European Divide Trail - der Planungsthread

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  • In Kombination mit der Fähre Travemünde-Helsinki (30h), dann den Nachtzug bis Rovaniemi (12h), 12h Bus bis nach Utsjoki und am Ende noch mal 4 h Bus bis nach Kirkenes (mit mindestens einmal umsteigen) ist dann schon arg mühsam. Da scheinen 2 Tage ab Bodo auf dem Schiff mit einem kleinen Zwischenhalt in Tromso schon um einiges komfortabler :D

    Da geb ich dir recht, dass das lange dauert. Aber wenn du keine Eile hast und den Weg nicht nur als Anreise sondern als kleine Reise für sich siehst, ist es schon um einiges entspannter.

    Ich bin Ende 2025 mit dem Zug über Hamburg, Kopenhagen (Übernachtung im Hotel), Stockholm und dann per Fähre (Vikingline über Nacht) nach Helsinki. Dort dann ein bisschen Sightseeing und dann mit dem Nachtzug rauf nach Kemijärvi (über Rovaniemi).

    Zurück ging’s dann auch mit Finnlines von Helsinki nach Travemünde.

    Da kann man je nach Route, dann schön ein paar Städte mitnehmen. Und die Gepäckaufbewahrung im Bahnhof in Helsinki ist, wie ich finde, ziemlich günstig. Für ein echt großes XL-Fach, 10€ für 24 Stunden.

  • Da geb ich dir recht, dass das lange dauert. Aber wenn du keine Eile hast und den Weg nicht nur als Anreise sondern als kleine Reise für sich siehst, ist es schon um einiges entspannter.

    Das ist der Plan, aber ich glaube die Option über die Küste Norwegens ist schöner als die über Helsinki und auch um einiges entspannter, da man nicht so oft umsteigen muss. Helsinki war ich schon, Oslo und Bodo und Tromso noch gar nicht. daher gehe ich jetzt eher auf die Option über. Mir war es aber auch wichtig, mal alle Möglichkeiten aufzulisten, nicht jeder hat die gleichen Bedürfnisse.


    izi : werde ich studieren, danke.

    Edit : macht bei uns sogar die Schweizer Post. Anscheinend um die 100 Euro/Paket.

    Einmal editiert, zuletzt von Patirou (18. Februar 2026 um 14:08)

  • Falls du dich doch noch umbesinnst (die Variante mit dem Schiff würde ich dir auch empfehlen und Tromsø ist einen Aufenthalt auf jeden Fall wert) auf die Finnland-Variante: Fahr doch spätestens ab Inari mit dem Rad und nimmt die tolle Landschaft mit - ich hatte anno 2000 das Glück, per Zufall an eine privat organisierte Gruppenradtour durch Lappland zu geraten und denke sehr gerne an diese Tour zurück. Die Anreise erfolgte allerdings aus Zeitgründen bis Ivalo mit dem Flieger.

  • Falls du dich doch noch umbesinnst (die Variante mit dem Schiff würde ich dir auch empfehlen und Tromsø ist einen Aufenthalt auf jeden Fall wert) auf die Finnland-Variante: Fahr doch spätestens ab Inari mit dem Rad und nimmt die tolle Landschaft mit - ich hatte anno 2000 das Glück, per Zufall an eine privat organisierte Gruppenradtour durch Lappland zu geraten und denke sehr gerne an diese Tour zurück. Die Anreise erfolgte allerdings aus Zeitgründen bis Ivalo mit dem Flieger.

    Das Ding ist, die geplante Route ist schon Kirkenes-Inari. Wir würden es also doppelt fahren.

  • Hallo Patirou!

    Bei uns in der Nähe verläuft der EDT durch den Truppenübungsplatz Senne. Meistens ist die allerdings wegen Übungen gesperrt. Wenn das bei euch auch der Fall ist, kommt ihr fast zwangsläufig durch unseren Ort. Falls ihr da irgendetwas braucht, seid ihr herzlich eingeladen.

    Das gilt natürlich für alle Foristen und EDTler.

    Zwei EDTler haben schon bei uns gehalten.

    mfg

    der Ray

    Einmal editiert, zuletzt von derray (18. Februar 2026 um 16:51)

  • möglichst technisch einfachen Bikepacking-Route quer durch Europa sein, inspiriert vom Great divide Trail in den USA

    Der Great Divide Trail ist ein etwas anspruchsvollerer Hiking-Trail (eher eine Route) in Kanada. Es ist die nördliche Verlängerung des Continental Divide Trail in den USA.

    Du meinst vermutlich die Great Divide Mountain Bike Route, die durch beide Länder verläuft, eben auch etwa entlang der großen Wasserscheide Rocky Mountains.

