zu warm für einen Wintertest. Ich besitze nur 2 Gaskochen (den GSI und ein No Name Aufschraubkocher), bin also kein Gaskocherspezialist.

    Ich bin voll zufrieden mit dem GSI Kocher, die Vorteile des Kochers, aus meiner ganz persönliche Sicht, sind das kompakte Packmaß (Höhe x Umfang ca. 8,5 x 16,5 cm) und die drehbar gelagerte Brennstoffleitung. Das Gewicht beträgt laut meiner Waage (Kocher 160 g + Beutel 6 g). Das Flammenfeld ist eher klein und konzentriert.

    Einen Vergleich zwischen dem von Dir erwähnten Kovea Spider und dem GSI Pinnacle 4 Seasons findest Du im ODS Forum:

    Vergleich: Kovea Spider vs. GSI Pinnacle 4 Season Stove - outdoorseiten.net
    Das Forum von Outdoorseiten.net bietet Informationen und Austausch über alle Themen des Outdoorlebens.
    www.outdoorseiten.net

    Falls Du eventuell Fragen zum GSI Kocher hast, melde Dich einfach.

    Sonnige Grüße

    Z

  • Der Kocher wurde also nur im Normalbetrieb ohne Kartusche umdrehen betrieben.

    Den GSI Pinnacle 4 Seasons hatte ich einige Zeit in Verwendung und war bis auf die kalten Tage recht zufrieden mit dem Teil.

    Die leichte Outdoorküche - Tips, Tricks, Ideen, Lösungen, Gewichte - Seite 22 - outdoorseiten.net
    Das Forum von Outdoorseiten.net bietet Informationen und Austausch über alle Themen des Outdoorlebens.
    www.outdoorseiten.net

    Am Ende war mir das Flammenbild vom Brenner zu punktuell und der "Duschkopf" zu laut.
    Auch der GSI Pinnacle hat (bei mir) im Flüssiggas-Modus" gepumpt".

  • Der Soto Stormbreaker muss nach dem Starten direkt auf Kopf gederht werden,

    sonst kann er Schaden erleiden. So stehts in der BA.


    Gruß Konrad


    edit: Habs gefunden!


    Kannst du mir mal bitte zeigen wo? Ich betreibe den schon immer mal nur mit Gas und stehender Kartusche.

    Soto Stormbreaker Bedienungsanleitung

    Ähnlich wie beim "Muka" der angeblich nicht für Gas geeignet ist ....

    OD-1ST-German-Manual.pdf

    Bild: SOTO

    Einmal editiert, zuletzt von Carsten K. (14. Juni 2026 um 18:56)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!