Warum kein Weg an Island vorbeiführt
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2. Grund
Der Laugavegur (Kalauer, ok).
Aber Grund: man kann auch aus Reykjavik, das zwar eine teure, aber auch eine schöne Stadt ist, zu Fuss rauslaufen.
Oben ist etwas steinig, aber dafür weitläufig.
Eigentlich wollten wir nur zum Haus von Halldór Laxness (Museum), aber dann doch erstmal gucken, wie die Aussicht so ist.
"trotz widrigster Umstände seine Selbstständigkeit nicht aufgeben"
Das Museum blieb auf der To-Do-Liste.
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4. Grund
In Reykjavik gibt es im Winter eine Boden-beheizte Fußgängerzone.
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5. Grund
Landmannalaugur. Man kann da gut paar Tage rumschlenkern, ohne dass man auf den berühmten Trail muss. Jedenfalls muss man nicht gleich und überhaupt. Irgendwo Seitentalöffnung rein und hoch.
Wos qualmt nicht reintreten und gibt auch Leute, die machen da Fotokurs.
Hatte ich nicht nötig. Bei der ersten Tour war meine Kamera neu und die erste eigene Kamera, komme aus der "keine-Fotos"-Szene. Rucksackgewicht deutlich ü20, aber weder Ersatzakku noch Ladestation bei. Powerbanks gabs noch nicht. Beim Packen hatte mir unser Dauergast aufm Sofa liegend zugeguckt und sich enorm beömmelt bei meinen vergeblichen Versuchen, mein Zeug im extra für "Island!" angeschafften 75+20 Liter Rucki unterzukriegen. Der Rest der Geschichte: zu schwerer Rucki ist ein widrigster Umstand, den man vermeiden kann. In Reykjavik war schönes Wetter gewesen und in Landmannalaugur standen paar wenige arg gebeutelte Zelte und hinter der Windschutzmauer paar teetrinkende Zausel in dem Alter wie ich jetzt und erzählten, da schon seit ein paar Tagen zu stehen und noch paar Tage warten zu müssen und wir nach nem halben Tag nass in den nächsten Bus nach Skaftafell, wo schönes Wetter war.
Die Fotos zu #5 (edit: jetzt #6, kann passieren bei Overtourism) hier zwei Jahre später. Seit ich mal beim Blättern in einem Buchladen Fotos von hier gesehen hatte, war klar, dass ich hier mal hinmusste. Wie der Ort hiess, hatte ich mir nicht gemerkt. War auch nicht nötig. Wer den isländischen ÖPNV nutzt, landet unvermeidbar früher oder später hier. Und damit wäre ich ein paar meiner dauerhaften Lieblingsfotos schon mal los und mittendrin im Reisebericht. Für die Fortsetzung will ich erst mal Wochenende Wolfgang Müllers Island-Bücher raussuchen.
Wer weitere Gründe ergänzen mag, nur zu, welcome!
Edit: Wolfgang-Müller-Bücher-suchen ins nächste Jahr verschoben. Aber wer noch ein gutes Buch zu Weihnachten sucht ... kann ich empfehlen.
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Beim Packen hatte mir unser Dauergast aufm Sofa liegend zugeguckt und sich enorm beömmelt bei meinen vergeblichen Versuchen, mein Zeug im extra für "Island!" angeschafften 75+20 Liter Rucki unterzukriegen.
Das Känguru?
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6. Grund: Regenpause im heißen Bach badend. (Leider kein Foto)
PS: In Landmannalaugur hatte ich oft den Eindruck, ich stehe mitten in einem Ölgemälde.
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3. Grund
Die Orientierung ist immer klar und einfach. Wenns in Reykjavik regnet, ist am Laugavegur schönes Wetter.
Und umgekehrt.
Ich kenne das anders: wenn das Wetter schlecht ist, einfach ein paar Stunden warten, dann ist es schön.
Und umgekehrt.4. Grund
In Reykjavik gibt es im Winter eine Boden-beheizte Fußgängerzone.
Und zwar, bevor jemand Böses denkt: selbstverständlich geothermisch.
Den "Badeweg" kann man im Süden per Fimmvörduháls und im Westen per Helismannaleid gut verlängern. Ich bin von Südost nach Nordwest gelaufen:; Fimmvörduháls: schon einige unterwegs; Laugavegur: übervoll; Helismannaleid: 2 Tage lang keiner Menschenseele begegnet.
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whr . ja, wow. Ich gucke mir diese Fotos total gerne an, das mittlere mein Favorit. Jüngste Landschaften, Formen, Farben...
7. Grund:
Verlegenheitsgrund. Auch da, wo es nicht sooo spektakulär ist, ist es spektakulär genug.
Anarstapi, "Iceland in a nutshell".
Aus dem Nachbarzelt quillt morgens eine Familie mit 3 Kindern im Schulalter und nimmt Aufstellung. Papa liest ein Kapitel aus der Reise vor. Wir stellen uns dann dazu.