  • Was außerhalb Norwegens kaum bekannt ist: Hurtigruten und Havila als die beiden staatlich beauftragten Kystrute Betreiber sind primär öffentlicher Nah und Fernverkehr. Bei Reisen bis ich glaube 24h braucht es keine Kabine und es ist vergleichsweise sehr günstig. So sieht man auf den Schiffen viele Studenten und co von Tromso auf die Lofoten fahren etc. wenn Zeit keine Rolle spielt, könntest du entsprechend mit mehreren Stops auf diese Weise günstig reisen.
    Das Stichwort ist „Port to Port“.

    Wir haben das vor einigen Jahren mal ab Bergen in Richtung Norden gemacht - ich weiß aber nicht mehr genau wo wir ausgestiegen sind. Es war auch spontan ohne große vorherige Reservierung.

    Es waren auch mehr als 24 Stunden am Stück, denn ich weiß dass wir nachts im Salon die Matte ausgerollt haben..

    Das ist in der Tat auf vielen Verbindungen üblich. Teils sehr zur Überraschung der klassischen Touristen, wenn insbesondere jüngere Einheimische ihre Schlafsäcke auf den Bänken der Cafeteria etc. ausbreiten und die Nacht dort schlafen.

    Laut Gemini liegt die Grenze bei 24 Stunden. D.h. alle Verbindungen, die nominell kürzer als 24h sind, kannst du per Port to Port ohne Kabine für sehr wenig Geld buchen (im weitesten Sinne öffentlicher Nah und Fernverkehrspreis). Laut der Buchungsmaske bei Hurtigruten gerade "A cabin isn't required for journeys under 23 hours". Also gänzlich unabhängig davon, ob es tagsüber oder nachts ist.

    Man kann meines Wissens sogar Fitnessstudio, Whirlpool und Sauna kostenlos nutzen.

    Die Traumroute Svolvaer nach Tromsø (16 Stunden an Bord) kostet so z.B. nur 115 €.

    Edit: Im Fall von Patirou : Bodø nach Tromsø fällt auch in die Regel und kostet nur 125 €.

  • So ich habe das auch mal angeschaut, Bohnenbub kam mir ein bisschen zuvor, aber sollte der Nachtzug Oslo-Bodo wieder funktionieren (wo ich davon ausgehe), habe ich folgende Etappierung ausgemacht die für mich Sinn macht:

    Bodo-Tromso: ca. 120 Euro
    Tromso-Honningsvag: ca. 100 Euro (1h vom Nordkap mit dem Velo - da hofft man, dass das Wetter mitspielt)
    Honningsvag-Kirkenes: ca. 106 Euro
    Preise geschaut am 18.02. für die 2. Woche Juni 2026, wobei die ziemlich stabil sind. Ich nehme an, die sind vorverhandelt fix.

    Man spart also ca. 300 Euro pro Person - dazu kommen halt ein paar Kosten an Land (ich nehme mal an in Tromso und am Nordkapp kann man sicherlich gut campen). Nachteil, man "verliert" bei jedem Stopp mindestens 24, maximal 48h zwischen 2 Schiffen. Weiterer Vorteil, man ist nicht auf die fancy "Bordkombüse" angewiesen, sondern nimmt sich einfach mal was mit.

    Das wäre von allen Optionen jetzt mein persönlicher Favorit.

    Man kann meines Wissens sogar Fitnessstudio, Whirlpool und Sauna kostenlos nutzen.

    Zone 2 Training mit Sauna vor der Tour, ist natürlich Ideal :P

    whr : wird korrigiert, Du hast natürlich recht.

  • Es ist vor allem einfach eine super schöne, langsame Annäherung an den hohen Norden. Einziger Nachteil: Danach wird dir das Radeln durch Finnland vermutlich erstmal todeslangweilig vorkommen ;)

  • (1h vom Nordkap mit dem Velo - da hofft man, dass das Wetter mitspielt)

    Das halte ich für sportlich :D
    Ich hatte letzten Sommer zugegeben einen 45 kg schweren Anhänger zu ziehen aber da sind doch ein paar Höhenmeter auf der recht kurzen Strecke. Aber super schön außerhalb der Touri-Bus-Zeiten!

    Ich habe gesehen, dass du viel über Larvik und co planst. Hast du dir die Verbindung über Kopenhagen und Göteborg mal angeschaut? Die bin ich sicher schon 20x gefahren und ist meist unproblematisch, wenn man den Zug nimmt, der nur einmal in Kopenhagen ein Umsteigen erfordert. Kann man ganz normal bei der DB buchen.
    Von Göteborg nach Oslo ist es quasi ein Katzensprung. Die Route wird von vy.no bedient).

    Es gibt über Hamburg (glaube aus Berlin kommen, bin mir nicht sicher) auch 1 oder 2 Nachtzüge Richtung Malmö. Einen von SJ und einen privaten, eher im Billigsegment. Das habe ich allerdings nur einmal probiert und bin prompt für 24h in Malmö gestrandet :D War der Fairness halber erwähnt aber dem Gleisbett und nicht dem Zug geschuldet.

  • (1h vom Nordkap mit dem Velo - da hofft man, dass das Wetter mitspielt)

    Das halte ich für sportlich :D

    Ist die Google Maps Angabe. Ist ja auch egal, ich habe 24 h bis zum nächsten Schiff :P

    Ich habe gesehen, dass du viel über Larvik und co planst. Hast du dir die Verbindung über Kopenhagen und Göteborg mal angeschaut? Die bin ich sicher schon 20x gefahren und ist meist unproblematisch, wenn man den Zug nimmt, der nur einmal in Kopenhagen ein Umsteigen erfordert. Kann man ganz normal bei der DB buchen.
    Von Göteborg nach Oslo ist es quasi ein Katzensprung. Die Route wird von vy.no bedient).

    Nein habe ich nicht, und es ist sogar besser. Das einzige Manko, man fährt durch Göteborg, was man schon auf dem Weg sieht.

    Frage: ist Malmö Besichtigunswürdig ?


    Jetzt scheisst es mich besonders an, dass der Nachtzug Basel-Malmö nicht zum fliegen gekommen ist. AAAAAAAAARGH

    4 Mal editiert, zuletzt von Patirou (18. Februar 2026 um 21:38) aus folgendem Grund: Edit: ich habe zu schnelle Annahmen getroffen und musste mich korrigieren.

  • Wenn du genügend Geld zur Verfügung hast, kannst du auch Kiel-Göteborg über Nacht mit der Stenaline fahren. Dann kannst du morgens weiter nach Oslo und kriegst in Trondheim vermutlich sogar noch den Nachtzug nach Bodø.

    Ich glaube, gerade bei Städten könntest du dich von der Idee lösen, dass du alles erst bei der Radfahrt sehen möchtest. Du wirst bei der Durchreise mit dem Rad sowieso nur einen Bruchteil dessen sehen und erleben können, was eine Großstadt bietet. Und je nach Verbindung, kriegst du womöglich ohnehin direkt den Anschluss an den Nahverkehrs-Zug nach Oslo und siehst außer dem Göteborger Bahnhof nicht viel.

  • Das ist mir klar, daher auf der Anreise noch Kopenhagen und Oslo mitnehmen (und jeweils ein paar Tage dort verbleiben. Auf der Bike tour ist mir klar, dass es eher eine "Durchfahrt" wird, ausser ich mache einen expliziten Pausentag.

    Plan für mich wäre jetzt:

    Basel-Hamburg mit ICE, da direkt umsteigen auf den Zug nach Kopenhagen (Hamburg kenne ich schon). 2-3 Tage in Kopenhagen (habe da vermutlich schon eine Unterkunft bei Freunden). Von dort weiter nach Oslo, wieder 2-3 Tage die Stadt anschauen. Dann mit dem Nachtzug nach Bodo und von dort aufs Schiffli. bis Kirkenes.

  • Klingt nach einer tollen Kombination aus Stadt/Kultur und Szenerie 👊

    Edit: Trondheim ist durchaus auch eine charmante kleine Großstadt. Sehr studentisch geprägt. Alter Stadtkern. Muss man nicht zwangsweise eine Nacht bleiben, aber die Dovrebahn Oslo-Trondheim falls möglich so früh wählen, dass vor Abfahrt des Nachtzugs Trondheim-Bodø noch genug Zeit für eine kleine Flaniererei vom Bahnhof zum Nidarosdom und zurück bleibt.

  • Patirou  Eichkatz Zur Frage der Bearbeitbarkeit der eigenen Beiträge habe ich den Maschinenraum befragt. Maschinenraum sagt: 5 Tage sind das Normale.

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Frage: ist Malmö Besichtigunswürdig ?

    Kopenhagen und Malmö liegen ja in direkter Nähe zueinander. Ob man da auch mit dem Rad mal rüberfahren kann, weiß ich nicht. Ich bin mit dem Zug hingefahren. Schau einfach, wie es passt. Wenn du bei der Ankunft einen halben Tag Zeit hast für einen kleinen Rundgang, kannst du dir Malmö ja mal anschauen. Wenn nicht, kannst du auch von Kopenhagen mal schnell rüberfahren.

    Ich war zwar schon dort, könnte jetzt aber nicht mehr mit Sicherheit sagen, mach das auf jeden Fall (nicht).

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