Fotostop-Point des Linienbusses gleich hinterm Camping, danach mal schlenkern "ins Gelände":
Man begegnet hier Leihwagen beim Wandern, wie man an den Spuren sehen kann. Absaufen tun sie erst kurz vor Þórsmörk (das ist woanders).
Das Rote ist etwas wärmer vielleicht
und man blickt auf einen grösseren Sander unten
stellt fest, dass man schon auf Eis rumläuft.
Es klart auf.
Auf dem Rückweg zum Camping ist schon fast zu warm. Und wir wollen zum Strand.
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Muss ich da also doch irgendwann auch mal noch hin?!
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Muss ich da also doch irgendwann auch mal noch hin?!
Ich vermutlich auch

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Müssen muss man nicht.
Aber, 8. Grund, ich finde 15 Jahre später immer noch gut, dass ich da war (2010).
Danach fuhren wir nach Stykkisholmur zum Vulkanmuseum, die logische Busroute. Ich bedauere bis heute, damals keine CDs mit den Dokus über Vulkanausbrüche mitgenommen zu haben. Auf Flatey hatte das Cafe schon off season.
(Anlegestelle).
An den Original-Schauplätzen von Noi Albinoi schleppte ich meinen Rucksack den Tafelberg hoch. Habe ich schon erwähnt, dass die Entscheidung
schwer = schlecht
dort fiel?
Vom Tafelberg Blick auf Hornstrandir. Richtige Wanderer machen da tolle Touren. Ich war da noch nicht.
Die Inlandsflüge kaum teurer als die Busfahrt.
Kurz in Landmannalaugur gucken gewesen und in den nächsten Bus gesprungen, Skaftafell, mehrere Fussballfelder grosser Camping, eher Festivalgelände aber Anfang September schon leer.
Gletscherzunge bis Meereshöhe.
Hier sieht man Romy aus der Schweiz wandern, die ihrem Mann was von "Bustour" erzählt und 2,5 Kg Kartoffeln im Rucksack hatte. Von denen bekamen wir später in Thorsmörk (so kann man das auch schreiben) reichlich ab. Auf dem Bild mit Tagesrucksack. (hallo Romy, falls Du inzwischen auch hier bist, mach mal PM, viele Gruesse!!!)
und dann...
...war der Akku leer. Und ich hatte ja die Ladestation nicht eingesteckt. Und keinen Ersatzakku. Weil 75 plus 25 nicht dafür gereicht hatten. "Island!"

Deshalb keine Fotos von schwarz geregneter Landschaft der frischen Asche des Eyjafjallajökull, zu der es noch eine Sizilien-keine-Flüge-keine-Leihwagen-ausser-dem-grössten-neuesten-BMW-organisiert-vom-autofrei-lebenden-Autohasser-Geschichte gäbe, aber in der komme ich nur als findiger Telefonierer vor. Gartennachbar von der Post hat mir später den Ersttagsbrief mit den isländischen Sondermarken geschenkt (ja, die Post, die gab es damals noch).
Und kein Foto davon, wie zwei Wanderreiter an der Tanke (und Bushalte) mit grösster Selbstverständlichkeit in den Shop reiten. Hätte wahrscheinlich sowieso zu lange gedauert, bis ich den nur relativ kleinen Fotodingens aus dem Rucksack und knipsfertig gehabt hätte.
Soweit der 8. Grund und die erste einfache Tour.
Im Foto mit den drei Schafen ist das kleine gelbe Haus wichtig. Das ist die historische öffentliche, immer offene Bibliothek, die mit voller symbolischer Absicht 50 cm höher steht als die Kirche. Der 9. Grund.
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Kann auch sein, dass es 25 plus 30 waren (die Erinnerung wird immer unschärfer).
Leergewicht an die 3 Kilo.
Aufwärts.
Und niemand wollte den kaufen, nicht mal junge Pfadis für einen symbolischen Preis.
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Deshalb keine Fotos von schwarz geregneter Landschaft der frischen Asche des Eyjafjallajökull
Da kann ich gerne helfen, wenn auch erst 10 Jahre danach mit nicht mehr ganz so frischer Vulkanasche.
Fire and Ice.
Der etwa 80 m hohe Hügel, von dem aus das nächste Bild aufgenommen wurde, namens Magni, hat vor 2010 nicht existiert.
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Puh, Eure etwas älteren Erinnerungen
Muss ich da also doch irgendwann auch mal noch hin?!
Puh, Eure Bilder triggern da wirklich alte Wünsche, will auch. Aber 10,15 Jahre später liest man ja wirklich nur noch von overtourism an jeder Ecke dort - kann man das noch bringen, hat da jemand neuere Erfahrungswerte?
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Ich war im Sommer 2021 in der Hochsaison Juli/August da. Da war C*-bedingt deutlich weniger los als "normal", laut Schätzung Anderer <50%. Eine einsame Wanderung ist es natürlich nicht. Ich bin ab Reykjavik mit dem Überlandbus nach Skogar, dann Fimmvörduháls, Laugavegur und Hellismannaleid bis nach Rjúpnavellir gelaufen, von dort mit dem Überlandbus wieder nach Reykjavik zurück. Also kein Auto, keine Ringstraße, und auch keine sonstigen Tourispots.
Anbei ein paar Photos mit Menschen on Trail und Zelten bei den Hütten.
Start am Skogarfoss, direkt an der Ringstraße, Autotouristen
Übernachtung an einer der beiden Hütten am Fimmvörduháls (wegen C* nur außerhalb möglich)
Thorsmörk (Grenze zwischen Fimmvörduháls und Laugavegur)
Emstrur (hier nur die Wanderer mit eigenem Zelt - dazu zahlreiche fest aufgebaute Zelte und natürlich die Hütte selbst)
Landmannalaugar (Hotspot)
Da der Hellismannleid wohl auf keine Bucket List steht, wurde es ab da sehr ruhig. Bei der ersten Übernachtung gab es noch ein paar Car Camper, die dort mit den Pferden Tagesausritte gemacht haben, ich war der einzige Wanderer
Am nächsten Abend war ich mit dem Camphost alleine, der war froh, dass jemand vorbeikam, wobei die Kommunikation dank beschränkter Englischkenntnis auf seiner und nicht vorhandener Isländisch-Kenntnis auf meiner Seite nicht so ganz flüssig war.
An diesen beiden Tagen bin ich keinem anderen Wanderer begegnet. Am nächsten (letzten) dann allerdings 3 Personen bzw. Gruppen.
Sicherlich wird das mittlerweile wieder mehr sein, vielleicht kann ja jemand Anderes berichten.
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Man kann hier den Unterschied zwischen Gründen und Erklärung lernen (on topic).
a break from overtourism:
https://www.mdpi.com/2673-5768/3/3/48
Wahnsinns Graph (der erste).
Wir waren mal wieder gerade noch rechtzeitig da (und wohl noch zur ziemlich einzigen Zeit, in der Island "bezahlbar" war - wenn denn zwei Hotelnächte am Anfang sein mussten). Die KI meint übrigens, das viele Lob in national geographic sei Schuld gewesen. Wirtschaftspolitisch auch gewollt nach der Krise 2008/2009.
Die Fotos 2021 unterscheiden sich nicht wesentlich von meiner Erinnerung. Die Zelte der Reiseveranstalter gab es auch 2010 und 2012 zu sehen (erstaunlicherweise vornehmlich Vaude-Zelte und die Gruppen dazu erstaunlicherweise zum Teil aus Frankreich) - aber nur in Landmannalaugur und Thorsmork. Skaftafell zur Hauptsaison war bereits bekannt als sechs, sieben Fussballfelder Zelt an Zelt und Festivalatmossphäre (keine zehn Zelte Anfang September 2010). Die Fotos in #18: Alftavatn mit 3 Hütten - in meiner Erinnerung war da eine. Landmannalaugur vergleichbar. Elmstrur in der Falte vergleichbar. Skogarfoss vergleichbar weil an der Route aller Busse und Ringstrasse. Keine einzige Reiseveranstalter-Gruppe "unterwegs" gesehen (o.k., eine, die Loensoeraefi verliess, als wir reinwanderten, Kleinbusabholung). Auf dem Laugavegur waren wir jeweils spät los (gleich zu Anfang jeder Etappe mal vom Weg weggeschlenkert, Blicke gesucht, so dass "alle" ne Stunde Vorsprung hatten, die Etappen sind kurz und aus der Gegenrichtung von Thorsmork kamen wenig Leute). Anarstapi 3 Zelte, rund um Bolungarvik und auf der Wiese am Schwimmbad dort im Ort alleine, auch überall da, wo wir sonst so rumliefen ausser in Skaftafell die Runde auf den Aussichtsberg. Danach in dem Tal, in das von den letzten Fotos aus geblickt wird, wieder alleine. In Porsmork gab es ein paar Campwiesen am Wasser, die so 15 Minuten bis halbe Stunde vom grossen Camping entfernt liegen und da lief dann keine:r ausser uns rum Anfang September und bißchen weglos ging hier und da. In Porsmork gab es quasi Tagestourismus, voller Bus stieg aus, abends waren die Leute alle wieder weg. Wimmelbilder an allen Spots der Ringstrasse schon damals, stossweise und reisebusabhängig, gab die vielen WoMos noch nicht. 20 Minuten weiter hat man wahrscheinlich immer noch morgens und abends für sich. Hauptsächlich wird um die Ringstrasse gefahren. Wobei: im Südosten mussten wir beim Trampen schon gefühlt lange warten, bis mal ein Auto kam. 2012 fühlte sich voller an als 2010. September ist off season weil Herbststürme. Da bin ich lieber nicht draussen oder im Zelt. Lernten wir 2012. Und waren in zwei Hütten: - alleine. Von der dritten Hütte, in der wir mal waren, wurde gerade die Reisegruppe abgeholt, ganze Küche voller spare food.
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Aber stimmt das, dass es in Island kaum trails gibt und deswegen die ganze Welt auf immer derselben (2?) rumläuft?
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